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Das Märchen der Chancengleichheit, Vergleiche und Selbstmitleid

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Deine Aussage macht doch keinen Sinn. Das Kind hat doch schlechtere Chancen wenn es im Elternhaus falsch geprägt wird.
Und als ob alle Eltern der Arbeiterklasse so denken. Die meisten wollen sicher das es die kids mal besser haben.
Nur weil ein Vater das mal sagt heißt das doch nicht das die Mehrheit so denkt.

Klar wollen Eltern aus dem Präkariat das beste für ihre Kinder... nur ist ihre Denke geprägt von der Verachtung gegenüber Bildung und somit indirekt Aufstieg.
Und natürlich ergibt das Sinn. Der Stolz eines Menschen ist seine Burg. Menschen aus den unteren Schichten haben es schwer. Man baut Trotz auf. Gerade der Glaubenssatz "ehrlich und durch Fleiß" sein Geld zu verdienen hält sich hartnäckig, als ob das Akademiker nicht täten. Er ist tröstlich und wertet die eigene Existenz als "ehrliches Individuum" auf.

Das findest du, wie bereits gesagt, nicht nur beim Thema Bildung.

- Aktien und profitable Geldanlage gelten als Teufelszeug... vor allem bei Ärmeren
- Fremdes wird misstrauisch bis ablehnend beäugt, statt offen neugierig
- Es werden schwer erreichbare Kreise geschaffen bis hin zur Abwandlung der Sprache zu kaum verständlichen sehr regionalen Dialekten

Ich bin selber in einer entsprechenden Umgebung aufgewachsen und konnte erst nach Grabenkämpfen mit meinen Eltern aufs Gymnasium und schließlich auf die Uni gehen, ohne jemals dafür von ihnen Unterstützung erfahren zu haben. Und ich hatte viele Freunde aus meinem Heimatort aus ähnlichen Elternhäusern, die sich schließlich dem Druck gefügt haben, teilweise auch gerne den einfacheren familienkonformen Weg einschlugen.

Auch dass es keine Chancengleichheit im eigentlichen Sinne gibt, ist mir wohlbewusst. Natürlich haben Kinder mit fördernden (nicht unbedingt reichen) Eltern mit Beziehungen bessere und vor allem mehr Chancen im Leben.

Doch der weit wichtigere Punkt ist, dass es diese Chancen für alle prizipiell gibt, nicht in Vielfalt und Qualität wie für die Oberschicht, doch da sind sie.

Was soll der Staat noch tun, außer Bildung weitgehend kostenlos zu gestalten, die Möglichkeit von Bafög anzubieten und gemeinnützige und private Stipendien zu fördern?
 
Und es gibt Typen, die 0 Bock haben, die verkaufen dann die vom Paps übernommene Firma an eine Heuschreckenfirma einfach samt der 200 Leute, die anschließend beim Arbeitsamt landen. Ist mir übrigens so passiert. Der und seine Schwester, die hatten 0 Bock auf Verantwortung, die führen ein Jetset Leben, chillen von A nach B und hauen die Kohle nur noch raus.

In D herrscht Chancengleichheit, wenn man Vitamin B hat. Ich kannte viele von der Schule, die hatten nur 5er auf dem Zeugnis, weil aber Dad ein hohes Tier auf dem hiesigen Amt seinerzeit war, haben die allesamt super Jobs bekommen und richtig Karriere gemacht. Andere, die sich wie blöd geplagt hatten, 0 Chance.

Natürlich wurden die Stellen öffentlich ausgeschrieben... 1x Lachen, danke.
 
Sry das macht einfach keinen Sinn was du schreibst.

Chancengleichheit wäre wenn jedes Kind die gleiche Chance hat z. B. Zu studieren.
Also es unabhängig davon ist aus welchen Elternhaus man kommt und wie viel die nun verdienen. Das Kind kann nichts dafür wo es geboren wird.
Grade bei Kinder wo die Eltern zweifelhafte Werte vermitteln muss man eigentlich eingreifen und versuchen da mal was richtig zu stellen und den Kindern Wege aufzeigen.

Und das es die chance prinzipiell gibt aber sie halt für die Oberschicht viel höher ist ist doch genau das was beklagt wird. Und was auch unfair ist im bildungssystem. Man wird in der Klasse gehalten in der sich die Eltern befinden. Es gibt ein paar außreißer nach oben oder unten.

Es hat auch jeder die Chance Milliardär zu werden. Nur leider nicht alle....

Du kannst als arbeiterkind fleißiger, intelligenter sein... Und trotzdem hat am Ende u. U. Das dümmere und nicht fleißige Akademiker Kind den bachelor und du eventuell nicht.

Bei genau gleicher Intelligenz, Fleiß... Hat dasas Akademiker Kind hat höhere Chance wie das arbeiterkind.

Also sind die Chancen nicht gleich. Somit ist bestätigt das es die Chancengleichheit im bildungssystem nicht gibt. Und es von extremer Relevanz ist in welcher Gesellschaftlichen Schicht man aufwächst.
 
Letztlich bleiben Kids der Unterschicht oder Mittelschicht einfach in der Versenkung, wenn Sie nicht unvorstellbare Leistungen erbringen und die besten der ganzen Schule sind. Wenn ich mir das Parteiheft angucke, alle Leute, die dort drin sind, sind alles Leute, die große Unternehmen haben oder Verwandt und Verschwägert sind. Leute von außen, die gibts nur bei der FWG.
 
Sry das macht einfach keinen Sinn was du schreibst.

Chancengleichheit wäre wenn jedes Kind die gleiche Chance hat z. B. Zu studieren.
Also es unabhängig davon ist aus welchen Elternhaus man kommt und wie viel die nun verdienen. Das Kind kann nichts dafür wo es geboren wird.
Grade bei Kinder wo die Eltern zweifelhafte Werte vermitteln muss man eigentlich eingreifen und versuchen da mal was richtig zu stellen und den Kindern Wege aufzeigen.

Und das es die chance prinzipiell gibt aber sie halt für die Oberschicht viel höher ist ist doch genau das was beklagt wird. Und was auch unfair ist im bildungssystem. Man wird in der Klasse gehalten in der sich die Eltern befinden. Es gibt ein paar außreißer nach oben oder unten.

Es hat auch jeder die Chance Milliardär zu werden. Nur leider nicht alle....

Du kannst als arbeiterkind fleißiger, intelligenter sein... Und trotzdem hat am Ende u. U. Das dümmere und nicht fleißige Akademiker Kind den bachelor und du eventuell nicht.

Bei genau gleicher Intelligenz, Fleiß... Hat dasas Akademiker Kind hat höhere Chance wie das arbeiterkind.

Also sind die Chancen nicht gleich. Somit ist bestätigt das es die Chancengleichheit im bildungssystem nicht gibt. Und es von extremer Relevanz ist in welcher Gesellschaftlichen Schicht man aufwächst.

Und was sollte nun der Staat deiner Meinung nach dagegen tun?
Arbeitern und Akademikern die Kids wegnehmen und neu mischen?
Dass sich eine gewisse "Brutpflege" auszahlt habe ich bereits geschrieben, du wiederholst es nur.

Die Denke in Dimensionen wie "Gut" und "Böse" oder auch "Fair" und Unfair" ist als Arbeiterkind hier schlicht eher hinderlich.
Man muss schauen wo man bleibt, die Chancen die man hat erkennen und nutzen.

Es ist schwerer aus dem Präkariat heraus, keine Frage, unmöglich, wie hier oft dargestellt, ist es keinesfalls.
 
Letztlich bleiben Kids der Unterschicht oder Mittelschicht einfach in der Versenkung, wenn Sie nicht unvorstellbare Leistungen erbringen und die besten der ganzen Schule sind. Wenn ich mir das Parteiheft angucke, alle Leute, die dort drin sind, sind alles Leute, die große Unternehmen haben oder Verwandt und Verschwägert sind. Leute von außen, die gibts nur bei der FWG.

Genau... ich bin zum Mond geflogen, habe das Meer geteilt, den Nahost Konflikt beendet, Biodiesel erfunden... und dann durfte ich endlich als Arbeiterkind an die Uni.

So wars und nicht anders.

Ne, ich habe einfach aufs Gymnasium gewollt und mithilfe meiner Lehrer und Großeltern meine Eltern überzeugen können.
Nach dem Abi habe ich mich auf ein Stipendium beworben, mich um einen günstigen Platz im Wohnheim für Studis bemüht, einen Nebenjob gehabt und das wenige Ersparte gut angelegt. Ansonsten habe ich die meiste Zeit während meines Studiums studiert. Ich war in keiner Fachschaft, selten im Uni-Sport, noch seltener im Urlaub. Auch Auslandssemester gab es aufgrund knapper Kasse nicht, stattdessen habe ich eher geschaut, gute Noten zu schreiben und in Regelstudienzeit zu bleiben.

Natürlich gäbe es da noch eine Sache zu erwähnen: Ich habe für mein Studienfach gebrannt, bereits zu Schulzeiten und tue es noch heute, sodass sich auch nach Rückschlägen Gedanken wie bei der TE in meinem Kopf nie ausgebreitet haben.

Alles in allem kein Hexenwerk.
 
Klar wollen Eltern aus dem Präkariat das beste für ihre Kinder... nur ist ihre Denke geprägt von der Verachtung gegenüber Bildung und somit indirekt Aufstieg.

Eine sinnlose, unbelegte und einfach mal in den Raum gestellte Behauptung. Der Rest sind auch nur ideologisch aufgeladene Vermutungen. Dann noch der Quatsch mit den Aktien und dem Fremden, dem die Menschen "unten" angeblich misstrauisch gegenüberstehen... Dabei geht es gerade etwa in prekären Beschäftigungsverhältnissen weitaus "bunter" zu als in der Vorstandsetage oder dem Privatgymnasium in Blankenese.

Nach dem Abi habe ich mich auf ein Stipendium beworben, mich um einen günstigen Platz im Wohnheim für Studis bemüht, einen Nebenjob gehabt und das wenige Ersparte gut angelegt. Ansonsten habe ich die meiste Zeit während meines Studiums studiert. Ich war in keiner Fachschaft, selten im Uni-Sport, noch seltener im Urlaub. Auch Auslandssemester gab es aufgrund knapper Kasse nicht, stattdessen habe ich eher geschaut, gute Noten zu schreiben und in Regelstudienzeit zu bleiben.

Und was hat das jetzt mit struktureller Benachteiligung zu tun? Zumal sowohl eine Förderung durch die Großeltern und ein günstiger Platz im Wohnheim vorhanden war, den es heute auch nur noch selten gibt.

Natürlich gäbe es da noch eine Sache zu erwähnen: Ich habe für mein Studienfach gebrannt, bereits zu Schulzeiten und tue es noch heute, sodass sich auch nach Rückschlägen Gedanken wie bei der TE in meinem Kopf nie ausgebreitet haben.

Mensch, toll! Das tun ganz viele und schaffen es aus unterschiedlichsten Gründen trotzdem nicht. Die können brennen so viel sie wollen, haben aber leider trotzdem wenig Chancen.

Die Denke in Dimensionen wie "Gut" und "Böse" oder auch "Fair" und Unfair" ist als Arbeiterkind hier schlicht eher hinderlich.

Ganz im Gegenteil. Das ist nicht "hinderlich", sondern hat etwa dazu geführt, dass wir hier kein Leibeigentum, Arbeitnehmerrechte und Tarifverträge haben, die ständig neu erkämpft und verteidigt werden müssen.

Was soll der Staat noch tun, außer Bildung weitgehend kostenlos zu gestalten, die Möglichkeit von Bafög anzubieten und gemeinnützige und private Stipendien zu fördern?

Es fängt schon damit an, dass wir hier ein dreigliedriges Schulsystem haben. So ziemlich alle Bildungsforscher und Entwicklungspsychologen sagen, dass es viel zu früh ist, Kinder im Alter von zehn Jahren auf Schulformen aufzuteilen, was dann gerade in Deutschland häufig den kompletten restlichen Lebensweg bestimmt. Zumal es Studien gibt, die klar belegen, dass Kinder aus reichen Elternhäusern selbst beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende übervorteilt sind. Was private Stipendien nun mit staatlicher Förderung zu tun haben sollen, weiß auch niemand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und was sollte nun der Staat deiner Meinung nach dagegen tun?
Arbeitern und Akademikern die Kids wegnehmen und neu mischen?
Dass sich eine gewisse "Brutpflege" auszahlt habe ich bereits geschrieben, du wiederholst es nur.

Die Denke in Dimensionen wie "Gut" und "Böse" oder auch "Fair" und Unfair" ist als Arbeiterkind hier schlicht eher hinderlich.
Man muss schauen wo man bleibt, die Chancen die man hat erkennen und nutzen.

