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Geld verleihen an Mutter

Vorneweg: lest hier bitte nur weiter wenn ihr Interesse habt. Mir hilft es die Beziehungsschritte zwischen meiner Mutter und mir wie in einem Tagebuch zu verschriftlichen, deswegen werde ich das Thema weiter führen.

Viel geschehen ist inzwischen eigentlich nicht. Meine Mutter hat zwar jetzt wohl einen Makler und Käufer. Der Käufer hat auch den benötigten Kredit von seiner Bank und alle warten jetzt darauf, dass meine Mutter bereit ist zum Notar zu gehen. Will sie aber nicht.

Sie will das Haus nicht verkaufen bevor sie eine Wohnung hat. Einerseits verständlich, andererseits hat sich meine Mutter ungefähr 2 Dutzend Wohnungen angesehen und keine gefällt ist. Der Prozess zieht sich seit 2 Jahren. Gefühlt würde ich behaupten, sie sucht immer nur Ausreden.

Jetzt hat sie ihr letztes Geld für Tierarztbesuche mit ihren Kaninchen und Meerschweinchen ausgegeben. Sie hat sich über Ebay ein neues Meerschweinchen gekauft, welches wohl trächtig war und nun hat sie wieder einen ganzen Zoo Tiere.

Grundsteuer und Versicherung für das Haus wird sie nicht zahlen können. Die Rate für ihr neues Auto ist vielleicht noch 2-3 Monate zahlbar.
Sie hat jetzt ihre einzige engere Freundin um Geld gebeten. Naja indirekt, so wie sie mich um Geld bittet, nach dem Motto "mir geht es so schlecht, wenn mir nur jemand finanziell helfen würde....." gefolgt von "eigentlich will ich garnicht mehr leben. Wäre doch besser wenn ich weg wäre". Also kurz formuliert: Gib mir Geld oder ich bring mich um.

Ich kann hier halt nicht aus meiner Haut und ich fühle mich jedes mal nach Gesprächen mit meiner Mutter 1-2 Tage lang schlecht. Nicht weil ich ein schlechtes Gewissen habe, sondern weil ich mich emotional gestresst und erpresst fühle.

Ich hatte meiner Mutter angeboten, ihr beim Umzug zu helfen und bei der Geldanlage. Beides bereue ich jetzt schon im Vorfeld. Meine Mutter jammert mir heute noch vor, dass meine Oma ihr nicht "genug geholfen" habe. Meine Oma hat mit 70 Jahren (!) noch bei meiner Mutter in der Wohnung Fliesen gelegt und tapeziert, ganz zu schweigen davon, dass ein Großteil des Geldes für das Haus aus dem vorzeitigem Erbe kam.

Ich empfinde meine Mutter als extrem egozentrisch und undankbar. Für alles in ihrem Leben gibt sie Anderen die Schuld - dabei auch nahestehenden Personen, die ihr helfen.
 
Ich bin in keiner laufenden Therapie. Die bisherigen Gespräche haben mit meinem Hausarzt stattgefunden, der mir lediglich angeboten hat bei weiterem Bedarf einen Therapeuten zu suchen.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass es bei mir längst Klick gemacht hat. Deswegen habe ich den Kontakt mit meiner Mutter seit jetzt seit rund 1,5 Jahren deutlich reduziert. Es hilft mir aber in der Tat sehr dieses Tagebuch zu führen, insbesondere wenn man etwas aufregt.

Die Situation um meine Mutter finde ich interessant. Auch weil ich dabei einiges lerne. Ich war bei einem Rentenberater und bei einem Makler. Beides kannte ich noch nicht. Ich finde es auch spannend wie man ein Haus verkauft. Und meine Mutter ist mir eine Lehre. Ich versuche immer drei Schritte voraus zu sein, habe meistens einen Plan B und C. Also genau das Gegenteil von meiner Mutter, die immer viel zu spät irgendwas macht.

Ich habe die Tage eine Folge Miraculous Ladybug gesehen. Eine Zeichentrickserie, die meine Gefühlswelt peinlich genau trifft als die Hauptfigur der Serie sagt, dass sie an Beziehungen scheitert, weil sie versucht diese genaustens vorauszuplanen. Ich bin fantastisch gut bei planbaren Dingen. Ich war in der Schule gut, im Job, bei der Geldanlage und ich habe sogar Garten- und Fittnespläne. Menschen und menschliche Beziehungen kann man aber nicht planen.

