Jeder Mensch ist seines eigenen Glückes Schmied ist (leider) realitätsfern.
Danke für Deinen Beitrag. Vieles kann ich gut unterschreiben. Ich glaube allerdings nicht, dass früher alles besser war. Ich bin ja auch schon älteren Semester. Nach dem Abi habe ich gejobbt - im Hafen. Die Arbeitsbedingungen war mehr als bescheiden. Ich glaube wenn ich das junge Leute erzähle, denken die, ich übertreibe. Ich fragte einen Vorarbeiter, wie die Festangestellten das 40 Jahre aushalten. Er ging mit mit zu den Abfallkörbe, hob bisschen Müll hervor u d zeigte mir die Schnapsflaschen.
Whatever....ich hatte immer ein Ziel: raus aus dem Elternhaus und später Studium finanzieren
Nach dem Studium war es schwer eine Arbeit zu bekommen und die Arbeit, die ich jetzt noch habe, war soooo langweilig. Es bleibt nur 2 Möglichkeiten: Bleiben und gestalten oder Alternativen suchen. Und glaube mir, damals war der Arbeitsmarkt dicht. Ich entschied mich zu bleiben und meine jetzige Arbeit zu gestalten so dass diese interessant ist: ohne Erwartung an meinen Chef. Ich bin auch Kind dieser Zeit und ja, Kritik ist völlig angemessen. Wir leben in einer dualen Welt aus Gut und Böse. Wir werden die Welt nicht ändern und ich bin dankbar noch in dieser Blase geboren zu sein. Ach ja....gleich kommt wieder, dass ich Totschlagargumente hier vermittel....
Du hast Recht, dass man (auch) Opfer der äußere Umstände ist. Als Kind konnte ich mich uch nicht wehren. Ich habe es ertragen und auch bei mir auf der Arbeit ist es auch manchmal zu schreien.
TROTZDEM bin ich immer noch der Auffassung, dass Glücklichsein (auch) eine Frage der Entscheidung ist. Man kann es einüben und zwar im gleichen Ausmaß wie man sich einüben, kann, dass alles doof und langweilig und aussichtslos und überhaupt immer ist das Aussen Schuld aber nie ich....mal ganz platt ausgedrückt. Das ist ein Training dass Disziplin erfordert: Dankbarkeit auszudrücken.
Ich weiss, und das schrieb ich hier schon, das Disziplin eine Tugend ist, die in Vergessenheit geraten ist....z. b. Veränderung bei sich selbst zu beginnen.
Ein stink normales Leben zu führen ist bei der Mehrheit der Menschen ein sehnlichster Wunsch....wird das erreicht, ist der Mensch wieder unzufrieden, was ja nicht schlimm ist. Schlimm ist, dass man erwartet und wartet bis das Leben Entertainment liefert statt selbst aufzustehen und zu gestalten. Das sehe ich hier. Lieber Jammern als sich aufzuraffen. Was kann ein aussenstehende Person tun? Zuhören und das gut finden? In das Klagen einsteigen?
Es klingt hart, ich weiß: es gibt Leid, das mensch sich selbst antrainiert hat und durchaus als Erfolg zu verbuchen ist. Und ja, das Leben ist schwer und bei all dem Leid, dem wirklichen Leid, fällt es nicht leicht, dem Leben positives abzugewinnen. Es ist aber nicht unmöglich. Auch das gehört zum Leben
Kolya