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Frusttagebuch: Mutter

Liebe Vogelfrei !
Seit längerer Zeit habe ich einen Wunsch :

Bitte antworte mir einfach nicht mehr.
Danke...
Du verstehst mich sowieso nicht oder komplett falsch.
Du verstehst auch nicht die Hintergründe meiner Sätze ..meine Intention für Andreas oder tiefere Gedankengänge.

Ich möchte mit dir und deinen Ansichten nichts zu tun haben.
Es wäre schön, wenn du mich bitte auch ignorieren könntest.

Es geht nicht um deine eigenen Bedürfnisse und Vorstellungen, sondern um Andreas.

Lasse mich bitte endlich mal in Ruhe.. auch in anderen Fäden .


Jeder Mensch darf eine eigene Meinung vertreten.
Niemand sollte schreiben ..nur meine eigene Meinung ist richtig und vom Anderen ist sie falsch.

Ich analysiere die Mutter damit Andreas sie besser versteht und einschätzt
mit ihr deshalb besser umgehen kann und sich dann deshalb besser von ihr abgrenzen könnte.

Meine Zeilen sind für Andreas .
Er ist mir wichtig.

Wenn ihn meine Beiträge stören würden...würde er es mir mitteilen und nicht liken.
Es ist sein Faden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr habt beide Recht Cucaracha und Daoga. Das eine mag aus dem anderen hervorgehen.
Verhätschelung -> wenig Selbstständigkeit -> wenig Selbstwertgefühl -> Suche nach Orientierung und Selbstbestätigung ....
Man glaubt immer das, was der eigenen Perspektive entspricht. Wir alle schauen durch Filter in die Welt.

Du kennst das, von dem beide Seiten wollen, dass du es kennst und weißt. Was wirklich zwischen deiner Mutter und ihren Eltern passiert ist, wirst du nicht erfahren. Und es steht dir nicht zu, sie aufgrund von Vermutungen zu verurteilen.

Sie hat ein Recht auf ihre Sicht auf ihre Eltern. Du warst nicht dabei, du weißt nicht, welches Geheimnis die drei haben. Sie hat ihre Geschichte, die darfst Du ihr lassen, ohne dass es Deine berührt. Es ändert nichts an Deiner Beziehung zu Deinen Großeltern.

Für Dich waren Deine Großeltern wunderbare Menschen, die dir einen guten Start ins Leben geschenkt haben. Und Du hast genauso ein Recht auf Deine Sicht. Aber diese Sicht ist natürlich auch stark von Deinen Großeltern beeinflusst. Du kannst nicht objektiv sein.

Denk drüber nach, ob es nicht besser wäre, du lässt diese beiden Bilder einfach stehen. Der Hass Deiner Mutter muss nicht bedeuten, dass Deine Großeltern sie schrecklich behandelt haben, aber an irgendeiner Stelle haben sie Deine Mutter gekränkt. Und auf diese Kränkung hat sie ein Recht. Das muss nicht mal ein großes Drama gewesen sein und heißt nicht, dass Deine Großeltern böse Menschen gewesen sind. Es heißt einfach nur, Deine Mutter wurde an irgendeiner Stelle verletzt. Und Menschen verletzen einander. Das macht Deine Großeltern nicht zu schlechten Menschen sondern Deine Mutter zu einem Menschen, der keinen guten Start hatte.

Warum Deine Mutter ist, wie sie ist, spielt das wirklich eine Rolle? Oder ist das nicht mehr die Geschichte zwischen Deiner Mutter und ihren Eltern? Ein Mensch, der so lebt, lebt im Schmerz. Der hat kein gutes Leben. Sie verdient Mitgefühl, was Du schreibst, klingt dagegen eher nach Abscheu.

Da ist sicher auch auf Deiner Seite eine tiefe Enttäuschung, eine Kränkung. So ein Gefühl tut niemandem gut. Du verlierst kaum ein freundliches Wort über deine Mutter (und das meine ich völlig wertfrei. das steht dir zu.). Was genau willst Du von ihr? Kannst Du ihr helfen und dabei für Dich selbst etwas Gutes tun? Deine Wunden heilen? Wenn Du nur aus Pflichtgefühl mit ihr zu tun hast, wird sie dich weiter verletzen und das hast Du nicht verdient.



