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Geld verleihen an Mutter

Ja, ich kann die Mutter auch irgendwie ganz gut verstehen.
Ok, das hin und her ist vielleicht nervig und doof...
Aber es ist ihre Sache.
Es betrifft dich doch eigentlich gar nicht, Andreas.
Oder sehe ich das falsch?
Du möchtest ihr nicht helfen, das ist dein gutes Recht, aber dann halt dich auch raus. Mit ihr in Kontakt zu bleiben, einzig damit du alles mitbekommst (und das hast du selbst so ähnlich geschrieben) damit du dich über sie lustig machen und hier über sie schimpfen kannst, finde ich ziemlich daneben.
Ok, sie hat sich vielleicht als Mutter ziemlich mies benommen...
Wenn du ihr das nicht verzeihen kannst dann sag ihr das und beende den Kontakt.
Das was du ihr machst finde ich nicht ok. Und je mehr ich hier davon lese, desto mehr tut mir die Mutter leid.
Warum musst du so darauf rumeiten, dass sie von Hartz4 lebt und ihr Geld für ihre Tiere ausgibt?
Da scheint vieles noch im argen zu liegen zwischen euch.

Ja ich glaube, dass zwischen meiner Mutter und mir vieles im Argen liegt.

Das liegt daran, dass ich gerne die Vergangenheit abhaken möchte und ein stabiles Verhältnis mit meiner Mutter möchte. Kein so enges wie andere Kinder mit ihren Eltern wollen, weil ich eben bei meinen Großeltern aufgewachsen bin, aber ich hab eigentlich immer versucht meine Mutter als eine Art Schwester zu sehen.

Die Beziehung zu meiner Mutter leidet darunter, dass meine Mutter die Vergangenheit nicht ruhen lassen kann und massiv gegen meine Großmutter hetzt, aber auch gegen den Rest der Verwandschaft. Generell hetzt meine Mutter gegen alles, gerne auch gegen Minderheiten, Juden, Ausländer etc.

Das war aber dennoch nie für mich ausreichend um den Kontakt zu beenden. Ich habe ihn mit der zeit eben nur stark reduziert, so dass wir jetzt nur noch einmal die Woche miteinander telefonieren.

Wenn der Eindruck entsteht, dass ich auf etwas rumreite, dann weil meine Mutter mir dies schwerpunktmäßig erzählt. Wenn wir eine Stunde telefonieren besteht ihre Redeanteil aus 50% Hausverkauf und Wohnungssuche und 50% Tiere und Hartz 4.

Ob ich ihr verzeihe ist sekundär, sie kann sich selber nicht verzeihen. Und ich will und kann ihr nicht sagen, dass ich sie als Mutter liebe, weil sie eben nie meine Mutter war.
 
Ich würde den Kontakt zur Mutter reduzieren und auch nur kürzer mit ihr telefonieren.
Sage ihr.. dass es dich sehr stört..wenn sie gegen andere Leute hetzt.... und du dir solch einen Müll nicht anhörst.....
Wenn Sie mit dem Lästern gegen Andere trotzdem nicht aufhört...würde ich den Telefonhörer auflegen.

Vermutlich haben schon ihre Eltern gegen andere Leute gelästert.
Solch ein Verhalten finde ich grausig ...wie in der NS Zeit.
 
Die Lage eskaliert jetzt erwartungsgemäß.

Meine Mutter ist so gut wie pleite und findet keine Wohnung. Mit ihrem aktuellen Makler ist sie zerstritten und würde am liebsten den Maklervertrag kündigen.

Eine Wohnung mieten kann sie nicht, da sie kein ausreichendes Einkommen hat und eine Wohnung kaufen kann sie nicht, weil sie den Verkaufserlös des Hauses nicht vor Übergabe des Hauses erhält. Übergangskredite erhält sie als Hartz 4 Empfängerin eh nicht.

Ich habe mit einem befreundeten Makler gesprochen, der mich darin bestätigte.

