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Eltern bevorzugen Tochter der Schwester

Ich kann deine Enttäuschung schon verstehen, vor allem mit deiner persönlichen Vorgeschichte.

Allerdings kannst du dich erstmal von dem Gedanken verabschieden, dass überall anders glückliche Familien sind. Was meinst du, wie oft es vielleicht Krach gibt, weil die Eltern die Betreuung der Enkel übernehmen, aber andere Erziehungsvorstellungen haben? Weil die Eltern merken, dass es ihnen doch zu viel ist, aber die Kindeseltern ihre Berufe nicht aufgeben können/wollen? Weil gemeinsame Feste jedesmal zu Streitereien führen?

Bei uns ist die Situation so, dass die große Familie meines Mannes ähnlich weit weg ist wie deine, dafür wohnen meine Eltern ein paar Straßen weiter. Als die Kinder kleiner waren, haben sie auch mal aufgepasst, abgeholt etc. Aber meine Mutter hat z. B. dankend abgelehnt, eine regelmäßige Betreuung zu leisten, wenn ich arbeiten gehe. Dabei war sie da noch relativ jung. Sie haben auch echt sehr selten mal alleine was mit den Kindern unternommen, das kann man fast an zwei Händen abzählen. Meine beste Freundin dagegen muss sich bis heute gegen die massive Vereinahmung der Kinder durch ihre Schwiegermutter wehren, auch nicht angenehm.

Die Eltern und Geschwister meines Mannes spielen fast keine Rolle im Leben unserer Kinder. Die einzige, die ganz selten mal ein Päckchen geschickt hat ist meine Schwiegermutter, von allen anderen gab es eigentlich nie was. Mit den Kindern seiner Geschwister unternimmt die alleinstehende Schwester Urlaubsreisen, unseren hat sie noch nicht mal eine Tafel Schokolade geschenkt. Tja, ist so, können wir nicht ändern. Ich sehe den Vorteil, dass wir dafür auch nicht in irgendwelche Familien-Querelen eingebunden sind.

Sprichst du eigentlich auch mal mit deiner Schwester? Vielleicht ist sie ja auch genervt von der Kümmerei deiner Eltern? Mich würde das wahrscheinlich überfordern dieses Betüddeln.

Danke für deinen Beitrag. Vielleicht sehe ich immer nur die Familien die anscheinend glückliche Großfamilien sind, man sieht ja oft das wo man selbst einen Mangel verspürt. Es hilft auf jeden Fall zu hören das es anderswo auch nicht immer super läuft.
Mit meiner Schwester habe ich ein freundliches aber recht oberflächliches Verhältnis, durch unseren großen Altersunterschied (7 Jahre) konnten wir als Kinder wenig miteinander anfangen da wir in jeweils anderen Lebensphasen waren. Wir haben uns aber auch nicht gestritten früher. Auch als Erwachsene haben wir wenig miteinander zu tun weil wir immer in verschiedenen Lebensphasen waren (Studentin/Teenager - Studentin/Angestellte - Mutter/junge Erwachsene...). Seit ihrer Schwangerschaft haben wir mehr miteinander zu tun aber eben durch die Entfernung auch eher per Telefon/WhatsApp. Wir sehen uns nur wenn wir Im Norden zu Besuch sind.
Sie weiß das es Streit gibt mit unseren Eltern aber nichts genaues,.ich will sie damit nicht belasten. Sie hat sich nicht ausgesucht geboren zu werden und sie kann auch nichts dafür das unsere Eltern sie bevorzugen. Ich kann das ganz gut trennen,.ich werfe ihr nichts vor.
 
Den Beitrag von MissFox finde ich sehr schön. Ich schrieb ja auch, dass meine Mutter den Jungs meiner Schwester mehr zugetan war als unserer Tochter und ständig etwas für sie machte.

Meine Schwester klagte mir dazu dann auch mal ihr Leid: Auf der anderen Seite der Medaille forderte meine Mutter bei meiner Schwester dann nämlich Dankbarkeit ein. Das ging sogar soweit, dass sie sie in gewisser Hinsicht erpresste und drohte, nicht mehr zu kommen. Es gab wohl einen fixen Betreuungstag in der Woche, auf den meine Schwester ihre Arbeit angepasst hatte - sie hatte sich damit regelrecht abhängig gemacht von meiner Mutter. Als es dann mal Streit gab kam das als Druckmittel aufs Tapet. Furchtbar, eher hätte ich mir etwas abgebissen. Meine Schwester jammerte - mein Mitleid hielt sich in Grenzen.

