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Sollte eine Kitapflicht eingeführt werden?

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Ich bin tatsächlich dafür es tut Kinder gut wenn sie im Kindergarten sind.

Magst Du denn nicht auch mal etwas zur Diskussion sagen?

Warum genau denkst Du das?
Was lernen Kinder im Kindergarten, was sie nicht auch zu Hause lernen können?

Dass dies nicht in allen Fällen möglich ist, diese kindgerechte Förderung zu Hause bieten zu können, ist natürlich Fakt.
Doch weshalb sollten deshalb ALLE Kinder verpflichtend in den Kindergarten?

Wie sollten die Kosten aufgeteilt werden? Denn für unnötig und/oder unfreiwillig dazu verdonnerte Eltern sollte das zumindest kostenlos sein, für andere dann selbstredend auch.

Wie stehst Du zu der damit verbundenen Beschneidung von Rechten der Eltern, der mit einer Verpflichtung verbundenen Steuerung/Vorgabe des Tagesablaufs einer Familie?

Nehmen wir folgendes, sicher seltene Szenario:
Wir folgen dieser Vorstellung und die Fremdbetreuung wird verpflichtend eingeführt.
Sicher würden viele bisher selbst betreuende Elternteile (egal ob Mutter oder Vater) dann nicht däumchendrehend daheimsitzen, sondern auf den Arbeitsmarkt zurückdrängen.

Was, wenn nun die Arbeitszeiten nicht mit den Kitazeiten harmonieren?

Der bisherige Hauptverdiener hat in der Regel einen zeitlich anspruchsvollen Job, besonders flexibel sind da Arbeitgeber und Kunden oft nicht ("Klar, Herr Müller, sprengen sie ruhig die 3. Besprechung diese Woche, weil Sie ihr Kind aus der Kita abholen müssen, kein Problem.", oder "Nein, kein Problem, canceln Sie den Flug zu unserem Meeting, Kind geht vor.", das würde man eher weniger hören).
Er wird nicht immer zuverlässig das Kind abholen können, vielleicht sogar gar nicht, wenn er beruflich nicht downgraden möchte.

Der andere Partner steckte beruflich ja bisher freiwillig zurück, stieg nun aber auch wieder (mehr) ein und hat nun das gleiche Problem!
Er müsste länger arbeiten als die Kitazeiten hergeben.
Was tun, wenn keine Großeltern eingespannt werden können?
Man braucht eine weitere Fremdbetreuung, die das Kind abholt und betreut, bis ein Elternteil heimkommt.
Wer trägt diese Zusatzkosten?

Fragen über Fragen, die das aufwirft.
 
Das stimmt, daran sieht man, dass wir eigentlich eine schleichende hohe Inflation haben müssen.
Vor 30 Jahren konnte noch eine Person (im Prinzip gleich ob Mann oder Frau) eine Familie mit 3 Kindern alleine ernähren. Es hätten auch beide prinzipiell einen Halbtagsjob nachgehen können.
Vor 30 Jahren wollten aber auch nicht alle das geilste Handy und einen Gamer PC. Zig monatliche Abos die Geld kosten kannte man nicht. Die Klassenfahrt ging noch in unsere Hauptstadt und man freute sich darüber. Das erste Auto durfte 800 DM kosten, heute lässt sich ein Führerscheinneuling mit sowas kaum mehr blicken. Und man glaubt es kaum, aber vor Adidas und Nike gab es mal Jogginghosen die hatten nur 2 Streifen und auch damit galt man als angezogen.
Es ist nicht zwangsläufig die Inflation, sondern unsere Ansprüche und die vielen technischen Möglichkeiten auf die niemand verzichten möchte.
 
Eine allgemeine Kitapflicht braucht es nicht und sollte es auch nicht geben.
Was ich für gut befinden würde, wäre eine Vorschulpflicht bei der in erster Linie die Sprache und das Sprachverständnis im Vordergrund stehen.
Das setzt aber wiederum voraus, dass die Betreuer entsprechend geschult werden.
 
Ich befürchte allerdings, wenn erst in der Vorschulschule das erste mal deutsch gesprochen wird, kommt das um Längen zu spät. Das erlernen von Sprache ist immer längerfristig zu verstehen. Ein Vorschulencrashkurs reisst da nichts raus. Ohnehin lernt man sowas abseits von Schule und Lehrer besser und vor allen Dingen automatisch wenn man von Klein auf beim Spielen mit anderen in Kontakt ist. Die Frage ist auch, wie lange eine Vorschule dauern würde.
 
@Weltkind

Deswegen hat ein Elternteil teilzeit ich werde wohl auch nächstes Jahr in teilzeit wechseln müssen.

Wodurch es zu Gehaltseinbußen kommt - mal wieder bei der Frau.

