Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich komme mit der heutigen Gesellschaft nicht klar

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 85369
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ob man sich in der Gesellschaft wohl fühlt, ist zu einem großen Teil individuelle Wahrnehmung. Ich kann jegliche vorgenannte Kritik verstehe ich schließe mich vielem an, aber ob man persönlich glücklich in dieser Welt ist, liegt kaum daran, dass wir gern betonen in einer oberflächlichen Konsumgesellschaft leben.

Vielmehr ist die frage: Lässt du das an dich ran.

Ich stimme dir zu und auch wieder nicht, Andreas.

Wenn sich der Nachbar über sein neues Auto freut, kann ich mich doch mit ihm, für ihn freuen? Oder es interessiert mich bei einem anderen einfach nicht.
Missgunst empfinden würde ich bei einem absoluten Vollpfosten, aber so viele gibt's davon auch wieder nicht.
Und dass ich mir z B dieses Modell wegen hohem Verbrauch nicht gekauft hätte, muss ich doch niemandem reindrücken, der sich gerade freut.

So etwas hat für mich nichts direkt damit zu tun, ob ich mich innerhalb des Ausschnitts einer Geschellschaft wohlfühle, in dem ich mich bewege.
Außer ich sitze als "armer Schlucker" in der "Bonzensiedlung" und die sehen auf mich herab, grüßen nicht, schließen aus, ohne mich je kennengelernt zu haben. Auf die wäre ich nicht gut zu sprechen.

Für mich spielen andere Kriterien eine wichtigere Rolle, als der Nachbar, mit dem ich gelegentlich einen Plausch über den Gartenzaun halte.
Wichtiger ist für mich eine gewisse Schnittmenge mit Menschen, mit denen ich mal mehr, mal weniger freiwillig viel Zeit eines Tages verbringe.
Oder eben mit einer Gemeinschaft, in die ich mich einbringen möchte, meine Freizeit mit ihnen verbringe.
Ob da ein freundlicher, respektvoller, wertschätzender Umgangston herrscht. Ob mehr möglich ist als oberflächlicher Smalltalk oder - um dein Beispiel mit deinem Garten aufzugreifen - es zu so erheiternden Missverständnissen, leichtem Unverständnis kommt, eventuell ein interessiertes Gespräch entstehen kann, ob etwas wie Gleichgültigkeit vorherrscht, Herablassung oder alles was anders ist als derart beängstigend empfunden wird, dass es direkt Aggression und Anfeindung auslöst. Da wird es auch mit beharrlicher Freundlichkeit schwer werden sich einzufügen in die Dorf-/Siedlungsgemeinschaft.

Oder ein neuer Kollege. Der z. B. sehr schnell sehr selbständig arbeitet und für das Pensum weniger Zeit benötigt als bisher dafür aufgewendet wurde.
Gepaart mit einem oder mehreren Kollegen, der/die sich bisher gerne reichlich freie Arbeitszeit verschafft, führt ersteres evtl. zu einem Konflikt, von dem "der Neue" vielleicht noch nicht mal erahnt, wie er entstand.

Der neue Kollege, der etwas länger braucht, um Abläufe zu verinnerlichen.
Dazu ein oder mehrere ungeduldige Kollegen, die unfreundlich reagieren auf Nachfragen und hinterrücks lästern.

Und wird dann bei Klärungsversuchen geblockt, wird kein gutes Arbeitsklima herrschen. Von Wohlfühlen wird keine Rede sein können.

Denk an eine gutbürgerliche Siedlung mit "Mustergärten". Und mittendrin eine Familie mit 5 Kindern, einem Faible für Indianer und einem Tipi im Garten. Von Beruf Puppenspieler. Das kann (!) schwierig werden.

Einzelfälle wird man sicher nicht an sich heranlassen müssen. Doch wir sind soziale Wesen. Und bedürfen daher eines gewissen Zugehörigkeitsgefühls, einer ausreichenden Schnittmenge, um dieses Gefühl entwickeln zu können.
 
Insta, das sind interessante Gedanken!

