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Empty Nest

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Re: Empty Nest
Hallo beihempelsuntermsofa,

schau mal hier:
Empty Nest. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Morgen ist es soweit.
Der Sohn, das Nesthäkchen, zieht aus.
Wir bringen ihn ans andere Ende von Deutschland. Wir bleiben 2 Nächte dort, schauen uns ein bisschen die Stadt an wo er leben wird.
Ich kann schon seit Tagen nicht schlafen. Hab Magenschmerzen, Heul- und Fressanfälle. Heimlich.
Ich hab das Gefühl ich brech komplett zusammen, die Frage ist nur wann.
Wenn wir die 800km ohne Sohn wieder nachhause fahren? Zuhause? Nächste Woche, wenn ich wieder arbeiten muss?
Irgendwie möcht ich mein ganzes Leben ändern. Muss es auch teilweise.
 
Hallo Frau Hempel.

Das ist aber auch weit weg, 800 km. Da würde ich auch weinen müssen.

Habt ihr eine Familien Whats app Gruppe? Da könnt ihr jeden Tag miteinander schreiben, er kann dir Videos schicken.
Das tröstet schon etwas.

Das Wichtigste finde ich immer, dass es den Kindern gutgeht. Dann ist auch die Entfernung nicht mehr schlimm.

Und trau dich ruhig das auch mal zu genießen, weniger waschen, kochen...🙂
 
Man weiß doch: Wenn die Kinder erwachsen werden, verlassen sie das "Nest". Und es ist gut so - für beide Seiten.
 
Man weiß doch: Wenn die Kinder erwachsen werden, verlassen sie das "Nest". Und es ist gut so - für beide Seiten.
Nein. Es ist nicht „ gut so“. Zumindest für mich im Moment (noch) nicht.
Früher haben die Kinder das Haus verlassen, wenn sie geheiratet haben. Das ist auch verständlich. Heute „muss“ man als junger Mensch fast das Haus verlassen, um nicht als komisch zu gelten.
Im Moment fühlt es sich für mich einfach S**** an. Als wär ich ne Mutter ohne Kinder. Oder gar keine Mutter mehr. Keine Ahnung.
Aber mit so hohlen Allerweltsphrasen verschont mich bitte.
 
Irgendwie möcht ich mein ganzes Leben ändern. Muss es auch teilweise.
Dein Kind zieht weg, ja, das ist nicht schön, aber eigentlich denkt man schon Jahre vorher darüber nach, was ist, wenn? Und sicher ist, dass dieser Zeitpunkt kommt, an dem wir loslassen müssen. Wichtig ist, dass es deinem Kind gutgeht und es glücklich ist, oder?

Mein Sohn wohnt übrigens auch 800 km entfernt und ich sehe ihn morgen nach einem halben Jahr erst wieder!
Ich habe es ihm leicht gemacht, weil ich ihm signalisiert habe, dass ich sehr traurig bin, aber andererseits nun die Zeit für mich nutzen und mein Leben neu sortieren kann.

Du bleibst immer Mutter, auch über die Entfernung hinaus.
 
Ich dachte lange, es würde mir nichts ausmachen, ja ich wäre sogar froh wenn die Kinder ausziehen.
Falsch gedacht.
Es hat mich dann doch eiskalt und schmerzhaft erwischt.
Da ich grade sehr viel darüber lese bin uch grade über 2 Dinge gestolpert die mich sehr ansprechen.
- dass es gut ist, den Schmerz anzunehmen und in all seiner Wucht zu durchleben - anstatt ihn abzulehnen oder zu verdrängen. Und ja, das kenn ich schon von mir. Ich muss es einfach aushalten, der Trauer und dem Schmerz nicht aus dem Weg gehen.
-und dass es vielleicht gar nicht um dss Kind/die Kinder geht, sondern dass durch den Auszug Verlassensängste aus der eigenen Kindheit wieder hochkommen und dass man da ansetzen kann und soll.

Ich weiss auch nicht ob es mir nicht deshalb so schlecht geht weil da eben auch noch sein Hund ist der sehr wichtig für war und ist, und den er hier bei uns zurücklässt.
Auch für den Hund wird sich viel ändern und er wird sehr trauern.
Und mein Enkel, der Neffe meines Sohnes, wird ihn auch sehr, sehr vermissen.
Das sind die 2 Faktoren, die mich zusätzlich sehr runterziehen.
 
Hallo!
Ich bin selber als 18 Jährige aus dem Haus gegangen.
Und zwar 3000 km entfernt.
In einer Zeit,wo es noch kein WhatsApp gab,also keine schnelle Fotos per Internet gesendet oder ähnliches.
Meine Eltern sind damals von der einen Telefonzelle zur nächsten spaziert,da die Verbindungen damals noch schwierig waren und sie selbst von dem Diensttelefon nicht ins Ausland anrufen konnten.
Briefe haben wir geschrieben,die brauchten ungefähr eine Woche.
Wenn ich mir das jetzt durchlese....das muss schrecklich für sie gewesen sein...
Klar wird dir und den anderen dein Sohn fehlen.
Dafür ist die Freude umso größer,wenn man sich sieht.
Vielleicht ist es auch eine Art Wehmut,die einen befällt,wenn die Kinder aus dem Haus gehen.
Nichts wird wieder so,wie es mal war,sie sind groß.
Klar darfst traurig sein.
Aber versuche trotzdem dich für ihn zu freuen !Und die Kontakte sind doch jetzt wirklich einfach aufrecht zu erhalten mit der Technik.
Schön,dass ihr ihn hinbringt und dass du so schön mal weisst,wo er wohnen wird und dir alles besser vorstellen kannst.
LG
 

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