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CDU will die Krankenkasse Revolutionieren

Minimaus1990

Aktives Mitglied
Hi,

ich bin zufällig auf mehrere Artikel gestoßen:
Die CDU plant ab 2027, dass Krankenkassen verschiedene Tarif-Modelle anbieten sollen. Wer zusätzliche Leistungen braucht, soll diese dann über extra Tarife dazubuchen – quasi wie bei einem Streamingdienst.

Mit anderen Worten: Die CDU will die Gesundheitsversorgung in ein Abo-Modell verwandeln.
Das bedeutet: Wer mehr zahlt, bekommt mehr Leistung. Wer das Geld nicht hat, muss mit weniger auskommen – und genau das widerspricht doch eigentlich dem Grundprinzip der gesetzlichen Krankenkassen, nämlich dass alle die gleiche medizinische Versorgung erhalten, unabhängig vom Einkommen.

Ich werde dazu auch noch ein paar Links hinzufügen.


 
Solange das geplante Primärarztmodell optional bleibt, würde ich darauf verzichten wollen, weil ich das ehrlich gesagt unpraktisch finde. Und ob man damit wirklich Kosten sparen kann, ist noch die Frage. Immerhin wäre dann ein Erstbesuch bei einem Hausarzt obligatorisch, obwohl man eigentlich schon weiß, dass z.B. ein Orthopäde zuständig sein wird.

Generell verstehe ich auch die zuletzt häufig gelesene Kritik nicht ganz, dass die Leute angeblich zu viele unnötige Arztbesuche tätigen würden. Ich meine, viele der Arztbesuche sind doch obligatorisch, wenn man z.B. eine Verlängerung einer Krankschreibung oder ein Nachfolgerezept für eine Dauermedikation benötigt. Und ist es nicht andererseits so, dass Ärzte zum Teil klagen, dass die Leute zu lang warten, bis sie zum Arzt gehen und Krankheiten verschleppen?
 
Wenn man ganz ehrlich ist, hat es gleiche medizinische Versorgung für alle Menschen in den letzten Jahrzehnten ohnehin nicht gegeben. Bei uns in Österreich halt nicht.

Wer mehr Geld zur Verfügung hat, kann sich die besseren Ärzte finanzieren, die besseren KH, die besseren Behandlungen, die kürzeren Wartezeiten. Das war schon immer so, jetzt wird es offiziell.
 
Jaja der Wahnsinn muss ja finanziert werden.

Und jetzt fagt Euch bitte nicht mehr warum die AfD so stark ist? Nicht weil die
AfD so toll ist - sondern weil die anderen so viel Mist machen dass man ja nur noch
die Blauen wählen kann.
Alles andere wäre ja Wahninn...
 
Mhh.. wie könnte man das System stabilisieren... Alle Bürger in einen Topf einzahlen lassen und dabei die Beamten, Selbstständigen und Spitzenverdiener miteinbeziehen? Naaah. Verwerfen wir mal lieber schnell wieder.
Aber wir könnten große Gesundheitszentren einrichten wie in manchen skandinavischen Ländern. Dort würden die meisten Themen von allgemeinmmedizinischen Personal abgefrühstückt, sodass Fachärzte entlastet würden. Diese Kapazitäten stünden dann für eine ganzheitliche Behandlung der Patienten zur Verfügung, sodass diese nicht erst bei 5 Fachärzten vorstellig werden müssten, um anständig diagnostiziert und behandelt zu werden. Aber lieber nicht. Wir wollen den Deutschen Bürger nicht bevormunden.
Mhhh na gut.. Aber man könnte zumindest versuchen konservative Behandlungen zu fördern, sodass Ärzte nicht geneigt sind lieber Operationen für das schnelle Geld durchzuführen. Was, nicht genug Geld für eine adäquate Beratung? Ach scheiss drauf, lasst uns lieber ein neues Tarifmodell einführen, sodass insgesamt weniger Menschen zum Arzt gehen.
 
Ist bei den Privaten doch schon immer so gewesen, daß man für jeden Extrafurz eines Arztes einen extra kostenpflichtigen Zusatztarif brauchte.
Der Plan soll also die Gesetzliche an das Modell der Privaten anpassen, was imho durchaus Sinn macht, wenn das Gesamtsystem erkennbar nicht mehr ewig finanzierbar sein wird, so daß in Zukunft nur noch bestimmte Grundleistungen von der KK übernommen werden und wer Extras will muß sich darauf selbst einrichten. Ist allgemein bekannt daß z. B. eingebildete Kranke am laufenden Band zu den Ärzten laufen ohne daß irgendein konkreter Befund festgestellt werden kann, weil die meisten Hypochonder in Wahrheit gesund wie ein Pferd sind. Aber die nehmen den echt Kranken dann die nötige Zeit beim Arzt weg.
Auch bei Zahnersatz oder Hilfsmitteln (Brille, Hörgerät etc.) gab es bei den Privaten immer schon Deckelungen, was darüber lag mußte man selbst zahlen.
Bei selbstgeschuldeten Leiden (Raucher, Alkoholiker, Extremsportler, stark Übergewichtige) wird man auch Einschnitte machen bzw. Extratarife wegen erhöhtem Risiko fordern. Die Zeiten wo jeder Beitragszahler den Selbstbedienungsladen für diese Personengruppen mitfinanzieren mußte werden in Zukunft vorbei sein. Sollen die KKs halt über erhöhte Steuern für Tabak und Alkohol mitfinanziert werden, wenn es dann noch nicht reicht.
 
Die IGEL-Leistungen müssen doch bereits jetzt privat gezahlt werden. Ebenfalls ein Einzelzimmer im Krankenhaus.
So eine große Änderung kann ich mir nicht vorstellen.
 
Irgendeine Lösung muss her.
Jedes Jahr die Beiträge zu erhöhen ist einfach langfristig nicht tragfähig.
Ein Hausarztmodell wäre denkbar, Praxisgebühr oder eben Zusatzpakete.
Die Krankenkasse muss für alle Menschen bezahlbar bleiben.
Ohne Einsparungen wird es nicht gehen.
 
Naja, das kommt ganz drauf an, wie es umgesetzt wird. Das System funktioniert ja heute schon nicht. Diese oder andere Änderungen werden daran glaube ich wenig ändern. Ohne mal komplett vor die Wand zu fahren wird das wohl nix mehr.

Mach nen Termin bei nem Kardiologen - In nem Jahr hätten wir was frei.
Such nen neuen Hausarzt - Wir nehmen keine Neupatienten auf, vielleicht in 5 Jahren.

Als Privatpatient bzw. Selbstzahler hast du morgen nen Termin - das Abomodell läuft also schon lange.
 
Mittlerweile bin ich froh, dass ich privat versichert bin. Habe mir mal ausrechnen lassen, was mich die gesetzliche Krankenkasse kosten würde mit all ihren Leistungseinschränkungen. Die wäre teurer. Die würden mich ja auch nicht mehr nehmen, da zu lange jung (zu alt).
 

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