Das ist mir schon seit der Schule so passiert. Dass Leute, die als männlich gelten, mich erniedrigt haben und mich als "Opfer" sehen.
Findest Du, dass solche Leute als "männlich" gelten? Was ist denn an solch affigem Gehabe männlich? Das ist einfach nur lächerlich und nichts weiter. Die halten sich für männlich, sind es aber nicht!
So ein Benehmen hat mit männlich nichts zu tun: Ein echter Mann würde NIEMALS auf einen anderen Menschen zeigen, und sich über den lustig machen, denn ein Mann mit echter Power, hat so einen Schmarrn nicht nötig.
es zeugt viel mehr von Männlichkeit, in so einer Situation ruhig zu bleiben und nicht auf einen Streit einzusteigen: Insofern warst DU der einzige "echte Mann" in dieser Szene.
Weißt Du, es gibt gesellschaftliche Schichten, in denen dieses affige Gehabe als Männlich definiert wird (klar: Solche Typen merken nicht, wie lächerlich sie sind und deklarieren dies als Männlichkeit- würde ich auch tun, wenn ich sonst nichts zu beiten hätte)
Für Dich heißt das: Du solltest Dir klar machen, ob Du denn wirklich in SO einem Kreis als mann gelten willst. Willst Du so einer sein?
In anderen Kreisen geht es nämlich komplett anders zu. Da hätte so ein "mann" keine Chance einen Fuß auf den Boden zu bekommen.
Geh doch mal in Dich und frag Dich, zu welcher Peergroup du gehören willst und orierentiere Dich entsprechend. Wenn Du Dich mit den richtigen Leuten umgibst, wirst Du schnell merken, worauf es wirklich ankommt und dann wirst Du über solche Typen auch nur noch mitleidig lächeln!
Überhaupt bin ich sehr sensibel und empathisch und kann mit dieser toxischen Maskulinität nichts anfangen.
Natürlich sind solche Proleten nicht die Mehrheit, aber ich denke, dass mindestens jeder vierte oder fünfte so drauf ist wie die. Bei den 18-25 Jährigen denke ich aber, dass es schon die Mehrheit ausmacht.
Das glaube ich kaum: geh mal an eine Universität und schau Dir die jungen Männer dort an: So ein Prollotyp hätte da keine Chance.
Wenn Du ein sensibler mensch bist, ist das eine Stärke, die Du nicht damit verschwenden solltest, so einem unerstrebenswerten Ideal nachzueifeern.
Hypermaskulinität ist gerade total angesagt, vor allem bei jungen Leuten. Jeder will krass sein, aggressiv, gefährlich, kriminell, gangsta, homophob, sexistisch, etc.
Wie gesagt: Geh mal an eine Uni oder sonstwo hin, wo die Leute ein bisserl was aufm Kasten haben: Da ist das ganz und garnicht angesagt.
Mich macht das jedes Mal so wütend, dass ich Bauchschmerzen bekomme, wenn ich bemerke, dass sich Leute so respektlos und dominant verhalten, egal ob mir gegenüber oder gegenüber anderen.
Zurecht macht dich das wütend: ich kann Dich da sehr gut verstehen. Wenn mich solche Typen anpöbeln, wünsche ich mir mitunter auch mal ein 2 Meter Kerl zu sein, der denen ordentlich heimleuchtet. Aber mal ehrlich: Will man WIRKLICH so ein Schwachmat sein?
Also am besten, Du versuchst Dich mal in anderne kreisen zu bewegen: Diese Gangsterwelt ist auch nur eine kleine Blase, da gibt es noch so viel mehr, wo Du Dich viel wohler fühlen würdest.
Es braucht ein Umdenken in der Gesellschaft. Ethik- und Sozialunterricht an Schulen. Und einen Elternführerschein. Das wäre schon mal ein Anfang.
Ich wüsste etwas viel besseres, was jeder einzelne dagegen tun kann um am Umdenken der Gesellschaft mitzuwirken: Selbstbewusst SEINEN Weg gehen und zeigen, dass Männer eben keine Affen sind sondern eben sensibel und in jeder Weise vielfältig sein können und wollen. Verstecke Dich nicht, sondern LEBE als der Typ, der Du eben bist. Damit zeigst Du am besten, dass es diese toxischen Männer nicht braucht um ein aufrechtes Leben als ECHTER Mann zu führen. Das wäre viel besser als mit halb sehnsüchtigen und halb angewiderten Blick auf diese Typen zu schauen.
Steh zu Dir!