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  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Wohin mit mir?

Ich finde auch nicht, dass du etwas falsch gemacht hast, Kampfmaus. Ich meinte nur, dass du manche Dinge mehr reflektieren solltest, wenn es dir wieder besser geht.
 
Okay. Nun „flüchte“ ich mal in die andere Richtung – aus der Realität/Gegenwart und Gefühlen hinaus in den Zukunftsgedanken (naja, mehr oder weniger, erstmal muss ich noch einiges klarstellen). Hätte nicht gedacht, dass dieser Thread mit diesem Thema mal zu einer willkommenen Ablenkung wird.

Dies tust du, indem du dich selber als völlig schwach darstellst... dein Beispiel mit dem nackten Vögelchen im Nest ohne Kraft in den Flügeln ist für eine 18-Jährige mehr als verstörend, wenn ich das so sagen darf, zumal ich, da wiederhole ich mich, das Gefühl habe, dass es bei dir eher in die falsche Richtung geht. Du gibst immer mehr Verantwortung für dich selber ab, lässt deine Eltern immer mehr statt weniger in dein Leben, rechtfertigst dich und verzweifelst schließlich.
da war irgendwas von einem hilflosen Vögeli mit kaputten Flügeln oder so). Du setzt dich selbst oft in eine schwache, wenig selbstwirksame Rolle, wenn du von dir schreibst.
Das nackte Vögeli im Nest hat mich ebenfalls stark irritiert. 18-jährig hätte ich mich niemals so beschrieben und auch alle anderen 18-Jährigen, die ich kenne, würden eine solche Beschreibung für sich ablehnen.
Und das heisst auch, deine Komfortzone zu verlassen und eben nicht das nackte Vögeli zu mimen, dem man nichts zutrauen darf.
unglückliche Bild mit dem Vögelchen im Nest von der Therapeutin N. und auch von dir
@Styx.85 , @Santino , @Binchy
Ihr habt euch ja richtig festgebissen an dem Vogelbild – leider ist bei euch aber nicht angekommen, was ich damit eigentlich ausdrücken wollte. Ich will es euch erklären.
(übrigens habt ihr euch das Wort „nackt“ und kaputte Flügel dazu gedichtet – was es tatsächlich irgendwo vielleicht verstörend machen könnte 😉)

Das Bild mit dem Vogel verdeutlicht nur den IST-Zustand. Es hat aber in keiner Weise die Message, dass ich mich darauf ausruhe, so wie ihr es hier darstellt. Es hat also nichts mit „mir nichts zutrauen dürfen“ und „hilflosen Vogel mimen“ zu tun. Es verdeutlicht nur, dass solche riesen Schritte wie z.B. ausziehen für mich (noch!) viel zu groß sind.

Ich bin mir nun aber bewusst, dass solche Bilder falsch ankommen können und werde in Zukunft mehr darauf achten.

Dennoch ist es auch die Intensität mit welcher du speziell Probleme etc. beschreibst.
Naja, ich schreibe so, wie ich die Dinge erlebe. Dabei dramatisiere ich nicht – zumindest nicht bewusst. Ich erlebe aber z.B. Gefühle auch sehr intensiv.

Ich bleibe dabei: Wenn Kampfmaus nur Stärkung und emotionale Unterstützung in Form von Trost, Kuschelei, Zuspruch möchte, dann muss sie das für sich klar entscheiden und eindeutig so kommunizieren. In diesem Thread wurden meinem Verständnis nach Tipps/Hinweise zum konkreten Weiterkommen gewünscht und das kann nicht immer nur angenehm sein.
Da gebe ich dir vollkommen Recht – habe ich je etwas anderes gesagt? Ich habe mich hier mit keinem Wort beschwert.

