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Meine Mama ist in der Psychatrie :(

  • Starter*in Starter*in Eisnebel2021
  • Datum Start Datum Start
Hallo ihr Lieben,

ich wollte euch mal wieder auf dem
Laufenden halten: Meiner Mama geht es im Moment deutlich deutlich besser. Es geht ihr sogar so gut, dass sie in der nächsten Woche aus der Klinik entlassen wird- nach über 9 Wochen.

Wir sind darüber unendlich glücklich und der Klinik sehr sehr dankbar- alle Mitarbeiter dort haben eine tolle Arbeit geleistet. Meine Mama hat uns jetzt viel erzählt und ist ebenso sehr dankbar, dass es ihr nun besser geht.

Leider gibt es auch schlechte Neuigkeiten: Die Leberwerte meiner Mutter sind aufgrund der Medikamente extrem gestiegen- so schlimm,dass beide Medikamente wieder ausgeschlichen werden müssen. Eine Neurologin außerhalb der Klinik soll dann prüfen, ob es Medikamente gibt, die nicht so sehr auf die Leber schlagen- ich denke aber diese gibt es nicht?

Ich bin jetzt total verzweifelt. Was wenn es zu einem Rückfall kommt? Was wenn die nächste Depression da ist? Kann man ihr dann noch helfen? Ich bin so müde von dem ganzen Dingen die uns dieses Jahr passiert sind. Wieso haben immer wir so ein Pech? Wieso kann nicht einmal was gut gehen? Meine Mama ist so gut eingestellt im Moment. Ich bin gerade unendlich traurig und voller Angst...

Ich weiß natürlich dass ihr keine Ärzte seit, aber vielleicht kennt sich der ein oder andere doch mit dem Thema aus? Gibt es noch Alternativen?

Verzweifelte Grüße,
Eure Eisnebel
 
Liebe Eisnebel,

schön, von Dir zu lesen!
Ich finde es toll, dass Deine Mutter die lange Zeit in der Klinik durchgehalten und mitgemacht hat - die Anfangszeit hat sich ja damals sehr schwierig gestaltet.
So groß die Freude über eine Entlassung ist - ich finde Deine Sorge, dass sie zu Hause einen Rückfall erleidet, weil die Medikamente ausgeschlichen werden, absolut berechtigt!

Ich bin der Meinung, dass eine Umstellung noch IN der Klinik erfolgen sollte. Das geht unter stationären Bedingungen einfach viel schneller. Man sieht direkt, ob Deine Mutter die neuen Medis verträgt, außerdem vertraut sie dem jetzigen Behandlungsteam, weil man sich mittlerweile gut kennt.
Habt ihr überhaupt schon einen niedergelassenen Neurologen/Psychiater? Den muss man ja u. U. auch erstmal finden und er muss Deine Mutter kennenlernen.

Weißt Du, wie die Medikamente heißen, die Deine Mutter aktuell einnimmt?
Es gibt durchaus Medikamente, die seltener eine Leberenzym-Erhöhung verursachen.
Man muss halt schauen, wie gut sie bei Deiner Mutter wirken.

Also: Ich wäre für eine Verlängerung des Aufenthaltes, wenigstens um zwei Wochen.

Was mir gerade noch einfällt: Wie weit wohnt Deine Mutter von der Klinik entfernt?
Falls sie selbständig in die Klinik kommen kann, wäre vielleicht ein sog. Tagesklinik-Status möglich. Das heißt, sie kommt von Mo-Fr tagsüber zu den Therapien auf Station und ist ab nachmittags und am Wochenende zu Hause. Dann wird sie trotzdem noch fast täglich auf Station gesehen.

Und: Ist vielleicht eine ambulante Weiterbehandlung in der Klink möglich?
In der Psychiatrischen Institutsambulanz?

Das wären Fragen, die ich telefonisch mit den Behandeln klären würde!
Alles Liebe für Dich!
 
Hallo Q-Cumber,

danke für deine ausführliche Antwort. Ich bin gerade auch völlig fix und fertig. Endlich gab es ein Licht am Horizont und nun wieder so ein heftiger Rückschlag. Meine Mama will nun unbedingt nach Hause, sie hat große Sehnsucht, sie möchte nicht mehr in der Klinik bleiben. Allerdings hat ihr die Oberärztin gesagt, dass ihr die Türen auf der Station immer offen stehen. Darüber hinaus wird wohl noch mal in großer Ärzterunde über meine Mutter beraten. In der Tagesklinik ist alles rappelvoll, zur Zeit kein Platz. In der PIA wird sie nicht aufgenommen

Eine Neurologin zu Hause hat sie gleich für den Folgetag nach der Entlassung- einen Therapeuten noch nicht. Die Medikamente die sie nimmt heißen Olanzepin und Agomelatin.

Ich weine schon wieder die ganze Zeit. Es darf echt nicht wahr sein. Wieso müssen wir immer Pech haben? Endlich sah es mal ganz gut aus und nun das und vor allem gleich beide Medikamente... diese Zeit war so schrecklich und wenn es sich wiederholt, welche Alternativen haben wir noch?
 
Sofern deine Mutter kein Hang zu Psychosen hat (ich meinte gelesen zu haben, dass sie eher Depressionen hat) , bin ich der Meinung, dass sie irgendwann auch ohne klarkommen muss, da Medikamente lediglich unterstützend wirken und keine Probleme unterdrücken sollen.

Wichtiger ist eine gute therapeutische Anbindung so wie eine ordentliche Tagesstruktur, da depressive Gedanken schnell bei Langeweile aufkommen.

Ob ein Rückfall automatisch besteht, kann man so nicht sagen. Gleich den Teufel an die Wand zu malen, würde auch deiner Mutter nicht guttun.
 
Vielen Dank Grisou für deine Nachricht! Ich danke dir sehr für die Denkanstöße! Ich muss mir das alles noch einmal in einer ruhigen Minute durchlesen und etwas setzen lassen. Hab auf jeden Fall vielen Dank!!!!
 

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