Er schlug folgende Lösungen vor:

Möglichkeit 1 (Mietwohnung über mich + anschließend Hausverkauf)
  • Meine Mutter und ich suchen ihr eine Mietwohnung, die ich für sie miete (Mietkosten strecke ich vor. Mietwohnung müsste ich laut Makler leicht finden, da ich Beamter bin)
  • Erst dann unterschreibt meine Mutter den Vertrag zum Hausverkauf und verkauft das Haus wie geplant mit dem vorhandenen Makler und Notar (zur Unterschrift und zum Notar gehen wir gemeinsam hin)
Möglichkeit 2 (Hausverkauf + Zwischenlösung + Wohnungskauf)
  • Meine Mutter verkauft das Haus wie geplant mit dem vorhandenen Makler und Notar (zur Unterschrift und zum Notar gehen wir gemeinsam hin)
  • Meine Mutter zieht in eine vorübergehende Unterkunft (z.B. Hotel)
  • Dann kann meine Mutter mit dem Verkaufserlös eine neue Wohnung kaufen
Möglichkeit 3 (Kündigung des Maklers und vorerst kein Verkauf)
  • Meine Mutter kündigt den Maklervertrag schriftlich und sagt auch dem Notar ab
  • Dann entstehen Kosten für bisherigen Tätigkeiten, die zu tragen sind (vermutlich einige tausend EURO), die meine Mutter nicht zahlen kann. Vermutlich würde hier eine Klage des Maklers folgen. Fraglich, was der Makler einklagen kann, da meine Mutter außer dem Haus nichts hat und Hartz 4 bezieht.
  • Meine Mutter verkauft ihr Auto, gibt Haustiere ab und reduziert ihre Ausgaben so weit, dass sie weiter im Haus leben kann
Alle drei Lösungen gefallen meiner Mutter nicht - oh Wunder.

Ich habe meiner Mutter angeboten, sie bei Notar- und Maklerterminen zu begleiten. Ich weiß aber nicht wie weit ich sonst mitmachen will.
Auf keinen Fall möchte ich, dass meine Mutter übergangsweise (Lösung 2) bei mir wohnt, weil ich Angst habe, dass sie dann nie wieder auszieht. Sie müsste in ein Hotel, wogegen sie sich mit Händen und Füßen wehrt.
Einlassen würde sich meine Mutter eher auf Lösung 1, dann würde ich aber als Mieter auftreten und wir wären so aneinander gebunden, was ich eigentlich nie wollte.

Letztlich ist es gekommen wie vor 2 Jahren vorhergesagt habe. Meine Mutter hat alle meine Ideen nicht gewollt und sich jetzt mit Anlauf in die Sche*ße geritten und ist vollkommen verzweifelt.
 
Variante 1 würde ich mir an deiner Stelle wirklich gut überlegen. Wenn du für sie die Wohnung mietest, bist auch du verantwortlich für die Wohnung. Wenn sie diese dann verkommen lässt, musst du zahlen. Und was machst du, wenn sie dir die Miete nicht zurücküberweist? Spätestens, wenn das Geld vom Haus weg ist (was mitunter schnell der Fall ist, wenn sie so schlecht mit Geld umgehen kann, zumal HartzIV dann erst mal weg fällt), wird es da Zoff geben.

Am ehesten wäre wohl Variante 2 was. Allerdings wirst du die Hotelkosten da wohl vorstrecken müssen und das Geld würde ich innerlich besser schon mal abschreiben...
 
Zu Nr. 2.
Wäre eine Wohnung zum Kauf schon in Aussicht? Wenn nicht, wäre ein Hotel o.ä. doch viel zu teuer. Ihr Besitz müsste ja auch in eine Art Lager Halle, welches auch Geld kostet.

Deine Mutter müsste endlich mal die Konsequenzen ihrers Nichthandelns zu spüren bekommen. Geliefert wie Bestellt.
Das einzige was du tun sollst, wäre die Tiere zu dir nehmen, die können ja nichts für ihr Frauchen.
 