Auch ist die Erwartungshaltung meiner Mutter an meine Schwester jetzt in ihrer Hilfsbedürftigkeit sehr groß und meine Schwester verspürt diesen Druck.
Ich helfe natürlich auch, aber eben wenn es bei mir passt.

Womöglich ist auch so etwas Thema bei deinen Eltern. Wenn mal etwas ist wird vorrangig die Familie helfen, die vor Ort ist. Das seid eben nicht ihr. Also zahlen sie auf dieses "Konto" jetzt verstärkt ein.

Ja das habe ich mir auch schon gedacht - sie haben nur eine Tochter in der Nähe und die soll jetzt verwöhnt werden damit sie sich im Alter um sie kümmert. Das ich das auf die Entfernung nicht leisten kann wissen sie genauso wie ich. Dafür opfern sie gerne die Beziehung zu ihrer ältesten Tochter und ihrem ersten Enkel. Berechnend aber auch verständlich. Werde mich natürlich entsprechend zurückhalten wenn sie Im Alter Hilfe brauchen. Wohne halt leider zu weit weg, werde an Weihnachten und Ostern eine Karte schreiben und alles Gute Wünschen. Das muß reichen.
 
Wo liegt hier jetzt der Unterschied ?

Wie war früher dein Verhältnis zu deinen Eltern/deiner Schwester ?

Bist du eifersüchtig ?

Mit "Einsichten" tue ich mich auch schwierig, du beschwerst dich hier allerdings dauernd, "wie blöd" das alles ist und tust alles dafür, daß das so bleibt.

700 Km "reist man" je nach Typ nicht einfach so runter.
Fahrt ihr mit dem PKW oder mit der Bahn ?
Mich persönlich stresst das mit zunehmenden alter.
Das braucht eine gewisse Vorplanung,
noch dazu soll dann in der rel. kurzen Besuchszeit, lt. dir ein 100%iges Harmoniefamilienprogramm statt finden.
Denkst du das ist realistisch ?

Das mit der Einliegerwohnung hört sich zunächst sehr auf aufopferungsvoll an,
es kann allerdings eine Art Verpflichtung und Besuchszwang auslösen.

Du hast es aktiv mitentschieden mit deinem Mann an seinen Arbeitsort zu ziehen.
Das ist eine Herausforderung, du hast es probiert und scheinst dich dabei unwohl zu fühlen.

Was willst/kannst du daran ändern ?

Das finde ich etwas streng von dir. Ich zeige durchaus Einsicht wie du an meinen Beiträgen erkennen kannst. Aber ich kann doch meine verletzten Gefühle nicht von jetzt auf gleich abstellen nur weil jemand Im Internet sagt: "Ach du bist wütend und verletzt? Hast doch gar keinen Grund dazu, sei es einfach nicht mehr!" OK danke,.jetzt geht's mir besser.

Das ist ein Prozess. Das ich eifersüchtig bin auf meine Schwester hatten wir doch bereits geklärt. Ist so. Habe aber auch allen Grund dazu, wie ich finde. Und jetzt? Diese Erkenntnis hilft mir wenig, der Schmerz ist trotzdem da.

Wie du richtig erkannt hast kann ich die Grundsätze (700 km Entfernung,.Kein Umzug möglich und gewollt,.Eltern haben kein Interesse mehr an mir und meiner Familie) nicht ändern. Es geht also darum wir ich innerlich mit diesem Fakten umgehe und sie akzeptieren kann ohne daran kaputt zu gehen.
 
Warum lädst du dann nicht mal die ganze Familie (also Oma, Opa, Schwester mit Baby - Schwager kann, muss aber nicht) zu euch ein? Wäre dafür Platz im eurem Haus?
Oder mal nur die Schwester mit Familie
Oder ihr fahrt einmal im Jahr alle gemeinsam in Urlaub, so als festes Ritual.
Das würde meine Tochter grade gerne bei und etablieren.
Du fixierst dich m. M. nach zu sehr auf Oma und Opa.
Für Omas und Opas finde ich es schwierig heutzutage. Entweder sie müssen selber noch arbeiten und wenn nicht sind sie evtl. schon in einem Alter wo sie nicht mehr alle Ansprüche erfüllen können oder wollen. Und müssen sich womöglich noch zwischen mehreren verstreut lebenden Familien und Enkeln aufreiben um allen gerecht zu werden. Wo bleibt da ihr eigenes Leben? Der „Ruhe“stand?
 
