Ich habe aus Überzeugung gestillt und nicht so überzeugt dann relativ lange, da die Umstellung auf andere Kost längerer Überzeugungsarbeit bedurfte. Meinen Brüsten hat es nicht geschadet, die Erdanziehung gewinnt noch immer nicht; das kann aber auch ganz anders laufen.
Reinreden lassen hätte ich mir aber von niemandem.
Und egal, wie positiv jemand dem Stillen gegenüber eingestellt ist: das Wichtigste für das Baby sind entspannte Eltern, eine entspannte Mutter.
Und wenn sie nicht dahinterstehen kann, kann sie sich das Probieren schenken, denn sehr wahrscheinlich klappt es dann sowieso nicht gut.
Bereits in der Schwangerschaft ist es wichtig, wie es Deiner Frau geht, denn Euer Baby erlebt dies alles mit und Stress wirkt sich auch auf seine Entwicklung aus. Also ist es gesünder für alle, auch Euer Baby, unnötigen Stress zu vermeiden.
Ich lese von Dir dauernd nur "ich will" und zig herbeigezogene Gründe, warum das so ist.
Wollen darfs Du viel. Nur solltest Du nicht erwarten, dass Dir alles erfüllt wird. Auch bei einer Frau bedeutet "nein" genau das: nein.
Und das gilt es zu akzeptieren und sie nicht zu bedrängen.
ich hoffe das ihre Hebamme oder die im Krankenhaus ihr ins gewissen reden.
Ins Gewissen?
Wegen ihrer Entscheidung muss sie kein schlechtes Gewissen haben.
Eine schlechte Entscheidung wäre, gegen ihre Überzeugung zu handeln. Denn das bedeutet immer Stress und Unentspanntheit, was nicht gut für Euer Baby wäre. Sie macht das schon ganz richtig.
Und sie darf dabei auch ein bisschen egoistisch wirken. Je nachdem, wie empfindlich so ein Baby ist, kann das wahnsinnig viel Verzicht auf diverse Lebensmittel bedeuten!
Hast Du Doch mal informiert, wie anstrengend eine Schwangerschaft für den Körper ist, wie sinnvoll das sogenannte Wochenbett war und wie lange das auf den Körper nachwirkt? Kein Wunder, dass es manche Frau regelrecht aus den Latschen kippt mit Depression u. a.
Die ersten Monate mit Baby können entspannt verlaufen, sie können aber auch höllisch anstrengend werden; eine zusätzliche Belastung. Das wird sich erst zeigen, wenn Euer Baby da ist. Eine ausgeglichene Schwangerschaft scheint da einen positiven Einfluss zu haben.
Und hast Du Dich informiert, wie wahnsinnig anstrengend Stillen sein kann? Wie schmerzhaft? Welche schmerzhaften Komplikationen es geben kann?
Das muss man bereit sein eventuell in Kauf zu nehmen und das muss nicht jede Frau sein!
Sehe ich auch so die Natur hat sich schon was dabei gedacht mit der Muttermilch.
Ich möchte ja nur das sie es versucht wenn sie es wirklich nicht gefällt wäre es auch ok.
Ein Versuch macht nur Sinn, wenn sie das will, ansonsten ist er zum Scheitern verurteilt und sinnlos.
Die Natur...natürlich wäre dann auch, alle Babys sterben zu lassen, deren Mütter - warum auch immer - nicht stillen können.
Da greifen wir doch auch ein und geben Flaschennahrung.
Deiner Frau würde das Stillen nicht guttun und somit auch nicht Eurem Kind. Ich sehe nichts, was da gegen Flaschennahrung spricht.
Ich werde einfach mal eine kleine Aufzählung machen.
Stillen Pro:
Das Kind bekommt die Antikörper der Mutter und alles was es braucht durch die Milch.
Die Mutter Kind Beziehung wird gefördert.
Gestillte Kinder haben ein niedriges Risiko an Übergewicht, Astma oder eine Allergie zu bekommen.
Stillen fördert die intligentz des Kindes.
Muss keine Flaschen mit nehmen und kein Pulver.
Es ist komplett kostenlos.
Baby Milchpulver:
Contra
Man muss genügend Flaschen kaufen dazu dann immer neue Sauger mit der Zeit.