Ich kann mir vorstellen, dass Du das jetzt im Moment als Kritik siehst, Kampfmaus, und es Dich verletzt. Aber Dich verletzt sehr vieles im Leben, weil Du sehr sehr sensibel bist. Du hast hier um ehrliche Meinungen gebeten, die wir Dir geschrieben haben. Wenn Dir das zuviel ist, dann schließe den Thread.
Du hast geschrieben, dass sich unsere Meinungen "teilweise ungerecht und verletzend" anfühlen, darauf habe ich mich bezogen.
Okay – und? Dürfen sie das nicht? Ich habe in mich reingehört und geschaut, was die Antworten mit mir machen – habe festgestellt, ok, manche Worte verletzen mich und fühlen sich ungerecht an und ich fühle mich nicht verstanden. Das ist erstmal nur eine Feststellung und weder eine Wertung noch ein Urteil. Dann habe ich für mich entschieden, dass es deshalb gerade kein guter Zeitpunkt zum Antworten ist und habe euch das auch so geschrieben. (Auch das ist übrigens Reflektieren.)

Nein, ich fühle mich nicht durch Kampfmaus provoziert, sondern durch die Art und Weise, wie von Priamos, grisou und anderen meine Herangehensweise als "bewusst schadend" stilisiert
Okay, ich nehme das aber auch von beiden Seiten wahr, denn auch du (und nicht nur du) machst die Ansichten von @Priamos und @grisou klein und stellst sie als schadend da.

Wieso respektiert ihr nicht eure gegenseitigen Meinungen und lasst mir die Entscheidung, was mir daraus hilft und was nicht?

Jetzt hinterher zu weinen, obwohl man kritische Gedanken eingefordert hatte und in der Folge eine Armee an Unterstützern vor sich aufbauen, die die bösen, bösen Kritiker bekämpfen, finde ich persönlich nicht angemessen.
Es ist also nicht angemessen, jetzt zu weinen und die Unterstützerarmee gegen die bösen Kritiker aufzufahren.
Ich habe nirgendwo hinterher geweint. Ich habe mich doch sogar bei euch allen bedankt für eure Beiträge. Armee an Unterstützern aufbauen und die bösen Kritiker bekämpfen – wow, Santino, das sind haltlose Unterstellungen und das verletzt mich und macht mich zurecht wütend, denn ich habe mit keinem eurer Beiträge etwas zu tun – mich jetzt für Beiträge verantwortlich zu machen, die andere aus eigenem Interesse heraus geschrieben haben und wo ich selbst genauso nur Mitleserin bin, wie bei dir, ist sehr sehr unfair.

Du hast nicht nur im offenen Forum geschrieben, was berechtigterweise auch kritische Meinungen nach sich zieht, sondern du hast diese kritischen Meinungen explizit eingefordert auf Nachfrage mit dem Zusatz, du würdest sie nur dann lesen, wenn du dich dazu in der Lage fühlst.

Es hat dir niemand ungefragt kritische Meinungen auf's Auge gedrückt.
Ja, ich habe gesagt, dass kritische und ehrliche Meinungen in Ordnung sind und ich hier nur antworte, wenn ich mich dazu in der Lage fühle. Richtig und das tue ich auch und habe ich hier nicht anders getan. Wieso machst du da jetzt einen Vorwurf draus? Habe ich mich irgendwo beschwert?

Es ist angemessen, sich selbst zu reflektieren, ob man nicht einen Fehler gemacht hat, Meinungen einzufordern, mit denen man nicht grundsätzlich umgehen kann und die man persönlich auch nicht als hilfreich empfindet, weil man sich eigentlich ausschliesslich positive Stärkung wünscht. Oder es ist angemessen, sich selbst zu reflektieren und das überhaupt vielleicht erst zu erkennen: "Ich wünsche mir eigentlich nichts Kritisches, sondern nur positive Stärkung hier im Forum."

Das ist völlig legitim. Aber dann muss man das so kommunizieren und nicht sauer sein auf die, die liefern, was man irrtümlich eingefordert hat.
Auch hier legst du mir Worte in den Mund, die ich nie gesagt habe und bist der Meinung, dass ich sauer auf euch bin und dass ich nur bestärkende Worte und Zuspruch möchte. Habe ich NIE geschrieben und das vertrete ich auch nicht. Ich bereue es nicht, eure Meinungen „eingefordert“ zu haben, denn ich KANN damit sehr wohl umgehen.

