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Diskussion über eine Veränderung des Jugendamtes

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AW: jugendamt holt kinder

Hallo,

was Sorror sagt ist vernünftig. Ich habe das auch schon versucht anzusprechen. Danke Sorror.

Hat jemand eine Vorstellung wie eine Nachfolgebehörde aussehen könnte?
Was könnte das JA besser machen?
Welche Tips könnt ihr den Eltern geben im Umgang mit dem JA, d. h. wie sich am besten verhalten. - Beamte haben ja eigene Mentalität und der erste Eindruck ist oft entscheidend.

Vielleicht können die hier postenden JA-Mitarbeiter und die mit ihnen zusammenarbeitenden Organisationen einmal darlegen, was sie sich von der Eltern wünschen.
 
AW: jugendamt holt kinder

klingt ja schon vernünftiger und ich stimmt Soror voll zu, hatte es ja so ähnlich bereits vorab formuliert.

Was die Eltern betrifft so kann ich mir vorstellen, dass JÄ es begrüßen würden, wenn Eltern sie nicht als Konkurrenten auffassen, sondern mehr gemeinsam an einem Strang ziehen in Hinsicht auf das Kindeswohl. Eltern sollten das JA nicht nur als Kontrollinstanz sehen, sondern als Hilfsinstrument eigene Probleme bearbeiten zu können.

Ich persönlich bin für Abschaffung des Beamtenstatus und in JÄ sollten auch mehr praxiserfahrene Mitarbeiter, Sozialarbeiter und auch neutrale Familienhilfe eingebunden werden. Die Ausbildung der Jugendamtsmitarbeiter sollte auch geändert werden in Hinsicht aus soziale Kompetenz z.B. Es sollte zur Entlastung der einzelnen Sachbearbeiter auch sowas wie Supervision geben in dem in schwierigen oder grenzwertigen Fällen ein Team entscheidet und nicht ein Einzelner...damit kann man Fehlentscheidungen reduzieren.

Vielleicht sollte es auch sowas wie ein Qualitätsmanagement geben...das ganze irgendwie mehr wie ein Bürgerservice (jedoch nach wie vor mit gewisser Entscheidungsgewalt) gestaltet werden.

Tyra
 
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AW: jugendamt holt kinder

Wie gesagt, ich würde das JA gar nicht abschaffen.

Ich sehe auch die Problematik ganz woanders. Nämlich in den Vorurteilen gegen über dem Ja in unserer Gesellschaft und in der Unwissenheit der Betroffenen.

Man muss sich ja bewusst machen, dass viele (natürlich nicht alle) Familien, die in Kontakt mit dem JA kommen eher aus sozial schwächeren Bereichen kommen.

Viele wissen gar nicht, welche Möglichkeiten sie im Umgang mit dem JA haben und wie ihnen das JA auch helfen kann.

Denn gerade dort ist für viele alles, was mit Amt und Behörde zu tun hat, der personifizierte Horror. Da ist ne große Hemmschwelle, sich darauf einzulassen. Also wird gewartet, bis es nimmer anders geht.

Und nicht alle JA-Mitarbeiter sind da im Umgang sensibel.

Wäre also Aufklärungsarbeit nen ganz wichtiger Punkt. Eltern sollten informiert sein: welche Rechte/Pflichten hat das JA, welche Rechte/Pflichten hat das Kind und welche Rechte/Pflichten haben wir als Eltern?
Was ist, wenn....? Wo kann ich Hilfe bekommen, etc.?

In einigen Städten gibt es das, aber eben auch nicht überall und die Frage stellt sich: wie erreich ich die Leute, für die das relevant ist?

Einen zweiten Punkt bzgl. der JÄs habe ich angesprochen- den es leider bisher im öffentlichen Dienst zu selten gibt: unabhängige Kontrollen (Qualitätsprüfung- aber da ist auch die Frage, wie sowas organisiert werden kann, ohne das der Datenschutz den Betroffenen gegenüber verletzt wird, aber so, dass es noch Aussagekraft hat); mehr Teamarbeit, Austausch unter Kollegen und Supervision. Das wären Dinge, die, wenn sie vernünftig laufen (und das ist sehr schwer zu managen) bestimmt die Qualität der JÄs noch verbessern könnte.

Wie gesagt, im Großen und Ganzen finde ich das System gut, aber verbessern kann man immer...
 
AW: jugendamt holt kinder

stimmt, finde ich auch..ist oft mediengeschürte Meinungsmache...viel Halbwissen, viel Aberglauben und wenig wirkliches Wissen. Und Unwissen macht halt oft Angst und dann aggressiv und das ist keine gute Basis.

