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Grönemeyers Wutrede - gut oder nicht gut?

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Wobei ich das derzeit eher nicht in Deutschland bemerke. Mir scheinen da doch sehr unterschiedliche politische Meinungen und Diskurse parallel zu existieren, sodass man (jetzt benutze ich auch schon dieses Wort) wohl eher nicht von einer Tendenz zu einer "einzigen Ideologie" sprechen kann.

Ich beobachte schon Tendenzen hin zu einer Art "Einheitspartei". Diese Entwicklungen passieren aber eben auch nicht immer so offensichtlich und eher unterschwellig. Und es gibt auch gegenläufige Strömungen. Wir als Gesellschaft haben die Möglichkeit dem entgegenzuwirken, aber dazu braucht es aus meiner Sicht ein kritisches Denken und das ständige Reflektieren über diese Welt und sich selbst. Heute sehe ich auch viele Versuche der Propagandaindustrie Einfluss zu nehmen. Sie versucht die Menschen in eine ganz bestimmte Richtung zu lenken mit psychologischen Tricks, denen man sich oft gar nicht bewusst ist. Bei der Grönemeyer Rede sieht man ja bspw. die Massendynamik. So gut wie jeder jubelt hier zu. Das Denken ist dabei in den Hintergrund gerückt und weicht einer aufgeheizten Emotionalisierung.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese psychologische Beeinflussung wirklich gut sein soll. Ich stelle mir das Leben eher divers, nicht einheitlich und geradlinig vor. Es gibt viele Wege, und es ist nicht bekannt welcher Weg wirklich der richtige ist. Wenn uns eine bestimmte Ideologie als die einzig wahre versprochen wird, dann gehen immer sämtliche Alarmglocken bei mir an. (*^▽^*)
 
Zuletzt bearbeitet:
Da beobachte ich seltsamerweise eher die gegenteiligen Tendenzen. Mir scheint, dass die öffentliche Meinung vor 20 oder 30 Jahren deutlich einheitlicher war als heutzutage.

Ja, jeder hat ja auch eine andere Wahrnehmung und unterschiedliche Bezugspunkte. Ich kann bspw. nicht die Kriegs- oder DDR Zeit nachvollziehen da ich eben zu dieser Zeit nicht gelebt habe. Vielleicht ist der heutige Zustand im Vgl. zu damaligen Zuständen auch "besser". Allerdings ist das für mich kein Grund aufzuhören auch weiterhin zu überlegen, wie man etwas besser machen könnte.
 
Der TE möge bitte ein eindeutiges Zitat von Grönemeyer bringen mit Quelle.

Sonst wird hier nur dumm wie über Gerüchte rumgelabert.

Unklarheit ist bekanntlich ein beliebtes Mittel der Denunziation.
 
War doch medial in aller Munde. Wenn du das nicht mitbekommen hast, schau doch selbst mal bei google oder youtube. Da gibt es ganze Konzertausschnitte mit seinen deplatzierten und voreingenommenen Äußerungen.
Warum kann man nicht höflich bleiben und die Nachfragenden bedienen?

Man sollte sich vielleicht am besten den Wortlaut im Original antun, also eingebunden so, wie er es während seines Konzerts hinterlassen hat, inklusive Publikumsreaktionen. Den authentischsten Ausschnitt fand ich bisher den hier, präsentiert auf Twitter vom österreichischen Bürgermeister aus Lustenau, Kurt Fischer (ÖVP):

Zum Videoausschnitt

hups, daneben gegriffen... 😱

Zum Videoausschnitt
 
@Insta: wenn man sich nicht erinnert, läuft man Gefahr, es zu wiederholen. Deine Erfahrungen können Dich davor schützen, immer und immer wieder die selben Fehler zu machen, wenn man nicht zu doof oder zu träge ist, dies zu erkennen. Aber wenn Du diese Fehler nicht mehr erinnerst, wie willst Du dann einen Schritt unterlassen, der beim letzten Mal schon zur Katastrophe geführt hat?

Dass sich ein einzelner Mann ohne Waffen einem Panzer entgegen gestellt und ihn aufgehalten hat und damit unglaublichen Mut bewiesen hat ... wenn sich niemand daran erinnert, wie lange braucht es dann wohl, bis wieder Menschen so viel Mut an den Tag legen? Oder wenn niemand mehr von den Montags-Demos weiß und sich erinnern kann, dass man ein Regime friedlich "überwinden" kann, was geschieht dann beim nächsten Mal?

Wie will man den Anfängen wehren, wenn man diese Anfänge nicht mehr erinnert? Kann und sollte man so leichtfertig und naiv sein?
Früher hieß es, dass wir Deutschen ein Volk der Denker und Dichter sind. Mein Lehrer hatte mich vor etlichen Jahren gefragt, ob ich stolz darauf bin. Heute würde ich sagen, dass ich keinerlei Anteil daran hatte, also auch nicht stolz darauf sein kann. Ich kann es höchstens gut finden - leider ist aus mir weder ein epochaler Dichter noch Denker geworden.

Die Römer hatten in der Antike ein Weltreich aufgebaut. Viele ihrer Gegner vernichteten oder versklavten sie. In ihren Arenen vernichteten sie ganze Tierarten. Erinnern die heutigen Italiener sich daran? Ich glaube nicht. Ich kann mich nur an etwas erinnern, was ich selber erlebt habe. Das andere ist Geschichte.

Ein polnischer Bekannter von mir versteht nicht, warum unsere deutschen Politiker immer wieder unsere Kollektivschuld wachhalten müssen. Werde ich deshalb ein besserer Mensch, wenn ich mit einem „ich bin schuldig“-Schild herumlaufe? Der Pole möchte in der Gegenwart für die Zukunft leben. Wo lebt der Deutsche?

Ist man ein unglaublich mutiger Mensch, wenn man sich einem Panzer entgegenstellt? Oder ist man unglaublich blöd und Suizid-gefährdet? War nicht eher der Soldat im Panzer unglaublich mutig? Was hätte seine Strafe sein können?
 
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