Die Unterstützerarmee ist aber da und sie hat mehrfach beleidigt geantwortet (weshalb die Unterstützerarmee aufkreuzte).
Okay und was genau kann ich da jetzt für?
Unterstützerarmee – irgendwie ein unpassendes Wort. Ich dachte ihr schreibt hier alle, um mich zu unterstützen?

Ich finde die Metapher angemessen.
Achsoo - Armee ist angemessen, aber ein Vogel nicht? 😛😉

(Teil 2 folgt)
 
Wenn man kritische Gedanken einfordert, diese dann aber nicht erträgt und deshalb beleidigt abzieht, andere vorschickt, die verteidigen, dann wirkt das nicht so, als würde man diese kritischen Gedanken wirklich lesen wollen.
Bei allem Verständnis (und ich verstehe die Situation gut, die du beschreibst): Du brauchst halt keine kritischen Ansichten einfordern und dann traurig darüber sein, dass sie kommen und die Personen, die sie geschrieben haben, abstrafen (lassen).
Auch hier unterstellst du mir wieder Dinge, die nicht der Wahrheit entsprechen.

Das solltest du reflektieren, wenn es dir wieder besser geht.
Weißt du, Santino, ich reflektiere mich sehr viel. Eigentlich fast ununterbrochen. Und ich weiß, dass es eine große Stärke von mir ist, mich selber zu reflektieren. Und auch ein Eingestehen von Gefühlen, dass etwas einen gerade aufwühlt und dass man deshalb gerade lieber nicht antworten sollte, gehört zur Selbstreflektion.

Gleichzeitig scheinst du dich und das was du schreibst auch nicht richtig reflektiert zu haben. Du hast dich in deinen Beiträgen immer wieder auf Unwahrheiten festgebissen, die du irgendwo falsch reininterpretiert hast und so kommt es ganz schnell dazu, dass man jemandem Worte/Gedanken/Gefühle zuspricht, die gar nicht so sind und das verletzt.

Das kleine ängstliche Mäuschen, was am liebsten im kuscheligen Nest bleiben würde
*räusper* Im kuscheligen Nest? Das meinst du nicht ernst oder? Komm her, ich zeig dir wie kuschelig mein Nest wirklich ist, liebe Binchy.

18-jährig hätte ich mich niemals so beschrieben und auch alle anderen 18-Jährigen, die ich kenne, würden eine solche Beschreibung für sich ablehnen. Die gängige Selbstbeschreibung in dem Alter tendiert eher zur Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten und des eigenen Weltwissens.
Ein junger Mensch mit 18 Jahren sollte beginnen, sein eigenes Leben in die Hand zu nehmen, seiner Werte, Stärken und Schwächen bewusst zu sein. Näher am Erwachsenen sein, als an einem schutzlosen Baby ( = Vögelchen) und sich auch mehr mit diesem identifizieren.
Und das ist das, was mich an dieser Gesellschaft so stört. Die Erwartungen, wie ich zu sein habe bzw. dieses ständige Vergleichen mit anderen. Dass ich mich gleich zu verhalten und gleich zu denken habe, wie andere in meinem Alter. Dabei haben wir alle unterschiedliche Voraussetzungen, Erfahrungen und auch Charaktere, wie auch @Priamos schreibt … und das macht einen Menschen aus. Wieso muss ich sein wie die anderen? Was kann ich dafür, dass ich nicht so bin? Wieso bin ich nie genug? Wieso muss ich mich immer anpassen und darf nicht sein, wie ich bin?

Dazu muss ich aber auch sagen - manchmal bin ich erwachsen und manchmal eher noch ein Kind. Das kommt immer drauf an. Ich kann aber schon auch sehr erwachsen sein und in manchen Dingen bin ich meiner Meinung nach auch schon deutlich erwachsener als andere in meinem Alter - und bei manchen Sachen aber eben auch nicht.