Auch habe ich durch meine Mutter gelernt, dass man das Mindset eines Menschen nicht ändern kann, vor allem nicht im Alter. Und ich hoffe, dass wir alle auch mit fortschreitendem Alter geistig flexibel und open minded bleiben.

Meine Mutter hasst z.B. Homosexualität. Eigentlich garkein Thema, da ihr Homosexualität kaum begegnet. Aber ich finde meine Mutter so verbohrt, wie sie auf Minderheiten rumhackt und sie sprüht geradezu Gift um sich und gibt allem und jedem Schuld.

Ich möchte nicht so werden. Ich möchte auch mit 90 noch andere Menschen mögen, auch die, welche anders sind. Vielleicht schreibe ich ja irgendwann ein Buch darüber, dass Hass gegen Andere, vor allem den trifft, der hasst.
Nimm das blöde Geschwätz deiner Mutter z.B. wegen Homosexualität bloss nicht ernst.
In ein Ohr rein...in das andere Ohr raus.
Es wird sinnlos sein mit ihr darüber zu diskutieren.
 
Deine Mutter könnte doch das Haus verkaufen und ein lebenslanges Wohnrecht behalten.

Natürlich könnte sie das.
Sie hätte diverse Möglichkeiten:
- Haus verkaufen und in Mietwohnung ziehen
- Haus verkaufen und in Eigentumswohnung ziehen
- Haus/Vermögen an mich gegen Unterhalt überschreiben
- Teilverkauf des Hauses und den verkauften Anteil Mieten
- Verkaufen mit lebenslangem Wohnrecht

Sie findet halt für jede Möglichkeit Gründe, warum es "nicht geht".
 
Deine Mutter könnte doch das Haus verkaufen und ein lebenslanges Wohnrecht behalten.
na ob man da dann einen Käufer finden würde...das bezweifle ich eher.

Ich glaube, das Problem ist halt eher, dass die Mutter generell einfahc nicht handelt: Sie wird nicht aktiv- in keiner Weise. Und sie scheint da auch garnicht nach vorne zu denken. Also offenbar fehlt es bei ihr daran, sich über die Konsequenzen ihres handelns gedanken zu machen.
Sie macht es einfach nicht....egal was: Sie scheint zu planen, es zu tun, aber sie kommt nicht in die Pötte.
Und das ist hefitg von außen zu beobachten.
Andreas, was sagt denn Deine Mutter, wenn Du ihr vorschlägst, sie soll das Haus halt zu einem Termin verkaufen, der weiter weg liegt: Also sagen wir mal zB zum 1.7.. Dann würde sie ja JETZT Kohle bekommen und könnte sich die entsprechende Wohnung leisten und hätte aber noch genug Zeit.
Was sagt sie überhaupt, wenn man sie knallhart auf Realitäten festnagelt?


Ich kann so verstehen, wie Dir zumute ist. Wäre es eine Alternative für Dich, sie einfach komplett auflaufen zu lassen? Denk den Gedanken doch mal zuende. Was genau würde in Dir passieren, wenn Du ihr sagen würdest: Mutter, ich kann das so nicht mehr ertragen. Wenn Du willst, dass ich Dir beim Mietvertrag oder beim Notar helfe, dann mache ich das, aber bitte ruf mich erst wieder an, wenn Du einen Notartermin oder einen Mietvertrag hast. Bei allem anderen kann ich Dir nicht helfen.

und das dann durchziehen.
Wie wäre das für Dich? Wäre das machbar und wenn nicht, was fesselt Dich?
Ich kann das schwer einschätzen, ob dir so eine "Radikalkur" gut täte, aber wie fühlt sich das für Dich an?
 
na ob man da dann einen Käufer finden würde...das bezweifle ich eher.

Ich glaube, das Problem ist halt eher, dass die Mutter generell einfahc nicht handelt: Sie wird nicht aktiv- in keiner Weise. Und sie scheint da auch garnicht nach vorne zu denken. Also offenbar fehlt es bei ihr daran, sich über die Konsequenzen ihres handelns gedanken zu machen.
Sie macht es einfach nicht....egal was: Sie scheint zu planen, es zu tun, aber sie kommt nicht in die Pötte.
Und das ist hefitg von außen zu beobachten.

