Es geht ja hier nicht um die Diskussion, ob jemand arm ist oder reich, sondern um das Thema: mit weniger Möbeln oder Sachen leben - so verstehe ich das.
Genau.
Es sind für mich auch zwei Dinge, die halt gut Hand in Hand gehen. Einerseits Minimalismus, andererseits "möbelfrei". Es gibt Leute, die haben trotzdem eine volle Wohnung, halt einfach voll mit Pflanzen, Kissen, Fellen, Teppichen, Kerzen, etc.
Und dann gibt es sehr viele Minimalisten, die konventionell Möbel haben. Die meisten, würde ich behaupten.
Ich war auch jahrzehntelang Horder, Sammler, fast schon Messie. Ich konnte nix loslassen, und so sah mein Zuhause auch aus.
An meiner finanziellen Lage hat sich nichts geändert, oder doch, ich habe heute noch weniger Geld zur Verfügung wie damals.
Irgendwann habe ich mich gefragt, warum ich alle meine Schränke so vollstopfen muss, mit Zeug, was ich nie benutze und sonst niemand sieht. Also habe ich angefangen, Schränke zu leeren. Ganz langsam lichtete sich mein Zeugdschungel.
Dass (viele?) Menschen nicht auf dem Boden sitzen können oder wollen verstehe ich absolut. Darum haben wir bisher an dem Konzept festgehalten, Stühle zu haben.
Nur, neulich fiel mir auf, dass wir wenn es hoch kommt, drei Mal im Jahr Besuch haben. Und mich wegen drei Besuchen im Jahr einer Norm zu beugen, die mich eigentlich mehr belastet und mir nicht gut tut, das ist der Gedankenpunkt, an dem ich im Moment dran bin.
Ganz leere Räume sind mir unheimlich.
Seit ich meine Matratze auf dme Rost am Boden habe, sind meine Hüftprobleme komplett weg, aber viele Leute finden das total komisch, wenn man kein "richtiges" Bett hat.