Es ist schwerer aus dem Präkariat heraus, keine Frage, unmöglich, wie hier oft dargestellt, ist es keinesfalls.

Der Staat kann eine ganze Menge tun.

Z. B. Ganztagsschule ab der 5 Klasse. Sodass Hausaufgaben in der Schule mit geschulten Personal gemacht werden.

Zur Zeit ist es u. U. So das eine Kind geht nach Hause soll Hausaufgaben machen und es gibt keinem der helfen kann aus zeitlichen oder Wissens Gründen. Beim anderen Kind sitzt einer und erklärt den Hintergrund... Wenn man sowas direkt in der Schule macht werden die Chancen schonmal etwas gleicher. Jeder kann den Lehrer fragen.

Nicht jedes Kind hat Zugang zu bestimmten Medien. Wenn Schulen entsprechend ausgestattet sind ist auch da wieder mehr Chancengleichheit. Der Schüler muss nicht hoffen das die Eltern genug haben für entsprechendes Material. Das gibt es in den Schulen und jeder hat Zugang.

Bildungsmittel, Bücher, Klassenfahrt, Papier, hefte etc. Für alle schüler kostenlos vom Staat zur Verfügung stellen

...

Man könnte eine Menge Dinge tun wenn man will.
 
Eine sinnlose, unbelegte und einfach mal in den Raum gestellte Behauptung. Der Rest sind auch nur ideologisch aufgeladene Vermutungen. Dann noch der Quatsch mit den Aktien und dem Fremden, dem die Menschen "unten" angeblich misstrauisch gegenüberstehen... Dabei geht es gerade etwa in prekären Beschäftigungsverhältnissen weitaus "bunter" zu als in der Vorstandsetage oder dem Privatgymnasium in Blankenese.



Und was hat das jetzt mit struktureller Benachteiligung zu tun? Zumal sowohl eine Förderung durch die Großeltern und ein günstiger Platz im Wohnheim vorhanden war, den es heute auch nur noch selten gibt.



Mensch, toll! Das tun ganz viele und schaffen es aus unterschiedlichsten Gründen trotzdem nicht. Die können brennen so viel sie wollen, haben aber leider trotzdem wenig Chancen.



Ganz im Gegenteil. Das ist nicht "hinderlich", sondern hat etwa dazu geführt, dass wir hier kein Leibeigentum, Arbeitnehmerrechte und Tarifverträge haben, die ständig neu erkämpft und verteidigt werden müssen.



Es fängt schon damit an, dass wir hier ein dreigliedriges Schulsystem haben. So ziemlich alle Bildungsforscher und Entwicklungspsychologen sagen, dass es viel zu früh ist, Kinder im Alter von zehn Jahren auf Schulformen aufzuteilen, was dann gerade in Deutschland häufig den kompletten restlichen Lebensweg bestimmt. Zumal es Studien gibt, die klar belegen, dass Kinder aus reichen Elternhäusern selbst beim Übergang von der Grundschule in die weiterführende übervorteilt sind. Was private Stipendien nun mit staatlicher Förderung zu tun haben sollen, weiß auch niemand.

Dann wartet weiter auf die Gezeitenwende... Zeit ist sicherlich genug vorhanden.
In der Zwischenzeit fallen einem bestimmt noch weitere Gründe und Gegebenheiten ein, warum nur die Gesellschaft Schuld an der eigenen Misere haben kann.

Zeitverschwendung.

Unlösbare, fremdverschuldete Probleme sind manchmal so kuschelig warm wie Bettdecken. Sie schützen einen vor der Kälte der Realität.
Man möchte sie einfach nicht mehr missen.
 
Dann wartet weiter auf die Gezeitenwende... Zeit ist sicherlich genug vorhanden.
In der Zwischenzeit fallen einem bestimmt noch weitere Gründe und Gegebenheiten ein, warum nur die Gesellschaft Schuld an der eigenen Misere haben kann.

Zeitverschwendung.

Stimmt einfach bloß nicht hinterfragen.

Jeder ist seines Glückes selbst Schmied.

In der falschen Familie geboren. Naja Pech gehabt. Keiner hat den Samen gezwungen in das mittellos unstudierte Ei zu schwimmen.
Selbst schuld.
 
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