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Freunde melden sich selten von allein, warum? Fühle mich schlecht....!

Man kann natürlich fragen, aber die meisten Leute sind sowieso zu feige, einem die Wahrheit zu sagen. Die Taten sprechen doch im Grunde schon für sich. Es ist eben kein bzw. nicht genügend Interesse vorhanden. Aber natürlich kann man auch mal bei einem oder zwei Bekannten die Probe aufs Exempel machen und fragen. Ich bin überzeugt, es werden Ausflüchte kommen und es wird sich nichts ändern.

Ich persönlich finde auch, dass das Fragen wie Betteln um Kontakt aussieht, und das zieht einen nur noch mehr herunter. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Selbst wenn man anderen irgendein nettes Video oder Sonstiges per WhatsApp schickt, muss man schon vorsichtig sein. Es könnte aufdringlich wirken, jedenfalls, wenn umgekehrt nicht ebenso verfahren wird.
 
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Man kann natürlich fragen, aber die meisten Leute sind sowieso zu feige, einem die Wahrheit zu sagen.
Mag sein, aber fragen kostet ja nix. Ebenso ist es übrigens genau so feige gar nicht nachzufragen. Tut mir leid, aber so löst man keine Probleme, wenn man nur vor sich hin grübelt und sich über die Situation ärgert.

Die Taten sprechen doch im Grunde schon für sich. Es ist eben kein bzw. nicht genügend Interesse vorhanden. Aber natürlich kann man auch mal bei einem oder zwei Bekannten die Probe aufs Exempel machen und fragen. Ich bin überzeugt, es werden Ausflüchte kommen und es wird sich nichts ändern.
Vielleicht gibt es Ausflüchte, vielleicht auch nicht. Das findet man eben nur heraus, wenn man miteinander redet. Man wird auch im Gespräch merken, wer sich versucht herauszureden. Den kann man dann wirklich zum Mond schießen.

Ich hatte übrigens mal eine ähnliche Situation mit einer Freundin. Da hatte ich nach einiger Zeit auch das Gefühl, dass ich nur noch diejenige bin, die sich meldet. Dann habe ich mich mal gar nicht mehr gemeldet. Das ging ein Jahr so. Hätte sich dann nicht mal die Freundin wieder gemeldet, hätte ich dann auch mal nachgefragt, was denn los sei. Immerhin hatte sie tatsächlich so viel Anstand und hatte sich gar nicht erst rausgeredet sondern sich nur bei mir entschuldigt, dass sie mich vernachlässigt hat und gelobte Besserung. Ich hatte schon das Gefühl, dass sie es ernst meint. Den Kontakt habe ich dann trotzdem abgebrochen, aber das hatte andere Gründe.

Ich persönlich finde auch, dass das Fragen wie Betteln um Kontakt aussieht,
Was für eine seltsame Ansicht. Gehst du immer zwischenmenschlichen Problemen aus dem Weg statt die Konfrontation zu suchen?

Selbst wenn man anderen irgendein nettes Video oder Sonstiges per WhatsApp schickt, muss man schon vorsichtig sein. Es könnte aufdringlich wirken, jedenfalls, wenn umgekehrt nicht ebenso verfahren wird.
Es spricht ja nix dagegen, Videos o.ä. zu verschicken. Wenn der andere dies nicht möchte, wird er das schon mitteilen und dann unterlässt man es eben.
 
also, mir war Freundschaft auch immer äußerst wichtig. Betonung auf war...denn ich hab sogut wie mein komplettes soziales Umfeld verloren. Lag aber auch z.T. an mir.
Habe mich aber auch lange dafür verstellt, um Freundschaften zu finden..lange Rede, kurzer Sinn: Nachdem ich mich jahrzehntelang nach Freundschaft gesehnt habe, versuche ich mich neu zu justieren.
Wohin ist noch nicht so klar..
 
Ich setze mich schon lange nicht mehr damit unter Druck, Freunde haben zu müssen. Ich habe in meinem Leben so viel Stress gehabt, auch jetzt noch, dass ich für das gezielte Suchen von Freunden keine Energie mehr übrig habe. Meist lohnt es sich sowieso nicht. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ergebnis. Ich versuche, mit meinen Mitmenschen einigermaßen auszukommen. Freunde, mit denen man sich regelmäßig trifft oder sich gegenseitig einlädt? Fehlanzeige. In extrem unregelmäßigen Abständen vielleicht mal ein Treffen mit einer Bekannten, oft nicht häufiger als einmal jährlich. Das ist alles. Ansonsten habe ich meinen Beruf, am Wochenende ist mein Partner hier, und mehr oder weniger regelmäßig wird mit verschiedenen Bekannten und einer einzigen Verwandten gemailt und telefoniert. Zu meinen anderen deutschen Verwandten habe ich selten oder nie Kontakt. Meine einzige Schwester ist seit ca. 20 Jahren höchstwahrscheinlich schizophren (mangels Krankheitseinsicht keine Behandlung möglich und auch nicht erzwingbar), Kontakt seit Jahren nicht mehr möglich, da unerträglich. Andere Verwandte sind distanziert, desinteressiert oder die Chemie stimmt schon lange nicht mehr, weil sie nur Personen für voll nehmen, die wie sie in einer Familie leben. Oder weil es ihnen wahrscheinlich peinlich ist, dass ich eine schizophrene Schwester habe und sie dann mit diesem unerquicklichen Thema konfrontiert werden könnten. Sie halten sich lieber aus allem heraus und kümmern sich nur um sich selbst und um ihre engsten Angehörigen. Ich habe allerdings auch im Ausland zahlreiche Verwandte, da einer meiner Großonkel vor fast 100 Jahren ausgewandert war. Zu einigen von ihnen wird der Kontakt auch per Mail gepflegt.

