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Moderne versus Naturvölker

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Das scheint ...vorsichtig ausgedrückt...nicht einheitlich gehandhabt zu werden.
Es gibt definitiv Spielraum. Lässt sich auch überprüfen.

Bekannte sanieren gerade einen alten Dreiseithof. Denkmalschutz. Viel im Eigenbau. Sie stehen im ständigen Kontakt, der Umgang ist freundlich und es gibt keine Probleme.
Geht aber auch ziemlich gegenteilig. Habe ich gehört. Zum Glück nicht erlebt.

Wenn jemand alles selber machen kann und auch Zugang zu alten Teilen hat wie Balken, Türen, Fenstern - mancherorts gibt es regelrechte Ersatzteillager, die von Denkmalschützern oder Ortsvereinen bei Abbrüchen angelegt werden und wo man sich bedienen kann, wenn man das zu renovierende Objekt angibt - gibt es wenig Probleme. Das setzt aber viel Erfahrung und handwerkliches Geschick voraus, und das hat eben nicht jeder.
Daß Leute ein eigentlich geschütztes Gebäude einfach verschandelt haben, indem sie ausgerechnet die schützenswerten Teile (bestimmte Fassadenelemente) weggerissen haben, das hab ich auch schon erlebt, und die bekamen dann z. B. bei der Grundsteuer auch die damit verbundenen Abschläge nicht mehr. Wiedergutzumachen war der Schaden nämlich nicht mehr.
 
Manche könnten schon sanieren, sie wollen bloß nicht, weil es einfacher ist, ein paar Jahre zu warten, bis die alte Hütte von selber zusammenbricht, und dann kann man auf dem Grund entweder ein eigenes Haus oder ein Mehrfamilienhaus für (Teil-)Verkauf einzelner Wohnungen hinstellen.

Im Raum Nürnberg ist es preislich übrigens ähnlich, Eigentumswohnungen kriegt man noch so um die 300 T aufwärts wenn in normalem, renoviertem Zustand (hängt natürlich von der Größe ab), aber wenn ein Einfamilienhaus vergleichbar billig angeboten wird, ist der Wurm drin. Altbau, nicht unterkellert, hoher Grundwasserstand und darum chronisch feucht, vielleicht noch Kriegsschäden wenn Vorkriegsbau ... die möglichen Fallstricke sind endlos.


Genau, so kenne ich die Denke auch.
Mehrfamilienhäuser, Supermärkte...

Gekauft habe ich zum Grundstückspreis:
Altes Bauernhaus mit ausreichend Grund (700 qm).
Typischer Feuchtkeller für Lebensmittellagerung, nicht als Abstellraum. Keine Feuchteschäden, nicht verwechseln.
Ohne Denkmalschutz, Substanz gut.
Dach noch ein paar Jahre ok, aber wird dann fällig. Neu verputzen war nötig, Fenster, Türen wurden leider aus Kunststoff eingesetzt (nicht von uns).
Innen viel zu tun. Badsanierung. Neue Elektroleitungen.
Haken: ein nicht unterkellerter Raum, Schimmel. Von Grund auf Sanierung nötig. Alles raus, Putz komplett abschlagen usw. Ursache: wurde über Jahre nicht genutzt, nicht beheizt, gelüftet.
Nebengebäude auch sanierungsbedürftig, aber kein Notfall.
Unverbaubare Lage/Sicht angrenzend an großen Weiher.

Einen Fehler sollte man halt nicht machen: aus einem alten Haus ein neues machen wollen.

Das Ding muss noch 80 Jahre stehen, wenn Nachwuchs da leben möchte. Ansonsten Verkauf. Die Lage ist gut.

Ich kann wirklich nicht bestätigen, dass es keine Häuser gibt. Ein paar Kilometer weiter hatten wir ein größeres Haus fast ohne Grund besichtigt. Nicht unser Ding. Ging aber an anderen Interessenten weg.

Leider an Hauptstraße gäbe es hier in nahen Orten noch mindestens 2 interessante Häuser. Und ein winziges mit Denkmalschutz, Seitenstraße. Für Single perfekt. Inzwischen Zustand heftig, aber noch wäre es zu retten. Usw.
 
Hier bei uns stehen viele gut erhaltene Zweifamilienhäuser. Und die steigenden Grundstückpreise treiben eben auch die Gesamtpreise nach oben.

Und wenn der Grund schon eine Viertelmio. wert ist, ist keiner so doof und verkauft das Haus dazu für 50.000 Euro, wenn es was taugt.

Somit sind keine anständigen Häuser mit Grund für 300.000 Euro zu haben.

Was bedeutet anständig? Ein Haus, bei dem kaum investiert werden muss? Das ist klar, dass die in den angesprochenen Gegenden mehr als 300.000 Euro kosten.
 
Daß Leute ein eigentlich geschütztes Gebäude einfach verschandelt haben, indem sie ausgerechnet die schützenswerten Teile (bestimmte Fassadenelemente) weggerissen haben, das hab ich auch schon erlebt, und die bekamen dann z. B. bei der Grundsteuer auch die damit verbundenen Abschläge nicht mehr. Wiedergutzumachen war der Schaden nämlich nicht mehr.

