@shannya
Dann gibt es natürlich die Situationen mit Fremden.
Da gilt erstmal, je größer die Gruppe, um so schlimmer.
Ist ja schon nicht leicht einem Menschen gegenüber zu treten, dann sind noch mehr Menschen da die komisch über einen Denken "könnten." 😆 So als ob die Probleme und Ängste sich mit verdoppeln.
Dabei wissen wir eigentlich, es ist nur in unseren Köpfen so. 😅
Der Grund war: ich kam nicht rein in diese Gruppe, die anderen hatten innerhalb der ersten Woche schon Grüppchen gebildet, da war ich noch mit Heulen beschäftigt. 😂
Jetzt nicht falsch verstehen: die haben mich nicht ausgegrenzt! Im Gegenteil, manche haben mich sogar angesprochen.
Da man Blind geworden ist, lassen die Gedanken nicht zu dass man das Gute sieht.
Die Angst hält einem auf Abstand und sogar extremer noch wenn man sich eh schon "anders" fühlt.
Man nimmt einfach diese Rolle an und schon geht es automatisch so weiter...
Bei mir war es das "Opfer" sein.
Man passt sich an, vermeidet jedes Mögliche was einem "weh tun" könnte...
Somit dann auch die Menschen und die Möglichkeiten, die Entstehen können.
Ich habe mich bis vor einigen Monaten auch ausgegrenzt.
Natürlich dachte ich über Jahre, es wären meist "die Anderen" schuld oder ich wäre zu "anders". 🙂
Zu 50% liegt es an einem selbst...
Bewusst oder Unbewusst.
Das viel auch an mir liegt.. das einzugestehen, hat mir wieder Mut und Antrieb gegeben etwas an mir ändern zu wollen. Mein Denken ändern zu wollen.
Aber ich "kann" einfach nicht mit jedem. Das ist jetzt nicht arrogant gemeint, aber es muss irgendwie "zünden", da muss irgendwas gemeinsames sein, so was wie "wow! du auch? geht mir genauso!"
die Chemie muss halt stimmen.
Genau!! Bei jedem Menschen anders.
Teils bei mir sogar so verschieden, dass ich Probleme habe wie ich mich verhalten soll wenn zufällig davon welche zusammen vor mir stehen.
(Bekanntenkreis zB.)
Dann bin ich aber meist ruhig und versuche ja nichts falsches zu sagen/rüber zu bringen.
Verwirrt mich sonst nur.
ERKENTNISS FÜR MICH:
Ich weiß anscheinend nicht einmal wirklich wie ich selbst wäre. Habe mich wohl noch nicht ganz gefunden... oder eher, mehr Menschen bei denen ich ICH sein konnte.
(Bin aber auf dem Weg)
Ich möchte jetzt echt gerne wissen was noch in mir steckt...
🤔
und was ganz erschwerend hinzu kommt: ich kann keinen Smalltalk!
Können viele wohl nicht. Ich auch nicht. 😄
Wenn es dafür ein Rezept gibt, dann bitte bescheid geben...
Ich quäle mich sehr wenn ich reden möchte, aber nicht kann. Bin dann extrem ruhig.
Außerdem erlebe ich nicht viel und habe dann kaum was zu erzählen...
Aber ich kann's nicht. Ich kann nicht so oberflächlich reden.
Sehe ich genauso!
Ich kann den Gegenüber dann nur schlecht einschätzen, wenn man nur über banales Zeug redet und dann mache ich mir mehr Gedanken. Möchte gerne wissen woran ich bin.
Teils bin ich aber auch zu ehrlich dafür.... und das kann nochmal zusätzlich abschrecken.
Warum? Weil ich nicht "normal" bin! (das würde jetzt zu weit führen, das wäre definitiv ein anderer Thread, aber ein sehr komplizierter 😅
Machst mich echt neugierig, möchte Dir aber nicht zu nahe treten.
🙂
Selbst bin ich recht interessiert an andern Menschen. Vor allem wie Sie denken und Situationen anpacken. Man kann so viel lernen aus anderen Erfahrungen!
Ich fühlte mich auch schon immer wie ein Alien...
Aber heute verstehe ich langsam...
Wer ist denn schon "Normal"?
Die meisten wirken vielleicht so von außen...
Aber auch nur weil viele sich belügen..
Oder wir es uns einreden!
Letztendlich ist jeder anders! Aber doch irgendwo gleich!
der eine mehr... der andere weniger... 😄
Ich find es so schade, dass deine Freundschaften nicht gehalten haben!
Ich habe den Eindruck, dass man sich mit dir super gut unterhalten kann! Man muss doch auch nicht zwingend immer was unternehmen.
Dankeschön! Freut mich so etwas nettes zu lesen, vielen Dank für die lieben Worte!
🙂
Leider geht's den meisten jungen Leuten darum, etwas draußen zu unternehmen und nicht sich drin zu beschäftigen... Mädchenkram war damals und bis vor ca. 11 Jahren auch nie so meins und das schreckte sogar dann noch mehr ab. Ich hatte mich dann einfach mit zu vielen Dingen abgefunden.
Wie ist es bei dir mit Spazieren gehen? einfach so neben jemandem her latschen und quatschen- das macht es oft viel leichter, als wenn man sich die ganze Zeit nur so gegenüber hockt.
Heute geht es leider nicht mehr, ich bin zurzeit körperlich nicht in der Lage viel zu laufen und zu stehen. Sonst, mittlerweile hätte ich damit aber keine Probleme mehr. Früher bin ich sonst nie raus... Stell Dir eher so vor: Ich bin vielleicht alle X Moante mal raus gegangen weil ich wegen eines Termines "musste". Von ca. 17-26jahren war es besonders schlimm. Habe nicht einmal wirklich die Jahreswechsel mitbekommen.
Wohnst du in einer größeren Stadt?
Erzähl gerne, wenn du magst, ein bisschen davon, wie du so lebst...
Die letzten Jahre... Jahrzehnte... Habe ich mit vielen normalen Dingen leider keine Erfahrungen machen können. Sowas wie Arbeiten, mit einer Freundin shoppen, in die Disco, schön Essen gehen, Urlaub, in eine Bar oder sogar andere viele Kleinigkeiten habe ich noch nie gemacht und waren auch schon immer auf meiner Liste "Wünsche & Was ich gerne mal machen würde". Allgemein viele Aktivitäten.. abgesehen von irgendwas in der frühen Kindheit damals.
2010 Fing ich an zur Therapie zu gehen und danach bin ich in eine Reha.
(Über Weihnachten und Sylvester)
Kurz danach lernte ich meinen Freund online kennen und es hat einfach direkt "zisch" gemacht.
Trotz Angst und Selbsthass habe ich recht schnell
(nach ein paar Monaten) zugestimmt ihn zu besuchen... Komischerweise.. Denn ich habe ja die Sozial Phobie und meine letzte Fernbeziehung
(nur 2x kurz getroffen) ist wirklich traurig und schmerzhaft für mich ausgegangen und da brauchte ich schon 2 Jahre um mich überhaupt zu öffnen und nochmals 2, um mich mit ihm zu treffen...
@Linda -Ich habe diese Person oben erwähnt gehabt.
Bin Mai 2011 das erste Mal zu meinem Freund gefahren für 9 Tage, er hat mich abgeholt. Ich habe auf der Autofahrt 4 Stunden nicht gesprochen... So schüchtern war ich. Nach den Besuch war es Offiziell. 😁
Er hat mich öfters zuhause besucht... Zwischenzeitlich habe ich es mit Betreutem Wohnen versucht, was leider nicht gekappt hat. Dann wollte ich in die Psychiatrie, was auch nicht ging. Nach 1 Jahr sind wir zusammen gezogen, denn ich wollte Weg von zuhause, dem ständigen allein sein und anfangen endlich zu Leben und Erfahrungen sammeln!
Für ca. 1 - 1 und halb Jahre hatte ich weniger Probleme mit allem.
Es war zu schön um Wahr zu sein und ich "zu beschäftigt" um "zu schlecht" zu denken. 😄
Habe einiges nachgeholt in der Zeit.. Auf jeden Fall viel mehr als in den 25 Jahren davor..
Wow. So kann das Leben sein??
So schön ist es draußen??
Nicht nur dass ich auf einmal jemanden hatte, ich fing auch an mich wieder schön und Weiblich zu fühlen. Ich liebte ihn sogar noch mehr dafür, dass ich mich wieder mehr lieben konnte.
Jetzt bitte nicht falsch verstehen!: Ich hatte zu dem Zeitpunkt immer noch Depressionen und Ängste, auch meine Sozial Phobie...
Aber ICH war Stärker! und
ich fing an MICH so zu mögen! Ich kam positiver rüber und auf einmal wurde ich sogar anders wahrgenommen. Das alles hat mir geholfen besser mir allem umzugehen. Die Ängste wurden weniger.
Nun ja...
Alles Böse kommt gerne auch mal zurück, wenn Stress sich meldet... Nach ca. 1 Jahr kamen die Probleme. Er hat sein Führerschein verloren und somit konnten wir nicht mehr weg fahren...
Ich konnte dann noch kaum raus, weil ich es noch nicht geschafft hatte wieder mit Bus und Bahn zu fahren. Dann noch Stress mit seinen Eltern, Ärger mit den Nachbarn, Post die fehlte und extreme Probleme bereitete... Vor allem das Jobcenter...
(hatte mein Freund damals schon 3x gegen klagen müssen)
Dann ging es nur wieder Berg-Ab und mir wieder schlechter und schlechter...
Mein Freund überforderter und überforderter.
Sind aus NRW weg gezogen...
Jetzt Leben wir in Hamburg gegenüber meiner Eltern. Super Lage - wunderschöne Wohnung, könnten uns glücklich schätzen, denn das mit H4. Haben 2 "Kinder"
(Maine Coons) und mit Jobcenter läuft alles wieder.
Habe leider noch kein Therapeut/Psychologen. Hatte wie viele andere auch schlechte Erfahrungen mit gemacht und traue mich erst seit kurzem
(der Panik Attacke) neu wieder alles anzugehen.
Alles läuft, Zahnarzt, Hausarzt, beantrage demnächst nochmal eine Reha/Kur/was auch immer. Ich nehme alles, was man mir anbieten würde. Bin offen und bereit alles anzugehen, auch wenn es heißt wieder hin zu fallen! Ich werde jetzt immer wieder aufstehen und es erneut versuchen!
(...Ich stelle mir einfach das Motivations-Opossum vor!) 😆
Wir lesen uns & wünsche Euch
(und allen anderen) noch einen schönen Abend! 😊