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Gelöscht 85627
Gast
Auch moderne Bauern kriegen Zivilisationskrankheiten, denn ein Bauer lebt üblicherweise von dem, was er anbaut, und harte körperliche Arbeit fordert gehaltvolles, deftiges Essen, das den Magen auch füllt, also eher Schweinebraten mit Kloß und süße Mehlspeisen als irgendeine vegane Körner- und Salatpickerei. 🙄
Und außer dem Verschleiß leiden Bauern auch noch an etlichem anderen, häufig vertreten ist die Staublunge, weil man sowohl bei der Feldarbeit als auch beim Heuen und beim Umgang mit Großtieren ständig Staub einatmet. Wer mal bei einer Getreideernte dabei war weiß, wie stark das staubt, und ein hinterhältiger kratziger Staub obendrein, nach dem man sich gründlichst waschen muß, weil das Zeug überall unter die Kleider geht.
Selbst ohne Rauchen ist die Lungenkapazität bei alten Bauern daher meist nicht die beste.
Und nicht vergessen darf man das Infektionsrisiko über Tierkrankheiten. Heute ist das dank Impfungen, Hygienevorschriften, überwiegender Stallhaltung und zahlreicher weiterer Maßnahmen in Sachen Tiergesundheit nicht mehr so dramatisch, aber früher als es das alles noch nicht gab, waren Krankheiten vom Schweinebandwurm und Rindertuberkulose über Rinderpocken, diverse Schafkrankheiten bis hin zu echten Killern wie Milzbrand (Tierkrankheit!) und Tollwut (immer wieder über Kontakte mit Wildtieren auf Weiden und bei der Jagd eingeschleppt) ein ständiger Faktor in der Landwirtschaft.
Unsere Lungen sind ok, da hatten alle im Umkreis hier Glück - was nicht heißt, dass du nicht recht hast und auch nicht, dass nicht noch immer vereinzelt Spätfolgen auftreten könnten.
Wie du selbst schreibst, wer heute unter Zivilisationskrankheiten leidet, trägt dazu auch durch falsche und übermäßige Ernährung bei.
Das Umdenken geht langsam, doch immer mehr voran. Und tatsächlich gibt es etwas zwischen Schweinebraten und Körnerpicken. 😉
Was immer mehr Landwirte umsetzen.
Gesunde, vollwertige, möglichst wenig belastete Nahrungsmittel. Ein rundum versorgter Körper. Eben, um dem Gesundheitsbewusstsein Rechnung zu tragen und möglichst lange fitter zu sein, leistungsfähiger.
So einige Bäuerinnen machen Ausbildungen zu Ernährungsberatern. Belegen Yogakurse oder bieten diese selbst an.
Eine Infektion über Tierkrankheiten ist mir in den vergangenen 20 Jahren nicht begegnet.