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Ich komme mit der heutigen Gesellschaft nicht klar

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Super schön geschrieben. Würde mich freuen eines Tages mehr von dir zu lesen.

Es ist allerdings aber super wichtig zu Erkennen, welche Konsequenzen unser Handeln mit sich bringt. Blind an einer Demonstration teilzunehmen, deren Konsequenzen vermutlich weitere Verbote und Steuern sein werden und damit den Gürtel noch enger schnallen werden, betrachte ich zum Beispiel als super kritisch.

Es spricht nichts dagegen Lösungen zu finden, aber die Lösungen müssen von uns selbst kommen. Was die Erde und die Welt braucht ist Vernunft. Nicht mehr und nicht weniger.





*Da stimme ich dir zu, blind sollte man nicht loslaufen. Daher schrieb ich, Informationen zusammentragen.

Diesen Zug zu nutzen bedeutet für mich nicht automatisch, an den Demos teilzunehmen und die selben Inhalte zu transportieren.
Das kann auch bedeuten, die Welle der Aufmerksamkeit auf andere Weise und für eigene Inhalte zu nutzen.

Die Vernunft alleine wird denke ich nicht genügen.
Viele sehen etwas ein und setzen es doch nicht um, schaffen es also nicht ihr Handeln mit der Vernunft in Einklang zu bringen.

Das Wissen ist schon sehr lange vorhanden, durch das Internet steht jedem der Weg offen, bequem nachzuforschen, zu überprüfen, doch wie viele haben reagiert und agieren vernünftig? Der Mensch ist im Grunde eher bequem und egoistisch und kommt meist erst durch einen gewissen Druck vom Sofa.

Spiegelt sich ganz gut wieder im Erleben derer, die schon länger (on freiwillig oder eher unfreiwillig) arbeitslos sind, zuhause sind. Ein Schlendrian schleicht sich da schnell ein.
Es spiegelt sich wieder beim Prokastinieren.

Und ein ganz praktisches Beispiel sind die Getränkedosen. Die verschwanden erst weitgehend vom Straßenrand, als das Pfand eingeführt wurde.
Kostenloser Kaffee für Obdachlose ist ein weiteres Beispiel.
Halb- dreiviertelvoll abgestellte Becher wurden erst deutlich reduziert, als ein kleiner Obulus für den Kaffee eingeführt wurde.
Der Mensch handelt meist erst, wenn es auf die eine oder andere Weise ein bisschen weh tut.
 
Was ich immer schade finde, dass bei der Kritik über die Gesellschaft die "Anderen", die gut in der Gesellschaft klarkommen, Lemminge sind, nicht Nachdenken, naiv sind und so weiter.

Das hast Du nicht alles geschrieben, Weltkind, das ist hier aber der Tenor.

Ich würde auch gern Einiges verändern, im Grossen und Ganzen bin ich aber zufrieden!

Deinen Beitrag habe ich mir nur mal herausgegriffen, weil ich doch schmunzeln musste.

Wenn uns Menschen inspirieren sollen, die ohne Geld durch Deutschland laufen müssen um sich selbst zu finden um dann im Bauwagen zu enden, na dann Prost Mahlzeit.

Wenn die grossen Massen Ihr Leben ändern sollen, dann braucht es Fortschritte und positive Aspekte, nicht einen wirren sozialen Abstieg. So wird sich niemand ändern.

Hui - da prallen natürlich Welten aufeinander und es ist sicher manchmal schwierig, etwas nicht zu persönlich zu nehmen.

Jeder lebt auf seine Weise und sieht die Welt mit seinen Augen, aus seinem persönlichen Blickwinkel. So viele Menschen es gibt, so viele Realitäten gibt es.
Und keine davon ist richtiger oder falscher, besser oder schlechter.
Sie sind verschieden. Anders. Das ist alles. Und ist gleichzeitig so viel!

Für die einen kann das spannend und bereichernd sein, leidenschaftliches diskutieren auslösen, andere fühlen sich dadurch bedroht, können oder wollen nicht offen sein für andere Denkansätze und sind nicht bereit, etwas zu überdenken und 1 mm von ihrer Meinung abzuweichen.
Und dazwischen gibt es jede Menge Varianten.

Wenn du zufrieden leben kannst, ist das für mich ein Grund für Dankbarkeit, Freude und Demut.
Das ist nicht jedem gegeben.

Lemminge sind wir irgendwo alle.
Der ein oder andere tanzt mal aus der Reihe, trödelt verträumt und fällt auf die Nase, doch fast alle reihen sich brav wieder ein.
Bereit, die Konsequenzen aus dem anderen Fall, dem Nichteinreihen, zu tragen, sind die wenigsten.

Bei dem Wort "Lemminge" erscheint immer ein kleiner Comicfilm vor meinem inneren Auge (leider kann ich nicht gut genug und detailverliebt genug zeichnen):

Die Comicmännchen (geschlechtsneutral gemeint) treten aus den Haustüren, verschwinden in Bussen und Autos (= werden verschluckt), welche sich in den hektisch fließenden, nie anhaltenden Verkehr einreihen und die Männchen an unterschiedlichen Orten wieder ausspucken.
Stundenlang tun sie nun die Handgriffe, für die sie trainiert wurden, um dann wieder von Bussen usw. verschluckt und ausgespuckt zu werden.

Dein Post wirft einen Berg an Fragen auf.

Was würdest du denn gerne verändern?
Warum kannst du das nicht tun?