Die von dir genannten Punkte wären wirklich ändernswert, aber wie immer entscheidet der schnöde Mammon darüber.

Du bist also auch eins von von den bequemen Beispielen, die nicht immer der Vernunft folgen. 😉 Willkommen im Club.

So eine Wanderschaft und ein Bauwagen-Leben ist sicher nichts für jedermann.
So extrem woe dieser Mann das durchzog, könnte ich das auch nicht.
Zur Last fallen - ja, auch eine meiner Ängste. Sowas kann einem tatsächlich manchmal im Weg stehen, beim Inanspruchnehmen von Hilfe zum Beispiel.
Manchmal gehe ich deshalb auch nicht auf einen Menschen zu und verpasse dadurch eventuell interessante Kontakte.
Da versuche ich etwas achtsamer zu werden, erst einen Schritt zurückzugehen, um bessere Entscheidungen zu treffen in manchen Momenten.

Du verknüpfst jetzt die Bauwagengeschichte mit Änderungen im Großen und dem/der TE. Um etwas zu ändern und andere zu motivieren, müssen doch nicht alle/viele im Bauwagen leben wollen? Es ging ja nicht darum, dass die/der TE andere zu einem Leben im Bauwagen motivieren soll oder ich dazu motivieren möchte.
Habe ich das so missverständlich rübergebracht?

Aus der Pizzabringdienst-Supermarkt-vor-der-Tür-Nummer und Flügen just vor fun bin ich raus.
Das ist für mich Fortschritt, der Mensch und Natur schadet. Allein die CO2-Emmission eines Fluges...
Das war bei mir ein vergangener mehrjähriger Zwischenstopp, bei mir geht es, um wieder mehr im Einklang mit der Erde, der Natur, zu leben, wieder zurück zu vernünftigeren Lebensweisen mit vielen Verbesserungsmöglichkeiten nach oben.

Also kein Öl oder Gas zum Heizen beispielsweise, Auto teilen, keine Flüge, Blumenwiese statt Rasen, Ökostrom, Warmwasser per großem Boiler, der jeweiligen Bedarfsmenge angepasst, renovieren/bauen mit Lehm und sonstigen natürlichen Baustoffen. Könnte ich es mir leisten, würde och die bereits vorhandenen Kunstofffenster rausnehmen lassen. Plastik vermeiden, Permakulturgarten gestalten, teilweise Selbstversorgung usw.
Für mich gehört dazu auch eine essbare Stadt, also Bepflanzung öffentlichen Grundes mit fruchttragenden Bäumen, Sträuchern, die von jedem geerntet werden dürfen. Gerne auch verpflichtend für Firmengelände, Ernte von allen, die das Gelände betreten dürfen.

Unser Strom- und Wasserbrauch ist deutlich niedriger als für diese Anzahl Personen/Quadratmeter angesetzt. Warm ist es trotzdem, in Schlafräumen aber kühler.

Fortschritt ist für mich etwas ganz anderes als für dich. Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel zum Beispiel, Einsatz weniger schädlicher Technologien in allen Bereichen, Optimierung der artgerechteren Tierhaltung und gesünderen Lebensmittelproduktion (Genmanipulation als Stichpunkt), Gestaltung gesünderer Arbeitsplatzverhältnisse. Und vieles mehr.

Konsum ohne Schranken, außer bei manchen* finanzielle, Gewinnmaximierung, Wirtschaftswachstum, Manipulation durch Werbung etc., oberflächliches Spaßverhalten, das alles lockt mich nicht mehr.

So völlig unterschiedliche Blickwinkel auf die Dinge - ich finde das echt spannend!

Das sind durchaus interessante Ideen. Ich spare auch wo ich kann, also Müll, Energie etc. Da bin ich bei Dir.

Es siegt in einigen Punkten aber doch die Bequemlichkeit, das gebe ich durchaus zu.

Wir alle wollen (ich gehe von mindestens 99 Prozent aus) mehr in Einklang mit der Natur leben, diese erhalten usw.

