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Demente Oma ist anstrengend

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Das sehen wir ja bald. Ich mache das sicher nicht. Ich saß die letzten Tage >12h alleine hier mit ihr und ich habe keine Pflegeerfahrung oder Demenzerfahrung.


Der Anlass ist, dass noch kein Pflegegrad vorhanden ist. Wurde bereits beantwortet.

Ich habe nicht "gehofft", mir wurde nur gesagt, sie wäre ein bisschen durcheinander und würde sich bald erholen. HA HA. Ich habe gerade eine weitere Stunde gebraucht, um ihr letztes Missgeschick zu beseitigen und sie wieder ins Wohnzimmer zu bringen. Sie kann nur mit Rollator laufen und muss sich zum Stehen anlehnen. Länger stehen ist sowieso nicht drin.

Wegen einem ohnehin schwachen Bodenbecken: Doch. Wenn das nun vernachlässigt wird, wird sie ihren Stuhl nicht mehr halten können. Das würden wir gerne vermeiden, ich denke du verstehst das.

lol, bist du einer meiner Verwandten? Genau so klingst du. Meine Oma hat sich vorhin fast die Hand verbrüht, weil sie das Wasser zu heiß aufgedreht hat. Wir können sie unmöglich alleine lassen.
Ich finde das eigentlich bisher nicht schlecht gemeistert.
Ohne Pflegeerfahrung das beste versucht oder auch getan.
Grenzen erkannt, dass es einem weiterhin überfordern würde.
Verantwortungsgefühl gezeigt so dass sich die Oma nicht verbrennt etc.
Erkannt wie weit die Krankheit schon fortgeschritten ist.

Wichtig ist, dass bald weitere Hilfe dazu kommt.
 
Ich habe nicht "gehofft", mir wurde nur gesagt, sie wäre ein bisschen durcheinander und würde sich bald erholen. HA HA.
Gesagt von wem? Da hat Dich wohl die Verwandtschaft (die es vermutlich besser wußte) auf die feine Englische verar***t.

Wir können sie unmöglich alleine lassen.
Und schon wieder das "wir", das nicht vor Ort ist, nur Du alleine.
Ich muss jetzt morgen nochmal kommen und dann ist erstmal bis nach Weihnachten Feierabend für mich. Eventuell kommt noch eine andere Verwandte, wenn wir ihr auf die Füße treten. Wie gesagt, die Krankenkasse kommt momentan nicht in die Gänge und es ist ein riesen Hickhack. Ist aber nicht mein Bier. Ich bin jetzt anwesend, das ist alles. Wahrscheinlich muss ich meine Sachen am Wochenende nacharbeiten, tja.
Laß Dir die Pflege nach Weihnachten nur nicht wieder aufhalsen. Das mit der "Verwirrung", in Wahrheit Dauerbetreuung einer schwer Dementen, hätte sich alles bereits vorher geklärt gehört, einschließlich der Bestellung von Pflegekräften, ist doch klar daß bei Behörden und Pflegediensten gerade über Weihnachten Tote Hose ist, auf die letzte Sekunde und von jetzt auf gleich läuft gar nichts.
Ich habe nach wie vor den Eindruck, daß die Verwandtschaft (Vater, wer noch?) Dich da mächtig ins Messer hat laufen lassen, an Deiner Stelle würde ich mit den Verantwortlichen mal ein Wörtchen sprechen.
 
Kannst du mit deiner Oma singen? Meine Oma hat mich auch nicht mehr erkannt. Immer wenn ich sie im Heim besucht habe, habe ich dann mit ihr gesungen. Weihnachtslieder - auch im Sommer.

Da war sie sogar textsicherer als ich und das war für sie ein schönes Erfolgserlebnis.

Bei meiner Oma ging das von heute auf morgen. Die war top fit, ist alleine in Urlaub gefahren, hat Kreuzworträtsel gelöst und ist dann mit einem Oberschenkelhalsbruch in die OP unter Vollnarkose gekommen. Danach war ihr Gehirn wie weg.
 
Alles Gute Oma, hoffentlich kriegste noch ein Plätzchen..
Bei der Lage ( nicht genug Personal, nicht genügend Heime etc.) da muss man echt die Panik kriegen, wenn Verwandte niedergehen.
Liebe Erdnussmutter, bald hast du es geschafft. Schöne Feiertage trotzdem, auch wenn die Zeit jetzt nicht gerade leicht ist für euch. Wenn sie mit euch zwidert und schimpft und nörgelt, dann fühlt sie sich nach schimpfen, zwidern nörgeln und lasst sie das machen, das wird sie nicht einmal merken.
Ich lag mal im Krankenhaus neben einer solchen Frau, die hat die ganze Nacht gelästert mit irgendwen, den sie sich ausgedacht hat.
 
Die Sache ist die, eine dementsprechend Oma, die sich nicht selbst beschäftigen kann, benötigt dauerhafte Betreuung.
In dem Fall wie es scheint wohl einen dauerhaften Heimaufenthalt.
Sonst kann es sein sie vernachlässigt Körperpflege, nimmt ab oder im schlimmsten Fall zieht in der Kälte nach draußen und verirrt sich.

Beschäftigen hängt von der Art der Demenz ab.
Manche würden den ganzen Tag nur schlafen, andere laufen die ganze Zeit im Kreis, haben einen regen Laufdrang. Wieder andere kann man nicht alleine beschäftigen, sie fangen dann an zu schreien und werden aggressiv.

Es kann durchaus sein, dass die Oma einen ziemlichem Demenzschub im Krankenhaus gemacht hat.
Hatten auch mal einen Richter, der innerhalb von 6 Monaten nicht mal mehr alleine aufs Klo gehen konnte und Butter auf die Serviette geschmiert hat.

Das kann für Angehörige sehr fordernd sein.
Aber so wie es aussieht, wird keiner in der Familie dauerhafter Aufseher sein können. Und die Oma nicht alleine leben können.

Beschäftigen wie bei kleinen Kindern auch.
Try and error. Schauen worauf sie anspringt.

Und ich würde auch nicht ständig erklären wer du bist. Sie wird es wieder vergessen.
Validiere. Fange die gegebene Situation auf, was auch immer sie gerade denkt oder sagt. Wenn sie denkt sie sei deine Mutter, spiele die Tochter. Wenn sie denkt du wärst die Haushälterin, erzähle ihr du hast gerade viel zu tun, ob sie dir helfen kann. Gib ihr ein paar Handtücher zum falten, lass sie Karotten schälen usw.
Wenn man ihnen ständig die Realität erzählen möchte z.B. wenn sie denken sie würden auf ihren Mann warten, der bereits seit Jahren tot ist, nicht sagen dass der tot ist, die fangen sonst an zu weinen und werden es eh wieder vergessen.

Demente können sehr anstrengend sein.
 
Sie kann nur mit Rollator laufen und muss sich zum Stehen anlehnen. Länger stehen ist sowieso nicht drin.
So schlimm das klingt - Das ist ein riesiger Pluspunkt.
Denn Demenzkranke neigen dazu zu laufen und zu laufen und zu laufen und auch wegzulaufen.
Das fällt schonmal weg.

An Eurer Stelle würde ich bereits jetzt nach einem Heimplatz suchen.
Es dauert nämlich ewig bis man einen bekommt.
 
Es ist schwierig, einen Heimplatz zu bekommen; noch schwieriger wird es bei dementen Personen.

Ich kenne die Situation aus zwei Blickwinkeln; als betroffene Angehörige und als Mitarbeiterin in der Heimaufnahme.

Was auch noch wichtig ist: gibt es Verfügungen, Vorsorgevollmacht, Betreuungsvollmacht etc.?

So gut die Pflege zuhause für die demente Person auch ist; ohne Hilfe schafft man das nicht. Und Hilfe, wenn überhaupt, bekommt man erst mit Pflegegrad und Vorsorgevollmacht.
 
Hallo @Erdnussmutter
der Tipp mit Singen kam ja schon. Falls du es aushältst das anzuhören , schau im Internet nach Hitparaden mit einer Jahreszahl von ca Geburtsjahr deiner Oma + 20 Jahren und schau, wie sie reagiert.

Oder vielleicht kannst du eine Strickliesl besorgen? Das Stricken damit ist sehr einfach.

Oder vielleicht Erbsen besorgen und Puhlen lassen? Sie bitten, Büroklammern nach Farben zu sortieren? Irgendein Kleidungsstück und eine Fusselrolle in die Hand geben und bitten zu entfusseln?

Märchen anhören lassen?
 
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