Hallo zusammen,
mal wieder ein kurzes Update von mir. Gestern war ich bei der Erstberatung bei einem Therapeuten. Das Gespräch tat mir sehr gut und ich habe einen Weiterbehandlungsschein für eine Verhaltenstherapie von ihm erhalten, welche zum Glück bereits Ende März startet. Fazit der Stunde war natürlich, dass ich Grenzen setzen muss um mich selbst zu schützen. Im Grunde weiß ich es, jedoch ist die Umsetzung sehr sehr schwer. Gestern war insgesamt kein guter Tag, ich habe wieder viel geweint.
Gestern Nachmittag war ich dann noch bei meiner Mutter. Ich sehe leider immernoch keine Besserung, es wird eher schlimmer- nicht die Depression sondern das sich bedroht fühlt, alle belauschen sie usw. Sie denkt, dass sie nie mehr lebend aus der Psychatrie raus kommt. Hat mich gestern mit den Worten begrüßt: Schön, dass wir uns nochmal sehen. Nochmal....Mich macht das fix und fertig, habe gestern Abend nur geheult. Sie hat wirklich Angst dort zu sterben, nie mehr rauszukommen und was weiß ich nicht alles...Ich glaube wirklich manchmal es wird niemals bergauf gehen. Die Tabletten nimmt sie jetzt 6 Abende- bisher noch keine Wirkung. Mein Papa war am Wochenende da und meinte sie war recht stabil. Gestern fand ich es allerdings schlecht. Es ist sehr schwer im Moment.
Obwohl ich weiß, dass meine Mama schwer krank ist, bin ich manchmal wütend auf sie und weiß nicht, ob es jemals wieder ansatzweise so wird wie früher. Wir hatten so viele schöne unbeschwerte Jahre, das macht mich sehr traurig. Ich bin sehr froh, dass ich meinen Vater habe, er ist immer für mich da.
Bitte drückt mir weiterhin die Daumen- ich berichte gern weiter.
Eure Eisnebel