Danke, ja, genau so ist es. Es ist wie einem Autounfall in Zeitlupe zuzuschauen.

Andreas, was sagt denn Deine Mutter, wenn Du ihr vorschlägst, sie soll das Haus halt zu einem Termin verkaufen, der weiter weg liegt: Also sagen wir mal zB zum 1.7.. Dann würde sie ja JETZT Kohle bekommen und könnte sich die entsprechende Wohnung leisten und hätte aber noch genug Zeit.
Was sagt sie überhaupt, wenn man sie knallhart auf Realitäten festnagelt?

Haben der Makler und ich ihr bereits vorgeschlagen. So dass sie dann in dem Beispiel ein halbes Jahr Zeit hätte eine Wohnung zu finden. Will meine Mutter nicht. Sie sagt, sie unterschreibt den Verkauf "nicht eine Sekunde bevor sie sicher weiß in welche Wohnung sie ziehen wird".

Natürlich erschwert das die Wohnungssuche, da sie keinem Vermieter oder Verkäufer ein potenziellen Wohnung ausreichendes Einkommen und Vermögen vorlegen kann. Sie muss immer sagen "Geben sie mir die Wohnung, ich zahle später wenn ich das Haus verkauft habe".
Und eine Zwischenfinanzierung von der Bank kriegt sie nicht.

Ich kann so verstehen, wie Dir zumute ist. Wäre es eine Alternative für Dich, sie einfach komplett auflaufen zu lassen? Denk den Gedanken doch mal zuende. Was genau würde in Dir passieren, wenn Du ihr sagen würdest: Mutter, ich kann das so nicht mehr ertragen. Wenn Du willst, dass ich Dir beim Mietvertrag oder beim Notar helfe, dann mache ich das, aber bitte ruf mich erst wieder an, wenn Du einen Notartermin oder einen Mietvertrag hast. Bei allem anderen kann ich Dir nicht helfen.

und das dann durchziehen.
Wie wäre das für Dich? Wäre das machbar und wenn nicht, was fesselt Dich?
Ich kann das schwer einschätzen, ob dir so eine "Radikalkur" gut täte, aber wie fühlt sich das für Dich an?

Eigentlich mache ich das bereits, wenn auch nicht gaaaanz so drastisch. Ich habe den Kontakt auf ein Telefonat die Woche reduziert und gebe auch keine Ratschläge mehr sondern sage nur "Das ist deine Entscheidung, mach was du willst". Je nach Verlauf des Telefonates, beende ich es auch sehr kurzfristig. Ich glaube noch radikaler würde mir nicht helfen, weil ich dann umgekehrt auch neugierig wäre, wie es weitergeht.
 
Und lustig weiter geht die Geschichte.

Nachdem nun ein Käufer gefunden wurde und alle Beteiligten im ersten Gespräch dem Verkauf des Hauses unter Anwesenheit des Maklers zugestimmt haben, hat der Käufer nun einen Kredit bei seiner Bank beantragt und auch erhalten. Der Makler hat einen Kaufvertrag erstellt und einen Notartermin gemacht.

Nun hat sich meine Mutter aber umentschieden und weigert sich doch zu verkaufen. Sie würde gerne noch "mindestens ein Jahr im Haus bleiben bis sie in Rente geht".

Makler und Käufer sind jetzt beide sauer auf meine Mutter. Der Makler meint zudem, meine Mutter habe ihn beauftragt und wenn sie sich jetzt umentscheidet wird er ihr die bisher entstanden Kosten in Rechnung stellen.

Meine Mutter kann indes weder diese Kosten zahlen, noch die Grundsteuer oder die Versicherung für ihr Haus. Ihr letztes Geld hat sie für einen Tierarztbesuch von 250 € ausgegeben und wartet jetzt auf die nächste Hartz 4 Zahlung, damit sie zumindest wieder Lebensmittel kaufen sowie Strom und Heizung bezahlen kann.

Meine Mutter meint, man könne ihr ja nichts tun. Also auch wenn sie die Schuld an den Makler oder ihre Grundsteuer nicht zahlt, könne man ihr ja nichts pfänden.
 

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