Wir sind halt alle Individuen.

Das erlebe ich tatsächlich gar nicht so, zumindest nicht als Impuls, sondern - nimm es mir nicht übel - als Teil einer gezielten Selbstdarstellung, weil du dir wünscht, genau so zu sein.
Das ist Blödsinn.

Auch finde ich es nicht gut, den Nutzen von Therapien in Zweifel zu ziehen. Ich denke, es gehört viel an Sensibilität und Feingefühl dazu, um jemandem weiterhelfen zu können, der an der Ruppigkeit, dem Gefühlsmangel in der Welt zu zerbrechen droht.
Absolut. Außerdem gehe ich überhaupt gar nicht gerne zur Therapie, es ist nämlich unfassbar anstrengend sich so arg mit sich selbst auseinanderzusetzen.

N. ist übrigens nicht meine Therapeutin, sondern die Hilfe vom JA.

Rückzug kann zur Gewohnheit werden.
Ja. Deshalb bin ich auch eher ab von dem Gedanken nochmal in eine Klinik zu gehen.

Wobei ich wohlgemerkt sagen muss, dass ich finde, du hast eine großartige Entwicklung gemacht, seit ich dich hier im Forum kennen gelernt habe.

Und zwar einen Entscheidenen, du wagst mehr und ziehst mehr Grenzen.
Lass dir das nicht kaputt machen und mach dir das nicht kaputt.
Danke. Das sehe ich auch so.

(Teil 3 folgt)
 
Nun zurück zu deinem „Ausgangsbeitrag“, lieber @Santino.

(Hier markiere ich jetzt auch mal die "Liker" @Geißblatt67, @Saskia und naja, die anderen werden das vermutlich auch so lesen.)
Ich frage mich schon seit einer Weile - und das passt auch gut zu der Frage nach einem möglichen beruflichen Weg für dich, denke ich - wer bist du ohne deine Erkrankungen und Probleme?
Wenn es mir gut geht, kann ich ein sehr humorvoller, fröhlicher und dankbarer Mensch sein, der auch die kleinen Dinge durchaus genießen kann. Und wenn es mir gut geht, dann zeige ich mich, wie ihr wisst und bereits auch schon erlebt habt, natürlich auch hier so.

Meinem Empfinden nach definierst du dich als Person (zumindest hier im Forum) sehr stark über deine Erkrankungen und Problemsituationen.
Ich denke es ist nicht ein definieren, sondern eher ein sich bewusst darüber sein und es nicht verstecken. Ich bin hier wie ich bin und zeige mich in meinen Gefühlen und Gedanken, so wie sie gerade eben sind. Es ist keine Rolle, die ich spiele.

Ich zitiere an dieser Stelle mal Priamos:
Was soll Kampfmaus denn schreiben? Sie schreibt was sie erlebt, fühlt, angetan bekommt, wovor sie Angst hat. Sie kann nicht vom Erdbeerkuchen mit Mama und tollen Gesprächen, Wohlfühlen, erzählen. Hätte sie gerne, hat sie aber nicht.
Ja - wobei ich auch ab und an schöne Dinge erlebe und gute Gefühle hab – und davon erzähle ich hier auch. Ist halt nur eben seltener, aber dann umso wertvoller.

Außerdem muss man auch bedenken, dass das hier ein Hilferuf-Forum ist und hier ist ein Ort, wo ich von meinen Schwierigkeiten erzählen darf. Ich öffne mich im realen Leben bei weitem nicht so, wie ich es hier tue.