Mir wird das immer klarer, wenn ich meine eigene Geschichte gerade anschaue und versuche mich zu entscheiden, ob ich noch mal Kontakt mit meinem Vater haben möchte, ist die entscheidende Frage: Tut mir das gut? Ich finde das keine einfache Frage, aber ich finde, das ist die wichtigste.

Sie wird nie die Mutter sein, die Du suchst. Mein Vater wird nie der Vater sein, den ich suche. Also wird es Zeit für mich, erwachsen zu werden. Und darum frage ich mich, kann ich diesem Mann als erwachsener Mensch, als grisou, irgendetwas geben, von dem ich irgendwann sage, das hat mir gut getan. Wenn nicht, wenn da nur dieses Kind in mir ist, das sich nach einem Vater sehnt, ist es Zeit, dieses Kind von diesem Menschen zu befreien. Deine Mutter kann dich nur auf ihre Weise lieben und das wird nie genug sein.

Vielleicht ist es Zeit, ihr zu verzeihen (im Sinne von akzeptieren), dass sie dich im Stich gelassen hat und deinen eigenen Weg zu finden.
 
Vielleicht ist es Zeit, ihr zu verzeihen (im Sinne von akzeptieren), dass sie dich im Stich gelassen hat und deinen eigenen Weg zu finden.
Ich glaube, dass ich dies akzeptiert habe. Und ich empfand auch meine Kindheit nicht negativ wenn meine Mutter zum Beispiel zu Besuch kam. Sie war so etwas wie eine Schwester oder Tante.

Du sagst dass einiges was ich schreibe nach Enttäuschung, Kränkung oder Abscheu klingt. Das stimmt vermutlich. Aber ich möchte es in die richtige Relation setzen: Was mich kränkt ist weniger die Sache, dass meine Mutter mich nicht erzogen hat, sondern vielmehr die Art wie sie heute damit umgeht.

Die Tatsache, dass sie das Thema immer und immer wieder auf eine passiv aggressive Art auf den Tisch bringt. Dass sie ständig gegen den Rest der Verwandschaft hetzt (nicht nur gegen meine Großeltern, sondern gegen alle). Dass sie von mir eine Nähe und Beziehung einfordert, die ich nicht will und dies auch vielfach klar gemacht habe.

Mir geht es weniger darum wer Schuld hatte, sondern wie wir heute mit der Situation umgehen. Meine Mutter hat mir kurz nach dem Tod meiner Großmutter etwas netter formuliert gesagt, dass sie "froh sei dass Oma tot ist, weil diese jetzt nicht mehr zwischen uns stehen würde".
Das willst du nicht hören nachdem gerade der Mensch gestorben ist, den du am meisten geliebt hast.

Je länger ich auch hier darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass es meiner Mutter darum geht ihr eigenes Bild zu schönen. Sich selber als gute Mutter dazustellen und von allen Bestätigung zu erhalten. Meine Gefühle dabei sind ihr egal.
 
Ich kenne beide Seiten (meine Mutter und ihre Eltern) eigentlich recht gut, habe aber nie einen trifftigen Grund dafür finden können.
Meine Großeltern hatten erst einen Sohn (meinen Onkel), dann kam einige jahre später meine Mutter zur Welt . Mein Opa berichtete mir, wie sehr er sich nach einem Sohn noch eine Tochter gewünscht hatte und wie glücklich er bei ihrer Geburt war.
Mein Onkel machte einen Bilderbuchlebenslauf, hatte einen guten Job und zwei Kinder.
Meine Mutter begann ihr Leben bereits damit, dass sie nie pünktlich zur Schule kam und regelrecht aus dem Bett gezerrt werden musste. In ihrem späteren Leben folgten diverse wechselnde romantische Beziehungen und mehreren ungeplanten Schwangerschaften, daraus schließlich ein Kind -> Ich.
Was sagt denn dein Onkel zu dem ganzen?
ich könnte mir vorstellen, dass seine Sichtweise ganz erhellend für Dich sein könnte. Vielleicht könntest Du die ganzen ZUsammenhänge auch besser verstehen.

ich verstehe Deine Gefühle und Deine Verzweiflung sehr gut. Du fühlst Dich irgendwie gefangen in dieser so unglücklichen Konstellation.

Ein paar offene fragen scheint es aber in Dir doch zu geben, denn sonst könntest Du leichter zu einer Entscheidung und einem Verhalten kommen, das für Dich klar und zufriedenstellend ist, wenn Du verstehst.

ich beispielsweise bin ja ohne Vater aufgewachsen, mein Vater hat sich auch nie gekümmert, TROTZDEM habe ich keine offenen Fragen, weil ich komplett alle Antworten habe, die zu diesem Familienpuzzle gehören. Drum habe ich meinen Frieden mit der Sache immer gehabt und kann trotz allem ein gutes Verhältnis zu meinem Vater haben.
Weil ich halt nichts vermisst habe und keine offenen Fragen habe.
Für mich ist sozusagen alles cool.
Aber bei Dir nicht: DH es muss in Dir offene Enden geben: Es ist für dich NICHT alles gut.
Vielleicht hilft Dir die Sichtweise Deines Onkels.
Letztlich hat Dir ja ganz offenbar die Elternliebe massiv gefehlt und darunter leidest Du heute.
Aber Deine negativen Gefühle scheinen sich nur auf Deine Mutter zu richten.
Du hast aber auch einen Vater (wo war und ist denn der?) und Du hattest Großeltern, die Dich aufgezogen haben.

ich will damit jetzt nicht das was Deine Mutter macht kleinreden (das ist schon ein Brocken, und dass einen das zur Verzweiflung bringen kann ist vollkommen klar)
ich will nur einen Gedanken reinbringen, der sich mir aufgedrängt hat- erst jetzt beim lesen, obwohl ich Deine Geschichte ja schon länger kenne.
Also es kommt mir ein bißchen so vor, als würdest Du all den Schmerz nur auf deine Mutter "laden", nicht aber auf Deinen Vater und auch die Großeltern (all diese Personen sind ja mit beteiligt und tragen einen Anteil, dass Du eben nicht vollkommen das bekommen hast, was du gebraucht hast)
Vielleicht nervt und belastet Dich Deine Mutter deswegen so extrem?
Weil Du auf ihr quasi die "Schuld" von Großeltern und Vater mit aufgeladen hast.
Und vielleicht kannst Du Dich deswegen nicht abgrenzen, weil Du eben erkennst: DAS allein ist es nicht.


Weißt Du, es ist völlig ok, auch auf Menschen, die man sehr sehr geliebt hat "sauer" zu sein. Also auch deine großeltern werden nicht perfekt gewesen sein. Und es ist KEIN Zeichen von Undank, wenn man das auch klar benennt.
Nur als Beispiel!

Vielleicht fällt es Dir leichter, mit Deiner Mutter in Frieden zu kommen, wenn Du das Gesamtbild betrachtest und Deine Mutter neu einordnest.
Das heißt nicht, dass Du ihr jetzt plötzlich nachgeben solltest: ich könnte mir nur vorstellen, dass es dir leichter fällt, Dich abzugrenzen und in Frieden zu kommen, wenn du die losen Enden verknüpfst.

Also letztlich hat man Dir ja das Bild vermittelt: Deine Mutter ist und war immer nur faul, unselbständig, ihr Bruder war viel besser, sie hat sich rumgetrieben und Du bist ein Unfall.
Selbst WENN es so war: Das ist kein Bild, das man einem Kind vermitteln sollte und das zeigt eben auch, das da mehr nicht stimmt, als nur die verkorkste Mutter.
Und dieses "Mehr" zu ergründen, könnte Dir vielleicht helfen, JETZT mit Deiner Mutter einen entspannten Umgang zu finden, der Dich nicht belastet.
 
Du kannst dich nicht selbst erinnern, das wurde dir so erzählt. Liege ich richtig mit der Vermutung, von deiner Großmutter?
Aus welchem Grund erzählte sie dir das?
Warum diese Art von Einflussnahme?
Ich kann mich nicht an die Situation als Baby erinnern, wohl aber als Kind. Dass es mitten in der Nacht laut wurde weil meine Mutter nach Hause kam.

Ich kann mich an eine recht lange Erkältung erinnern nachdem mich meine Mutter mal in der Badewanne vergessen hatte und ich lange im kalt gewordenem Wasser saß. Ich sehe mich heute noch auf der Couch liegen und Ring Raider Kasetten hören.

Und es ist auch meine eigene Erinnerung, dass ich von meinem Tanten und Onkel Lego und Playmobil Spielzeug bekommen habe und von meiner Mutter nie was.

Irgendwann war ich in einem Alter, in dem ich nachgefragt habe. Manchmal saßen dann beide (Oma und Mutter) mit mir am Küchentisch und haben einstimmig das gleiche erzählt. Etwa, dass meine Mutter mir nie was geschenkt hat, weil sie das meiner Oma überlassen hat. Oder dass meine Mutter auch schonmal mit volltrunkenen laut schreienden Männerbekanntschaften nach Hause kam.

