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Kokain, die Gefühle und ich...

Also ich habe 2 gute Nachrichten für dich.

1. Du bist nicht so abhängig, wie du glaubst. 3 g nach einem halben Jahr wegzuballern, bedeutet nicht, dass du eine hohe Toleranz hast, sondern nur extrem schlechten Stoff. Wäre der Stoff gut, würdest du spätestens beim 2 g kotzen oder auf einen Herzinfarkt zusteuern.

2. Du wirst bei einem Entzug, anders als bei Heroin oder Alkohol, körperlich nicht viel spüren. Du wirst nur müde, schlapp und antriebslos sein. Nachts eventuell unruhig schlafen. Liegt aber oft daran, dass du schon vorher den ganzen Tag geschlafen hast. Hier liegt es an dir und deiner Motivation, kein Kokain mehr zu nehmen. Wenn deine Psyche nicht stark genug zum Nein sagen ist, dann geh zu deiner Krankenkasse und lass dich beraten und melde dich zur Entgiftung an. Entweder nimmst du für die Entgiftung Urlaub oder lässt dich krankschreiben. Eine Entgiftung dauert 14 Tage.
Lösche die Nummer von deinem Dealer, denn wenn du keinen Kontaktdaten hast, wird es schwieriger sich was zu besorgen. Ob du danach noch eine Therapie benötigst, musst du selbst entscheiden.
 
Ich meine verstanden zu haben, dass du über ausreichend Vermögen verfügst, dass du auf deinen aktuellen Job nicht angewiesen bist.

Wäre ich an deiner Stelle wären meine 3 Hauptprioritäten:

- Job kündigen (damit ich mich vollumfänglich auf mich und meine Gesundung konzentrieren kann
- Therapie/Entzug
- meiner Frau reinen Wein einschenken

Über das Danach würde ich mir Danach Gedanken machen.

Zunächst würde ich mich in kleinen Schritten in der Gegenwart bewegen.

Dann kann man über die Zukunft nachdenken
 
Was ich allerdings kaum glauben kann: dass Deine Frau so gar nichts ahnt.

Ich hab nun nix mit iwelchen Drogen zu tun, merke es aber sehr schnell, wenn jemand iwas genommen hat.

Vllt wáre ein Gespräch demnáchst mit ihr angebracht?
Dann hättest Du auch ggf mentale u emotionale Unterstützung, was echt Gold wert sein kann.

Zuhause wird nicht konsumiert und wenn ich weiß, dass ich bald Feierabend mache, wird sowieso nichts mehr gezogen. Ich habe mir damals ein paar regeln gesetzt, einige davon leider gebrochen, aber zuhause kein Stoff und auch nicht konsumieren ist und bleibt tabu und daran habe ich mich immer gehalten.

Vielleicht täusche ich mich auch und sie ahnt etwas aber sagt nur nichts...

Ich weiß ja auch nicht wie Ihr euch mich vorstellt. Ich bin nicht übel auf Sendung mit aufgerissenen Augenliedern und Kiefer kauend unterwegs. Ich verstehe auch nicht wie die meisten sagen können dass man Fasching im Gesicht feiert nach dem Konsum. Ich bin einfach nur wach, konzentrierter und kann den Ansturm an Arbeit einfacher bewältigen. Ich habe Leute kennengelernt unter anderem Manager, Professoren oder Doktoren denen man dass auch nicht angesehen hat, aber darauf möchte ich jetzt nicht weiter eingehen.

Ja, vielleicht sollte ich sie darin einweihen, aber vorher möchte ich erstmal soweit alles vorbereitet haben, dass wenn ich ihr das beichte auch direkt daran arbeiten kann. Ich weiß jetzt schon, wie enttäuscht und traurig sie sein wird dass ich so einen Blödsinn überhaupt mache/gemacht habe und dass wird mich psychisch auch noch mal hart treffen...
 
Das ist es ja... Sie weiß davon nichts und sieht nur dass ich täglich 12 stunden am ackern bin und denkt, dass ich davon immer und immer mehr kaputt gehe...