Aber es ist ja nicht so, dass ich mich auf meinen Erkrankungen und Problemen ausruhe und sage „ich kann nicht, weil ich hab diese und jene Krankheit“, sondern ich suche Wege, wie ich es trotzdem schaffe. Aktuelles Beispiel ist Fahrschule. Ich habe geschaut, ok, das am Anfang alleine zu machen ist mir ein Schritt zu groß, wie kann ich die Herausforderung so gestalten, dass sie für mich schaffbar wird – also habe ich eine Begleitperson mitgebracht und trotzdem war es eine riesige Herausforderung, ABER ich hab’s gemacht trotz Panikattacken und Co und jetzt schaffe ich es sogar allein.
Genauso hier – ich versuche gerade herauszufinden, was für einen Weg ich gehen kann, der für mich gut und machbar ist MIT meinen Schwierigkeiten, denn die Erkrankungen sind ein Teil von mir und ich muss nunmal damit leben und kann sie nicht einfach außenvor lassen, also muss ich schauen, wie ich damit leben kann und was trotz meiner Einschränkungen geht. Es gehört aber auch dazu, sich einzugestehen, wenn etwas gerade nicht geht und das bedeutet dann nicht immer Flucht, sondern sich selbst ernstzunehmen. Ich gebe euch allerdings Recht, es kann auch zur Flucht werden, das stimmt und da muss auch ich aufpassen.
Und natürlich bedeutet Rücksichtnahme auch Schutz – es ist aber ein Schutz, der notwendig ist.


Ich weiß nicht… ich finde es schade, was für ein Bild hier manche von mir haben. Ein Teil von mir fühlt sich hier nicht mehr wirklich willkommen. Weil ich das Gefühl hab, hier wird mit den Augen gerollt und ich müsste mich nun genauso verstellen und positiv gelaunt zeigen, wie so oft im realen Leben… ich dürfte nicht mehr ich selbst sein – authentisch sein und mich mit all meinen Gefühlen und Gedanken zeigen.

Es gibt übrigens natürlich auch einen Anteil in mir, der sucht vorwiegend Trost, Zuneigung und Wärme und keine Ratschläge u. Kritik. Genauso gibt es aber einen Anteil in mir, der möchte Ratschläge und Hilfe, die mich voranbringt – und dieser Anteil hat diesen Thread erstellt.

Würde ich mich ausruhen und verharren wollen, dann hätte ich diesen Thread niemals erstellt – nein, ich suche nach Wegen und Möglichkeiten und DAS ist ein vorankommen.

Aber eigentlich sind wir insgesamt ein bisschen abgeschweift von dem eigentlichen Thema dieses Threads – und das ist Berufsfindung und einschlagen eines neuen Weges.

@grisou
Der Psychiater kennt mich und meine Situation so ungefähr. Er hat sich dabei gedacht, dass es für Depressive wichtig ist, eine Struktur zu haben und wenn Schule wegfällt, dann hat man diese Struktur nicht mehr und das findet er schwierig.
N. kommt morgen mit zum Termin. Wir werden schon eine Lösung finden, die auch für mich passt.

Integrationsfachdienst, EUTB - ich schau mal nach, danke. Ich hatte auch überlegt, mich vielleicht mal beim Arbeitsamt beraten zu lassen (?).

vielleicht denkst du erst mal darüber nach, was hält dich denn ab davon auf die eigene stimme zu hören? was müsste denn raus aus deinem leben?
Alle Menschen um mich herum.

du besitzt eine große gabe der reflektion. und das wird dir helfen. hör nicht auf, zu hinterfragen. vielleicht findest du es nie raus, wer gerade schreibt. du hast geschrieben und kannst jetzt die antworten darauf prüfen, was sagen die einzlenen anteile dazu. frag mal, was die kleine maus sagt. was sagt die erwachsene kämpferin. was sagt der funktionierende anteil? welche antworten bekommst du?
Das ist ein guter Ansatz. Aber auch nicht leicht. Ich werde aber mal versuchen da mehr drauf zu achten und vllt. mal mit meinen Anteilen ins Gespräch zu gehen - innere Diskussionsrunde sozusagen.

Neuigkeiten:

Ich werde doch ab den Sommerferien ein Langzeitpraktikum oder Ehrenamt beim Tierschutzhof machen können und in den nächsten Wochen darf ich aber schonmal vorbeikommen und mir das anschauen und gucken, ob das für mich passt.

