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Grönemeyers Wutrede - gut oder nicht gut?

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Die DDR war bei der Vereinigung ein fremdes Land und hatte mit der BRD nichts mehr gemein, außer der Sprache. Die DDR hatte ein anderes politisches System, eine anderer Gesellschaftsstruktur, komplett andere Werte. Genau diese Menschen treten unsere westlichen Werte nun mit den Füßen...

Meine Schwiegereltern sind im Erzgebirge groß geworden, aber mit Anfang 20 von dort weg, eben weil man eingeschränkt wurde. Dessen ungeachtet habe ich nicht nur angeheiratete Verwandtschaft in den Neuen Ländern.
Viele Ostdeutsche zeichnen sich durch eine Gradlinigkeit, Bodenständigkeit und Bescheidenheit aus, die man hingegen bei vielen Westdeutschen gar nicht (mehr) bemerkt.
Insbesondere Rheinländer oder Frankfurter nehmen ja gerne von Haus aus mal den Mund schön voll (so zB das Sprichwort "Westfalen halten, was Rheinländer versprechen."). Natürlich gibt es immer solche und solche, aber von der Tendenz her nehme ich in Sachen Gradlinigkeit, Bodenständigkeit und Bescheidenheit eine deutliche Diskrepanz zwischen Ost- und Westdeutschen wahr. Was diese Aspekte betrifft, ist mir der Otto-Normalo-Ossi lieber als der Otto-Normalo-Wessi.
 
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Meine Schwiegereltern sind im Erzgebirge groß geworden, aber mit Anfang 20 von dort weg, eben weil man eingeschränkt wurde. Dessen ungeachtet habe ich nicht nur angeheiratete Verwandtschaft in den Neuen Ländern.
Viele Ostdeutsche zeichnen sich durch eine Gradlinigkeit, Bodenständigkeit und Bescheidenheit aus, die man hingegen bei vielen Westdeutschen gar nicht (mehr) bemerkt.
Insbesondere Rheinländer oder Frankfurter nehmen ja gerne von Haus aus mal den Mund schön voll (so zB das Sprichwort "Westfalen halten, was Rheinländer versprechen."). Natürlich gibt es immer solche und solche, aber von der Tendenz her nehme ich in Sachen Gradlinigkeit, Bodenständigkeit und Bescheidenheit eine deutliche Diskrepanz zwischen Ost- und Westdeutschen wahr. Was diese Aspekte betrifft, ist mir der Otto-Normalo-Ossi lieber als der Otto-Normalo-Wessi.