Als Rentenausgleich und um Dich im Falle einer Scheidung abzusichern, müssten Dein Mann und Du einen gewissen Betrag monatlich abzweigen, das für Dich anlegen.
Kann auch nicht jeder.

Teilzeit und berufliches Vorankommen? Sehr schwer...

Es gibt da einige negative Aspekte, die nicht untergehen sollten, meist immer noch die Frau hauptsächlich trägt.
Bei vorgeschriebener Kitabetreuung bewerte ich das anders als bei freiwilliger Entscheidung.

Meist sind es die Frauen, die Teilzeit berufstätig sind, sie managen meist Termine nicht nur der Kinder, manchmal für die gesamte Familie, sind organisatorisch also sehr viel engagierter als der Vater.
Dies impliziert manchmal auch das Kümmern um alte Eltern, teils gar pflegerische Leistung. Selbst im Haushalt erledigen nach wie vor Frauen häufig den Löwenanteil.
Elternabende etc - überwiegend sieht man Mütter.
Freiwillig - das ist eine Sache, aber quasi staatlich verordnet - nein.

Dann muss auch der Staat für Ausgleich für denjenigen sorgen, der beruflich und monetär zurücksteckt.
 
Was lernen Kinder im Kindergarten, was sie nicht auch zu Hause lernen können?
Sozialverhalten und Umgang mit gleichalten Kindern. Sowie Regeln und die Charakteristik des Wortes "teilen". Ein verwöhntes Einzelkind zu Hause lernt nicht Spielsachen und Zeiten von Aufmerksamkeit mit anderen zu teilen.
Des weiteren sind Eltern die letzten, die Auffälligkeiten und diverse andere Entwicklungsstörungen an ihren Kindern wahrnehmen. Dazu benötigt es häufig geschultes Fachpersonal, Erfahrung und den notwendigen neutralen Blick auf Tatsachen.

Wie sollten die Kosten aufgeteilt werden? Denn für unnötig und/oder unfreiwillig dazu verdonnerte Eltern sollte das zumindest kostenlos sein, für andere dann selbstredend auch.
Es sollte für alle kostenlos sein. Und Deutschland ist auch nicht so arm als das dies nicht bezahlt werden könnte.

Wie stehst Du zu der damit verbundenen Beschneidung von Rechten der Eltern, der mit einer Verpflichtung verbundenen Steuerung/Vorgabe des Tagesablaufs einer Familie?

Was die Beschneidung der Rechte von Eltern angeht möchte ich mal kurz auf die Schulpflicht in Deutschland aufmerksam machen. Oder möchtest du diese dann auch abschaffen? Andernfalls macht der Hinweis auf Rechte von Eltern wenig Sinn.

Ich bin der Ansicht, der Tagesablauf von Eltern ist bedeutend stärker fremdbestimmt wenn Kinder nicht in den Kindergarten gehen. Auch die Bedürfnisse des eigenen Kindes gilt in meinen Augen als Fremdsteuerung, da man während dieser Rundumbetreuung keine Möglichkeit hat sich frei zu entfalten, sondern Arbeit und Verantwortung hat.

Wir folgen dieser Vorstellung und die Fremdbetreuung wird verpflichtend eingeführt.
Sicher würden viele bisher selbst betreuende Elternteile (egal ob Mutter oder Vater) dann nicht däumchendrehend daheimsitzen, sondern auf den Arbeitsmarkt zurückdrängen.
Gut, mit einer kostenlosen Kita kann ich dahinter keinen wirklichen Zwang erkennen. Hausfrauen suchen sich ja auch keine Arbeit. Und da gibt es sogar genug kinderlose die also noch bedeutend weniger zu tun haben. Aber natürlich kann es vorkommen das jemand einfach nicht zu Hause bleiben möchte, sondern Spaß an der Arbeit hat.

Der bisherige Hauptverdiener hat in der Regel einen zeitlich anspruchsvollen Job, besonders flexibel sind da Arbeitgeber und Kunden oft nicht ("Klar, Herr Müller, sprengen sie ruhig die 3. Besprechung diese Woche, weil Sie ihr Kind aus der Kita abholen müssen, kein Problem.", oder "Nein, kein Problem, canceln Sie den Flug zu unserem Meeting, Kind geht vor."
Wenn das Kind den ganzen Tag zu Hause betreut werden muss, fährt er doch auch nicht zum Meeting. 🤔
Natürlich gibt es Konstellationen die nicht leicht zu stemmen sind. Es gibt aber immer 2 Eltern und es gehört zum Leben solche Dinge adäquat zu planen.