------------------------------

Was ich noch sagen wollte:

Ich möchte euch bitten auch bevor ihr hier schreibt über eure Worte nachzudenken, sodass das nicht wieder so ausartet und vielleicht auch auf eine Antwort von mir warten, bevor mir Dinge unterstellt werden, zu denen ich noch gar nicht Stellung bezogen habe. Also - nicht nur mir raten, ich soll mal reflektieren, sondern vielleicht auch selbst reflektieren.

Außerdem bitte ich die Mods hier keinen Beitrag zu löschen, der mich „angreift“ – ich kann mich selbst „verteidigen“, wenn ich es als nötig empfinde.

Was mir noch wichtig ist: Nur weil ich hier Beiträge als verletzend und ungerecht empfand, werde ich mir kein allgemeines Urteil über euch als Person bilden und euch nicht anders begegnen, als ich es normal auch tun würde. Ich persönlich finde, man kann einer Person auch weiterhin respektvoll und wertschätzend begegnen, auch wenn man mal nicht einer Meinung war und fände es schade, wenn Konflikte aus diesem Thread den Umgang miteinander von vornherein immer beeinflussen. Allerdings kann ich da natürlich auch nur für mich sprechen – wie ihr das handhabt ist eure Sache.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Liebes 🙂

Ich studiere Psychologie und manchmal denke ich, hättest lieber soziale Arbeit studiert. Aber ich denke dann auch wieder, hätte ich mit Soziale Arbeit angefangen, vermutlich lieber Psychologie zu studieren.

Ich denke, beides wäre für dich ein Thema, auch und gerade wenn du auch deine Schwächen kennst.

Ich sehe viele Studenten an unserer Uni von beiden Fachbereich. Und es ist erstaunlich welche zügige Persönlichkeitsentwicklung sie während des Studiums durchlaufen. Durch das Studium bekommt man natürlich, wie in einer Art Supervision, auch sein eigenes Leben verarbeiter. Schwächen werden zu Stärken.

Du bist noch recht jung. Psychologie und Soziale Arbeit zu studieren finde ich ohne Berufsausbildung bedenklich. Du gehst später mit Menschen um, die doppelt ô gar drei Mal so alt bist wie du. Du kannst manche Sorgen nicht fassen, weil duir die (Lebens-]erfahrung fehlt.

Daher wäre mein Gedanke für dich, eine Berufsausbildung im sozialen Bereich oder als Krankenschwester, Kindergarten etc.

Die meisten Studierenden profitieren aus diesen Ausbildungen sehr.

Während der Berufsausbildung wirst du dich auch persönlich weiterentwickeln. Was dich heute an dir selbst noch stört, wird sich vermutlich noch legen oder wandeln. Gerade weil du schon so reflektiert bist, wirst du da sicher bewusst an dir arbeiten.

Zu einem Beruf mit Tieren. Du scheinst mir sehr emphatisch.zu sein. Daher würde die eine Tätigkeit bei einem Tierarzt sicherlich nicht dauerhaft gut tun. Aber als Tierpfleger in einem Zoo, könnte ich mir für dich gut vorstellen.

Der Vorteil einer Berufsausbildung ist, dass du dir noch viele Wege offen hälst. Auch ein Studium. Und mit einem Beruf hast du immer eine solide Basis, auch wenn ein Studium in die Hose geht.

Wenn man jung ist,, sieht man oft schon das Ende mit der Ausbildung o einem Studium. Aber so ist es nicht. Das Leben ist ein ständiger Wandel.

Ich denke die richtige Lösung für dich ist eben nicht das Ende einer Ausbildung, sondern erst dein Anfang.

In der Hinsicht ist ein FSJ eine Möglichkeit. Es gibt aber auch solche Schulen, in denen man sich in ganz vielen Fachbereich ausprobieren kann. Mir fällt nur gerade nicht ein, wie diese heißen.

Was du auf jeden Fall lernen wirst:

Der Weg zeigt sich, wenn man ihn geht.