Es gibt einige Stellen die in Hinsicht auf Aufklärung oder auch Hilfe im Umgang mit den JÄ helfen können. Mir fällt dazu die Familienhilfe oder Lebensberatung von Caritas oder Diakonie zu ein.

Dem mit der unabhängigen Qualitätskontrolle kann ich auch nur nochmals zustimmen...wäre glaube ich ne Sache zu der sich die einzelnen Städte mal Gedanken zu machen müssten wie sie das organisieren...Kann ja sone Art gemischtes Gremium aus Experten (Kinderpsychol. Juristen, Sozialarbeiter +.....)und Normalbürgern sein.
 
AW: jugendamt holt kinder

Man sollte nicht zu sehr die Lösung in Friede-Freude-Eierkuchen suchen. Machen wir uns nichts vor: die ganz überwiegende Zahl der Erwachsenen, die mit dem JA zu tun hat, hat etwas zu verbergen. Manchmal nur Peinliches, oftmals aber auch Gemeines und sehr schlimme Dinge.Das heißt, diese Leute haben gar kein Interesse daran, dem JA die Arbeit zu erleichtern, im Gegenteil, sie streben Verdunkelung und Vertuschung an.

Diese Standardsituation lässt ja heute JA-Mitarbeiter bei Fehleinschätzungen so über das Ziel hinausschießen - weil eben niemand zuständig ist, das JA zu stoppen.Oder (wie bei Lenin) Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Kontrolle aber fehlt völlig - die so genannte Freiwiliige Gerichtsbarkeit ist eine Farce.

Dieser Punkt scheint mir der eigentlich wichtige zu sein. Eine Lösung, vor allem eine, die nichts oder nicht viel kosten soll, weiß ich ad hoc auch nicht. Aber so wie jetzt noch möglich dürfen die JÄ künftig nicht weiter agieren.
 
AW: jugendamt holt kinder

Eine andere Einstellung ist auch gar nicht nötig. So wie es ist ist es gut.

Da braucht man nicht nach Lösungen suchen, wenn man schon die beste hat.

Naja, Giesy, ganz so ist es leider auch nicht.
Ich habe die Sichtweise eines Soz.-Päd vor Augen und weiß, dass nicht immer alles glatt läuft. Auch ich kenne 2 Fälle, in denen das JA einfach Mist gebaut hat.
Ist aber gering gegen die Anzahl der Fälle, wo es GUTE Arbeit geleistet hat!

Chio: WOHER hast du deine Kenntnisse? Ich glaube, ich frage jetzt das 3.Mal! Wenn wir nun wissen, wie Giesy damit zusammenhängt und ich es auch preisgegeben habe, so wäre es fair, wenn du uns sagst, aus welchem Blickwinkel du den Thread erleuchtest!

Dass das JA einer Reform bedarf, ist keine schlechte Idee. Aber ich bin gegen diese platten Sprüche, nach denen das JA abgeschafft werden soll und habe auch keine Lust, mit solchen Menschen zu diskutieren...
 
AW: jugendamt holt kinder

Dass die Problematik um die Jugendämter jetzt immer stärker in der Öffentlichkeit ist und dort auch diskutiert wird, ist ein Anfang. Die Familien, die ich kenne, sind nicht zufrieden, also muss was geschehen. Die Lösung sollte allerdings von allen angenommen werden können.
 
AW: jugendamt holt kinder

Chimaira-Die Antwort habe ich hier geschrieben; es kann sein, dass soror das gelöscht hat. Ich habe den Fall einer befreundeten Familie, der das JA die Tochter weggeholt hat, aus nächster Nähe miterleben können. Der Vorwurf lautete auf sexuellen Missbrauch durch den Vater, also etwas Schlimmeres kann es ja kaum geben. Der Clou bei der Sache:
1.) Die gynäkologische Untersuchung ergibt keinen Befund. (JA: "Es gibt auch anderen Missbrauch". Welchen? Keine Antwort.)
2.) Das Mädchen (12) bestreitet die Anschuldigungen gegen den Vater.
3.) Das Kind wird im Dezember 2005 in einer Nacht-und Nebelaktion aus der Schule abgeholt und in ein Heim gebracht. Obwohl doch angeblich Missbrauchsopfer, erfolgt keine pädagogische oder psxchologische Betreuung irgendwelcher Art.
4.) Die Mutter, die Großmutter, der Großvater,ALLE Leute aus ihrem bisherigen Umfeld dürfen sie nicht mehr beuschen. Haben die alle mit-missbraucht ??
5.) Seit Mitte 2006 ist das Kind an einem unbekannten Ort untergebracht. Ansonsten wie 4.)
6.) Für die Eltern könnte das Kind auch seit jenem 12. Dezember 2005 tot sein. Oder in einem orientalischen Harem.
7.) Alle diese Maßnahmen (einschließlich Sorgerechtsentzug nicht nur für den missbrauchenden Vater sondern auch für die Mutter) wurden vom Familiengericht, und zwar immer von derselben Familienrichterin, abgesegnet. Ihre Beschlüsse entsprechen teilweise wörtlich den Stellungnahmen des JA.