Kinder haben wir keine und werden auch keine haben, aus dem Grund weil ich in diese Welt so wie sie ist keine hineinsetzen will. Außerdem muss ich erstmal für mich Verantwortung übernehmen, bevor ich dies für ein Kind kann.
Und deine Frau trägt das so mit?
Respekt.
Sehr feige, sie im Unklaren zu lassen.
 
Zuhause wird nicht konsumiert und wenn ich weiß, dass ich bald Feierabend mache, wird sowieso nichts mehr gezogen. Ich habe mir damals ein paar regeln gesetzt, einige davon leider gebrochen, aber zuhause kein Stoff und auch nicht konsumieren ist und bleibt tabu und daran habe ich mich immer gehalten.

Vielleicht täusche ich mich auch und sie ahnt etwas aber sagt nur nichts...

Ich weiß ja auch nicht wie Ihr euch mich vorstellt. Ich bin nicht übel auf Sendung mit aufgerissenen Augenliedern und Kiefer kauend unterwegs. Ich verstehe auch nicht wie die meisten sagen können dass man Fasching im Gesicht feiert nach dem Konsum. Ich bin einfach nur wach, konzentrierter und kann den Ansturm an Arbeit einfacher bewältigen. Ich habe Leute kennengelernt unter anderem Manager, Professoren oder Doktoren denen man dass auch nicht angesehen hat, aber darauf möchte ich jetzt nicht weiter eingehen.

Ja, vielleicht sollte ich sie darin einweihen, aber vorher möchte ich erstmal soweit alles vorbereitet haben, dass wenn ich ihr das beichte auch direkt daran arbeiten kann. Ich weiß jetzt schon, wie enttäuscht und traurig sie sein wird dass ich so einen Blödsinn überhaupt mache/gemacht habe und dass wird mich psychisch auch noch mal hart treffen...

Ich glaube, das denkt jeder Drogenkonsument von sich...

Ich bin auch immer davon ausgegangen, dass mein Vater nichts merkt. Als ich ihm dann erzählt habe, dass ich regelmäßig kiffe, meinte er nur "ich weiß". Ich dachte immer, er hat da gar keinen Blick für.
Kiffen sieht man natürlich an den Augen ein bisschen, aber auch andere Drogen haben oft sichtbare Folgen, die Konsument:innen an sich nicht wahrnehmen.
 
Ich gebe für Lebensmittel, Wohnkosten, Auto, Sprit und Versicherung insgesamt im Monat aufgerundet 1300€ aus und Einkommen sind pro Monat gerundet je nach dem wie oft ich hin und her reisen muss zwischen 13-15.000€. Mein Privates Auto steht die meiste Zeit zuhause und der Arbeitgeber zahlt den ganzen Rest oder erstattet es mir, wenn ich in Vorklasse gehe. Da sind 3-4000€ Koks-Kosten nicht ganz so schmerzhaft....leider...
Deine Frau hat einen Top-Verdiener geheiratet, der sie so dermaßen kurz hält und sie sagt nichts dazu, dass du monatlich 4.000 Euro ohne weitere Begründung verbrätst?
Wie funktioniert das?
Wohnung, Auto, Sprit, Versicherung und Lebensmittel für zwei Personen liegen bei 1.300 Tacken?
Und sie erträgt, dass du für den Minilohn 12 Stunden täglich ackerst?
Wie fühlt sich das an, eine offenbar sehr naive Person so derbe zu hintergehen?
Wäre es nicht schön, ohne Lüge leben zu können?
Schon allein aus diesem Grund lohnt sich der Entzug.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber TE,

vorweg: Das ganze Geld wird dir irgendwann deine Gesundheit nicht wieder geben. Zum Glück kenne ich es nicht aus eigener Erfahrung, weiß aber von Jemandem, dem es die Nasenschleimhaut inkl. Zähne kaputt gemacht hat, von der Psyche mal abgesehen. Ich war zum Glück nie von solchen Substanzen abhängig und bei aller Kraftlosigkeit ist mein Respekt davor zu groß, aber auch ich kenne Sucht.
Er erzählte von "Kieferkicksen". Hast Du die nicht? Seit er mir Leute auf Kokain gezeigt hat, kann man sie eigentlich auch relativ schnell erkennen.
Mich wundert das Du nicht aggressiv bist, ich hatte einen TL, dauerkokser und ein heftig agressiver Mensch. Wirkt sich vielleicht unterschiedlich aus.

Ich habe damals viel und intensiv konsumiert und hatte das Gefühl, ich will aber mir war lange nicht klar, wie ich es angehen soll. Ich war bei der Drogenberatung und fand das für mich nicht hilfreich. Letztendlich habe ich den Entschluss gefasst, für eine Zeit aus dem Umfeld zu ziehen, zu jemandem der einfach nur da ist und mit mir diesen Weg geht und mich im Ernstfall abhält. Alle Nummern zu irgendwelchen Tickern löschen/blocken. Allerdings weiß ich nicht inwieweit ein solcher Entzug, von Kokain gefährlich sein kann, da musst Du dir die Mittel beschaffen, die Du brauchst damit es nicht zu einem Horrortripp kommt.

Es wird lange Zeit dauern bis sich nicht mehr alle Gedanken darum drehen, lange Zeit bis die Dinge dich nicht mehr "triggern", den Wunsch nach Betäubung und Funktionieren auf hohem Niveau. Man mag sich nicht vorstellen, wie weit verbreitet auch Alkohol in den oberen Schichten ist. Du bist also nicht die Ausnahme. Irgendwann wird es besser werden, aber eine latente Gefahr, bleibt dein Leben lang.

Dein Geld und die Firma danken Dir das nicht, denen ist das egal, du funktioniert ja. Aber Du bist damit nicht glücklich und den ersten Schritt bist Du gegangen. Vielleicht braucht es noch einige Anläufe bis Du das schaffen kannst, aber Gib nicht auf, nur weil es gerade noch so ein Durcheinander ist. Das Durcheinander und dieser Zweispaltig sind völlig normal, aber der erste richtige Schritt in die richtige Richtung.

Therapie würde ich, sofern Du die anstrebst nicht stationär empfehlen. Ich weiß vom Hörensagen, aber die Dynamik solcher Stationen beinhalten viele Rückfälle und Abbrüche. Gleichgesinnte schön und gut, aber gerade am Anfang ist die Verlockung groß und nur wenige besitzen noch den gesunden Menschenverstand und ziehen andere nicht mit rein. Die meisten tun das.
Und dazu kommt, dass Du lernen musst, im Alltag widerstehen zu können.

Viel Kraft und alles Gute für deinen Weg!


Edith: Ich habe dein letztes Posting erst nach meinem geleseny ergänzt sich vieles. Vermutlich sind die mit der Gesichtskrimis die, die zu viel oder zu viel gestreckt konsumieren, keine Ahnung.

Allerdings erkennt man es doch an den großen Pupillen? Ich habe sie Medikamentenbedingt, muss ja nicht sagen, was man vermutlich tuschelt ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich will hier absolut niemanden dazu animieren oder dass mir jemand gut zuredet zu konsumieren. Ich bin nun leider an einem Punkt angekommen wo ich mir Hilfe suche und eventuell mir jemand tipps geben kann.

Was ich bezüglich meines Arztes geschrieben habe war die Kurzversion. Natürlich ist er besorgt und hat mir verschiedene Dinge vorgeschlagen, aber da war die Einsicht meinerseits noch nicht da.

Und es muss sich auch niemand Sorgen machen, dass ich Auto fahre oder ein anderes Verkehrsmittel was ich zu steuern habe bediene. So klar, vernünftig und verantwortungsvoll bin ich, weil ich könnte es mir niemals verzeihen jemanden zu schädigen wenn ich hinter dem Steuer sitzen würde und einen Fehler begehe. Meine Frau bewegt das Auto eigentlich nur noch um Einkäufe und Termine erledigen zu können. Wenn ich irgendwo hin muss, nutze ich das Taxi, die Bahn oder das Flugzeug.

Der einzige Weg ist , Dich in eine Entzugs Therapie zu begeben, und zu erkennen , dass Du nicht unersetzbar bist in Deinem Job !
Jeder ist ersetzbar und der Ball rollt weiter
Lass Dich krankschreiben und gehe in eine Klinik
Weiß Deine Frau von Deiner Sucht ?
Der wirst Du es wohl sagen müssen
 

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