Lg Jenny
 
Es gibt übrigens natürlich auch einen Anteil in mir, der sucht vorwiegend Trost, Zuneigung und Wärme und keine Ratschläge u. Kritik. Genauso gibt es aber einen Anteil in mir, der möchte Ratschläge und Hilfe, die mich voranbringt
Das ist auch völlig normal und menschlich.

Neuigkeiten:

Ich werde doch ab den Sommerferien ein Langzeitpraktikum oder Ehrenamt beim Tierschutzhof machen können und in den nächsten Wochen darf ich aber schonmal vorbeikommen und mir das anschauen und gucken, ob das für mich passt.
Cooool. 👍
 
Nun zurück zu deinem „Ausgangsbeitrag“, lieber @Santino.

(Hier markiere ich jetzt auch mal die "Liker" @Geißblatt67, @Saskia und naja, die anderen werden das vermutlich auch so lesen.)

Wenn es mir gut geht, kann ich ein sehr humorvoller, fröhlicher und dankbarer Mensch sein, der auch die kleinen Dinge durchaus genießen kann. Und wenn es mir gut geht, dann zeige ich mich, wie ihr wisst und bereits auch schon erlebt habt, natürlich auch hier so.


Ich denke es ist nicht ein definieren, sondern eher ein sich bewusst darüber sein und es nicht verstecken. Ich bin hier wie ich bin und zeige mich in meinen Gefühlen und Gedanken, so wie sie gerade eben sind. Es ist keine Rolle, die ich spiele.

Ich zitiere an dieser Stelle mal Priamos:

Ja - wobei ich auch ab und an schöne Dinge erlebe und gute Gefühle hab – und davon erzähle ich hier auch. Ist halt nur eben seltener, aber dann umso wertvoller.

Außerdem muss man auch bedenken, dass das hier ein Hilferuf-Forum ist und hier ist ein Ort, wo ich von meinen Schwierigkeiten erzählen darf. Ich öffne mich im realen Leben bei weitem nicht so, wie ich es hier tue.

Aber es ist ja nicht so, dass ich mich auf meinen Erkrankungen und Problemen ausruhe und sage „ich kann nicht, weil ich hab diese und jene Krankheit“, sondern ich suche Wege, wie ich es trotzdem schaffe. Aktuelles Beispiel ist Fahrschule. Ich habe geschaut, ok, das am Anfang alleine zu machen ist mir ein Schritt zu groß, wie kann ich die Herausforderung so gestalten, dass sie für mich schaffbar wird – also habe ich eine Begleitperson mitgebracht und trotzdem war es eine riesige Herausforderung, ABER ich hab’s gemacht trotz Panikattacken und Co und jetzt schaffe ich es sogar allein.
Genauso hier – ich versuche gerade herauszufinden, was für einen Weg ich gehen kann, der für mich gut und machbar ist MIT meinen Schwierigkeiten, denn die Erkrankungen sind ein Teil von mir und ich muss nunmal damit leben und kann sie nicht einfach außenvor lassen, also muss ich schauen, wie ich damit leben kann und was trotz meiner Einschränkungen geht. Es gehört aber auch dazu, sich einzugestehen, wenn etwas gerade nicht geht und das bedeutet dann nicht immer Flucht, sondern sich selbst ernstzunehmen. Ich gebe euch allerdings Recht, es kann auch zur Flucht werden, das stimmt und da muss auch ich aufpassen.
Und natürlich bedeutet Rücksichtnahme auch Schutz – es ist aber ein Schutz, der notwendig ist.


Ich weiß nicht… ich finde es schade, was für ein Bild hier manche von mir haben. Ein Teil von mir fühlt sich hier nicht mehr wirklich willkommen. Weil ich das Gefühl hab, hier wird mit den Augen gerollt und ich müsste mich nun genauso verstellen und positiv gelaunt zeigen, wie so oft im realen Leben… ich dürfte nicht mehr ich selbst sein – authentisch sein und mich mit all meinen Gefühlen und Gedanken zeigen.

Es gibt übrigens natürlich auch einen Anteil in mir, der sucht vorwiegend Trost, Zuneigung und Wärme und keine Ratschläge u. Kritik. Genauso gibt es aber einen Anteil in mir, der möchte Ratschläge und Hilfe, die mich voranbringt – und dieser Anteil hat diesen Thread erstellt.

Würde ich mich ausruhen und verharren wollen, dann hätte ich diesen Thread niemals erstellt – nein, ich suche nach Wegen und Möglichkeiten und DAS ist ein vorankommen.

Aber eigentlich sind wir insgesamt ein bisschen abgeschweift von dem eigentlichen Thema dieses Threads – und das ist Berufsfindung und einschlagen eines neuen Weges.

@grisou
Der Psychiater kennt mich und meine Situation so ungefähr. Er hat sich dabei gedacht, dass es für Depressive wichtig ist, eine Struktur zu haben und wenn Schule wegfällt, dann hat man diese Struktur nicht mehr und das findet er schwierig.
N. kommt morgen mit zum Termin. Wir werden schon eine Lösung finden, die auch für mich passt.

Integrationsfachdienst, EUTB - ich schau mal nach, danke. Ich hatte auch überlegt, mich vielleicht mal beim Arbeitsamt beraten zu lassen (?).


Alle Menschen um mich herum.


Das ist ein guter Ansatz. Aber auch nicht leicht. Ich werde aber mal versuchen da mehr drauf zu achten und vllt. mal mit meinen Anteilen ins Gespräch zu gehen - innere Diskussionsrunde sozusagen.

Neuigkeiten:

Ich werde doch ab den Sommerferien ein Langzeitpraktikum oder Ehrenamt beim Tierschutzhof machen können und in den nächsten Wochen darf ich aber schonmal vorbeikommen und mir das anschauen und gucken, ob das für mich passt.

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Was ich noch sagen wollte:

Ich möchte euch bitten auch bevor ihr hier schreibt über eure Worte nachzudenken, sodass das nicht wieder so ausartet und vielleicht auch auf eine Antwort von mir warten, bevor mir Dinge unterstellt werden, zu denen ich noch gar nicht Stellung bezogen habe. Also - nicht nur mir raten, ich soll mal reflektieren, sondern vielleicht auch selbst reflektieren.

Außerdem bitte ich die Mods hier keinen Beitrag zu löschen, der mich „angreift“ – ich kann mich selbst „verteidigen“, wenn ich es als nötig empfinde.

Was mir noch wichtig ist: Nur weil ich hier Beiträge als verletzend und ungerecht empfand, werde ich mir kein allgemeines Urteil über euch als Person bilden und euch nicht anders begegnen, als ich es normal auch tun würde. Ich persönlich finde, man kann einer Person auch weiterhin respektvoll und wertschätzend begegnen, auch wenn man mal nicht einer Meinung war und fände es schade, wenn Konflikte aus diesem Thread den Umgang miteinander von vornherein immer beeinflussen. Allerdings kann ich da natürlich auch nur für mich sprechen – wie ihr das handhabt ist eure Sache.

Hmmm... langer, langer Text.... doch wo der Content?

Wolltest du nicht Feedback über einen möglichen Beruf?

Stattdessen seitenlange Rechtfertigung des Status Quo mit dem üblichen Applaus...

Veränderung ja... vielleicht... aber nicht jetzt... und in Zukunft mal sehen... und überhaupt... mal sehen...

Du machst nun demnächst ein Praktikum auf einer Art Gnadenhof, wenn ich das richtig verstanden habe.
Das finde ich eine gute Entscheidung und tatsächlich einen Schritt vorwärts.
Das da oben und die drei Beiträge davor... nunja... eher nicht.

Viel Spaß bei dem Praktikum, vielleicht hilft es dir, mehr Licht in die Ursprungsfrage zu bringen.
Generell sind Praktika eine gute Idee... auch in den anderen Bereichen, die du angesprochen hast.
 
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