Aber, bemerkst Du was an Deinen Ideen? Es geht zu Lasten der Bequemlichkeit und es wird teurer für uns. Das ist ja das verlogene an der Gesellschaft. Ich stehe dazu dass ich günstig durch die Welt fliege. Wobei das nicht just for fun ist, man lernt auch andere Kulturen kennen. Ich esse auch mal ein Steak. Ich fahre auch Auto usw.

Worauf ich hinaus will, niemand will Massentierhaltung. Aber nun mach mal das Steak 2 Euro teurer. Das will dann auch niemand.

Das ist das, was mich ein wenig stört, dass der Mensch nicht dazu steht, bequem zu sein.

Helfen kann nur die Politik, Gesetze gegen Massentierhaltung erlassen, Kerosin besteuern, aber welche Partei macht das. Das sehe ich aktuell noch nicht. Das wird aber kommen, das Bewusstsein ändert sich gerade, und so lang nehme ich die Annehmlichkeiten noch mit. Wer weiss was ich mir in 10 oder 20 Jahren noch davon leisten kann....
 
Das sind durchaus interessante Ideen. Ich spare auch wo ich kann, also Müll, Energie etc. Da bin ich bei Dir.

Es siegt in einigen Punkten aber doch die Bequemlichkeit, das gebe ich durchaus zu.

Wir alle wollen (ich gehe von mindestens 99 Prozent aus) mehr in Einklang mit der Natur leben, diese erhalten usw.

Aber, bemerkst Du was an Deinen Ideen? Es geht zu Lasten der Bequemlichkeit und es wird teurer für uns. Das ist ja das verlogene an der Gesellschaft. Ich stehe dazu dass ich günstig durch die Welt fliege. Wobei das nicht just for fun ist, man lernt auch andere Kulturen kennen. Ich esse auch mal ein Steak. Ich fahre auch Auto usw.

Worauf ich hinaus will, niemand will Massentierhaltung. Aber nun mach mal das Steak 2 Euro teurer. Das will dann auch niemand.

Das ist das, was mich ein wenig stört, dass der Mensch nicht dazu steht, bequem zu sein.

Helfen kann nur die Politik, Gesetze gegen Massentierhaltung erlassen, Kerosin besteuern, aber welche Partei macht das. Das sehe ich aktuell noch nicht. Das wird aber kommen, das Bewusstsein ändert sich gerade, und so lang nehme ich die Annehmlichkeiten noch mit. Wer weiss was ich mir in 10 oder 20 Jahren noch davon leisten kann....

Das klingt nach..."und nach mir die Sintflut."
Das ist genau das, was die "Fridays for Future" Aktivisten und Demonstranten bemängeln.
Und sie haben recht!!!
 
Ja die meisten von den "Kindern" sie "Aktivisten" zu nennen passt nicht, bemängeln auch anderes. Sie würden gerne weniger Schule haben und gerne 50 jährige anleiten wie man das im Leben so macht mit dem Klima...
Naja, wobei ich mich jetzt von ihnen nicht angeleitet oder gegängelt fühle. Eigentlich bin ich ganz froh, dass es auch solche Jugendbewegungen gibt, und dass nicht die Pegidas und Identitären die einzigen sind, die demonstrieren.
 
Mal ein paar Beispiele, wie bescheuert diese unsere Gesellschaft ist...

Da wird ein ~ 50 Meter hoher Funken aufgebaut und dann auch abgebrannt...nur damit man ins Guinnesbuch kommt...und da kommen auch noch tausende von Zuschauern und unterstützen diesen schmarrn🙄
Da werden Tonnen von Holz sinnlos verbrannt, mit denen Familien hätten den Winter über heizen können. Da wird zur Gaudi Feinstaub in Unmengen in die Luft geblasen...
Und die Leute findens gut.
Brot und Spiele.

Da soll ein 150 Jahre Alter Baum gefällt werden, weil er ein paar Marode Stellen hat und die Gemeinde nicht für den Erhalt aufkommen will. Dann meldet sich ein Privatmann und will die Kosten übernehmen. Aber pustekuchen. Der Baum soll jetzt trotzdem weg.

Da bremsen schon zum wievielten Male ein paar Idioten eine ganze Autobahn aus...um Fotos zu machen, unter anderem auch vom dadurch entstehenden Stau...
Andere Idioten rasen mit wahnwitzigen Geschwindigkeiten durch Städte und liefern sich Rennen...ohne Rücksicht auf Verluste...

Ein Trump...der Brexit...Orban, Erdogan...
Sind das Symbole für eine gesunde, angenehme Gesellschaft?
 
Ein Trump...der Brexit...Orban, Erdogan...
Das sind für mich die prominentesten Beispiele für eine problematische Entwicklung unserer Gesellschaft. Wobei ich auch nicht dazu tendiere, die Vergangenheit zu verklären. Wenn man zurückblickt, war es in den vergangenen Jahrzehnten auch nicht immer und überall besser, im Gegenteil. Allerdings habe ich das Gefühl, dass sich viele Menschen eben diese nicht unproblematische Vergangenheit zurückwünschen.
 
Das klingt nach..."und nach mir die Sintflut."
Das ist genau das, was die "Fridays for Future" Aktivisten und Demonstranten bemängeln.
Und sie haben recht!!!

Auch das Schreiben hier ist nach mir die Sintflut. Auf dem Laptop, Strom etc.

So tickt halt der Mensch.

Und die Aktivisten sind da nicht anders, da laufen genug mit, die das neueste Handy haben und danach zu Mc Donalds gehen.

Und das kann ich auch keinem verübeln.
 
Auch das Schreiben hier ist nach mir die Sintflut. Auf dem Laptop, Strom etc.

So tickt halt der Mensch.

Und die Aktivisten sind da nicht anders, da laufen genug mit, die das neueste Handy haben und danach zu Mc Donalds gehen.

Und das kann ich auch keinem verübeln.

Dafür dass ich noch nie geflogen bin kann ich glaub ich ne Weile im Internet schreiben🙄
So energie- und Umweltbilanzmässig.
Man muss schon ein bisschen die Relation im Auge behalten.

Mein Tablet ist ~7Jahre alt (mein Handy übrigens auch ) und der Strom kommt zumindest tagsüber überwiegend aus unserer Photovoltaikanlage.🙄
 
Dafür dass ich noch nie geflogen bin kann ich glaub ich ne Weile im Internet schreiben🙄
So energie- und Umweltbilanzmässig.
Man muss schon ein bisschen die Relation im Auge behalten.

Mein Tablet ist ~7Jahre alt (mein Handy übrigens auch ) und der Strom kommt zumindest tagsüber überwiegend aus unserer Photovoltaikanlage.🙄

Es geht ja nicht um den Vergleich um uns. Wir beide handeln nicht im Einklang mit der Natur.

Auch ein altes Laptop und Handy schaden der Natur. Du nutzt das Netz, dafür bauen wir überall Masten in die Natur.

Hattest Du nicht mal geschrieben Ihr habt ein altes Auto? Die Abgase alter Autos sind nun nicht vorbildlich.

Also, ich will hier niemanden angreifen, aber bis auf die Beispiele von Weltkind von den Leuten im Bauwagen handeln wir hier alle sehr bequem auf Kosten der Natur.
 
Es geht ja nicht um den Vergleich um uns. Wir beide handeln nicht im Einklang mit der Natur.

Auch ein altes Laptop und Handy schaden der Natur. Du nutzt das Netz, dafür bauen wir überall Masten in die Natur.

Hattest Du nicht mal geschrieben Ihr habt ein altes Auto? Die Abgase alter Autos sind nun nicht vorbildlich.

Also, ich will hier niemanden angreifen, aber bis auf die Beispiele von Weltkind von den Leuten im Bauwagen handeln wir hier alle sehr bequem auf Kosten der Natur.

Es ist schon ein Unterschied.

Und aus dem alten Auto ist mittlerweile ein neues geworden.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
D Warum komme ich mit anderen Menschen nicht klar? Ich 12
M Wie komme ich aus diesem Dilemma heraus? Ich 6
I Lebenskrise? Wie komme ich da raus? Ich 10

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben