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Wohin mit mir?

Gegenfrage: Wie sehe es aus, wenn ich das nicht täte? / Wie müsste ich schreiben, damit der Eindruck nicht entsteht?
Du würdest dich z.B. in höherem Masse an freien Unterhaltungen (wie im WDDG-Thread) oder an den Threads anderer beteiligen, ohne dabei fast ausschliesslich von deiner eigenen Krankheit und Belastung zu erzählen. Auch würdest du allgemein mehr von dir und deinem Alltag erzählen, was nicht mit Krankheit und Problemsituationen zusammenhängt - wir sind hier ja unterschiedlich offen, welche privaten Informationen wir von uns preisgeben - aber ich lese von dir z.B. wenig zu allgemeinen Gesprächsthemen. Ich kenne einen Grossteil deiner aktuellen Probleme, aber nicht deine Haltung zu Corona, was du gerne isst, was du in deiner Freizeit machst, wie deine Sicht auf die Welt sich darstellt, wo du gerne Ferien machst, etc.

Mir geht es nicht darum, dass mich das alles unbedingt total interessiert und ich das deshalb wissen möchte, sondern das ist die Antwort auf deine Frage, wie der Eindruck nicht entstehen würde, dass du dich stark über deine Krankheit und Problemsituationen definierst.
 
Ich habe gerade mal die Stichprobe gemacht - auf den letzten 4 Seiten deiner Beiträge gibt es fast ausschliesslich nur Erzählungen zu Problemen und Krankheit, ausser die Frage, was du deiner Mutter zum Muttertag schenken könntest, dass du ein schönes Eichhörnchen gesehen hast und Lämmer gefüttert hast. Alles andere dreht sich ausschliesslich um Belastungen und Probleme.

Das ist keine Kritik - du sollst das Forum so nutzen, wie es dir hilft! Ich wollte nur aufzeigen, wie der Eindruck entsteht, dass du dich stark über Krankheit und Problemsituationen definierst, und warum ich deshalb die Frage, wer du ohne Krankheit und Probleme bist, wichtig fände für deine persönliche Entwicklung.
 
Das stimmt überhaupt nicht, Santino. Ich schreibe nicht ausschließlich von meiner Krankheit oder Belastungen. Ich schreibe hier viel aus meinem Alltag - auch schöne Dinge. Kann sein, dass das an dir vorbei geht. Ich habe hier schon viel über die Pferde geschrieben. Letztens über die süßen Lämmchen, die ich mit der Flasche füttern durfte. Heute hab ich im WDDG ein Bild von einem Maikäfer geteilt....
Über andere Themen, die nichts mit mir zu tun haben schreibe ich auch öfter was. Und ich bin auch für andere da.

Im Gesellschaftsforum beteiligen ich mich nicht, weil ich kein Bock hab, auseinandergenommen zu werden.
 
Es ist letztlich deine Sache - *ich* habe meinen beruflichen Weg ja schon gefunden und kann selbstständig leben. *Ich* persönlich habe daher absolut gar nichts davon, ob du meine Hinweise und Gedanken für dich annimmst oder nicht.

Offenbar ist der Eindruck, mit Blick auf die Likes meines Hinweises, nicht nur bei mir entstanden. Vielleicht solltest du dir darüber selbstkritische Gedanken machen.
 
@Santino hat ja von einer Tendenz geschrieben, dass es Größtenteil so ist und ich stimme ihm zu. Aber das ist kein Vorwurf, fühle Dich nicht angegriffen und Du musst Dich nicht verteidigen. Es ist ein Feedback und zeigt, wie sehr Deine Probleme und Belastungen Dich definieren und dass es für Dich mittelfristig sicherlich gut wäre, die Person hinter diesen Dingen zu suchen und finden.

Das ist sicherlich im Moment schwer, aber vielleicht hilft Dir wirklich mal selbstkritisch zu gucken, wenn Du schreibst, wieviel bei Dir gedanklich sich alles um deine Probleme dreht, denn dadurch beschäftigst Du dich ja vermehrt damit. Damit möchte ich nichts kleinreden, aber vielleicht täte es Dir selbst gut, zu versuchen, weniger darum zu kreisen. Wenn es einem sehr schlecht geht, ist das schwer, das weiß ich.

Und auch etwas kritische Worte meinen es gut mit Dir, das siehst Du ja auch in Deiner Gruppe, wo Du manchmal auch eine stürmische Brise abgekommst. Aber es ist ja eher die Ausnahme und Du bist so reflektiert, dass Du Dir sicherlich da auch einiges für Dich rausziehen kannst.
 
