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"Furniture free" - ein Leben ohne Möbel?

Nein wieso sollte ich mich bedroht fühlen?
Ich habe lediglich auf einen Post geantwortet.
Noch nicht mal auf Deinen.
Nichts weiter.

Im übrigen gebe ich genug Zeugs her, auch Geld übrigens. An Flüchtlinge oder Obdachlose oder wer auch immer es brauchen kann.
Nur keine Möbel.
Ich weiss nicht, warum du dich bedroht fühlen solltest. Aber du wiederholst in wirklich jeder Antwort, dass du deine Möbel niemalsnicht hergeben willst.
 
Das sehe ich ganz anders, denn Minimalismus beginnt nicht beim Zeug.
Wie viel Geld man erhält, wie viel Zeit man in "Arbeit" investiert, ist ebenso Teil der Minimalismusgedanken.

Schön, dann habe ich ja Deinen Gedanken getroffen, ich arbeite derzeit, auch nur Teilzeit, weil es uns beiden reicht und ich dann mehr Zeit für den Haushalt habe und wir beide effektiv mehr Zeit für uns.
Vielen geht es aktuell nur um eins von zwei Dingen: erstens) so gut wie kein Zeug hinterlassen, welches andere dann entsorgen müssen, und damit den eigenen Fussabdruck zu minimieren
zweitens) so wenig wie möglich besitzen, um sich damit von anderen abzuheben.

Was ist daran falsch?
Für mich geht es darum, dass ich kein Teil dieses Konsumismus sein will. Ich will die Ausbeutung und der Zerstörung des Planeten und seiner Bewohner nichr unterstützen. Davon bin ich noch seeeehr weit weg.
Dazu gehört für mich aber auch, nicht Teil dieses Arbeitssystems zu sein, oder nur in dem Rahmen, wie es für ein für mich gutes Leben unbedingt nötig ist. Wieso soll ich 100% arbeiten, wenn mir der Lohn von 50% reicht?

Das kann doch jeder halten , wie er will oder?
Wieso soll ich mir alle drei Jahre einen neuen TV kaufen, der nach einem Jahr sowieso ausgetauscht werden muss?

Muss er doch nicht. Wir haben unseren einen jetzt 12 Jahre und den anderen genau so lange.
All diese Gedanken gehen da für mich rein.

Schön für Dich.
Für mich hat Verzicht nichts mit Entbehrung im negativen Sinn zu tun. Verzicht auf Zeug bedeutet für mich Zeit und Raum für Erinnerungen. Was nützt mir das teuerste Silberbesteck, wenn ich es niemandem zeigen kann? Und wenn ich es habe, muss ich um seine Sicherheit fürchten.
Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist mein Minimalismusziel.

Wer will denn heutzutage noch Silberbesteck? Kein Mensch.
Im Grunde ist jeder froh, wenn er es los würde. Wie Zinnbecher und Kristallgläser und so Zeugs.
Bei den Möbeln aber geht es mir gar nicht darum. Es geht mir nur um den Aspekt, dass ich meinen Körper in diesem Umfeld nicht mehr so nutze, wie er entwickelt wurde, benutzt zu werden. Das führt zu Schmerzen, Fehlhaltungen, etc.
Meinem Körper geht es sehr gut, trotz "normalen Möbeln".
Mein Schreibtischstuhl und andere sind Sperrmüllfunde eines Freundes. "Bauhaus-Freischwinger", die jetzt vermutlich ein Vermögen wert sind.
Für mich ist es mein Schreibtischstuhl.
Ich habe keine körperlichen Probleme, trotz dem ich normale Möbel benutze.
 
Ich weiss nicht, warum du dich bedroht fühlen solltest. Aber du wiederholst in wirklich jeder Antwort, dass du deine Möbel niemalsnicht hergeben willst.
Will ich auch nicht. Warum auch?
Du hast die Frage gestellt, warum ich mich dadurch bedroht fühlen würde.
Tue ich nicht. Ich behalte einfach , was ich mag.
Und ich mag Minimalismus als Dogma nicht.
Ich bin nicht dafür alles zu horten oder anzuschaffen.
Ich mag nur Dogmen an sich nicht.
 
