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"Furniture free" - ein Leben ohne Möbel?

Für einen Menschen, der in Armut lebt, ist das purer Zynismus.
Seh ich nicht so. Es geht ja nicht um notwendige Dinge, sondern um Dinge, die man eigentlich gar nicht braucht und die daher nur nutzlos rumfliegen. Wenn man auf unnötige Dinge verzichtet, schont man zudem ja auch Ressourcen, was ich als sehr vernünftig anseh. Und letzten Endes muss ja jeder selber wissen, ob er so leben will oder nicht. Es wird ja niemanden aufgezwungen.

Wenn minimalistisch leben bedeutet, keinen unnötigen Krempel rumfliegen zu haben, dann lebe ich übrigens minimalistisch. Nicht, weil ich das wegen EM-Rente und Grundsicherung müsste, sondern weil ich das so will. Ich war nämlich mehrere Jahre lang Messie und hab in einer mit lauter Krempel vollgestellten und verdreckten Wohnung gelebt und so will ich nie, nie wieder leben. Wenn sich bei mir doch mal was findet, was ich nicht brauch (was eigentlich so gut wie nie vorkommt), dann verschenk ich das.
 
Es geht ja hier nicht um die Diskussion, ob jemand arm ist oder reich, sondern um das Thema: mit weniger Möbeln oder Sachen leben - so verstehe ich das.
 
Es geht ja hier nicht um die Diskussion, ob jemand arm ist oder reich, sondern um das Thema: mit weniger Möbeln oder Sachen leben - so verstehe ich das.
Genau.
Es sind für mich auch zwei Dinge, die halt gut Hand in Hand gehen. Einerseits Minimalismus, andererseits "möbelfrei". Es gibt Leute, die haben trotzdem eine volle Wohnung, halt einfach voll mit Pflanzen, Kissen, Fellen, Teppichen, Kerzen, etc.
Und dann gibt es sehr viele Minimalisten, die konventionell Möbel haben. Die meisten, würde ich behaupten.

Ich war auch jahrzehntelang Horder, Sammler, fast schon Messie. Ich konnte nix loslassen, und so sah mein Zuhause auch aus.
An meiner finanziellen Lage hat sich nichts geändert, oder doch, ich habe heute noch weniger Geld zur Verfügung wie damals.
Irgendwann habe ich mich gefragt, warum ich alle meine Schränke so vollstopfen muss, mit Zeug, was ich nie benutze und sonst niemand sieht. Also habe ich angefangen, Schränke zu leeren. Ganz langsam lichtete sich mein Zeugdschungel.

Dass (viele?) Menschen nicht auf dem Boden sitzen können oder wollen verstehe ich absolut. Darum haben wir bisher an dem Konzept festgehalten, Stühle zu haben.
Nur, neulich fiel mir auf, dass wir wenn es hoch kommt, drei Mal im Jahr Besuch haben. Und mich wegen drei Besuchen im Jahr einer Norm zu beugen, die mich eigentlich mehr belastet und mir nicht gut tut, das ist der Gedankenpunkt, an dem ich im Moment dran bin.

Ganz leere Räume sind mir unheimlich.
Seit ich meine Matratze auf dme Rost am Boden habe, sind meine Hüftprobleme komplett weg, aber viele Leute finden das total komisch, wenn man kein "richtiges" Bett hat.
 
Ich hatte mal zu meiner Studentenzeit ein minimalistisches Zimmer. Das kam aber erst mit der Zeit.

