Ich würde eher allgemein sagen, es kommt immer darauf an, was alle Beteiligten wollen bei sowas. Wenn Eltern und erwachsene Kinder damit zufrieden sind, unter einem Dach zu wohnen, dann ist es doch okay. Wenn eine Partei was anderes möchte, dann ist das ein Problem. Dann kann man versuchen, Kompromisse zu finden und sich zu einigen. Nur: Wenn Eltern finden, nach 28 Jahren ist es an der Zeit, dass sie die Wohnung wieder komplett für sich haben und ihnen mehr Privatsphäre zusteht, wie sieht dann ein Kompromiss aus?
Man kann der TE ankreiden, dass sie jetzt ihr erwachsenes Küken ziemlich plötzlich aus dem Nest schubst und das mit einer ziemlich hohen Miete (auch wenn die Tochter die zurück bekommen soll) - man kann der Tochter aber auch ankreiden, dass sie nie darüber geredet hat, wie die Zukunft aussehen soll oder ob sie freiwillig nicht etwas von ihrem Gehalt für die Miete abgibt. Dass der Tochter scheinbar realistische Vorstellungen von Miete und Wohnungen fehlen, kommt jetzt als Problematik zum Tragen. Und da hätte man viel früher ansetzen können.
Und vielleicht kommt die Tochter ja auf den Geschmack, wenn sie erstmal ausgezogen ist und ihre eigene Bude hat. Und sie sieht, dass ein persönlicher, enger Kontakt zu den Eltern nicht nur bedeutet, dass man zwangsläufig zusammenwohnen muss. Ich lebe wahnsinnig gerne in meiner eigenen Bude, fernab von den Eltern! \(^.^)/