Mann muss immer genügend abgekocht Wasser dabei haben.
Man muss immer Wasser abkochen.
Man man muss ca 50€ für das Pulver ausgeben.
Deine Pros sind sehr theoretisch.
Es gab schon Zeiten, da wurde von offizieller Seite vom Stillen abgeraten und empfohlen, Babynahrung zu geben. Auch diese Generation hat überlebt! Und Allergien gab es früher weniger als heute. Man muss das nicht unnötig dramatisieren.
Meine gestillte Tante hat Allergien und Asthma.
Bei beiden Themen spielt auch Vererbung keine kleine Rolle, da hilft die ganze Stillerei nicht unbedingt weiter, wenn es genetische Schwachpunkte gibt.
Die Mutter-Kind-Beziehung gewinnt garantiert nicht von unentspannter Stillzeit. Wichtig ist viel Hautkontakt, das Baby kann auch ohne gestillt zu werden viel wenig bekleidet auf der Haut Deiner Frau und bei Dir liegen.
Flaschen und Pulver braucht man nicht, nein. Je nachdem aber Berge von Stilleinlagen, Pflege für wunde, schmerzende Nippel, Ersatzkleidung, falls Milch derart ausläuft, dass man durchweicht, bei längerer Zeit außer Haus evtl. Milchpumpe.
Von kostenlos kann da nicht immer die Rede sein. Bereits vor der Geburt (!) benötigte ich Stilleinlagen. Da diese anklebten, Pflegemittel. Teilweise lief das bis zur Zeit des Abstillens derart stark, dass ich mich umziehen musste - mehr Wäsche. Häufigeres Waschen = schnellerer Verschleiß.
Was ich an Stilleinlagen und Johanniskrautöl als Pflege verbrauchte, geht auf keine Kuhhaut.
So ist das Milchpulver sollte eigentlich dafür sein wenn mütter tatsächlich ihre Kinder nicht stillen können.
Heute zu Tage ist es ein richtiger Trend geworden Frauen die ohne stillen können lehnen es komplett ab und kaufen lieber Milchpulver.
Mal eine Frage an euch.
Ich möchte das ihr genau überlegt und mir dann sagt wann ihr eine Mutter gesehen hat die in der Öffentlichkeit ihr Kind gestillt hat?
Den Trend gab es wie gesagt schon von staatlicher/ärztlicher Seite verordnet. Wir sind nicht ausgestorben, Deinem Baby wird es auch nicht schaden.
Weshalb sollten Mütter in der Öffentlichkeit stillen? Hast Du mal anderen Menschen darüber gesprochen? Viele wären peinlich berührt und möchten das nicht gerne, ebenso wie es viele Frauen nicht möchten, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen. Nicht imner geht das, ohne dass dabei die Brust zu sehen ist.
Zudem sprichst Du doch von der dadurch geförderten Mutter-Kind-Bindung. Dies geschieht nur, wenn dies tatsächlich ein ruhiger, inniger Moment ist, sicher nicht, wenn es zum öffentlichen, mechanischen Akt wird.
Ich habe auch nur extrem selten öffentlich gestillt, sondern mich wenn möglich zurückgezogen.
Liebe Frauen die ihr eure Kinder das Zeug gibt ihr habt eine Verantwortung übernommen wo ihr euch für das Kind entschieden habt und dazu gehört stillen nun mal dazu.
Du hast eine ziemlich krasse Haltung, wenn Du Frauen, die nicht Stillen, als verantwortungslos bezeichnest.
Weiß Deine Frau, wie Du von ihr denkst?
WIR hätten jetzt eine dicke Ehekrise!
Wer schwangerer Frau unnötig Stress macht, der ist u. a. verantwortungslos.
Wie schon gesagt sie will nicht stillen, weil sonst immer noch auf Dinge verzichten muss und darauf hat sie keine Lust.
Und das ihr gutes Recht.
Worauf sie alles verzichten müsste, käme u. U. erst während der Stillzeit heraus.
Und das kann verdammt vieles sein, worauf so ein Zwerg mit schmerzhaften Blähungen oder Hautausschlägen reagieren kann.
Ich habe vollstes Verständnis. Auch wenn ich nach wie vor pro Stillen bin.
Aber ich respektiere immer auch, wenn eine Mutter das nicht möchte.