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Hallo Jusehr,
schau mal hier: An eingeschlafener Beziehung festhalten oder ins kalte Wasser springen ?. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Lieber @Werniman:
Bist Du Dir sicher, dass Deine Partnerin so gar nichts von Deinen Unzufriedenheit ahnt? Hat sie wirklich den Eindruck, dass alles gut mit Euch beiden läuft?
Wie oft seht ihr Euch denn im Moment? Gibt es die Möglichkeit, wirklich mal "live" miteinander zu sprechen, sodass Du sie "schonend" darauf vorbereiten könntest, dass Du in der Beziehung nicht mehr wirklich glücklich bist?
Gibt es aus Deiner Sicht noch irgendeinen Weg zurück? Irgendetwas, dass sich ändern müsste, damit Du Dich in der Beziehung wieder wohler fühlst?
Wäre es nicht schlimm, in 20 Jahren das Gefühl zu haben, in Deinem Leben das Wichtigste verpasst zu haben?
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es passieren wird. Das Leben ist mit Mitte 40 ja nun noch lange nicht vorbei.
Im Gegenteil: die ersten frisch Geschiedenen sind wieder auf dem Markt ...!
Könnte es sein, dass es Dir gerade genauso ergeht?
Also eine ganz realistische Beziehung unter den Bedingungen, in denen Ihr lebt.
Um da ein bisschen mehr Abweschlung hineinzubringen, könntest Du aktiver werden und versuchen, neues Leben in Deine Beziehung zu bringen. Ist ja nicht verboten, auch mal als Mann die Initiative zu ergreifen.😉
Aber Du schwebst ja gerade in der Illusion von grosser Höhe und tiefer Tiefe - sehr aufregend, ja.
Eine Ehe ist ja eigentlich nicht dazu da, dass man ständig nur Heiterkeit und lauter aufregende und aussergewöhnliche Sachen erleben soll.
Wenn zwei Leute ohne Kinder es unter diesen Umständen nicht schaffen, mehr als das Nötigste zu verdienen, läuft tatsächlich etwas falsch.Stattdessen hocken wir total depressiv 7000km getrennt voneinander, haben keine Kinder und arbeiten stattdessen bis zu 60h pro Woche, nur um die Lebenshaltungskosten stemmen zu können.
Sorry, das ist keine Ehe. Das ist...Quatsch plus Zeitverschwendung.Wirklich "Live" haben wir uns zuletzt im April 2019 (!) gesehen
Du bist Ende 40. Willst du tatsächlich noch in ein Land übersiedeln, in dem man offenbar nur Hungerlöhne bekommt?Sprich: sie weiß, dass ich gewiss nicht mehr übersiedeln will, wenn ich dann irgendwann fast 50 bin. Inwiefern sie das tatsächlich Ernst nimmt, vermag ich nicht zu sagen. Ich habs allerdings Weißgott mehr als 1x angekündigt, dass ich so denke.
Also ich verstehe das richtig, dass ihr seit 5,5 Jahren eine Fernbeziehung führt?
Was ist denn an dem Job im Ausland so außergewöhnlich, dass sie dort hingehen muss? Ist das die Sache wert?
Ja, verstehst du richtig.
Sie liebt ihren Job, der hier in D aber am Aussterben ist und sie will auch unbedingt in diesem Job bleiben (ist im Kunsthandwerk angesiedelt). D.h. sie produziert typische Artikel, die in Deutschland so gerne als "Staubfänger" betitelt und links liegengelassen werden. Hier in D verdient man damit kaum die sprichwörtliche "Butter aufs Brot",d.h. kaum jemand verdient hier mehr als den Mindestlohn in diesem Job. In den USA (wo sie lebt) sind die Menschen anders drauf,d.h. die Konsumgesellschaft ist dort viel ausgeprägter. Wenn die Kohle übrig ist, geben die Amis sie aus, d.h. die Geschäfte in dieser spezifischen Branche laufen weit besser als sie in D je gelaufen sind.
Allerdings sind die Lebenshaltungskosten auch höher, so dass sich auch ein höherer Lohn relativiert. Wenn ich S. mal wörtlich zitieren darf: "Ich kann hier zwar auch keine großen Sprünge machen, aber es geht mir hier besser als früher in D.".
Und die Sachen in Deutschland zu produzieren und nach Übersee zu verschiffen ist keine Option?
Das haben wir früher etwa 7 Jahre lang gemacht, als wir in D selbstständig waren. War auf Dauer zu teuer im Versand und vor allem war das ihrem jetziger Arbeitgeber (=unser früherer Kunde) nicht flexibel genug, um kurzfristig auf die Wünsche seiner eigenen Kunden zu reagieren. Insbesondere die Entwicklung neuer Artikel war auf diesem Wege kaum möglich.
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