Das geht mir dann doch ein bisschen zu weit, aber ich stimme dir auch zu: Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.

~~~

Habe schon überall gute Leute gesehen, und auch nicht so gute.
 
Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.
Für mich ist das eigentlich sowieso ein wesentlicher Satz. Von der pauschalen Aussage "Die Leute aus XY sind so oder so bzw. haben diese oder jene Eigenschaft" halte ich meistens nichts, weil es letztlich ja überall ganz unterschiedliche Menschen gibt. Und mir geht es häufig so, dass ich ganz andere Erfahrungen mache als diejenigen, die ein Vorurteil oder eine sprichwörtliche Redensart einem glauben lassen möchte. In den jeweiligen Einzelbegegnungen mit den Menschen stelle ich fest, dass viele dann eben doch nicht dem Klischee entsprechen.
 
Das geht mir dann doch ein bisschen zu weit, aber ich stimme dir auch zu: Man kann nicht alle über einen Kamm scheren.

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Habe schon überall gute Leute gesehen, und auch nicht so gute.

Danke! Bestimmt war mein Beitrag auch etwas auf die Spitze getrieben. Naja, so wurde er anschaulicher. 😉
 
Für mich ist das eigentlich sowieso ein wesentlicher Satz. Von der pauschalen Aussage "Die Leute aus XY sind so oder so bzw. haben diese oder jene Eigenschaft" halte ich meistens nichts, weil es letztlich ja überall ganz unterschiedliche Menschen gibt. Und mir geht es häufig so, dass ich ganz andere Erfahrungen mache als diejenigen, die ein Vorurteil oder eine sprichwörtliche Redensart einem glauben lassen möchte. In den jeweiligen Einzelbegegnungen mit den Menschen stelle ich fest, dass viele dann eben doch nicht dem Klischee entsprechen.

Ja, so auch mein Empfinden. Jeder Mensch ist sehr, sehr individuell - umso mehr, als ihm bspw. über das Internet eine Menge Wissen zur Verfügung gestellt wird. Es ist aber auch klar, dass jemand, dem nur eingeschränktes Wissen zur Verfügung gestellt wird, sehr schnell in irgendwelchen Dogmen und berechenbarem Verhalten landen wird.
 
Es ist aber auch klar, dass jemand, dem nur eingeschränktes Wissen zur Verfügung gestellt wird, sehr schnell in irgendwelchen Dogmen und berechenbarem Verhalten landen wird.

Naja, damit muss man auch umgehen können und wollen. Das WWW schützt ja per se nicht vor einseitiger Information. Wer es sich zu einfach macht, dem wird ja noch Hilfestellung gegeben, sich in irgendeine undifferenzierte Sichtweise zu verrennen, eben weil man (fast) immer etwas findet, was die eigene Äußerung untermauert - egal, was man von der Äußerung bzw. Quelle halten mag....
 
Ich finde es gut, dass es so einen Aufschrei gibt. Es gibt nämlich auch mehr als genug fragwürdige ideologische Ausuferungen und Gewalt von linker Seite. Mir fällt immer wieder auf, dass gerade auch hier gegen die eigenen Moralpredigten verstoßen wird. Man ist gegen Hetze und Hass, und dann hetzt man selbst gegen andere. Man ist für Toleranz, aber ist gegenüber anderen Denkweisen und politischen Richtungen nicht tolerant. Man ist für eine freie und gerechte Gesellschaft, aber möchte anderen etwas aufzwingen, was sie vielleicht gar nicht wollen. Es ist eigentlich fast unbegreiflich, wie Menschen solche Widersprüche nicht erfassen können und einfach nur von anderen ihre Meinung vorschreiben lassen ohne diese zu hinterfragen.

Ich rufe deswegen immer wieder dazu auf, seid kritisch und lernt euren eigenen Verstand zu bedienen!
 
Man ist für Toleranz, aber ist gegenüber anderen Denkweisen und politischen Richtungen nicht tolerant. Man ist für eine freie und gerechte Gesellschaft, aber möchte anderen etwas aufzwingen, was sie vielleicht gar nicht wollen.
Da stelle ich mir die Frage, wer diese "man"-Personen sind. Dazu kommt, dass ich persönlich befürchte, dass mir auch Parteien wie die AfD gern etwas aufzwingen wollen würden, was ich gar nicht möchte. Die Tendenz, anderen etwas aufzwingen zu wollen, kann man also sehr wohl auf allen Seiten beobachten. Hier kann also gern jeder selbstkritisch sein.
 
Da stelle ich mir die Frage, wer diese "man"-Personen sind. Dazu kommt, dass ich persönlich befürchte, dass mir auch Parteien wie die AfD gern etwas aufzwingen wollen würden, was ich gar nicht möchte. Die Tendenz, anderen etwas aufzwingen zu wollen, kann man also sehr wohl auf allen Seiten beobachten. Hier kann also gern jeder selbstkritisch sein.

Das "man" lässt sich nicht immer so leicht beantworten. Dazu müsste man sich viele "Personen" anschauen und dann für sich selbst beurteilen.
Letztlich muss man sich denke ich im Klaren darüber sein, was man wirklich will. Wenn man sich gerne zu etwas zwingen lassen möchte, dann kann ich das ja verstehen. Wer sich also gerne von Grönemeyer vordiktieren lässt, was gut und richtig ist, der/die müsste dann hier auch ihm Recht geben. Oder wenn man für eine Steuer oder Zwangsgebühr ist, dann ist das nun mal Zwang und hat nichts mit Freiheit zu tun. Darüber sollte man sich dann im Klaren sein.

Was ich eben auch denke, dass es gerade für den gesellschaftlichen Diskus und der wirklichen Wegfindung wichtig ist, dass die verschiedenen Ideologien auch vertreten sind. Also totalitäre Ideologien (Zwang, Gewalt, Zensur, Bevormundung, Regulierungen & Gesetze, Ausgrenzung) wie auch liberale Ideologien (Meinungsfreiheit, Individualität, Freier Markt, Selbstbestimmung, Steuerfreiheit, etc.). Wenn dies aus der Balance gerät und alles zu einem Einheitsbrei wird, dann geht es eben in Richtung einer einzigen Ideologie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn dies aus der Balance gerät und alles zu einem Einheitsbrei wird, dann geht es eben in Richtung einer einzigen Ideologie.
Wobei ich das derzeit eher nicht in Deutschland bemerke. Mir scheinen da doch sehr unterschiedliche politische Meinungen und Diskurse parallel zu existieren, sodass man (jetzt benutze ich auch schon dieses Wort) wohl eher nicht von einer Tendenz zu einer "einzigen Ideologie" sprechen kann.
 
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