Der andere Partner steckte beruflich ja bisher freiwillig zurück, stieg nun aber auch wieder (mehr) ein und hat nun das gleiche Problem!
Ja, wenn ich die gleiche Problematik einfach über alle Personen bügel kann ich auch schreiben: Es kommt ja nicht so häufig vor aber es gibt Familien die leben beide von Hartz IV und wohnen 1 Haus neben der Kita. Die haben damit gar kein Problem. Müssen nichtmal kochen weil das Kind essen erhält.
Mit konstruierten Fällen nach belieben kommt man aber nicht wirklich weiter.

Die Fakten sind die Vorteile der Kita gegenüber der einseitigen Betreuung zu hause. Und man sollte sich halt auch die Frage ob das Kindeswohl eine Rolle spielt oder nicht.
Falls nicht, kann man es natürlich auch den ganzen Vormittag vor dem TV parken. Soll ja auch gut funktionieren und man spart sich die Mühen einer Fremdbetreuung. 😉

Die Kita Zeit ist doch auch gar nicht so lange. 2 Jahre wären doch ganz okay. Zumindest hätten andere dann auch noch ein Auge drauf. Also ich sehe da auf jeden Fall Vorteile, weiss nur nicht ob ich das vollkommen verpflichtend einführen würde.
 
Ich bin für eine KiGa-Pflicht, weil Kinder in diesem Alter wirklich das mitbekommen sollten, bevor die Schulzeit losgeht, was die Eltern bis dahin erzieherisch nicht auf die Reihe gebracht haben. Wie bereits geschrieben, für mich wäre das gut gewesen.
Kita dagegen sollte optional und freiwillig sein, aber solange nicht mal die vorhandene Nachfrage durch die vorhandenen Plätze gedeckt wird - gute Erreichbarkeit ist auch noch ein Faktor, nicht jede(r) kann sich zum Kind auch noch ein Auto leisten oder jeden Tag zusätzlich eine Stunde fahren, bis zur Kita und zurück - ist eine Pflicht vollkommene Illusion. Wichtig wären auch zusätzliche Kita-Plätze für Notfälle, wenn mal für ein paar Tage keine Zuhausebetreuung möglich ist und keine Großeltern, Tanten, Nachbarn oder sonstwer vorhanden ist. Und natürlich sollten die Öffnungszeiten der Kitas auch dem Arbeitsleben angepaßt sein, es gibt auch Leute die nicht schon am frühen Nachmittag Schluß haben.
 
Wenn ich mein Kind selber zuhause betreue bin ich für das Kind da.
Auch und vor allem wenn es z.b. mal Krank ist.
Wenn das Kind in die Kita muss geht natürlich das zweite Eltenteil auch arbeiten, wenn auch evtl. Teilzeit. Und hat dann wieder ein Grosses Problem bei Krankheit und Ferien.
Und Kinder - vor allem wenn sie in die KiTa gehen - sind nun mal oft krank.
Kinder sind Kinder - keine kleinen Erwachsenen.
Deshalb erachte ich es schon als sinnvoll, dass eine Pflicht der Fremdbetreuung (Schulpflicht) erst ab Ca. 6 Jahren besteht.
Das wichtigste für Kinder sind Mama, Papa, Geschwister, Oma, Opa. Familie eben.
Live doch mal den Artikel, den ich verlinkt habe, PC.
Dort steht doch ganz klar und ausdrücklich dass es eben nicht dem Kindes wohl dient, es früh in Fremdbetreuung zu geben, sondern eben vor allem wirtschaftlichen Interessen.
Wie sollen denn Kinder die mit 6 oder 12 Monaten schon fremdbetreut werden - und das meist von wechselnden Personen - ein Urvertrauen aufbauen können?
By the way. ..meine waren alle drei 3 oder sogar 4 Jahre im Kindergarten.
Ab 3 Jahren.
Aber meist nur halbtags.
 
Des weiteren sind Eltern die letzten, die Auffälligkeiten und diverse andere Entwicklungsstörungen an ihren Kindern wahrnehmen. Dazu benötigt es häufig geschultes Fachpersonal, Erfahrung und den notwendigen neutralen Blick auf Tatsachen.
Davon kann ich auch ein Lied singen mit solchen Eltern habe ich sehr oft zu tun, wenn man sie darauf anspricht kommt meistens das " ihr Kind etwas langsamer ist". Es stimmt schon das jedes Kind anders lernt aber wenn es gravierende Probleme hat muss ein Kind gefördert werden damit es besser wird.

Dort steht doch ganz klar und ausdrücklich dass es eben nicht dem Kindes wohl dient, es früh in Fremdbetreuung zu geben, sondern eben vor allem wirtschaftlichen Interessen.
Das ist kompletter Quatsch ich kenne sehr viele Kinder die mit eins schon in einer Kita waren oder sind und den Kindern geht es prima.
Es gibt auch viele Kinder die gar nicht nachhause wollen wenn ihre Eltern sie abholen, weil sie weiter spielen möchten.
 
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