Ich finde den seelischen Aspekt auch sehr wichtig. Jeder kann ja haben, was er will, wieviel er will, es wird keiner zu irgendetwas gezwungen. Ich mag auch keine Dogmen, aber ich sehe Minimalismus auch nicht als Dogma, sondern eine Möglichkeit, zu leben. In unserer Demokratie wird keiner jemals gezwungen, einem bestimmten Trend zu folgen, ob vegan leben, minimalistisch zu sein etc. Das sind alles Vorschläge, Angebote und man kann gucken, ob es was für einen ist.

Ich denke, wenn man mal ganz bewußt und sehenden Auges durch seine Wohnung geht und guckt, was man alles hat, wann man es zuletzt gebraucht hat, ob man daran hängt bzw. ob man eigentlich noch weiß, was man alles hat, wird man oft viel finden, was einfach da nur so rumliegt.

Dann kann man es natürlich weiterhin behalten oder aber es entsorgen: verschenken, wegwerfen, je nach Zustand. Da kommt für mich der seelische Aspekt hinzu: ich fühle mich dann freier, ich habe das Gefühl, weniger putzen zu müssen, weniger oft zu überlegen, ob ich dieses Teil noch brauche oder nicht.

Ich habe vor einiger Zeit mal meine "Sammlung" Dessertschüsseln entsorgt bzw. minimiert. Ich hatte über Jahre mindestens 20 Schüsseln in diversen Ausführungen. Ich habe nie 20 Gäste auf einmal, geschweige denn mache ich immer Desserts. Aber sie waren da - so für alle Fälle.

Und dieses: für alle Fälle mal was aufheben, verstopft oft die Wohnung. Wie oft hat man angefangene Projekte: die Malsachen, weil man ja immer mal malen wollte, die angefangenen nie zuende gestrickten Socken etc. etc.
Und alle diese nichtabgeschlossenen Projekte zerren unbewußt an unserer Energie (geht mir zumindest so).

Es gibt da ein sehr gutes Buch, was ich immer wieder gerne lese (und es inspiriert mich dann auch zum Entrümpeln, wenn ich es lese):

Karen Kingston: Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags

 
Für mich steht dahinter nicht die Beschäftigung mit irgendeiner angesagten Strömung, Begriffen wie im Titel oder der diskutierte Minimalismus.

Ich habe einfach nicht mehr das Bedürfnis nach so viel Krempel, muss nicht an jedem Teil festhalten, sondern möchte mehr Leichtigkeit.
Ich lebe (noch) mit jemandem mit deutlicher Messitendenz, und das empfinde ich als sehr belastend. Ich freue mich auf die Zeit ohne diesen ganzen Kram überall.
In meinem Zimmer will ich nur das, was ich wirklich brauche, bewusst ausgewählte Möbel; die nächste "Entrümpelung" ist in ein paar Wochen geplant, wenn ich wieder einsatzfähig bin (hatte 'ne OP).

Im Haus werde ich nächstes Jahr in einen größeren Raum wechseln (wegen Zwischennutzung verschoben). Ab dann will ich einen (Schreib)Tisch, da das bei mir für mehr Ordnung sorgt. Dafür liegen 2 abgebrochene Eichenbalken und eine alte Stalltür bereit, die ich dafür besorgte. "Normale" (Schreib)Tische gefallen mir nicht. Andere (gekaufte) Möbel werde ich weitergeben, da ich die nicht mehr brauche/möchte.
 
Weil es ein Forum ist und ich meine Meinung mitteilen kann.
Aber warum bist du so vehement dagegen? Dir will doch keiner etwas aufdrängen und wenn du Minimalismus nicht magst oder nicht verstehst, dann ist es doch ok, wenn du deinen Krempel behältst.

Für mich ist es jedenfalls befreiend. Weniger Gegenstände bedeutet weniger aufräumen und putzen, mehr Platz und mehr Ruhe. 🙂
 
Ich bin nicht dagegen.
Wir haben auch nicht unendlich viel Krempel.
Aber auch halt über 110 qm Wohnfläche für uns 2 plus dasselbe an Keller.
Da ist die Notwendigkeit einfach nicht da sich groß einzuschränken.
 

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