Huhu,

Ich habe seinen Beitrag überflogen und ich bin folgender Meinung.

Ich verstehe, du möchtest deiner Mutter helfen und es ist sehr herzlich von dir, dass trotz allen Problemen zwischen euch, du noch ihr eine Hand geben möchtest.

Jedoch sehe ich auch, dass es sehr wichtig ist, dass du auf dich und deine Grenzen achtest deiner Gesundheit zuliebe.

Deine Mutter muss dir irgendwie entgegen kommen. Ich sehe, man sollte ihr Hilfe ZUR SELBSTHILFE leisten.

Ich habe etwas ähnliches mit meiner Mutter erlebt. Sie hat sich bei mir immer Emotional ausgekotzt, hat mich sehr schlecht behandelt, mich manipuliert, um mir schlechtes Gewissen einzureden. Sie wahr wirklich ein "emotionales Vampir". Aber ich dachte immer, sie ist meine Mutter und es ist meine Pflicht da zu sein.

Irgendwann wurde ich psychisch krank. Nicht nur wegen meiner Mutter. Da gab es viel andere Sachen. Irgendwann bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass ich nicht verpflichtet bin, den Kontakt zu halten, solange man mir nicht mit Respekt und auf Augenhöhe begegnet. Familie zu sein ist kein angeborenes Privileg aus meiner jetzigen Sicht, sondern man muss sich den Platz in der Familie auch verdienen.

Anyways. Ich habe schweren Herzens den Kontakt mit meiner Mutter abgebrochen. Aber davor habe ich ihr geschrieben, wie sehr sie mich verletzt hat und dass nie ein entgegekommen von ihrer Seite gab. Ich war immer an alles schuldig dran. Es war aus ihrer Augen meine Pflicht für ihr Glück zu sorgen.

Ich schrieb aber auch, dass wenn sie irgendwann bereit ist mit mir wie zwei Erwachsene zu kommunizieren, würde ich uns eine zweite Chance geben. Und sie müsse sich auch einen Therapeuten suchen.

Sie hat sich kaum geändert. Und es ist skaliert in dem ich ein ganzes Jahr den Kontakt abbrechen musste. Irgendwann fing langsam wieder den Kontakt an und diesmal habe ich gemerkt, sie hatte in der Zeit sehr viel reflektiert und hat sich Hilfe gesucht und wollte sich entschuldigen. Ab dem Moment merkte ich, da hat sich was bei ihr bewegt und sie ist bereit auch bei sich die Probleme zu suchen.

Übertragen auf deinen Fall. Ich denke dass deine Mutter vielleicht auch so einen "Schubs" vom Leben braucht, um anzufangen dir entgegenzukommen. Menschen sind leider so, dass wenn sie nicht vom Leben eine richtig auf die zwölf bekommen, sehen sie nicht die Notwendigkeit die Komfort-Zone zu verlassen. Unbewusst weisst vielleicht deine Mutter, dass du immer da sein wirst und dich um alles kümmerst.

Dazu finde ich (meiner Meinung), dass man von Hartz 4 problemlos Leben kann, wenn man die Ansprüche runterschraubt. Ich selber lebe vom Hartz 4 (bin durch meine Psyche leider vorübergehend erwerbsunfähig) und mir reicht das Geld vollkommen. Dazu muss ich sagen, dass ich in HH wohne. Ich gehe zur Tafel, habe Klammoten vom Second Hand Laden, habe eine Mitgliedschaft in der Bibliothek hier und kann Bücher, Filme, Musik ausleihen. Etc.

Etwas, was ich für unmöglich gehalten hätte, da ich damals als Ingenieur mir eine goldene Nase verdient habe. Aber es geht. Ich bin das beste Beispiel dafür.

Dann muss sich deine Mutter von den Haustieren verabschieden oder vielleicht nur eins behalten.

