Ich stimme euch zu, aber ich finde dieser Perfektionismus von heute kann aber auch krank machen. Als ich den Bogen in der Hand hatte und mir die Kriterien angesehen habe und die Kinder durchgegangen bin, die ich kenne, ist mir aufgefallen, dass es da keins gibt, dass all den Kriterien entsprechen würde. Man kann Menschen auch halb tot therapieren. Es ist wichtig zu wissen wo man steht. Verstehe ich. Teile ich alle eure Beiträge. Aber den Umfang an sich fand ich schon recht viel. fast zu tiefgründig.
Ich frage mich auch, wann die Erzieherinnen da noch zu ihrer eigentlichen Arbeit kommen sollen, wenn sie den ganzen Tag nur die Kinder einschätzen. I
Ich finde wir therapieren in unserem System zu sehr an den Schwächen herum als auf die Stärken zu sehen. Meine Tochter kann zum Beispiel sehr ausdauend malen. Was das Kind alles kann war da im Gespräch gar nicht so wichtig. Es war als hätten wir eine Waschmaschine zu Hause und man müsste nun schauen wie man dies und das verbessert, damit die wie die optimale Waschmaschine läuft.
Ich hab vor 3 Jahren zeitweise nicht mehr damit gerechnet, dass ich meine Tochter irgendwann lebend mit nach Hause bekomme. Ich sehe sie immer noch, wie sie in diesem Inkubator an hundert Kabelln liegt. Vielleicht tue ich mich deshalb damit so schwer und freue mich über alles was dieses Kind kann und schaue nicht darauf, was es nicht kann. Für mich zählt, dass sie lebt und dass sie atmet. Ob sie nun mit 4 sprechen kann wie andere mit 3 oder mit 5 ist mir ehrlich gesagt nicht so wichtig.