.
Es geht also darum wir ich innerlich mit diesem Fakten umgehe und sie akzeptieren kann ohne daran kaputt zu gehen.
ich glaube schon, dass das Intetesse noch da ist. Es äußert sich nur nicht so, wie du das gerne hättest.

Ich glaube auch nicht, dass man diesen Stachel im Fleisch entfernen kann. Schmerztherapie funktioniert aber auch, indem man sich nicht mehr so auf die Wunde fokussiert, die Aufmerksamkeit stattdessen auf anderes zu lenken versucht.

Wäre so eine Leihoma denn eine Option? Du sagst, ihr habt einen Freundeskreis, der euch wichtig ist. Dazu ein schönes Zuhause. Vielleicht gelingt es dur mit der Zeit, das mehr wertzuschötzen und weniger auf das, was andere (euch voraus oder esser) haben. Ich emofehle oft Achtsamkeit als Strategie, eher die schönen Dinge wahrzunehnen. Statt mit Unzulänglichkeiten zu hadern.

Nicht ganz einfach, ich weiß. Auch bei mir poppt der Ärger immer nochmal hoch.
 
Eltern haben kein Interesse mehr an mir und meiner Familie) nicht ändern. Es geht also darum wir ich innerlich mit diesem Fakten umgehe

Nichts für ungut, aber ich glaube, dass du dich in deinem Zorn gerade in eine Sicht der Realität reindenkst, die mit der realen Realität nicht viel zu tun hat.

Du hast hier geschrieben, dass du Weihnachten deine Eltern nicht besucht hast, weil sich deine Eltern dafür entschieden haben, dass sie deine coronakranke Schwester über Weihnachten aufnehmen und pflegen.

Dass du dich entschieden hast, sie unter diesen Umständen nicht besuchen zu wollen, ist eine rationale und vernünftige Entscheidung. Dein junger Sohn hat Asthma; an deiner Stelle hätte ich ihn diesem Infektionsrisiko auch nicht ausgesetzt.

Diese Entscheidung war vernünftig und für deine Eltern sicher auch vorhersehbar. Dass du und dein Sohn sehr enttäuscht waren, dass dieser Weihnachtsbesuch darum ausfiel, ist sehr verständlich. Ihr hattet euch ja darauf gefreut.

Nun halten wir aber an dieser Stelle trotzdem fest: Du hast dich sehr vernünftigerweise entschieden, dass du unter diesen Umständen nicht kommen willst und kannst.

Deine Eltern haben dich nicht ausgeladen (zumindest hast du nichts davon geschrieben).

Nun gab es meiner Meinung nach in dieser Situation keine Möglichkeit für deine Eltern, die Situation zur Zufriedenheit aller zu lösen.

Nimm mal an, dass dein Sohn in zwei Jahren ein Brüderchen bekommt. Sie werden erwachsen und gehen ihre eigenen Wege.

Beide wollen dich zu Weihnachten besuchen, du freust dich darüber. Nun wird der eine krank. Es ist zwar nur eine Erkältung, die Pflege seines kleinen Kindes, das noch im Babyalter ist, fällt ihm aber gerade schwer. Die Frau und Mutter des Kindes zieht sich aus irgendwelchen Gründen raus und unterstützt nicht angemessen.

Du hast also die Wahl, den kranken Sohn und sein Kind trotz eigenen Infektionrisikos über Weihnachten aufzunehmen und zu pflegen, wohlwissend, dass der andere dann nicht kommen wird, weil er auf sein asthmakrankes Kind Rücksicht nehmen wird. Dafür erspart ihr ihm eine anstrengende Anreise und wisst, dass dieser Sohn mit seiner Familie zusammen Weihnachten feiern kann.

Stattdessen kannst du dich auch entscheiden, fröhlich mit dem gesunden Kind und Enkelkind zu feiern, während sich der andere Sohn über Weihnachten mit Krankheit und Kindspflege quälen wird.

Was tust du in dieser Situation?

Nun hast du geschrieben, dass es bei der Infektion um Corona ging, was für deine Eltern (aber auch für deine Schwester) ein größeres Risiko bedeutet hat als ein 'normaler' grippaler Infekt.

Insofern ist es doch super, dass diese Entscheidung für alle Beteiligten gute Konsequenzen hatte deine Schwester ist offensichtlich wieder gesund, deine Eltern haben sich trotz zusätzlichem, aus Liebe zu deiner Schwester in Kauf genommenen Risikos nicht angesteckt, dein Sohn und du seid gesund geblieben.

Übrigens kann es durchaus vorkommen, dass jemand Post-Covid entwickelt, obwohl Covid selbst milde und wie eine Erkältung verläuft. In meinem Freundeskreis ist das vorgekommen, ich vermute, dass dort u a auch eine Rolle gespielt hat, dass die Person sich nicht in Ruhe auskurieren konnte.

Insofern finde ich es absolut nicht überflüssig oder übertrieben, dass deine Eltern in dieser Situation deine Schwester unterstützt haben. Gut, sie sind selbst dabei ein nicht unbeträchtliches Risiko eingegangen, aber das hat sich ja zum Glück nicht verwirklicht.

Dein Zorn über diese Entscheidung wäre mir völlig unverständlich, wenn du nicht dazugeschrieben hättest, dass du das Gefühl hast (und dein Leben lang hattest), dass sich deine Eltern mehr um deine Schwester kümmern als um dich.

Und dann schreibst du noch in einen anderen Post dazu, dass deine Eltern dich zum nächstem Familienfest, dem 6. Geburtstag deines Sohnes besuchen kommen wollen, obwohl sie dafür 700 km hin und 700 km zurück reisen und vielleicht durch die Art, wie sie Weihnachten gefeiert haben, erschöpft sind.

Und dass du überlegst, das nicht zuzulassen oder sie zumindest auszuquartieren.

Und dann, dass du als Fakt hinnehmen musst, dass deine Eltern kein Interesse mehr an dir und deiner Familie haben.

Fällt dir etwas auf?
 
Ich denke auch das es ein Trigger für mein Kindheitstrauma war - das ich ja vor 10 Jahren bereits in einer Therapie bearbeitet hatte. Aber wie du sagst wird man sowas wahrscheinlich nie ganz los- man kann es nur annehmen, durch den Schmerz gehen und versuchen zukünftig die Trigger zu vermeiden.
Leider habe ich nicht wirklich Tools oder sowas gelernt in der Therapie, wie man sein inneres Kind heilen kann. Es war eine tiefenpsychologische Therapie,.d.h. ich erzähle was mich beschäftigt,.weine, die Therapeutin tröstet, fragt: "Und erinnert sie dieses Gefühl an ein Gefühl aus ihrer Kindheit?" Und dann geht ein großes Stück Traurigkeit weg.
Hilfe zur Selbsthilfe gab's da nicht wirklich leider.

Versuch mal Naikan, wenn du magst.

Dabei geht es in erster Linie darum, sich Beziehungen zwischen einem selbst und Mitmenschen, auch Familienangehörigen anzusehen und Dankbarkeit zu entwickeln.

Es gibt sehr umfangreiche Ressourcen dazu frei im Internet.
 
Nichts für ungut, aber ich glaube, dass du dich in deinem Zorn gerade in eine Sicht der Realität reindenkst, die mit der realen Realität nicht viel zu tun hat.

Du hast hier geschrieben, dass du Weihnachten deine Eltern nicht besucht hast, weil sich deine Eltern dafür entschieden haben, dass sie deine coronakranke Schwester über Weihnachten aufnehmen und pflegen.

Dass du dich entschieden hast, sie unter diesen Umständen nicht besuchen zu wollen, ist eine rationale und vernünftige Entscheidung. Dein junger Sohn hat Asthma; an deiner Stelle hätte ich ihn diesem Infektionsrisiko auch nicht ausgesetzt.

Diese Entscheidung war vernünftig und für deine Eltern sicher auch vorhersehbar. Dass du und dein Sohn sehr enttäuscht waren, dass dieser Weihnachtsbesuch darum ausfiel, ist sehr verständlich. Ihr hattet euch ja darauf gefreut.

Nun halten wir aber an dieser Stelle trotzdem fest: Du hast dich sehr vernünftigerweise entschieden, dass du unter diesen Umständen nicht kommen willst und kannst.

Deine Eltern haben dich nicht ausgeladen (zumindest hast du nichts davon geschrieben).

Nun gab es meiner Meinung nach in dieser Situation keine Möglichkeit für deine Eltern, die Situation zur Zufriedenheit aller zu lösen.

Nimm mal an, dass dein Sohn in zwei Jahren ein Brüderchen bekommt. Sie werden erwachsen und gehen ihre eigenen Wege.

