Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wer leidet auch weil er/sie arbeiten muss?

Jeder Mensch ist seines eigenen Glückes Schmied ist (leider) realitätsfern.
Danke für Deinen Beitrag. Vieles kann ich gut unterschreiben. Ich glaube allerdings nicht, dass früher alles besser war. Ich bin ja auch schon älteren Semester. Nach dem Abi habe ich gejobbt - im Hafen. Die Arbeitsbedingungen war mehr als bescheiden. Ich glaube wenn ich das junge Leute erzähle, denken die, ich übertreibe. Ich fragte einen Vorarbeiter, wie die Festangestellten das 40 Jahre aushalten. Er ging mit mit zu den Abfallkörbe, hob bisschen Müll hervor u d zeigte mir die Schnapsflaschen.

Whatever....ich hatte immer ein Ziel: raus aus dem Elternhaus und später Studium finanzieren

Nach dem Studium war es schwer eine Arbeit zu bekommen und die Arbeit, die ich jetzt noch habe, war soooo langweilig. Es bleibt nur 2 Möglichkeiten: Bleiben und gestalten oder Alternativen suchen. Und glaube mir, damals war der Arbeitsmarkt dicht. Ich entschied mich zu bleiben und meine jetzige Arbeit zu gestalten so dass diese interessant ist: ohne Erwartung an meinen Chef. Ich bin auch Kind dieser Zeit und ja, Kritik ist völlig angemessen. Wir leben in einer dualen Welt aus Gut und Böse. Wir werden die Welt nicht ändern und ich bin dankbar noch in dieser Blase geboren zu sein. Ach ja....gleich kommt wieder, dass ich Totschlagargumente hier vermittel....

Du hast Recht, dass man (auch) Opfer der äußere Umstände ist. Als Kind konnte ich mich uch nicht wehren. Ich habe es ertragen und auch bei mir auf der Arbeit ist es auch manchmal zu schreien.

TROTZDEM bin ich immer noch der Auffassung, dass Glücklichsein (auch) eine Frage der Entscheidung ist. Man kann es einüben und zwar im gleichen Ausmaß wie man sich einüben, kann, dass alles doof und langweilig und aussichtslos und überhaupt immer ist das Aussen Schuld aber nie ich....mal ganz platt ausgedrückt. Das ist ein Training dass Disziplin erfordert: Dankbarkeit auszudrücken.

Ich weiss, und das schrieb ich hier schon, das Disziplin eine Tugend ist, die in Vergessenheit geraten ist....z. b. Veränderung bei sich selbst zu beginnen.

Ein stink normales Leben zu führen ist bei der Mehrheit der Menschen ein sehnlichster Wunsch....wird das erreicht, ist der Mensch wieder unzufrieden, was ja nicht schlimm ist. Schlimm ist, dass man erwartet und wartet bis das Leben Entertainment liefert statt selbst aufzustehen und zu gestalten. Das sehe ich hier. Lieber Jammern als sich aufzuraffen. Was kann ein aussenstehende Person tun? Zuhören und das gut finden? In das Klagen einsteigen?

Es klingt hart, ich weiß: es gibt Leid, das mensch sich selbst antrainiert hat und durchaus als Erfolg zu verbuchen ist. Und ja, das Leben ist schwer und bei all dem Leid, dem wirklichen Leid, fällt es nicht leicht, dem Leben positives abzugewinnen. Es ist aber nicht unmöglich. Auch das gehört zum Leben

Kolya
 
Weil ich meinem Freund nicht auf der Tasche liegen möchte.
Er ist Normalverdiener und kein Manager oder ähnliches.
Wie wäre es, eine Therapie? Du steckst fest, fühlst Dich handlungsunfähig und als Opfer....vielleicht hilft Dir ein Therapeut, wobei eine Therapie immer vom Klienten aus, je nachdem inwieweit Verhaltensänderungen gewollt sind. Ohne Bereitschaft kann die beste Therapie nichts bewirken

Alles Gute

Kolya
 
Ich bin für jeden Tag dankbar an dem ich im Büro gesund erscheinen kann.
Gehe ich nicht arbeiten und habe kein Frei, bedeutet es das ich krank bin.
Man sollte froh darüber sein, arbeitsfähig zu sein. Der Rest, welche Arbeit man verrichtet, ist dagegen ein hausgemachtes Problem das man beseitigen könnte.
Wenn man allerdings notorisch faul ist - gibt es auch keine Arbeit mit der man halbwegs klar kommt. Dann hat man innerhalb einer Leistungsgesellschaft halt schlechte Karten.
 
Ist schon interessant hier.
Jeder geht von sich selber aus. Ich mach doch auch…Ich kann doch auch… Ich hab und ich bin…
Ist vielleicht normal so🤷‍♀️
Aber Menschen sind verschieden.
Der eine kann sich super anpassen - der andere nur mit Mühe oder gar nicht.
Der eine hat super viel Energie - dem anderen fehlt sie komplett.
Der eine hinterfragt garnichts - der andere manches - und der nächste alles.
Aber ist doch schön, dass man hier Menschen die mit den Anforderungen des Lebens/der Gesellschaft Probleme haben, auch noch niedermachen kann. Da geht es einem selber doch gleich viel besser und man weiss, dass man selber auf der richtigen Seite ist, das Richtige tut. Ne.
Und wirklich sinn-volle Arbeit…gibt rs ganz selten. Ein Arzt macht sinnvolle Arbeit, eine Krankenschwester.. ein Bauer…wobei auch diese an sich sinnvollen Tätigkeiten in unserer Gesellschaft teilweise sehr pervertiert wurden…
Und dann wundert nan sich, wenn das manchen auffällt und sinn-los erscheint.

Klopft euch nur weiter selber auf die Schulter.
 
Es gibt so viel Möglichkeiten sich zu entfalten, beruflich etwas zu tun, was man gerne macht. Sich etwas zu suchen, was einen erfüllt.

Ich würde einfach dort ansetzen.

Ich denke mir manchmal auch, boah heute voll kein Bock zu arbeiten. Das ist normal.
Was mach ich? Trotzdem hingehen.
Es ist nun mal so, dass das Leben weder eine Partymeile noch ein Barbiefilm ist.
Aber wie schon erwähnt, man kann beruflich sich etwas suchen, was einem Spaß macht.
 
Ich würde Dir raten, ein Berufs-Coaching zu machen. Da erfasst jemand strukturiert, wo Deine Interessen, Fähigkeiten und Bedürfnisse liegen und kann Dir Vorschläge machen, welche Arbeit Dir mehr liegen würde, als Büro.

Mir geht es letztendlich, wie Dir. Ich sitze in einem, aus Vernunftgründen gewählten, Berufsfeld fest, dass mir so langsam wirklich komplett zum Hals raushängt und mich auch öfter überfordert.
Meinen letzten Job habe ich gekündigt, weil das Betriebsklima toxisch wurde. Seitdem überlege ich intensiv, was ich stattdessen machen könnte. Weniger intensiv überlege ich das seit 20 Jahren.
Ich habe leider nur Interessen und Fähigkeiten, wo die Chance, damit Geld zu verdienen, sehr gering ist.
In der Selbstständigkeit sehe ich mich auch nicht. Dafür bin ich zu unsicher.

Das Problem mit der Aufschieberei kenne ich ebenfalls. Darin bin ich echt gut, und es nervt mich selbst.

Ohne Arbeit würde ich nichts vermissen. Ich habe genug Hobbies bzw, dann würde ich mir ein Ehrenamt suchen, was mir Spaß macht.
Leider muss man aber ja Geld verdienen.

Ich habe jedenfalls so ein Coaching gemacht. Bei mir kam leider nur heraus, dass ich mit meiner Einschätzung Recht hatte.
Aber das kann bei Dir ja anders sein. Vielleicht wartet da draußen Dein Traumjob und der wäre sogar erreichbar und Du kommst nur nicht drauf.
Das wäre echt blöd, oder?

Ich werde mir jetzt wieder Teilzeit was in meinem "heißgeliebten" Beruf suchen, was ich einigermaßen hinkriege und parallel versuchen, bei etwas, was mich mehr interessiert, einen Fuß in die Tür zu bekommen.

Zu dem, wie es früher lief, kann ich nur sagen, dass mir letztens ein 87-jähriger Bekannter sagte, man könne doch nicht sein Leben lang, etwas machen, zu dem man überhaupt keine Lust hat.
Und der kannte meine Situation gar nicht, sondern da ging es um jemand anderen. Das hat er also nicht gesagt, um höflich zu mir zu sein.

Früher haben sich viele Männer ihre unerträglichen Jobs schön getrunken, weil ihnen nicht anderes übrig blieb, als dort zu bleiben.
Ich weiß auch von einem deutschen Unternehmen, das in Afrika Büroangestellte hat, dass die einen Gehaltswunsch haben und wenn das Unternehmen ihnen mehr Geld pro Stunde anbietet, arbeiten sie lieber weniger Stunden, wenn sie damit auch auf ihr Wunschgehalt kommen.

Es ist also weder eine neue, noch eine westliche Denkweise, dass Menschen Spaß/Erfüllung in ihrem Job haben möchten und wenn nicht, möglichst wenig Zeit damit verbringen wollen.

Ich finde viele Forderungen der Generation Z gerechtfertigt.
Der Arbeitsalltag hat sich stark verdichtet. Führungskräfte wollen oft keine Verantwortung mehr übernehmen und schieben die Probleme auf die Mitarbeiter ab. Ineffektive Prozesse werden nicht angegangen. Auch das dürfen die Mitarbeiter ausbaden. Die Leute werden mit zig sinnlosen Meetings von der Arbeit abgehalten, und mit Nachrichten überschüttet, die gefälligst sofort zu beantworten sind. usw.
Eltern sollen beide Vollzeit arbeiten und nebenbei noch ihre Kinder für die Leistungsgesellschaft optimieren und den Hilfslehrer geben.
Die Burn Out-Raten steigen von Jahr zu Jahr, und das nicht nur bei den "Weicheiern" unter 30.
Generation Z soll dann wahrscheinlich noch bis 70 oder so arbeiten, und wird zu großen Teilen eine Rente bekommen, von der man weder leben noch sterben kann.

Ich kann voll und ganz verstehen, dass die sich denken, dass sie lieber auf Burn Out verzichten und heute leben wollen.
Mittlerweile nehme ich auch in meiner Generation (Generation X) und bei den Baby Boomern eine um sich greifende Unzufriedenheit mit ihrer Arbeit wahr. Die meisten würden lieber heute als morgen in Rente gehen bzw. malochen lustlos vor sich hin. Das war vor ein paar Jahren noch anders. Da fanden die meisten ihren Job noch gut oder zumindest ok.
 
Man kann in jeder Arbeit einen Sinn finden, wenn man möchte. Nicht nur Ärzte und Krankenpflegepersonal leisten wertvolle Arbeit.

Der Buchhalter, der seine Arbeit gut macht, erleichtert vielen anderen ihre Arbeit.
Der Regaleinräumer, der seine Arbeit gut macht, erfreut den Ladenbesitzer und die Kunden.
Nur Beispiele.

Man kann sich überall mit Kollegen/Kunden/Chefs nett unterhalten.
Okay, manchmal sind die Leute irgendwo doof. Dann kann man sich etwas Neues suchen. Der Arbeitsmarkt ist gut, warum zögern?

Alternativ kann man alle/s doof finden und es sich selbst so schwer wie möglich machen. Aber warum?
 
Und wirklich sinn-volle Arbeit…gibt rs ganz selten. Ein Arzt macht sinnvolle Arbeit, eine Krankenschwester.. ein Bauer…wobei auch diese an sich sinnvollen Tätigkeiten in unserer Gesellschaft teilweise sehr pervertiert wurden…
Jeder Beruf ist sinnvoll. Wir alle sind Rädchen in einem großen Getriebe, und alle diese Rädchen sind wichtig.

Und man kann jede Arbeit entweder mit Liebe und Freude, mit Gleichgültigkeit oder mit Leid und Verdruss ausführen. Wofür man sich entscheidet, liegt zum Teil an den äußeren Umständen (Bezahlung, Chefs, Kollegen etc.), aber zu einem großen Teil auch an einem selbst.

Man kann sich an jedem Tag entscheiden, ob man weitermacht wie bisher, oder aber die Umstände bzw. seine Einstellung dazu ändert.

Es sei denn, man möchte gerne Opfer bleiben.
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben