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ARD will die GEZ erhöhen

Ich schaue fast garkein Live TV mehr. Viele unter 40 schauen auch kaum noch, vielleicht für die Nachrichten, dann aber auch eher on Demand als Live TV.
Wie gesagt: Der ÖR ist weit mehr als nur TV und Radio.
Da hängt viel,viel mehr dran.

Für nur 10 Euro mehr als die GEZ bekommt man bei Sky
- die ganze Fussballbundesliga
- aktuelle Kinofilme
- Netflix
- 26 laufende Kanäle
- Dutzende Spartenkanale mit viel mehr Inhalt
- und viel mehr
Du bekommst aber keinen unabhängigen Journalismus, keine nicht werbewirksamen Sendungen, keine Orchester, keine Chöre, keine Förderung nicht besonders kommerziell erfolgreicher Nischenprojekte, keine lokalen Projekte, vermutlich noch nicht mal nationale Projekte usw.
man kann es nicht oft genug sagen: Der ÖR ist weit mehr als nur TV und Radio.

Wenn Du heute als journalist zB eine Story über ein wenig werbewirksames aber dennoch wichtiges Thema machen willst, dann geh mal zu Netflix und frage, ob die deine recherchen finanzieren und vor allem ob sie auch undramatische, realitätsgetreue Recherche finanzieren würden.
Vermutlich nicht.
Schau doch mal auf Youtube, was für Dokus öffentlich rechtlich produziert werden und frag dich, ob das netflix auf finanzieren würde.
Ich denke, wir kennen die Antwort.
Und der ÖRR? Die zeigen die Rad WM und Rosemunde Pilcher....
90% des ÖRR Programms ist billiges Filler Programm oder glaubst du, dass Bares für Rares oder ne Kochshow teuer in der Produktion sind?
Nochmal: Der ÖR ist nicht nur TV und Radio!
Ich gebe dir Recht, dass ein demokratischer Staat einen ÖRR unterhalten sollte um z.B. das Informationsmonopol nicht in private Hände zu geben. Niemand hätte vermutlich ein Problem damit die 2,50 € zu zahlen damit ein öffentlicher Nachrichten- und Informationssender existiert.
....und er ist auch nicht nur Information, sondern viel mehr.
2,50? Kaum realisierbar, es sei denn, man würde einfach JEDEN Menschen dazu verpflichten, 2,50 zu zahlen: Vom Baby bis zum Greis.
Dann wäre es unterm Strich vermutlich das gleiche wie die 18 Euro die wir aktuell pro Haushalt zahlen.
Unsere Kultur sollte uns mehr wert sein.

Und ich gönne dir und Anderen jeden Programminhalt, den ihr mögt, aber warum muss das die Allgemeinheit zahlen?
Weil ihr nicht für die Inhalte zahlt, sondern für den Dienst an der Gesellschaft: habe ich oben beschrieben.
Ähnlich wie unser Beamtenwesen: Der Staat sichert als Allgemeintheit gewisse unverzichtbare Dienste. Nur dass er es in diesem Fall nicht aus Steuergeldern tut, um die Parteiunabhängigkeit zu sichern. Aber im Grunde ist es das gleiche Ansinnen, das dahintersteckt!
Und vor allem wenn du Demokratie ansprichst, müsstest du doch viel kritischer zum ÖRR sein. Ein Großteil der Entscheider im ÖRR kommen aus der Politik. Wenn du den ÖRR schon als demokratisch wichtig verkaufen willst, müsstest du erstmal die politische Vetternwirtschaft da raus kriegen! Der ÖRR in der heutigen Struktur ist alles andere als ein freies Sprachrohr.
Ja, das ist wohl wahr und ein gewisses Problem, das sich nie ganz lösen lassen wird, denn komplett unabhängig ist KEIN Mensch. Aber es ist eben dennoch ein Unterschied, ob ich wichtige Funktionen der Kulturbewahrung und Information direkt der Willkür dessen in die Hand gebe, der die meiste Kohle hat, oder ob ich einen Bildungsauftrag und eine Verpflichtung habe, die ich grundsätzlich auch einfordern kann.
DASS nicht alles rund läuft ist eine Seite, aber dass man wenigstens einen Anspruch darauf hat, dass gewisse Grundsätze angestrebt werden ist der zentrale Unterschied!
Und Du siehst ja auch, dass es funktioniert: Oder glaubst Du zB ein Jan Böhmermann ist für Menschen, die Machtpolitisch eingreifen wollen besonders geschätzt?
Ganz sicher nicht und solche Leute sind sicher so manchem Politiker ein Dorn im Auge: Trotzdem gibt es sie und sie haben ihre Öffentlichkeit: Auch wenn sie für Politiker ja eher ein Desaster sind.
Aber ja: Natürlich läuft da vieles nicht so wie es soll und der ÖR bedarf da dringend einer Reform: Aber das heißt halt nicht, dass er unnötig wäre.

Du würdest doch zB auch nicht sagen: Die meisten hohen Richterposten sind doch auch nicht komplett unabhängig besetzt- wer ist schon unabhängig? Also können wir die Justiz doch total zusammenstreichen und in die Hände privater Anbieter geben.
Oder Schulen?
Natürlich sind lehrer dem gleichen Bildunsauftrag unterworfen und selten sind sie aber komplett unabhängig: Wäre es dann trotzdem das gleiche, wenn man Kinder einfach irgendwie privat unterrichten würde und die staatlichen Schulen auf ein Minimum runterfahren würde?

Wohl kaum.
Ähnlich kurzsichtig klingen für mich viele Stimmen die sich zum ÖR äußern!

Es ist NICHT das gleiche, ob ich freien und unabhängigen Rundfunk habe, bei dem nicht immer alles rund läuft, aber einforderbare Grundsätze zumindest vorgegeben sind, oder ob ich gleich sämtliche Grundsätze über den Haufen werfe.
Und letztlich haben wir auch ein verfassungsmäßig garantiertes RECHT auf umfassende Bewahrung unserer Kultur (Jede Verfassung unserer Bundesländer betont den besonderen Stellenwert und Schutzanspruch der Kultur)
Was wäre das für ein fatales Signal, wenn wir das einfach mal so unter den Tisch fallen lassen würden und quasi in die Hände privater Anbieter geben würden: Ein verfassungsmäßig verbrieftes recht?
Also mir läufts bei sowas kalt den Rücken runter, denn eins ist klar: Wenn man an den Grundsätzen rüttelt, gibt es nur noch eine Marschrichtung: Abwärts!
 
Meine Zwischenfrage:
Bezahle ich bei den Streamingdiensten nur das was ich wirklich schaue ?
Guter Punkt! Wer WIRKLICH nur das bezahlen will, was er schaut, der muss es machen wie früher und eine DVD kaufen.
Und selbst da bezahlt er ja nicht nur das was er schaut, sondern finanziet mit dem Kaufpreis zb ein ganzes Studio bzw eine Produktionsfirma.
 
Eigentlich sollte es im Interesse jedes Menschen sein, dass das gesamte Niveau einer Gesellschaft nicht immer weiter sinkt und das tut es ja, wenn man dort immer weiter spart und abbaut.


Das Niveau sinkt seit Jahren und einen großen Teil dazu tragen die Lügen im ÖRR bei.
Aber dazu müsste man diese natürlich erstmal erkennen und viele tun das nicht. Was ihnen nicht vorzuwerfen ist. Es ist dem ÖRR vorzuwerfen der sich solcher Methoden bedient.

Ich möchte keinen ÖRR der die Zuschauer für dumm verkauft, der versucht sie zu manipulieren, keine gefakten "Faktenchecker", keine Falschdarstellungen, sei es indem Tatsachenbehauptungen objektiv falsch sind oder sei es indem zwar wahr berichtet wird, allerdings lässt man die andere Hälfte oder 3/4 von dem was auch dazugehört und ein ganz anderes Bild ergibt unter den Tisch fallen.

So ein ÖRR und dann auch noch in einer Demokratie ist gänzlich überflüssig.
 
Und eben genau weil es so unterschiedliche Geschmäcker und Meinungen gibt, ist es- finde ich - umso wichtiger, dass hier endlich gehandelt wird und der bezahlt der auch sehen/unterstützen möchte.

Ich möchte das nicht

Und von Herzen gerne, kann mir dann jeder und der Rest der Welt unterstellen, ich sei ein Kulturbanause und nicht interessiert am Erhalt hochwertiger Musik (was im Übrigen auch wieder im Auge des Betrachters liegt.), was u.a. hier angeführt wurde.

Ich bin 0,0 daran interessiert und möchte es nicht bezahlen. Muss es aber, also ja, in meinen Augen ist es somit eine Zwangsgebühr.

Und müssen sie auch so machen, denn: wäre es freiwillig, na dann würden nur noch die 3-5 hier aus dem Thread zahlen und damit wär's das gewesen (Achtung: überspitzt ausgedrückt) 😎

Klar, bei Netflix, Disney & Co. gibt es auch Inhalte die mich nicht so wahnsinnig interessieren. Abteilung Sport z.B., aber hey, 10 Euro für so viel was mich interessiert im Gegensatz zu 18 Euro hastenichtgesehen für ZERO Interesse...öh ja.

Unverschämt ist auch, will man eine etwas ältere Sendung in der Mediathek sehen, wollen die dort nochmal Geld....ja nee is klar...sind nur schlappe 5 Euro im Monat, aber zahlt man ja gerne noch obendrauf..... (weiß ich allerdings nur, da mein Mann bei einer älteren Dame aus der Nachbarschaft am PC nachschaute, warum es nicht klappte, dass sie sich eine Sendung dort ansehen kann...)

Ich hoffe, dass wir das Zwangsgeld eines Tages los sind und den Sommer/Winterzeitmist können sie gleich mitnehmen - geil wäre auch, wenn ich das noch erleben dürfte 😏
 
Nur das garantiert, dass der Konsument das Beste vom Besten bekommen kann.
Ich kann aktuell glaub aus 1200 Programmen wählen und mir evtl. noch Inhalte herunterladen.
Da ist mit Sicherheit "das Beste" dabei.
Nur treffe ich das nicht immer 🙁
Entscheiden was das erste ist darf ich dabei selbst.
Ich kenne die Streamingangebote nicht, ich kann mir vorstellen, mein Bestes darin zu finden, daß das auch schwierig ist.
 
Wenn ich ein Abo bei einem Streaming-Anbieter abschließe, dann tue ich das freiwillig. Ob und wie ich dieses dann nutze, ob der Preis den Nutzen rechtfertigt oder nicht, ist meine Entscheidung.
Ob mich 10% oder 90% des angebotenen Inhalts ansprechen oder nicht - ich habe entschieden, für das gesamte Paket zu bezahlen.
Ob die "Springerpresse" die öffentliche Meinung beeinflusst oder nicht, ob die Privatsender nur Müll abliefern und der Untergang des Abendlandes sind, ist mir wurscht. Denn ich nutze dieses Angebot nicht. Das werbefinanzierte Privatfernsehen ist ein kostenloses Angebot. Es kann mir schietegal sein, ob es qualitativ hochwertig ist oder nicht - ich werde nicht gezwungen, es mit meinem Geld zu finanzieren.
Es zwingt mich auch niemand, meine Groschen für die Blöd-Zeitung am nächsten Kiosk abzuliefern.

Ob die Staatsmedien "freien und unabhängigen", qualitativ hochwertigen Journalismus abliefern, das darf sich gerne jeder selbst fragen. Die Posten und Pöstchen werden gerne nach Parteibuch vergeben, die Verflechtungen mit der Politik sind unbestreitbar.
Inwiefern Berichterstattung tatsächlich noch neutral ist, wenn z.B. die Tagesschau Mütter als "gebärende Personen" bezeichnet, weiß ich nicht.
Ich sehe durchaus, dass es vereinzelt hochwertige Sendungen und Beiträge im ÖR gibt - gut versteckt hinter einem Haufen Schrott, gerne verbannt in unübersichtliche Mediatheken oder auf Sendeplätze nach Mitternacht unter der Woche.

Und wer definiert denn bitte, was schützens- und bewahrenswerte Kultur ist und was nicht?
Es mag ja sein, dass irgendjemandem in irgendeinem Spartensender beim Maultrommelchor Hintertupfingen ein orgiastisches Hörerlebnis abgeht - mir nicht.
Wenn ich Konzerte, Chöre, Kunstwerke sehens-, hörens- und schützenswert finde, dann gehe ich dahin und kaufe mir ne Karte für die jeweilige Veranstaltung. Da weiß ich, wenn ich mit meinem Geld unterstütze.

Beamtenwesen und ÖR sind ein schöner Vergleich.
Inwieweit das Beamtenwesen und der ÖR für die Gesellschaft unverzichtbar und erhaltenswert sind, liegt im Auge des Betrachters. Und naturgemäß sehen jene, die von diesen altehergebrachten Konstrukten profitieren, die Lage anders, als jene, die wenig profitieren und hauptsächlich finanzieren.
Beiden scheint jedoch eines gemeinsam: wirkliche Reformen und Veränderungen, Anpassungen an das Jahr 2023, scheinen nicht gewünscht zu sein.
Soll doch bitte alles so bleiben, wie es ist.
Dann muss man aber auch damit Leben, dass man bei einem Teil der Finanzierenden nicht allzu wohlgelitten ist.
 
Aber mal unter uns: Wie viel Inhalt siehst du denn?

Braucht es alleine 9(!) bayrische Rundfunksender?
Braucht es Spartenkanäle für alles von Oldies, Schlager, Pop bis Multikulti?
Braucht es regionale Fernsehsender für jedes Bundesland?
Wer hier schaut denn wirklich Phoenix, One, BR oder HR?
Braucht es neben den ganzen privaten Kindersendern wirklich einen KIKA?

Wieso baut man nicht 2-3 TV Sender und vielleicht 6-7 regionale Radios und gut ist. Dazu eine moderne Mediothek, dann kann man seinen Spartenwunsch online abrufen wenn man unbedingt 3 Stunden täglich eine Koch-Show sehen will.

Aber über 90 Sender??? Alle mit gut bezahlten Mitarbeitern und überbezahlten Leitungen.
Die aktuelle Flut von öffentlich Rechtlichen hat doch nichts mehr mit einer Informationsvermittlung zu tun. Es ist ein ausufernder Staatsfunk mit zehntausenden Mitarbeitern und Milliarden Kosten.
Der ÖRR zeigt inzwischen zu über 50% Unterhaltung, die man im privaten Sektor kostenlos hinterhergeschmissen bekommt. Der ÖRR hat stetig sinkenden Marktanteil bei gleichzeitig höchsten internationalen Kosten pro Kopf.

Der ÖRR in Deutschland ist der teuerste der Welt!
Ich schaue schon mal HR und Phönix, häufiger als ARD und ZDF oder mindestens genauso oft.
Ist das nun so ungewöhnlich ?
Wir sind doch nicht mehr in den 70er Jahren wo es nur 3 TV-Programme gab.

Auch ÖRF schaue ich hin und wieder, da vergleiche ich schon mal die Nachrichten mit denen von uns.

Im Prinzip gehe ich sowieso wertfrei ans TV Programm, klicke alles durch und wo mir was gefällt bleibe ich hängen, dabei ist mir im Prinzip egal, welcher Sender das sendet.

Oldie (warum nicht) und Multikulti (Berichte aus anderen Ländern) finde ich persönlich interessanter als die meisten Talk-Shows.

Wenn mich nichts interessiert, dann schaue ich halt kein TV.

Regionaler Sender (WDR) ersetzt im Prinzip die regionale Tageszeitung.
Schaue ich auch mal hin und wieder aber nicht nur für meine Region.

Wenn das alles noch mehr verschlankt würde, dann käme nur noch Tatort (meist Wiederholungen) , Nachrichten und Talk-Shows sowie alte Kinofilme und Serien , die zum 100 mal wiederholt werden.
So wird es wohl kommen, die Tendenz zeigt sich ja schon ab.
Na ja, Leistung wird nicht selten schlechter aber teurer 😉
Kommt halt oft dabei rum, wenn ein Unternehmen den Geldbeutel aufbessern will.
 
Was hier komplett vergessen wird bei dem ganzen geheule, dass ja manche Menschen deswegen verarmen... Jeder Bürgergeldempfänger und sonstige am Existenzminimum lebende Bürger ist grundsätzlich von den Gebühren befreit. Also wenn er nicht zu bequem ist, den Antrag zu stellen. 🙂
Ich habe damals direkt bei der Anmeldung beim Jobcenter sogar eine vorausgefüllte Bescheinigung bekommen, die ich nur noch einsenden brauchte.

Und dann ist der deutsche ÖRR eben der teuerste der Welt. Und? Sind wir nicht auch kollektiv stolz darauf, eine der führenden Wirtschafts- und Kulturnationen der Welt zu sein? Heißt es nicht immer gerade von denen, die am lautesten gegen die GEZ schreien, unsere Kultur muss um jeden Preis erhalten werden? 🤔

Informationen, Kultur, Kunst, Musik und Ideen sollen sich dem Wettbewerb stellen. Nur das garantiert, dass der Konsument das Beste vom Besten bekommen kann. Aktuell darf der Konsument nur brav bezahlen und hoffen, ein gutes Produkt dafür zu erhalten. Einfluss hat er nicht. Oder sitzt irgendwo ein Fließbandarbeiter im Rundfunkrat?

Also würdest du das Dschungelcamp "das Beste vom Besten" nennen? Denn das ist es, was heutzutage den "Wettbewerb" gewinnt. Wenn es nur um Wettbewerb ginge und alles andere weg kann, dann schau doch mal ein paar Wochen lang ausschließlich Dschungelcamp, DSDS, GNTM, Bachelor, Klinik am Südring und ähnliches. 😉
 

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