Natürlich ist jede Wahrnehmung subjektiv, aber ich erinnere mich nur so an meine Mutter.

Ich erinnere mich daran, dass mein Opa sich als Weihnachtsmann verkleidet und die Geschenke unter den Baum gelegt hat während meine Oma mit mir zur Christmesse ging. Danach saßen wir um die Weihnachtsteller mit Lebkuchen versammelt. Ich durfte aber noch nichts essen weil meine Mutter noch fehlte.... Sie hatte am Vortag Party gemacht und schlief bis in den Nachmittag hinein.

Ich verstehe deine Frage, ob ich hier beeinflusst wurde und natürlich bin ich nicht neutral. Manches mag in meiner Erinnerung auch schlimmer geworden sein als es wirklich war, aber ja es ist so einseitig.

Hinzu kommt, dass ich weiß, dass meine Mutter bei einigen Dingen lügt, weil ich mit anwesend war. Sie verdreht Dinge oft zu ihren Gunsten und glaubt das dann irgendwann. Ich war mal mit ihr bei einer Rentenberatung und meinte es wirklich gut. Ich habe den Berater gesucht, hab sie hingefahren, wir haben dort 2 Stunden verbracht und die Beratung habe ich für sie bezahlt. Ein Jahr später erzählt sie mir "Ich würde nix für sie tun, selbst die Rentenberatung hätte sie selber zahlen müssen".
 
Was sagt denn dein Onkel zu dem ganzen?
ich könnte mir vorstellen, dass seine Sichtweise ganz erhellend für Dich sein könnte. Vielleicht könntest Du die ganzen ZUsammenhänge auch besser verstehen.
Mein Onkel verdreht meist nur die Augen und versucht das Thema zu meiden. Wenn er doch mal was sagt, wird deutlich, dass meine Mutter wohl als Kind sehr verwöhnt wurde und er sie heute für faul und manipulativ hält.
So hat meine Mutter mal verbreitet, dass meine Tante (also die Frau ihres Bruders) neidisch und böse sei, weil sie nicht zu meiner Kindstaufe erschienen ist. Sie hätte "nur" zwei Töchter und meine Tante sei neidisch darauf gewesen, dass ich ein Junge geworden bin.
Meine Mutter hatte keine aktiven Beziehungen in der Verwandtschaft.

Also es kommt mir ein bißchen so vor, als würdest Du all den Schmerz nur auf deine Mutter "laden", nicht aber auf Deinen Vater und auch die Großeltern (all diese Personen sind ja mit beteiligt und tragen einen Anteil, dass Du eben nicht vollkommen das bekommen hast, was du gebraucht hast)
Vielleicht nervt und belastet Dich Deine Mutter deswegen so extrem?
Weil Du auf ihr quasi die "Schuld" von Großeltern und Vater mit aufgeladen hast.
Und vielleicht kannst Du Dich deswegen nicht abgrenzen, weil Du eben erkennst: DAS allein ist es nicht.
Wie gesagt, es geht mir nicht so sehr um die Schuld. An der Vergangenheit kann ich nichts ändern. Aber nicht meine Großeltern oder mein Vater erzählen mir täglich wie toll sie sind und wie gemein alle Anderen seien. Das tut meine Mutter! Sie triggert mich immer und immer wieder.

Dabei geht es auch nicht nur um meine Großeltern sondern auch ganz konkret um die Art wie sich meine Mutter mir gegenüber verhält. Also dass sie mir zum Beispiel unterstellt hat, ich hätte beim Erbe etwas unterschlagen. Oder dass sie von mir mehrfach gesteckte Grenzen nicht respektiert. Sie ruft mich auch auf der Arbeit oder um 10 Uhr Abends an, obwohl sie meine Zeiten kennt und dass ich während der Woche um 10 meist im Bett bin.
Der Kontakt funktioniert nur wenn ich ihr militärisch präzise sagen, wir telefonieren jeden Freitag um 18 Uhr und dann maximal eine Stunde.
 
Irgendwie ist es für mich total bewegend, aber auch erhellend, wie sich deine äußeren Lebensumstände mit meinen ähneln und doch inhaltlich so verschieden sind.
Wie gesagt: mein Vater war auch null an der Erziehung beteiligt: gezahlt hat er, mehr nicht. Ich bin bei den Großeltern aufgewachsen: Meine Mutter war Tagsüber nicht da und kam nur Abends und am Wochenende zu uns Kindern.
Meine Mutter ist auch ein sehr verwöhntes Kind wohlhabender Eltern, sie ist sehr unselbständig, worunter ich heute auch zu leiden habe. Sie kann auch selbst keine Kontakte knüpfen, geht nicht raus, verchaost in ihrem Haus, das sie nicht richtig instandhalten kann. zu vielen wichtigen Dingen muss ich sie prügeln (Azrtbesuche, Behördensachen usw) Sie ist übrigens auch erst 65.
Also viele Paralellen, aber der große Unterschied: Meine Mutter ist für mich die Beste. Ich liebe sie über alles. Wir haben das beste Verhältnis und sehen uns fast täglich, was ich sehr genieße. Sie hat so unendlich viele tolle und gute Seiten, die für mich das nervige 1000fach überwiegen.

Also so unterschiedliche Ergebnisse von so ähnlich aussehenden äußeren Umständen.
Drum denke ich, dass da schon weitaus mehr dahinter stecken muss, als nur eine "verwöhnte Göre" die ihr Kind bei Oma und Opa geparkt hat.
Wie gesagt: Meine Mutter bekommt auch vieles nicht auf die Kette: Früher haben meine Großeltern solche Dinge für sie gemacht, jetzt machen ich es oder meine Schwester.
Passt für uns!
Manchmal treibt sie uns zum wahnsinn- passt aber auch für uns: Wir sagen es ihr dann und das passt für sie😉.

Vieles in meinem Leben wäre vielleicht anders gelaufen, wenn ich eine Mutter gehabt hätte, die mit beiden Beinen auf der Erde steht oder wenn ich einen echten Vater gehabt hätte, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es besser gelaufen wäre.

Drum glaube ich wirklich, Du solltest mal das ganze nochmal im großen Zusammenhang anschauen.
Warum ist es für Dich so wichtig, Deine Mutter als die Person zu sehen, als die Du sie siehst? Leichter wäre es ja für dich, sie "loszulassen" und Deinen Frieden mit ihr zu machen.
Aber das kannst Du noch nicht.
Also ist noch was offen.
Ich hoffe, Du findest Deinen Frieden mit ihr.
Bei deinem Vater scheint es Dir leicht gefallen zu sein, dabei gäbe es eigentlich genauso viel Grund, auf IHN sauer zu sein, er hat mindestens genauso versagt, aber da fällt es Dir leichter, Frieden zu machen.
Offenbar hast Du dort diese Klarheit.

Ich will da nicht Öl ins Feuer gießen, aber es gibt ja zwei Möglichkeiten: Entweder haben Deine Großeltern echt nicht wirklich mit am gleichen Strang gezogen, um ihrer Tochter zu ermöglichen, doch noch in die Mutterrolle zu finden, oder sie haben es versucht, und Deine Mutter war null erreichbar. Du bist überzeugt, letzteres ist der Fall (ob es so ist oder nicht, ist aber schwer zu sagen, weil Du natürlich die Sichtweise deiner Großeltern übernommen hast) und vermutlich stimmt das ja auch.
Aber was wenn nicht?
Was wenn sie wirklich nicht gerade konstruktiv darauf hingewirkt haben, dass ihre Tochter zu Dir findet, sondern sich eher in den Weg gestellt haben? Was, wenn sie irgendwann gedacht hat: OK, wenn ihr eh alles besser könnt und der Junge sowieso glaubt, ich tauge nicht, dann kann ich es gleich lassen? und was, wenn Du vielleicht dadurch dass Du die Denkweise Deiner Großeltern übernommen hast, genau DIESEN Trotz wieder in ihr auslöst?

Zumindest in IHRER Welt ist das wohl ganz bestimmt so.
Ihr triggert euch gegenseitig.

Meinst Du, es würde Dir gut tun, dies mit ihr zu klären? Sie wird nicht ewig leben.
Und vielleicht könnte auch die Sicht Deines Onkels und anderer Verwandter noch etwas erhellen.
 
Ich glaube, dass ich dies akzeptiert habe. Und ich empfand auch meine Kindheit nicht negativ wenn meine Mutter zum Beispiel zu Besuch kam. Sie war so etwas wie eine Schwester oder Tante.