Das stimmt überhaupt nicht, Santino. Ich schreibe nicht ausschließlich von meiner Krankheit oder Belastungen. Ich schreibe hier viel aus meinem Alltag - auch schöne Dinge. Kann sein, dass das an dir vorbei geht. Ich habe hier schon viel über die Pferde geschrieben. Letztens über die süßen Lämmchen, die ich mit der Flasche füttern durfte. Heute hab ich im WDDG ein Bild von einem Maikäfer geteilt....
Über andere Themen, die nichts mit mir zu tun haben schreibe ich auch öfter was. Und ich bin auch für andere da.

Im Gesellschaftsforum beteiligen ich mich nicht, weil ich kein Bock hab, auseinandergenommen zu werden.

Die Anmerkungen von @Santino sind nicht völlig aus der Luft gegriffen und ich würde dir ans Herz legen, sie vielleicht mit etwas Abstand nochmal zu lesen und in aller Ruhe zu reflektieren.

Du hast dahingehend Recht, dass du natürlich hier viel teilst über deine Freizeit und allgemeine Themen. Das kann man, finde ich, nicht einfach an der Anzahl der Posts über dieses und jenes festmachen.

Dennoch ist es auch die Intensität mit welcher du speziell Probleme etc. beschreibst. Man merkt, finde ich, deutlich, wie sehr du dich mit deinen psychischen Problemen identifizierst, diese als Schutzwall verwendest und immer und immer wieder Eigeninitiative zugunsten von Fremdbestimmung aufgibst.

Aus so einer Situation heraus kann kein selbstständiger Mensch erwachsen, egal in welchem Berufsfeld. Du vermeidest eigene Entscheidungen, weil du die Meinung anderer (Ärzte, Freunde, Familie, Lehrer, Mitschüler, Forenmitglieder etc.) über alles andere stellst.
Bist du nun mit gegenteiligen Meinungen konfrontiert, versuchst du es allen Recht zu machen, was in der Regel nicht funktioniert... dann folgt die Flucht in die Krankheit.

Es ist gar nicht so lange her, da wurde ich dafür hier im Forum "zerissen" dafür, dass ich sagte, dass eine Krankheit wie ein warmer Mantel sein kann, der einen vor zu viel "kalter" Realität schützt. Rückschläge und Konflikte sind normaler Bestandteil im Leben... und zwar in jedem Leben. Du tutst dein Bestes, diese mit allen nur möglichen Mitteln zu vermeiden. Ironischerweise kommt es mir bei Menschen wie dir nicht selten so vor, als ob dann dafür ein Vielfaches der Energie aufgebracht wird, als für einen Konflikt oder einen "Rückschritt".

Viele hier im Forum mit identischer Philosophie versuchen dich genau in diesem Verhalten zu bestärken, doch tun sie dir auf lange Sicht keinen Gefallen damit.
Denn der "warme Mantel" wird schnell zur Gewohnheit. Legt man ihn einmal ab (oder ist sogar gezwungen das zu tun), ist selbst ein normales Klima unerträglich kalt und man bettelt geradezu darum, den Mantel wieder anlegen zu dürfen.

Dies tust du, indem du dich selber als völlig schwach darstellst... dein Beispiel mit dem nackten Vögelchen im Nest ohne Kraft in den Flügeln ist für eine 18-Jährige mehr als verstörend, wenn ich das so sagen darf, zumal ich, da wiederhole ich mich, das Gefühl habe, dass es bei dir eher in die falsche Richtung geht. Du gibst immer mehr Verantwortung für dich selber ab, lässt deine Eltern immer mehr statt weniger in dein Leben, rechtfertigst dich und verzweifelst schließlich.

Gleichzeitig hast du diesen starken Impuls, anderen beistehen zu wollen, ihnen etwas Kraft und Resourcen abzugeben. Das in allen Ehren, doch mit welcher Kraft? Und wenn diese Kraft vorhanden ist, warum verwendest du sie nicht für dich selber, wo sie defakto am effektivsten wäre, denn eine gesundende statt stärker kränkelnde @Kampfmaus könnte wesentlich länger und besser auch anderen helfen.

Denke mal in Ruhe über @Santinos Beitrag nach... er gehört mit zu dem Besten, was hier bisher geschrieben wurde, wenn man die Essenz an sich heranlässt.
 
@Santino hat ja von einer Tendenz geschrieben, dass es Größtenteil so ist und ich stimme ihm zu. Aber das ist kein Vorwurf, fühle Dich nicht angegriffen und Du musst Dich nicht verteidigen. Es ist ein Feedback und zeigt, wie sehr Deine Probleme und Belastungen Dich definieren und dass es für Dich mittelfristig sicherlich gut wäre, die Person hinter diesen Dingen zu suchen und finden.
Genau, so war es gemeint. Für mich ist die Person hinter diesen Belastungen schon länger kaum sichtbar.

