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Guter Mensch - Konzept

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So ist das mit alten Quellen. Anscheinend ist die Haftenschädigung wesentlich erhöht worden. Wenn ich dem Eintrag Glauben schenke, auf 75 Euro.

Wir sprechen ja glücklicherweise nur über Einzelfälle, ohne das runterspielen zu wollen, aber wenn ich das grob überschlage, und deine Zahl stimmt, müssten das nach 10 Jahren etwa 270.000 EUR sein, was ein ganz hübsches Sümmchen ist.
 
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Re: Guter Mensch - Konzept
Wenn ich mir die Zahlen so anschaue, weiß ich nicht, ob der Begriff „Einzelfall“ eine Verharmlosung ist. Zudem kommt ja eine nicht bekannte Dunkelziffer hinzu, die wohl von den Zuständen der Justiz etc. in den jeweiligen Ländern abhängig ist.
Stellt sich die Frage , ob unschuldig Verurteilte tatsächlich dann auch eine Haftentschädigung erhalten. So wie ich das lese, ist das nicht unbedingt der Fall. Das ist dann der Unterschied zwischen Theorie und Ausführung🙂 Und natürlich, was für Abzüge von diesen rein äußerlich betrachteten „phantastischen“ Summen möglich sind. 🙂 Der Vermögensschaden spielt ja dann auch noch eine Rolle. Schlimm, der Teufel steckt im Detail oder eben in den Vorschriften zur Ausführung.
Aber wenn man die 75 Euro als Zahl betrachtet, klingt es zumindest freundlicher als 25 Euro. Wäre ja nicht imagewirksam, wenn das angerostete deutsche Entschädigungsschildchen gegen andere europäischen Nachbarn auf Ewigkeit abstinkt. Aber überlegenswert, wie unterschiedlich Menschen in der EU behandelt werden. Natürlich nur, wenn man sich bereit erklärt, diesen Bezugspunkt zu wählen. 😉

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Vermutlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was das Gute im Leben ist, was das alles ein bisschen chaotisch macht, aber auch ganz interessant.
 
Davon ist auszugehen. Wobei sich die Frage stellt, ob die Menschen in ihrer Vielzahl überhaupt für sich selber entscheiden oder einfach nur den Entscheidungen anderer Menschen hinterher laufen. Das endet dann meistens nie gut, weil es in einer Instrumentalisierung endet. Das könnte man vielleicht mit einer Bildung ändern, die das Konzept verfolgt, selbstdenkende Menschen zu fördern. Wenn man das überhaupt will. 🤔
 
Ja, jeder Mensch möchte ja irgendwie überleben und gut leben, aber was sich teilweise daraus entwickelt, könnte man fast schon als kriminell und pathologisch bezeichnen.
 
Kann es einen guten Menschen außerhalb der Religion und eines gerechten Glaubens überhaupt geben?

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Alternativ gefragt: Wie bezieht ein Atheist seine Grundlagen für Gutheit?
 
Kann es einen guten Menschen außerhalb der Religion und eines gerechten Glaubens überhaupt geben?

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Alternativ gefragt: Wie bezieht ein Atheist seine Grundlagen für Gutheit?
Da fühle ich mich doch direkt angesprochen.

Okay, ich gehöre keiner Glaubensgemeinschaft an, bin zwar christlich sozialisiert, aber mein Glaube an höhere Mächte war nie sehr ausgeprägt. Ich weiß nicht, ob ich ein guter Mensch bin, das müssen andere beurteilen.

Aber ich wundere mich immer wieder über die Verbindung "Glaube = Moral". Erst die Angst vor einem höheren Wesen würde Menschen dazu bringen, sich ethisch zu verhalten.

Tja, ich möchte niemandem zu nahe treten, der an einen Gott/ Göttin glaubt. Sicher, sämtliche Glaubensgemeinschaften bieten ein moralisches Grundgerüst. Aber richten sich unsere eigenen Wertmassstäbe allein nach solchen Vorgaben?

Wir richten unser Verhalten nach einem gültigen Rechtssystem aus, nach kulturellen Normen, nach Normen, die uns die Eltern mitgegeben haben - und auch nach einem persönlichen moralischen Kompass für Gerechtigkeit und Werte.

Okay, löst noch nicht die Frage nach dem " guten Menschen".

Gut sein, oder Gutes tun?

Warum sollte ein Mensch, der nicht an Gott glaubt, keine Werte haben? Das würde wohl bedeuten, dass alle Atheisten moralische Wracks sind?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, wenn das etwas abwegig klingen mag, aber erinnere gerade eine auf Wahrheit beruhende Geschichte, welche im Rechtskundeunterricht an der Harvard-Universität gerne mal angeführt wird.

Es geht um eine fünfköpfige Mannschaft auf einem Rettungsboot auf hoher See. Die Nahrungsmittel sind erschöpft und es wird gewissermaßen dem sicheren Tod entgegengepaddelt.

Es stellt sich nun die Frage, wie es es weitergehen soll, wie man überleben kann.

Die eine Möglichkeit wäre, dass man nach dem Losverfahren entscheidet, wer sich als Nahrungsmittel zu Verfügung stellt, die andere wäre, dass sich jemand freiwillig zur Verfügung stellt.

Im vorgenannten Fall hat der Kapitän entschieden, wer geopfert wird. So ernährten sie sich also. Ein paar Tage später wurden sie von einem Frachter gerettet und auf Festland vor Gericht gestellt.

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Wie hättet ihr entschieden?

Die Verteidigung der Überlebenden wahr wohl, dass der geopferte Matrose im Gegensatz zu allen anderen keine Familie hatte, und somit das geringste Opfer gewesen sei.
 
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