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Grönemeyers Wutrede - gut oder nicht gut?

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Ich habe mal ein Bügeleisen angefasst als Kind, keine gute Erfahrung. Ich weiss, ich fasse es nicht nochmal an.

Lass mich raten: Du benötigst auch nicht deine Mami die dich dann fortan warnt, sobald du in die Nähe eines Bügeleisens kommst, oder?

Aber wir deutschen sind anscheinend alle so dumm, um an alles mögliche permanent erinnert werden zu müssen. Aber wenn es nur das wäre. Leider muss ich ja zudem noch sagen, dass eine Erinnerung an den Holocaust nicht wirklich etwas bringt, wenn ich mich auf die aktuelle Thematik rund um die Flüchtlingskrise beziehe.

Aber gerade das habe ich immer als einen Vorteil der Deutschen wahrgenommen, dass wir uns den negativen Seiten unserer Geschichte stellen, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern. Sollen wir diesen Vorteil abschaffen und uns in die Reihe derjenigen Länder einreihen, die ihre eigenen Schattenseiten verdrängen? Warum sollten wir das tun?

Weil es mega sinnfrei ist. Und einen Vorteil finde ich diesbezüglich auch nicht.
Zudem hat es mit "Schattenseiten verdrängen" nix zu tun, wenn man gegenüber anderen erwähnt, dass es halt wirklich nicht intelligent ist, in einer Diskussion über die Handhabung krimineller Ausländer, alles einfach weg zu hitlern und das eigentliche Thema zu ignorieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lass mich raten: Du benötigst auch nicht deine Mami die dich dann fortan warnt, sobald du in die Nähe eines Bügeleisens kommst, oder?

Aber wir deutschen sind anscheinend alle so dumm, um an alles mögliche permanent erinnert zu werden. Aber wenn es nur das wäre. Leider muss ich ja zudem noch sagen, dass eine Erinnerung an den Holocaust nicht wirklich etwas bringt, wenn ich mich auf die aktuelle Thematik rund um die Flüchtlingskrise beziehe.

Weil es mega sinnfrei ist. Und einen Vorteil finde ich diesbezüglich auch nicht.

Du tust immer so, als wüsstest du alles.

Was ist denn aus deiner Sicht die ultimative Weisheit?
 
@Insta: und weil es ja nur diese beiden Alternativen gibt: Finger am Bügeleisen verbrennen oder 40 km weiter weg stehen, macht das alles so wahnsinnig Sinn.

Das ist ja genau der Punkt. Wenn ich wie viele andere Menschen in Deutschland mit der Flüchtlingspolitik nicht einverstanden bin, stehe ich für manche am Bügeleisen obwohl ich noch 40km weg bin.

Es gibt halt kein Dazwischen mehr. Wer einmal kritisiert, ist sofort Nazi und es kommt die 2. Weltkriegs-Ansage :schlaf:
 
Ich würde sagen, wenn man nicht regelmäßig daran erinnert wird, verliert man irgendwann seine "Immunität" bzgl. der Anfälligkeit für totalitäre Staatsformen. Meinem Eindruck nach kann man ja gerade in China ganz gut sehen, wie bedenkenlos sich die meisten Chinesen der durchaus restriktiven Staatsmacht unterordnen.

Auch wenn mir viele inzwischen auch bei uns nicht mehr zustimmen werden: ich schätze die kritische Grundeinstellung vieler Deutscher gegenüber autoritärer Staatsformen durchaus.

Ehrlich gesagt weiß ich auch gar nicht, warum es manche Menschen anscheinend als Zumutung empfinden, wenn es weiterhin diese Erinnerungskultur gibt. Für mich ist es eine Mahnung im Sinne von "So weit kann es in einer Gesellschaft kommen, wenn wir nicht aufpassen".

Es hat halt Beides Vor- und Nachteile. In China hätte man nach der "deutschen Silvesternacht" 100% der Täter mangels Videotechnik nach fünf Minuten gehabt. Bei uns ist man eher dabei versucht diese Straftaten zu vertuschen oder es gibt hilfreiche Hinweise, wie Frauen sich mit welchem Abstand zu Männern zu bewegen haben. Was würdest Du denn da besser finden?

Und wie gesagt, ich habe nichts gegen Erinnerungskultur, aber bitte nicht bei jeder Gelegenheit. Ich kann Dir jetzt auch jeden Morgen schreiben dass man bei Rot nicht über die Ampel geht. Es sollte Dich irgendwann nerven, weil es einfach übertrieben ist.
 
Und wie gesagt, ich habe nichts gegen Erinnerungskultur, aber bitte nicht bei jeder Gelegenheit. Ich kann Dir jetzt auch jeden Morgen schreiben dass man bei Rot nicht über die Ampel geht. Es sollte Dich irgendwann nerven, weil es einfach übertrieben ist.
Naja, andererseits werde ich auch von den Gedenkstätten nicht täglich angeschrieben. In den meisten Fällen muss ich mich schon selbst hinbegeben, um mich erinnern zu lassen. So wie ich auch aktiv die Verkehrsregeln nachlesen muss, wenn ich mich daran erinnern lassen möchte, was man im Straßenverkehr besser nicht tun sollte.
 
Naja, andererseits werde ich auch von den Gedenkstätten nicht täglich angeschrieben. In den meisten Fällen muss ich mich schon selbst hinbegeben, um mich erinnern zu lassen. So wie ich auch aktiv die Verkehrsregeln nachlesen muss, wenn ich mich daran erinnern lassen möchte, was man im Straßenverkehr besser nicht tun sollte.

Genau. Das darf ja jedem selbst überlassen sein, wann und wie man mich damit beschäftigt.

Daher verstehe ich auch die Reaktion nicht, wenn ich sage, dass die Flüchtlingspolitik in Deutschland nicht rund läuft.

Da kommt dann gern mal als Reaktion: Du bist ein Nazi und denk dran, wir haben den 2. Weltkrieg begonnen.

Davon mal ab dass ich solche Reaktionen nicht ernst nehme halte ich es doch für ein wenig übertrieben. Deutschland braucht, wie hier gefordert im Thread, keine Nachhilfestunde in Geschichte.
 
Genau. Das darf ja jedem selbst überlassen sein, wann und wie man mich damit beschäftigt.
Ist es nicht überwiegend sowieso so, dass es jedem selbst überlassen bleibt, wie sehr man sich damit beschäftigt? Mir drängt da normalerweise niemand etwas auf (zumindest nehme ich es nicht so wahr).
 
Ist es nicht überwiegend sowieso so, dass es jedem selbst überlassen bleibt, wie sehr man sich damit beschäftigt? Mir drängt da normalerweise niemand etwas auf (zumindest nehme ich es nicht so wahr).

Im realen Leben habe ich das auch nicht so. Hier schon eher. Mag auch daran liegen, dass man hier mit anderen Leuten kommuniziert. Hier hatte ich nur gelesen, dass Deutschland mal wieder eine Geschichtsstunde braucht und fand es, mal wieder, absolut unangebracht.
 
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