Der Mordfall Ladenburger hatte aber eine umfassende politische Brisanz, weil er offengelegt hat, was alles nicht im EU-Asylsytem funktioniert.
Der Täter, bis heute ist nicht geklärt, ob Iraner oder Afghane, hatte bereits zuvor in Griechenland eine Studentin eine Klippe heruntergestoßen. Für diese Tat wurde er 2014 zu 10 Jahren Haft verurteilt. Trotzdem kam er bereits 2015 schon wieder unter Auflagen frei. Die Auflagen hat er nicht eingehalten. Er wurde deshalb zur Fahndung ausgeschrieben, jedoch nur national. Er hat sich seiner Strafe entzogen, indem er schließlich illegal nach Deutschland eingereist ist und hat sich dort den Behörden vorstellt. Obwohl es mehrere EU-weite Systeme zum Datenaustausch gibt, um genau solche Fälle zu erkennen, wurde die kriminelle Vergangenheit des Täters den deutschen Behörden nicht bekannt. Nichts hat also funktioniert. Es gibt Europäische Fingerabdruckdatenbank, es gibt Schengener Informationssystem, es gibt Europäisches Strafregisterinformationssystem. Aus den unterschiedlichsten Gründen und wegen verschiedenster Mängel hat der Austausch nicht geklappt.
Staatsversagen auf allen Ebenen.
Überall wurde berichtet, auch im Ausland. Z.B. in den USA.
In der gebührenfinanzierten Tagesschau, in dem Land der Tat, hat man das nicht für nötig gehalten. Offenbar wollte man die Zuschauer nicht verunsichern, dass Straftäter auf der Flucht als registrierter Flüchtling unbemerkt und unbehelligt herumlaufen und zwar selbst dann noch, wenn die Person bereits in einem anderen EU-Staat beinahe einen Menschen ermordet hat und es reines Glück war, dass das Opfer überlebt hat. Hinzu natürlich das antiquierte Frauenbild des Täters, der bereits in Griechenland nicht verstehen konnte was so schlimm ist die Studentin eine Klippe herunterzustoßen, schließlich war es "nur eine Frau".