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Allerheiligen

Ich finde es schön, wenn an einem ruhigen Feiertag in besinnlicher Atmosphäre an die Grenzen des erfahrbaren Lebens gekratzt wird und es uns bewußt wird, dass das Leben nicht nur aus Profanitäten wie Bundesliga, Sauerkraut und Börsenkursen besteht.

Und so ein naturverbundener ruhiger Friedhof ist mir lieber als eine laute stressige Verkaufsmeile mit gehetzten Leuten.
 
A

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Re: Allerheiligen
Hallo Manesse,

schau mal hier:
Allerheiligen. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Und so ein naturverbundener ruhiger Friedhof ist mir lieber als eine laute stressige Verkaufsmeile mit gehetzten Leuten.

Dem stimme ich sehr zu!
Und auf einem Friedhof habe ich noch niemals gehetzte Leute gesehen, die da zu den Gräbern "hinrennen", wie man immer mal wieder lesen darf.

Ich frage mich, ob da bei diesen Sticheleien nicht das schlechte Gewissen darüber spricht, dass einem die Gräber so egal sind?

Und so möchte man es gerne so hindrehen, als ob jenen Menschen, die die Gräber ihrer verstorbenen Verwandten oder Freunde pflegen, diese Verstorbenen ganz egal seien. Und als ob jene Menschen, die Gräber NICHT pflegen, die moralisch besseren Menschen seien.

Paradox!
 
Allerheiligen ist ein großer Feiertag und arbeitsfrei in Österreich.
Wir begehen ihn immer festlich mit einem Besuch am Friedhof.

Ein Feiertag in ganz Österreich und ganz Frankreich - und auch in vielen anderen Ländern.
Und in einer Reihe von deutschen Bundesländern.
Ich hab im Moment gerade nicht im Kopf, in welchen, und in welchen nicht.
Nur eines weiß ich auswendig: In Hessen, das an Ba-Wü angrenzt, ist es kein Feiertag.
Und so gehen viele Baden-Württemberger, die in Grenznähe wohnen, an diesem Tag in Hessen einkaufen.

🙂
 
In dem ehemaligen Bauerndorf, aus dem meine Mutter jommt und meine Oma begraben liegt, gab es als ich noch ein Kind war immer sehr kuriose Sachen zu sehen auf dem Friedhof, ob das heute noch so ist, weiß ich nicht, vielleicht meiner von euch, es war in Franken, Nähe Eichstätt.
Damals wurde die gute schwarze gekaufte Friedhofserde (nicht die gewöhnliche braune) durch ein Küchensieb gesiebt, das ja alle Kleinteile draussen sind, dann wurde mit Zollstock und Holzlatten geometrische Muster in verschiedenen Höhenstufen in die Erde gemacht und geglättet, dann mit einem Löffel exakt das Loch ausgegraben in das die Pflanze gepasst hat, diese wurden in geometrischen Mustern über das Grab verteilt, zu guter Letzt würde wieder geglättet, keine Pflanze dürfte eine Erhebung oder eine Kuhle Erde aussen herum aufweisen.
Und das war immer so, nicht nur an Allerheiligen.
Und zum Abschluss wurde ein Rundgang über den Friedhof gemacht, alle anderen Gräber begutachtet, sich das Maul zerrissen über die weniger prachtvollen, und wenn eines dann doch schöner war als das eigene, dann ging der Zauber von vorne los
Das konnte gut insgesamt bis zu oder tw. über 6 Stunden dauern, gerne verteilt auf 2 Tage. Und nach jedem Wind, oder Regen musste man nachschauen, welke Blüten aussortieren, und glätten, glätten, glätten.

Ich fand das das schon super aussah, aber der Aufwand und die Motivation dahinter, sehr fragwürdig.
 
In dem ehemaligen Bauerndorf, aus dem meine Mutter jommt und meine Oma begraben liegt, gab es als ich noch ein Kind war immer sehr kuriose Sachen zu sehen auf dem Friedhof, ob das heute noch so ist, weiß ich nicht, vielleicht meiner von euch, es war in Franken, Nähe Eichstätt.
Damals wurde die gute schwarze gekaufte Friedhofserde (nicht die gewöhnliche braune) durch ein Küchensieb gesiebt, das ja alle Kleinteile draussen sind, dann wurde mit Zollstock und Holzlatten geometrische Muster in verschiedenen Höhenstufen in die Erde gemacht und geglättet, dann mit einem Löffel exakt das Loch ausgegraben in das die Pflanze gepasst hat, diese wurden in geometrischen Mustern über das Grab verteilt, zu guter Letzt würde wieder geglättet, keine Pflanze dürfte eine Erhebung oder eine Kuhle Erde aussen herum aufweisen.
Und das war immer so, nicht nur an Allerheiligen.
Und zum Abschluss wurde ein Rundgang über den Friedhof gemacht, alle anderen Gräber begutachtet, sich das Maul zerrissen über die weniger prachtvollen, und wenn eines dann doch schöner war als das eigene, dann ging der Zauber von vorne los
Das konnte gut insgesamt bis zu oder tw. über 6 Stunden dauern, gerne verteilt auf 2 Tage. Und nach jedem Wind, oder Regen musste man nachschauen, welke Blüten aussortieren, und glätten, glätten, glätten.

Ich fand das das schon super aussah, aber der Aufwand und die Motivation dahinter, sehr fragwürdig.
Jap. War bei uns (Allgäu) auch so.
Habe einmal meiner Mutter bei der Anpflanzung geholfen und sie hat alles nochmal gemacht weil es nicht schön genug war.
Ganz genau. Schwarze, gesiebte Erde, Stufen und Muster darin, geometrisch angepflanzt.
Ganz so akkurat wird das bei den meisten heute nicht mehr gemacht.
Auch die teuren Grabgestecke beim Gärtner werden immer weniger gekauft. Eher was kleines, evtl. sogar vom Supermarkt.
Andere Leute-und das werden immer mehr- lassen die Gräber auch gleich vom Gärtner rundumbetreuen. 3mal jährlich Anpflanzung und Giessen im Sommer...die Gärtner haben gut zu tun.
 
Selber bin ich gar kein "Friedhofsgärtner".
Ich persönlich habe keine Gräber, die ich versorgen müsste.
Drum kann ich auch ganz unbefangen über diesen schönen Brauch reden.

Ich genieße den schönen Anblick vieler bunter Blumen und der Laternen, die in der Dunkelheit leuchten, so wie ich das auch als Kind getan habe.

Ich "kontrolliere" keine Gräber, ob sie auch schön genug sind.
Und ich wüsste auch nicht, dass früher mal die Gräber meiner Verwandten von jemanden "kontrolliert" und schlechtgeredet worden wären.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann geht man an einem Tag hin und kann den Rest des Jahres weiterleben. Weiß auch nicht, wieso mir der Gedanke gerade kam

Dieser Gedanke ist mir sehr fremd.
Ich gehe auch unterm Jahr ab und zu gerne mal auf einen Friedhof, egal wann.
In der Allerheiligenzeit gehe ich aber stets auf Friedhöfe.
Nicht weil mir jemand sagt, ich müsste das tun.
Sondern ganz einfach deswegen, weil sie dann eindeutig am schönsten sind.
 

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