Oh Himmel, ja! Da blutet einem das Herz!

Zum Rest kann ich auch nur zustimmen.
 
Was bedeutet anständig? Ein Haus, bei dem kaum investiert werden muss? Das ist klar, dass die in den angesprochenen Gegenden mehr als 300.000 Euro kosten.
Investieren muß man in nachgefragten Gegenden immer, entweder beim Kauf oder danach, wenn man selber renoviert. Kostet so oder so.
Billigschnäppchen kriegt man heute nur noch über Vitamin B oder - sehr eventuell - bei einer Zwangsversteigerung, aber auch da sind selbstverständlich die professionellen Immobilienjäger unterwegs.
 
Na, wer mutig oder verrückt genug ist, könnte sich ein ganzes Dorf kaufen und versuchen es mit anderen neu zu beleben. Und sich so seine eigene kleine Welt erschaffen.

https://www.google.com/amp/s/amp.we...er-ersteigert-ein-Dorf-fuer-140-000-Euro.html

Da fällt mir noch etwas ein: es gibt immer mehr Dörfer, die versuchen sich unabhängiger zu machen, autark heizen, eine eigene Währung haben.
Sich da einzubringen, das zu unterstützen, weiter voranzutreiben, wäre sicher sinnvoll.
Allerdings bedarf es da wieder eines gewissen Gemeinschaftssinnes.

Eine eigene kleine Insel wäre dann noch die extreme Alternative. Da ist man dann unabhängig von anderen, auf sich alleine gestellt. Mit allen damit verbundenen Widrigkeiten.
------------------------
Auf Sizilien gibt es für 1 Euro Häuser.

https://www.google.com/amp/s/www.reisereporter.de/amp/artikel/6914-italien-dorf-sambuca-verkauft-haeuser-fuer-1-euro-auf-der-insel-sizilien
 
Ein nettes Beispiel vielleicht:

The Biggest Little Farm

Wer aber will so schon leben?


Immer mehr Menschen offenbar.
Für mich gibt es auch nichts besseres als Landleben, Tiere, Arbeit an frischer Luft. Nur muss ich dazu nicht zwingend in ein anderes Land. Was daran so viel besser sein sollte, verstehe ich eben noch nicht. Überall gibt es weniger gute Umstände.

Wenn alles so sein soll wie ich es möchte, bleibt nur totaler Rückzug. Was auch Schwierigkeiten mit sich bringen würde, die man dann bereit sein müsste in Kauf zu nehmen.
Ansonsten bleiben nur Kompromisse. Da gilt es den bestmöglichen für sich zu finden.
 
Was daran so viel besser sein sollte, verstehe ich eben noch nicht.
Es ging auch nicht darum, dass es in anderen Ländern besser sein würde, sondern eben darum, dass es außerhalb des dichtbesiedelten Mitteleuropas eben Regionen gibt, in denen man sehr viel einsamer und naturnäher leben kann, weil die Bevölkerungsdichte sehr viel geringer ist. Deswegen die Vorschläge...

Was das Landleben betrifft, bin ich persönlich nicht der Richtige, weil ich mich eher in Städten wohl fühle. Daher kann ich bei diesem Thema keine eigenen Erfahrungen beisteuern und beteilige mich sozusagen als Außenstehend-Interessierter an der Diskussion.
 
Es ging auch nicht darum, dass es in anderen Ländern besser sein würde, sondern eben darum, dass es außerhalb des dichtbesiedelten Mitteleuropas eben Regionen gibt, in denen man sehr viel einsamer und naturnäher leben kann, weil die Bevölkerungsdichte sehr viel geringer ist. Deswegen die Vorschläge...

Was das Landleben betrifft, bin ich persönlich nicht der Richtige, weil ich mich eher in Städten wohl fühle. Daher kann ich bei diesem Thema keine eigenen Erfahrungen beisteuern und beteilige mich sozusagen als Außenstehend-Interessierter an der Diskussion.


Sanierungsbedürftige Häuser oder auch nur renovierungsbedürftige gibt es in Deutschland jede Menge.
Sterbende Dörfer oder Alleinlage dürften naturnahes und einsames Leben problemlos ermöglichen.

Ich verstand es eher so, dass das System in Deutschland das Problem ist. Vieles daran inakzeptabel ist.
Doch in jedem Land dürfte es Umstände geben, die nicht ideal oder gut sind und die man nicht gerne unterstützen möchte.

Leider kamen dazu keine Infos mehr bisher.

Leben wie Naturvölker, genannt wurden Native Americans.

Was genau verstehst du darunter, TE? Auf welchen Zeitraum beziehst du dich? Wann erschien dir das Leben idealer? Was daran?
Leben war zu jeder Zeit mit negativen Begleiterscheinungen verbunden. An (inzwischen längst heilbaren) Krankheiten sterben oder sich mit anderen Stämmen bekriegen, von Hungersnöten bedroht, und was einem da sonst so einfallen kann.

Naturverbunden kann man auch heute leben, ohne frühere Lebensformen zu idealisieren. Ausstieg so weit es geht, jedoch Vorteile des jeweils landeseigenen Systems nutzen soweit es zum eigenen Leben passt. Das schaffen ja immer mehr.
 
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