Ich hatte mir "Familie" früher auch anders vorgestellt. Nicht nur die Kernfamilie, sondern durchaus einen größeren Verband, zu dem auch Onkel und Tanten, Vettern und Cousinen gehören und in dem jeder willkommen ist und seinen Platz hat, egal, ob er verheiratet ist und Kinder hat oder auch nicht. Aber das ist eine Illusion. Dass nicht alle in einem Großfamilienverband gleichermaßen miteinander können, ist ja im Grunde klar. Aber dass man sich einer Cousine schämt, nur weil sie keine eigene Familie gegründet hat, und man sie deswegen offenbar für gescheitert hält und ausgrenzt, das hätte ich nicht gedacht. Ich wäre früher stolz darauf gewesen, wenn ich eine Verwandte gehabt hätte, die ein anspruchsvolles Studium erfolgreich absolviert und kulturelle Interessen hat. Ich hätte wahrscheinlich sogar deren Nähe gesucht und Wert auf ein gutes Verhältnis gelegt, weil mir Bildung immer sehr wichtig war und ich immer gern mit gebildeten Menschen zusammen war. Meine Eltern hatten auch Hochachtung vor solchen Menschen.

Bei gewissen Verwandten, die ich habe, zählen aber nur Statussymbole wie große Büros, viele Mitarbeiter, Titel, Eigenheime, dicke Wagen, möglichst viele und weite Reisen. Und natürlich Hochzeiten, "eigene" Kinder und Enkelkinder, Riesenfeiern mit über 100 Gästen, möglichst viele Patenkinder etc. Wer damit nicht aufwarten kann, ist uninteressant und bestenfalls ein bisschen peinlich. Nicht ganz für voll zu nehmen. Auf Familientreffen wird man in Kauf genommen, das ist aber auch alles. Es legt niemand gesteigerten Wert auf eine Kontaktpflege. Wenigstens habe ich inzwischen einen Partner, sodass sie mich nicht auch noch als verschrobene alte Jungfer abtun können.

Ich denke, in sog. Freundschaften ist es ganz ähnlich. An solchen Unterschieden scheitern viele zwischenmenschliche Beziehungen.
 
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Das ist eine hohe Kunst, mit den Unterschieden untereinander umzugehen und gerade sie zur Basis einer Beziehung zu machen. Da müssen beide Seiten schon weit gekommen sein in ihrer Entwicklung. Das gelingt nur ganz selten, dabei ist gerade das interessant und bereichernd. Es ist Arbeit, so weit zu kommen. Die Mühe geben sich die meisten Menschen nicht oder sie haben nicht die Fähigkeit dazu, was man ihnen dann auch nicht zum Vorwurf machen kann.
 
@Tonny und @Pingunin:
Was ihr schreibt, spricht mir aus der Seele. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht, die ich hier nicht in epischer Breite wiederholen will, zumal ich schon oft darüber in anderen Threads geschrieben habe.

Das einzig Beruhigende an euren Ausführungen ist für mich, dass ich die Schuld wohl nicht ausschließlich bei mir selbst suchen muss. Die meisten Menschen sind eben so. Wem es bis zu einem bestimmten Alter nicht gelungen ist, eine Familie zu gründen oder wenigstens zu heiraten, der ist irgendwann außen vor. Euch wird das schon in den Dreißigern und Vierzigern bewusst. Ich bin bereits 57 und habe mich zu einem gewissen Grad damit abgefunden. Traurig und frustrierend ist es dennoch. Ich bin beruflich sehr gefordert, gerade jetzt wegen Corona und auch aus anderen Gründen. Da wäre es natürlich schön, wenn sich wenigstens am Wochenende auch mal mehr Personen von sich aus per Mail oder Telefonat melden würden, nur um zu fragen, wie es geht. Abgesehen von meinen E-Mail-Kontakten, für die ich natürlich dankbar bin, kommt da aber nichts. Jedenfalls ganz bestimmt nicht von Leuten, die ich von früher persönlich kenne und von denen ich es am ehesten erwartet hätte. Auch nicht von Verwandten. Alles Personen wohlgemerkt, denen gegenüber ich mich lange Zeit anders, nämlich viel aufmerksamer verhalten habe.