Zuerst hatte ich eine komplette Einrichtung: Bett, Schreibtisch, Stuhl, Aktenschrank, Kleiderschrank, Bücherregal, Nachttisch. Das Bett hatte ich vom Vormieter geschenkt bekommen. Ich habs nach dem ersten Jahr kaputt bekommen und rausgeschmissen und dachte mir, okay, wozu brauch ich überhaupt ein Bett? Und habe die Matratze auf den Boden gelegt. Nein, es hat nie geschimmelt, nein, mir hat auch nicht der Rücken weh getan. Stattdessen war meine Liegefläche plötzlich viel größer, weil der Rand vom Bett nicht mehr gedrückt hat und ich meine Gliedmaße auch auf dem Boden ablegen konnte. Ich liege nämlich am liebsten diagonal im Bett und mache den Seestern. War ultra gemütlich. Mein Nachttisch war natürlich viel zu hoch und so habe ich mir ein kleines Kästchen für meine privaten Kleinigkeiten auf den Boden gestellt. Meine Bücher lagen säuberlich gestapelt und an die Wand gelehnt daneben.

Trotz meiner "praktischen" Einrichtung hatte ich immer Chaos in der Bude. Ich habe mir Boxen gekauft, in die ich meine Dinge reintun konnte. In meinen Schrank habe ich allerlei Ordnungshelfer gepackt und trotzdem war alles durcheinander, sobald ich ein Outfit zusammengestellt habe. Ich habe mir einen Kleiderständer auf Rollen gekauft und meine Kleidung fortan nur noch auf Bügeln da drauf gehängt. Meine Unterwäsche war in einer großen Schachtel. Plötzlich war Ordnung einfach und ich konnte meine Kleidung sehen, ohne groß herumzuwühlen. Es sah auch ganz schick aus, finde ich. Jedenfalls war es offener und luftiger als der große, klotzige, weiße Kleiderschrank.

Das Bücherregal blieb letztlich bis zum Schluss, allerdings auch nur deswegen, weil es zur Mietsache gehörte. Es war nur halbhoch und so nutzte ich es als Frisiertisch.

Natürlich ist mein Schreibtisch geblieben und der kleine Aktenschrank war praktisch für meine Unterlagen für die Uni. Ausgemistet habe ich trotzdem immer mal.

Im Grunde würde ich mich immer wieder auf das Nötigste beschränken, aber leider besteht mein Partner auf seine klotzige Einrichtung.
 
Interessanter Ansatz.

Ich habe auch viel aussortiert. Vieles braucht man einfach nicht. Ich sehe mich da auch nicht als Minimalist, sondern bin einfach konsequent. Was ich nicht brauche, kommt weg.
 
Ich denke, dass keiner einem sagt, wie man die Wohnung einzurichten hat und es gibt immer Trends - ob bei Mode, Lifestyle, Gesundheit etc. etc. - da zwingt einen keiner, das mitzumachen.

Jeder kann sich rauspicken und ausprobieren, was ihn interessiert, es muss zu einem passen und man entdeckt oft interessante Dinge.

ich habe z.B. das Buch von Marie Kondo: Magic Cleaning gelesen.

Mit ein paar Abstrichen fand ich einiges davon gut - ich konnte so vieles ausmisten, indem ich wirklich jedes einzelne Kleidungsstück in der Hand hatte oder anprobiert habe. Und meine Schubladen habe ich auch nach dem Prinzip geordnet - also nach der Falttechnik für T-Shirts. Finde ich praktisch, man hat mehr Übersicht.
 
Ich habe es heute mal für mich ausprobiert, habe den Computer auf den Kaffeetisch gesetzt und mir das Lammfell gekrallt (mein Hund war verwirrt 😂). Und ich muss sagen, dass mir das wesentlich besser gefällt als am Esstisch zu sitzen. Einerseits kann ich die Position wechseln wenn es unbequem wird, und ich merke, dass ich tatsächlich mit geradem Rücken sitze. Dadurch, dass der Bildschirm jetzt so hoch ist, mache ich quasi Nackentraining, weil ich nicht mehr dauernd nach unten schaue.
Und mein Hündchen findet es einfach nur toll, dass ich jetzt auf seiner Ebene bin, und hat sich gleich zu mir gesellt, wo er nun friedlich schnarcht. 😂
 
So hat jeder das seine.
Ich würde unsere Möbel auf keinen Fall hergeben, zumal sie wir extra vom Schreiner haben anfertigen lassen.
Wir möchten sowohl die Schränke, als auch das Inventar, behalten.
 

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