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Meine Mama ist in der Psychatrie :(

  • Starter*in Starter*in Eisnebel2021
  • Datum Start Datum Start
Liebe Eisnebel,
Ich hoffe es geht euch heute den Umständen entsprechend gut! Deine Mama scheint einfach momentan nicht sie selbst zu sein, deswegen würde ich dir raten, dich von ihren momentanen Vorwürfen abzugrenzen. Wenn es ihr wieder besser geht, wird sie es verstehen.

Ihre momentanen Vorwürfe sind schon heftig, aber ich könnte mir auch vorstellen, dass das Angstmedikament einen Knoten in ihr gelöst hat und ihre ganzen Sorgen jetzt an die Oberfläche kommen. Möglicherweise hat sie schon sehr viel länger mit der Angst gekämpft, nicht gut genug zu sein oder verlassen und irgnoriert zu werden. Irgendwas muss die Depression ja ausgelöst haben!

Ich wünsche euch alles Liebe,
Sky
 
Deine Mutter ist schwer krank, egal wie ihr euch verhaltet, es wird in ihren Augen im Moment wohl falsch sein.
Spricht man von einer Depression, werden in der Psychiatrie auch die Begriffe depressive Episode und rezidivierende depressive Störung verwendet.
Eine bipolare Störung ist eine Affektstörung, bei der Stimmungen, Antrieb und Aktivität stark schwanken.
Dabei treten sowohl depressive Verstimmungen auf, als auch Phasen der Euphorie.
Betroffene fühlen sich im einen Moment niedergeschlagen, was jedoch kurz darauf in ein extrem gesteigertes Selbstbewusstsein, eine wachsende Konsumneigung und ein vermindertes Schlafbedürfnis umschlagen kann.
Bei Depressionen treten immer Veränderungen in den Neurotransmittersystemen des Gehirns auf. Außerdem können hormonelle Veränderungen nachgewiesen werden.
Das hier ist eine Informative Seite zu dieser Erkrankung:
Behandlung Depression - Stiftung Deutsche Depressionshilfe (deutsche-depressionshilfe.de)
 
Hallo zusammen,

ich wollte euch kurz auf dem Laufenden halten:

Meine Mutter hat endlich dem Arztgespräch zugestimmt und dieses fand dann gestern Nachmittag statt. Seit langen und an den Nerven zehrenden 5 Wochen sehe ich endlich so etwas wie einen klitzekleinen Lichtblick- ich wiege mittlerweile 12 Kilo weniger.

Die Ärzte haben uns super informiert und aufgeklärt. Sie waren sehr nett und haben sich sehr viel Zeit für uns genommen.

Meine Mama hat neben der Depression eine schwere Angststörung und gleichzeitig einen Wahn entwickelt- im Rahmen der schweren Depression. Sie bekommt nun seit letzter Woche ein zusätzliches Medikament und zumindest die „wahnsymptome“ haben sich bereits deutlich verbessert! Sie fühlt sich nicht mehr verfolgt und kommuniziert wieder viel viel mehr mit uns. Sie kann auch wieder am Therapieplan teilnehmen- auch wenn es ihr noch sehr schwer fällt.

Natürlich ist es noch ein sehr sehr sehr langer Weg, es geht ihr immernoch schlecht, aber endlich weiß ich, dass sie dort wirklich in guten Händen ist und die Ärzte ein Auge auf sie haben. Durch ihre Andeutungen hat sie mich komplett mit verrückt gemacht- ich hatte schon Albträume was sie dort mit ihr anstellen.

Und ich habe endlich einen Ansprechpartner, da meine Mama die Ärzte von der Schweigepflicht entbunden hat, kann ich dort jederzeit nach dem Stand der Dinge fragen.

Sie sagt auch dass sie große Sehnsucht nach uns hat, aber weiß dass sie erstmal noch in der Klinik bleiben muss- auch schon ein Fortschritt.

Haltet mir bitte weiterhin die Daumen! Ich habe übrigens am Montag ein weiteres Gespräch mit der Psychologin. Sie schiebt mich als Akutfall immer mal zwischen. Ich will es auch unbedingt schaffen mich von meinen Eltern besser abzugrenzen und lernen mit der Krankheit umzugehen.

Gern halte ich euch weiter auf dem Laufenden!

Eure
Eisnebel
 
Das klingt ja vorsichtig hoffnungsvoll, gottseidank nimmt sie Medikamente und lässt die Ärzte und Euch an sich ran, das ist sehr positiv.

Ich drücke Euch weiterhin die Daumen und besonders Dir für Montag, schreibe gerne mal, wie das Gespräch bei der Psychologin war.

Lg, Binchy
 
Liebe Eisnebel, ich habe jetzt alles gelesen und wollte auch anmerken, das sich bei deiner Mutter alles sehr nach einem Wahn anhört.

Ich denke, deine Mutter kann ich gewissen Situationen nicht mehr klar denken, bildet sich Dinge ein, die es nicht gibt usw.

Versuche etwas auf Abstand zu gehen und vorallem auf Dich und deine Familie zu schauen. Deine Mutter ist in der Klinik gut aufgehoben und oft ist es egal was du tust, wenn deine Mutter in einem Wahn ist, kommt es bei ihr nicht richtig an.

Auch wird sie die Tabletten möglicherweise ihr restliches Leben nehmen müssen und die Zeit wenn sie nachhause kommt, kann auch eine schwere Zeit werden. Wenn sie sich besser fühlt, will sie vielleicht die Tabletten nicht mehr nehmen uvw. Deswegen ist es wichtig, dass es dir gut geht und du versuchst wieder stabil zu werden und dich etwas auf Abstand zu halten.

Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit und vergiss nicht auf Dich.
 
Hallo zusammen,

ich wollte mal wieder von mir hören lassen. Mittlerweile ist meine Mama seit über 6 Wochen in der Psychiatrie ABER es geht ihr endlich deutlich deutlich besser.

Seit sie die neuroleptika einnimmt hat sich ihr Zustand rapide verbessert. Sie kommuniziert mit uns, freut sich auf unsere Besuche, kann zumindest wieder etwas lachen, macht zu 100% ihren Therapieplan und sagt selbst dass sie sich besser fühlt. Auf ihrem Zimmer sind mittlerweile zwei Damen mit denen sie sich recht gut versteht.

Bis mindestens Mitte April muss sie noch in der Klinik bleiben und natürlich die Medikamente weiter nehmen. Erstmal sind mein Papa und ich sehr froh, dass sie sich durch die Medikamente etwas gefangen hat- auf jeden Fall ist es eine enorme Verbesserung gegenüber den ersten Wochen.

Ich bin jetzt bei meiner Therapeutin gut angekommen- wir verstehen uns sehr gut und es tut mir unheimlich gut mit jemand externen über alles reden zu können. Sie hat mich nun fest bei sich „aufgenommen“. Ich denke es gibt viel aufzuarbeiten und zu tun, aber die ersten Schritte sind gemacht.

Liebe Grüße
Eure Eisnebel
 
Hallo, das freut mich sehr zu hören, schön, dass sich Deine Mutter eingelebt hat und alles mitmacht.

Und auch, dass es mit Deiner Therapie gut klappt.

Dann müsst Ihr nur im April darauf achten, dass sie (wenn sie das denn soll laut ärztlicher Meinung) die Medikamente auch zuhause weiter nimmt und nicht meint, sie wäre ja geheilt und brauche sie nicht mehr.

Ich wünsche Euch alles Gute. Manchmal muss man durchhalten, auch wenn es schwer ist, und die Dinge entwickeln sich dann besser als man dachte.
 

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