Beide wollen dich zu Weihnachten besuchen, du freust dich darüber. Nun wird der eine krank. Es ist zwar nur eine Erkältung, die Pflege seines kleinen Kindes, das noch im Babyalter ist, fällt ihm aber gerade schwer. Die Frau und Mutter des Kindes zieht sich aus irgendwelchen Gründen raus und unterstützt nicht angemessen.

Du hast also die Wahl, den kranken Sohn und sein Kind trotz eigenen Infektionrisikos über Weihnachten aufzunehmen und zu pflegen, wohlwissend, dass der andere dann nicht kommen wird, weil er auf sein asthmakrankes Kind Rücksicht nehmen wird. Dafür erspart ihr ihm eine anstrengende Anreise und wisst, dass dieser Sohn mit seiner Familie zusammen Weihnachten feiern kann.

Stattdessen kannst du dich auch entscheiden, fröhlich mit dem gesunden Kind und Enkelkind zu feiern, während sich der andere Sohn über Weihnachten mit Krankheit und Kindspflege quälen wird.

Was tust du in dieser Situation?

Nun hast du geschrieben, dass es bei der Infektion um Corona ging, was für deine Eltern (aber auch für deine Schwester) ein größeres Risiko bedeutet hat als ein 'normaler' grippaler Infekt.

Insofern ist es doch super, dass diese Entscheidung für alle Beteiligten gute Konsequenzen hatte deine Schwester ist offensichtlich wieder gesund, deine Eltern haben sich trotz zusätzlichem, aus Liebe zu deiner Schwester in Kauf genommenen Risikos nicht angesteckt, dein Sohn und du seid gesund geblieben.

Übrigens kann es durchaus vorkommen, dass jemand Post-Covid entwickelt, obwohl Covid selbst milde und wie eine Erkältung verläuft. In meinem Freundeskreis ist das vorgekommen, ich vermute, dass dort u a auch eine Rolle gespielt hat, dass die Person sich nicht in Ruhe auskurieren konnte.

Insofern finde ich es absolut nicht überflüssig oder übertrieben, dass deine Eltern in dieser Situation deine Schwester unterstützt haben. Gut, sie sind selbst dabei ein nicht unbeträchtliches Risiko eingegangen, aber das hat sich ja zum Glück nicht verwirklicht.

Dein Zorn über diese Entscheidung wäre mir völlig unverständlich, wenn du nicht dazugeschrieben hättest, dass du das Gefühl hast (und dein Leben lang hattest), dass sich deine Eltern mehr um deine Schwester kümmern als um dich.

Und dann schreibst du noch in einen anderen Post dazu, dass deine Eltern dich zum nächstem Familienfest, dem 6. Geburtstag deines Sohnes besuchen kommen wollen, obwohl sie dafür 700 km hin und 700 km zurück reisen und vielleicht durch die Art, wie sie Weihnachten gefeiert haben, erschöpft sind.

Und dass du überlegst, das nicht zuzulassen oder sie zumindest auszuquartieren.

Und dann, dass du als Fakt hinnehmen musst, dass deine Eltern kein Interesse mehr an dir und deiner Familie haben.

Fällt dir etwas auf?

Papa, bist du's? 🤔😂 Aber im Ernst, wenn meine Eltern mal einen Anwalt brauchen dann werde ich sie vertrauensvoll zu dir schicken.

Ich verstehe deine Argumentation, auch wenn es sich für mich eher so anfühlt als hätten sie sich entschieden lieber Weihnachten krank mit der einen Tochter und ihrer Familie zu feiern, obwohl sie diese sowieso mehrfach pro Woche sehen. Statt sie gesund mit ihrer anderen Tochter und ihrem Enkel zu feiern, die sie seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen haben. Mir fällt es wohl wirklich vor Wut und Enttäuschung schwer den Sachverhalt neutral zu betrachten. Mal sehen ob die Zeit hilft es neutraler zu sehen.
 
Wärst du denn mit deinem Sohn in einen Haushalt mut Corona gefahren?

Nein, deshalb sind wir ja Zuhause geblieben. Bin ja nicht bekloppt und feiere Weihnachten freiwillig krank. Wäre aber auch nicht in einen Haushalt mit Magen Darm oder Grippe gefahren. Das sind alles unangenehme Sachen aber ja nicht wirklich gefährlich für junge Leute.
Meine Eltern wussten das als sie sich entschlossen haben meine Schwester zu sich zu holen. Und sie haben es mir erst 5 Tage nach dem Vorfall erzählt, weil sie genau wussten das es arschig uns gegenüber war. Haben es versucht zu vertuschen bis es nichtmehr ging.
 

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