Wenn es ihr psychisch nicht gut geht, dann soll sich professionelle Hilfe suchen. Zur soziopsychologischen Dienst gehen.

Ich würde an deiner Stelle deswegen, sie etwas zappeln lassen, bis der Druck so groß bei ihr ist, dass sie nachgibt. Nur so kannst du meines Erachtens sie zu ihrem Glück verhelfen. Sonst wird sich nichts am Status quo ändern.

Ich wünsche dir viel Kraft

LG

David
 
Hallo Andreas,

bei Möglichkeit 1, wenn der MV über dich läuft, würdest du direkt mit drin stecken.
Du schreibst in deinem Eröffnungsbeitrag aber das hier:
Das schlimmste ist, dass ich mich in den letzten 1-2 Jahren recht gut von meiner Mutter distanzieren konnte und weg davon gekommen bin, dass sie mich täglich anruft. Jetzt baut sie den alten Druck wieder auf und ruft oft an um mir zu sagen wie schlimm und finanziell eng es bei ihr aussieht.
Nach dem was du schreibst, wäre mir Möglichkeit 1 zu unsicher. Was wäre, wenn sie das Haus dann doch nicht verkauft? Durch die Wohnung seid ihr dann aneinander gebunden.

Möglichkeit 2: Ein Hotelzimmer wird recht teuer sein und das hier...
Auf keinen Fall möchte ich, dass meine Mutter übergangsweise (Lösung 2) bei mir wohnt, weil ich Angst habe, dass sie dann nie wieder auszieht.
... kann ich verstehen. Würde ich in deinem Fall auch nicht wollen.

Im Endeffekt muss deine Mutter entscheiden. Du musst nur wissen, ob Möglichkeit 1 für dich überhaupt eine Möglichkeit wäre.
 
Zu Nr. 2.
Wäre eine Wohnung zum Kauf schon in Aussicht? Wenn nicht, wäre ein Hotel o.ä. doch viel zu teuer. Ihr Besitz müsste ja auch in eine Art Lager Halle, welches auch Geld kostet.

Deine Mutter müsste endlich mal die Konsequenzen ihrers Nichthandelns zu spüren bekommen. Geliefert wie Bestellt.
Das einzige was du tun sollst, wäre die Tiere zu dir nehmen, die können ja nichts für ihr Frauchen.

Meine Mutter könnte
1. den Vertrag zum Hausverkauf unterschreiben
2. Laut Makler hat sie dann erfahrungsgemäß ca. 6 Wochen Zeit bis Kaufpreis und Hausübergabe fällig sind
3. In diesen 6 Wochen kann sie eine neue Wohnung suchen. Viel früher würde laut Makler keinen Sin machen, da ein potenzieller Wohnungsverkäufer den Hausverkaufsvertrag vermutlich sehen will um sicher zu gehen, dass meine Mutter den Kaufpreis zahlen kann.
4. Ebenfalls in diesen 6 Wochen muss das Haus räumen, Möbel entsorgen bzw. was sie behalten will, kann sie bei mir unterstellen.
5. Spätestens einen Tag vor Übergabedatum zieht sie in ein Hotel. Ein Hotel kostet so zwischen 1.800 bis 2.000 € im Monat. Also ja ist teuer, aber das ist alles Nebensache, da der Verkaufspreis des Hauses wirklich gut ist.
6. Die Tiere könnten teilweise bei einer Freundin und soweit nicht möglich beim Tierarzt untergebracht werden. Tierarzt will 10 € pro Tag für die Unterbringung.

Die Herausforderung wird nur (wie du sagst) sein, dass der Hotelaufenthalt kurz sein sollte. Das wird primär auch davon abhängen, ob meine Mutter bereit ist, kurzfristig eine Wohnung zu kaufen. Sprich sie darf nicht wie bisher zu wählerisch sein. Aber der Druck liegt dann nicht bei mir sondern ihr.
 

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