Das stimmt überhaupt nicht, Santino. Ich schreibe nicht ausschließlich von meiner Krankheit oder Belastungen. Ich schreibe hier viel aus meinem Alltag - auch schöne Dinge. Kann sein, dass das an dir vorbei geht. Ich habe hier schon viel über die Pferde geschrieben. Letztens über die süßen Lämmchen, die ich mit der Flasche füttern durfte. Heute hab ich im WDDG ein Bild von einem Maikäfer geteilt....
Über andere Themen, die nichts mit mir zu tun haben schreibe ich auch öfter was. Und ich bin auch für andere da.
Im Gesellschaftsforum beteiligen ich mich nicht, weil ich kein Bock hab, auseinandergenommen zu werden.
Die Anmerkungen von
@Santino sind nicht völlig aus der Luft gegriffen und ich würde dir ans Herz legen, sie vielleicht mit etwas Abstand nochmal zu lesen und in aller Ruhe zu reflektieren.
Du hast dahingehend Recht, dass du natürlich hier viel teilst über deine Freizeit und allgemeine Themen. Das kann man, finde ich, nicht einfach an der Anzahl der Posts über dieses und jenes festmachen.
Dennoch ist es auch die Intensität mit welcher du speziell Probleme etc. beschreibst. Man merkt, finde ich, deutlich, wie sehr du dich mit deinen psychischen Problemen identifizierst, diese als Schutzwall verwendest und immer und immer wieder Eigeninitiative zugunsten von Fremdbestimmung aufgibst.
Aus so einer Situation heraus kann kein selbstständiger Mensch erwachsen, egal in welchem Berufsfeld. Du vermeidest eigene Entscheidungen, weil du die Meinung anderer (Ärzte, Freunde, Familie, Lehrer, Mitschüler, Forenmitglieder etc.) über alles andere stellst.
Bist du nun mit gegenteiligen Meinungen konfrontiert, versuchst du es allen Recht zu machen, was in der Regel nicht funktioniert... dann folgt die Flucht in die Krankheit.
Es ist gar nicht so lange her, da wurde ich dafür hier im Forum "zerissen" dafür, dass ich sagte, dass eine Krankheit wie ein warmer Mantel sein kann, der einen vor zu viel "kalter" Realität schützt. Rückschläge und Konflikte sind normaler Bestandteil im Leben... und zwar in jedem Leben. Du tutst dein Bestes, diese mit allen nur möglichen Mitteln zu vermeiden. Ironischerweise kommt es mir bei Menschen wie dir nicht selten so vor, als ob dann dafür ein Vielfaches der Energie aufgebracht wird, als für einen Konflikt oder einen "Rückschritt".
Viele hier im Forum mit identischer Philosophie versuchen dich genau in diesem Verhalten zu bestärken, doch tun sie dir auf lange Sicht keinen Gefallen damit.
Denn der "warme Mantel" wird schnell zur Gewohnheit. Legt man ihn einmal ab (oder ist sogar gezwungen das zu tun), ist selbst ein normales Klima unerträglich kalt und man bettelt geradezu darum, den Mantel wieder anlegen zu dürfen.
Dies tust du, indem du dich selber als völlig schwach darstellst... dein Beispiel mit dem nackten Vögelchen im Nest ohne Kraft in den Flügeln ist für eine 18-Jährige mehr als verstörend, wenn ich das so sagen darf, zumal ich, da wiederhole ich mich, das Gefühl habe, dass es bei dir eher in die falsche Richtung geht. Du gibst immer mehr Verantwortung für dich selber ab, lässt deine Eltern immer mehr statt weniger in dein Leben, rechtfertigst dich und verzweifelst schließlich.
Gleichzeitig hast du diesen starken Impuls, anderen beistehen zu wollen, ihnen etwas Kraft und Resourcen abzugeben. Das in allen Ehren, doch mit welcher Kraft? Und wenn diese Kraft vorhanden ist, warum verwendest du sie nicht für dich selber, wo sie defakto am effektivsten wäre, denn eine gesundende statt stärker kränkelnde
@Kampfmaus könnte wesentlich länger und besser auch anderen helfen.
Denke mal in Ruhe über @Santinos Beitrag nach... er gehört mit zu dem Besten, was hier bisher geschrieben wurde, wenn man die Essenz an sich heranlässt.