Du sagst dass einiges was ich schreibe nach Enttäuschung, Kränkung oder Abscheu klingt. Das stimmt vermutlich. Aber ich möchte es in die richtige Relation setzen: Was mich kränkt ist weniger die Sache, dass meine Mutter mich nicht erzogen hat, sondern vielmehr die Art wie sie heute damit umgeht.

Die Tatsache, dass sie das Thema immer und immer wieder auf eine passiv aggressive Art auf den Tisch bringt. Dass sie ständig gegen den Rest der Verwandschaft hetzt (nicht nur gegen meine Großeltern, sondern gegen alle). Dass sie von mir eine Nähe und Beziehung einfordert, die ich nicht will und dies auch vielfach klar gemacht habe.

Mir geht es weniger darum wer Schuld hatte, sondern wie wir heute mit der Situation umgehen. Meine Mutter hat mir kurz nach dem Tod meiner Großmutter etwas netter formuliert gesagt, dass sie "froh sei dass Oma tot ist, weil diese jetzt nicht mehr zwischen uns stehen würde".
Das willst du nicht hören nachdem gerade der Mensch gestorben ist, den du am meisten geliebt hast.

Je länger ich auch hier darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass es meiner Mutter darum geht ihr eigenes Bild zu schönen. Sich selber als gute Mutter dazustellen und von allen Bestätigung zu erhalten. Meine Gefühle dabei sind ihr egal.
So wie Grisou schreibt vermute ich auch, dass deine Mutter ein zutiefst verletzter Mensch ist.
Sie wirkt wie ein grosses Kind.

Es ist klar, dass es sie gekränkt hat, weil sie dich nicht aufziehen durfte.

Ihre Eltern hatten ihr Kind ihr weggenommen.
Ich vermute dies hat dein Leben gerettet.

Bei deiner Mutter dreht sich ihre gesamte Welt nur um sich selber.
Du weisst es... daher würde ich mich darüber nicht mehr ärgern.

Sie wertet andere Leute ab ..um sich selber aufzuwerten.
Du kannst sie nicht verändern....aber bei bestimmten Punkten könntest du sie noch mehr stoppen.


Sie wirkt psychisch krank...daher nimm ihr Verhalten und ihre Sätze nicht so ernst und ich würde mich noch stärker von ihr abgrenzen .
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann mich nicht an die Situation als Baby erinnern, wohl aber als Kind. Dass es mitten in der Nacht laut wurde weil meine Mutter nach Hause kam.

Ich wollte damit in ebendiese Richtung, die Grisoz und Violetta nun sehr deutlich aufgriffen. Nur serviere ich weniger auf dem Silbertablett, sondern versuchte zum Nachdenken anzuregen.
Du weichst dem Kern jedoch aus, erzählst stattdessen ausführlich von deinen Erinnerungen.
Ja, deine Erinnerungen sind die vorhandenen, unvermeidbaren Päckchen.
Es ging aber um dieses Beispiel im Säuglingsalter. Von welchem du von wem erfuhrst?

Selbst wenn es so gewesen wäre - für mich sehr schwer vorstellbar - dass deine Mutter stets anwesend und beteiligt war, wenn solche Geschichten an dich herangetragen wurden:
Wo ist hier das verantwortungsbewusste Verhalten der liebenden Großmutter, die derart unnötige Belastungen für ein Kind hätte unterbinden können/sollen?

Wie vehement du dich sperrst bei Grisous und Violettas Ausführungen!

All das deutet für mich auf eine sehr verwobene, verstrickte, verquickte und verzwickte Geschichte hin, bildlich mehrere verhedderte Wollknäuel.
Und ich glaube, alleine oder hier bekommst du das nicht aufgedröselt. Das ist Therapiethema.

Ich wünsche dir, dass du irgendwie halbwegs gut durch dieses Gewirr kommst und irgendwann deinen Frieden findest. Ich bin jetzt weg hier.
 
Mein Onkel verdreht meist nur die Augen und versucht das Thema zu meiden.

Wenn er doch mal was sagt, wird deutlich, dass meine Mutter wohl als Kind sehr verwöhnt wurde und er sie heute für faul und manipulativ hält.
Zitat Ende

Wenn über deine Mutter schon als Kind von allen Seiten abwertend gelästert wurde und ihr Verhalten niemand verstand
ist es klar, dass sie selber auch immer wieder über andere Menschen lästert um sich selber aufzuwerten.

Dies könntest du ihr mal sagen.
 

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