Das ist sicherlich im Moment schwer, aber vielleicht hilft Dir wirklich mal selbstkritisch zu gucken, wenn Du schreibst, wieviel bei Dir gedanklich sich alles um deine Probleme dreht, denn dadurch beschäftigst Du dich ja vermehrt damit. Damit möchte ich nichts kleinreden, aber vielleicht täte es Dir selbst gut, zu versuchen, weniger darum zu kreisen. Wenn es einem sehr schlecht geht, ist das schwer, das weiß ich.
Ich denke, dass es zumindest hilfreich wär, sich selbst hinter diesen Belastungen und Erkrankungen zu entdecken.

Es erscheint mir manchmal, Maus, als hättest du neben all dem Schmerz und dem Wunsch, es möge besser werden, irgendein Interesse daran, in deiner Situation zu verharren - ich fand es z.B. sehr interessant, wie du begründet hast, nicht von daheim ausziehen zu wollen (die Art und Weise, wie du es beschrieben hast - da war irgendwas von einem hilflosen Vögeli mit kaputten Flügeln oder so). Du setzt dich selbst oft in eine schwache, wenig selbstwirksame Rolle, wenn du von dir schreibst.

Ich sehe an deinen sozial-emotionalen Fähigkeiten aber, dass du diese so schwache, wenig selbstwirksame Rolle in dieser Form nicht ausschliesslich hast. Ich habe etwas darüber nachgedacht - und vielleicht ist der Grund für diese Rolleneinnahme Angst, den Anforderungen nicht gewachsen zu sein; schliesslich hast du das oft so erlebt. Und ein Verharren in dieser Situation, diese arme, wenig selbstwirksame und schwache Rolle bringt dir zumindest emotionale Unterstützung und niedrigere Anforderungen ein, die du noch gerade so erfüllen kannst, deinem Gefühl nach.

Aber letztlich kenne ich dich auch nicht so gut, das sind nur meine Gedanken dazu. Es wäre für dich, glaube ich, hilfreich, dir darüber Gedanken zu machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gleichzeitig hast du diesen starken Impuls, anderen beistehen zu wollen, ihnen etwas Kraft und Resourcen abzugeben. Das in allen Ehren, doch mit welcher Kraft?
Das erlebe ich tatsächlich gar nicht so, zumindest nicht als Impuls, sondern - nimm es mir nicht übel - als Teil einer gezielten Selbstdarstellung, weil du dir wünscht, genau so zu sein. Es ist eine Darstellung, für andere da zu sein, weil du es ohne Kraft gar nicht faktisch sein kannst. Es muss quasi zur Darstellung verkümmern. In allem anderen stimme ich Styx aber zu.

Das Bild des warmen Mantels der Krankheit finde ich sehr passend. Das nackte Vögeli im Nest hat mich ebenfalls stark irritiert. 18-jährig hätte ich mich niemals so beschrieben und auch alle anderen 18-Jährigen, die ich kenne, würden eine solche Beschreibung für sich ablehnen. Die gängige Selbstbeschreibung in dem Alter tendiert eher zur Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten und des eigenen Weltwissens.
 
Viele hier im Forum mit identischer Philosophie versuchen dich genau in diesem Verhalten zu bestärken, doch tun sie dir auf lange Sicht keinen Gefallen damit.
Denn der "warme Mantel" wird schnell zur Gewohnheit. Legt man ihn einmal ab (oder ist sogar gezwungen das zu tun), ist selbst ein normales Klima unerträglich kalt und man bettelt geradezu darum, den Mantel wieder anlegen zu dürfen.
Ich möchte dazu auch noch sagen, dass das ein Problem ist, das nicht nur Kampfmaus betrifft - ich habe das in der Vergangenheit bei vielen Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen und viel Klinikerfahrung (Klinikhopping, rein und raus) beobachtet. Ich denke, dass dieses Problem gleichermassen durch die Psychiatrie und das Hilfesystem hervorgebracht wird.

Ich finde daher einen Erziehungsbeistand wie N. für dich sehr passend, Kampfmaus. Hier geht es darum, deine Verselbstständigung zu fördern. Ich fände alles passend, was letztere voran treibt, und damit auch eine ambulante Betreuung mit Auszug oder ein Umzug in eine Erwachsenen-WG für Menschen mit psychischen Erkrankungen.

Ansonsten wirst du immer kränker und kannst dich nur schwer weiterentwickeln, so meine Einschätzung.
 
sry.. das Bild mit dem Vogel kam ursprünglich von N. und nicht von mir. Aber ich fand das Bild passend und habe es deshalb benutzt. Hätte ich vllt. dazu schreiben sollen.

Was daran verstörend sein soll, verstehe ich nicht. Aber nicht jeder kann was mit Bildersprache anfangen.
 

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