Das ist nur ein kurzer Abriss der Geschichte. Kann sich mit dem Fall Meiering und anderen durchaus messen.
 
AW: jugendamt holt kinder

Naja, Chio, danke erstmal für die ausführliche Antwort!

Also, ich gehe mal drauf ein.

zu 1.: Es gibt ja nicht nur sexuellen MB, der mit Geschlechtsverkehr einhergeht. Es zählt z.B. ja auch dazu, wenn der Vater möchte, dass das Kind ihm bei sexuellen Handlungen an sich selbst beobachtet (möchte hier nichts schreiben, was andere irgendwie schocken könnte, daher meine vorsichtige Ausdrucksweise).

zu 2.: Kenne ich leider. Leugnen heißt aber nicht, dass es nicht passiert sein könnte.

Die Maßnahmen, die ergriffen wurden, sind aber - gesetzt den Fall, es wäre passiert - durchaus richtig, oder? Wobei sehr rabiat, zugegeben. Aber es ist ja auch oft so, dass Familienmitglieder wissen, was passiert, aber einfach nicht einschreiten...

Aber Chio, warum bist du dir so sicher, dass der Vater unschuldig ist? Wie sind diese Anschuldigungen entstanden? Wobei ich nicht sagen möchte, dass es sich so anhört, als sei er schuldig...

Sei mir nich böse, aus der Entfernung kann man gleich dreimal nicht sagen, was hier vorliegt...
 
AW: jugendamt holt kinder

Ich weiß, die Argumente habe ich schon öfter gehört. Insbesondere dass Kinder einen MB leugnen, kommt wohl häufiger vor.

ABER: Das Kind wurde abgeholt, weil das JA einen sexuellen MB unterstellte. Als sich dieser nicht ergab, ging man auf die allgemeine Floskel von den anderen Möglichkeiten, ohne auch das irgendwie zu konkretisieren. Grob gesagt: Es hat einen MB gegeben (JA), welchen, wissen wir noch nicht, liefern wir noch nach (wozu es in jetzt 1,5 Jahren nicht gekommen ist). Da ist es auch verständlich, dass das so sichere JA bis heute den Vater nicht angezeigt hat! Auch wurde das Kind bis heute (soweit wir wissen) nicht begutachtet.

Die Unterstellung, Mutter, Oma und Opa und praktisch das gesamte Umfeld vor dem 12.12.2005 hätten mit-missbraucht, ist angesichts des noch gar nicht bewiesenen MB besonders abstrus.

Im deutschen Recht gilt der Grundsatz, dass derjenige, der etwas Negatives behauptet, das auch beweisen muss. Außer im Familienrecht. Da reicht ein Schriftsatz eines Verwaltungsmenschen " Wir sind sicher, dass X missbraucht wurde..." , um das Elternrecht des GG auszuhebeln.

Was das JA intern selbst von seiner Behauptung hält, zeigt die Tatsache, dass das Kind in der ganzen Zeit weder psychologisch oder psychiatrisch betreut wurde. Dafür setzte man sie massiv unter Druck, gegen Papa auszusagen ("nur dann darf Mama dich besuchen"). Als sie das in einem heimlichen Telefonat ihrer Tante erzählte und diese das in einer Eidesstattlichen Versicherung dem Gericht zukommen ließ, regten sich JA und Heimleitung showmäßig auf und kündigten sofortige Klage gegen die Tante wegen Verleumdung, übler Nachrede und sonst was an. Auf diese Klage wartet sie noch heute.
Die Richterin hatte solche Vorwürfe offenbar schon öfter gehört. Sie gehe auch davon aus, dass der zuständige Bereichsleiter des Heimes das so gesagt habe, gab sie zu Protokoll, aber sie ginge mal davon aus, er habe es nicht so gemeint. - Da fällt einem nichts mehr zu ein.
 
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