Ich finde, gerade die Corona-Situation entlarvt die Verlogenheit:
Aufgrund der Kontaktverbote kann es derzeit ja gar keine gesellschaftlichen Verpflichtungen wie Vereinssitzungen und Großveranstaltungen mehr geben, ebenso wenig wie Partys, Feiern, Urlaubsreisen etc. . Statt dessen arbeiten viele im Homeoffice und sitzen auch in ihrer Freizeit überwiegend zu Hause herum. Wer dann trotzdem nicht mal am Wochenende Zeit hat, zum Hörer zu greifen und einen Freund anzurufen oder diesem wenigstens zu mailen, der braucht mir nicht vorzumachen, dass dieser Mensch irgendeine Bedeutung für ihn hat. Und natürlich schmerzt die Erkenntnis, für andere unbedeutend und unwichtig zu sein. Motto: Ich habe Familie, ich bin auf dich nicht angewiesen. Ich weiß, wie es ist, wenn einem dieses von ehemals warmherzig scheinenden Verwandten oder auch von ehemaligen Schulfreunden oder Kommilitonen - "durch die Blume", versteht sich - signalisiert wird.

Ich denke, das Einzige, was hilft, ist, diese Entwicklungen als normal zu betrachten und zu akzeptieren. Und bloß nicht anderen nachlaufen und sich ausnutzen lassen! Damit demütigt man sich nur. Menschen, die glauben, mehr wert zu sein, weil sie verheiratet sind und eine "eigene" Familie haben, kann man sowieso abhaken. Erst wenn sie ihren Partner oder sonstige Familienmitglieder durch Schicksalsschläge verlieren, sind Geschrei, Gehader mit dem ach so "grausamen" Schicksal und Gejammer groß. Dann ist meine Tür allerdings auch zu - mein Schicksal hat diese Leute vorher ja auch nicht interessiert. Und wenn es mir selber dauerhaft schlecht ginge, würde ich mich eher an einen Psychotherapeuten, einen Geistlichen meines Vertrauens, eine Lebensberatungsstelle oder die Telefonseelsorge werden als an gewisse selbstgefällige Verwandte oder Pseudofreunde.
Das ist sowas von Wahr, da kann ich dir nur absolut recht geben!
 
Ich bin Anfang 40, Single und habe einen netten Freundeskreis. Mir ist jedoch klar, dass das keineswegs selbstverständlich ist. Auch ich weiß wie das ist, wenn langjährige Freunde eine feste Beziehung eingehen, deutlich weniger Kontakt suchen und sich immer seltener etwas Zeit für ein Treffen nehmen. Einige meiner alten Freundschaften haben sich auch aus diesem Grund in Luft aufgelöst, obwohl es keine Differenzen gab. Ich glaube, dass die Meisten von uns das schon erlebt haben.

Früher hätte ich mir das gar nicht vorstellen können, dass mir so etwas passieren könnte. Ich bin in einer gemischten Familie groß geworden. Mein Vater ist Italiener, meine Mutter Deutsche. Und mein Vater hat immer großen Wert auf Kontakt mit Menschen gelegt, welche die gleichen Wurzeln haben wie er. Seine italienischen Freunde waren mit ihren Frauen und Kindern öfters bei uns zu Besuch und wir bei ihnen. Das Thema Einsamkeit war mir viele Jahre völlig fremd. Meine Eltern pflegen ihre damaligen Freundschaften noch heute als Rentner.

In Deutschland ticken viele Menschen aber ganz anders als mein Vater und pflegen ihre Freundschaften nicht mehr, sobald sie einen festen Partner haben oder wenn das erste Kind auf der Welt ist. Der Kontakt mit Partner, Kindern und Verwandten wie Eltern, Geschwistern, usw. reicht ihnen völlig aus. Das liegt vielleicht daran, dass die meisten Menschen hier eher introvertiert sind im Vergleich mit den Italienern. Ein früherer guter Freund von mir sagte mal, dass es ihn die viele Kommunikation mit anderen Menschen stresst. Weil er tagsüber auf der Arbeit mit Chef und Kollegen sprechen muss, hat er nach Feierabend und am Wochenende oft keine Lust mehr auf Gespräche mit Menschen aus seinem privaten Umfeld.

Ich kann den einsamen Menschen hier leider keinen Tipp geben, was sie an ihrer Situation verändern könnten. Natürlich kann man jederzeit neue Hobbys anfangen usw. Aber man muss sich darauf gefasst machen, dass sich diese Kontakte im Sande verlaufen, sobald die nächste Partnerschaft beginnt. Oft ist es reine Glückssache, ob man langfristige Freundschaften hat.
 

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