Was erschreckt dich an dem Gedanken, dass gebildete Menschen freiwillig auf Wanderschaft gehen, weil man so Erfahrungen machen kann, die einem im üblichen Alltag nicht geschenkt werden?
Dass sie ein Leben im Bauwagen als lebenswerter erachten als die üblich gelebte Alternative?

Wohin hat uns der sogenannte Fortschritt gebracht? Was ist das für dich?
Welche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt brachte es mit sich?

Alles hat eine Kehrseite. Dies auszublenden wäre gefährlich und dumm.
 
Ich denke auch, dass jeder Mensch in seiner eigenen Realität lebt, sprich: seine eigene Weltanschauung hat, geprägt von den Unmsänden in seinem Leben, der Umgebung, Kindheit und anderen Faktoren.

Für einen Russen sieht die Welt denke ich doch anders aus, jetzt pauschal gesagt, als für einen Österreicher oder einen Türken. Aber da verallgemeine ich jetzt zu sehr und wiederspreche mich in einer gewissen Weise selber, würde man meinen.
Nur meinte ich es generell, auf jede einzelne Person ist es mir natürlich unmöglich zuzugreifen. 😉

Jeder sieht die Welt mit seinen Augen und manche haben es schwierig seine Einstellung zu der Welt, Gefühle die sie heutzutage empfinden klar zu definieren. Die anderen tragen Wut im Bauch, auf die Umweltverschmutzung, Konsumgesellschaft, Medien und Oberflächlichkeiten, was in unserer Zeit leider fast überall sehr ausgeprägt sind.

Im Grunde, will aber jeder Mensch zuerst bloss überleben. Manche schaffen es sich gut anzupassen, und machen alles mit, ist auch eine Art von Schutzmechanismus, denke ich, um nicht aufzufallen, oder um nicht alleine gegen die Welt dazustehen.

Manche leben so wie sie es für richtig halten, und verachten so einiges und machen dies nicht mit. Sie müssen aber deshalb nicht unbedingt schwerer haben. Im Gegenteil, sie erschaffen sich einen Mikrokosmos, wo sie sich wohl fühlen.
 
Das merkt man. Im Jahre 2019 merkt man explizit und sehr sehr sichtbar für alle was auch sehr gut so ist. In welcher lebst Du?

Das hat JPreston wunderbar beantwortet.
Ich lebe in meiner Realität, so wie du in deiner.

Bei manchen Realitäten gibt es mehr weniger große Überschneidungen, manche berühren sich am Rand, manche liegen weit aiseinander.

Wenn du zu dieser Denke keinen Zugang findest, stell dir einen Unfall an einer belebten Kreuzung mit mehreren Augenzeugen vor.

Je nach Position sehen sie unterschiedliche Dinge, die wiederum aus einer anderen Position völlig verdeckt sein oder anders wirken können.
Die Zeugenaussagen können also nicht 100prozent deckungsgleich sein, teils sogar stark abweichen oder widersprüchlich sein.
Doch keiner lügt oder sieht es falsch. Nur anders.

@JPreston: Danke dafür, ich kann mich nur jedem Wort anschließen.
 
Vernünftig wäre es allerdings dem nachzugehen.

Bist du IMMER vernünftig?
Ich nicht.

Also schon wieder ein Beispiel dafür.
Obwohl ich wusste, dass es vernünftig gewesen wäre um 6.30/7.00 Uhr aufzustehen, habe ich es nicht getan.

Obwohl ich wusste, dass ich anfangen sollte, etwas meiner Tages- oder Wochenaufgaben zu erledigen, habe ich es nicht sofort getan, sondern Stunden später.

Dadurch mache ich mir selbst Druck, denn je weniger lang mein Tag ist, desto kleiner die Chance meinen wirklich seeeehr kurzen Plan einzuhalten.

Jetzt habe ich zwar etwas davon erledigt, war aber noch nicht im Bad. Das mache ich nach dem späten Frühstück gerade.

Doch vor dem Termin um 14 Uhr (mit 40 min Anfahrt) muss ich noch was ausfüllen...

Vernünftig war ich trotz besseren Wissens also nicht. Zu energielos.
Theorie und Praxis
 
Dein Post wirft einen Berg an Fragen auf.

Was würdest du denn gerne verändern?
Warum kannst du das nicht tun?

Was erschreckt dich an dem Gedanken, dass gebildete Menschen freiwillig auf Wanderschaft gehen, weil man so Erfahrungen machen kann, die einem im üblichen Alltag nicht geschenkt werden?
Dass sie ein Leben im Bauwagen als lebenswerter erachten als die üblich gelebte Alternative?

Wohin hat uns der sogenannte Fortschritt gebracht? Was ist das für dich?
Welche Auswirkungen auf Mensch und Umwelt brachte es mit sich?

Alles hat eine Kehrseite. Dies auszublenden wäre gefährlich und dumm.

Ändern würde ich im Wesentlichen dass Menschen ordentlich bezahlt werden für Ihren Job. Ich würde die Grundversorgung wieder in die Hände des Staates bringen. Krankenhaus, Pflege, Energie, Verkehr (Bus und Bahn) und teils auch Wohnen gehört für mich in staatliche Hände. Nicht in private Hände.
Da gibt es noch mehr Beispiele, das sprengt hier den Rahmen.

Ich selbst ändere es nicht, weil ich zu bequem bin. Ich bin nicht reich, aber beschweren kann ich mich nicht. Von daher kann ich oben genannte Punkte verschmerzen.

Wanderschaft ist eine gute Sache. Mich erschreckt es, weil man immer dem Druck ausgesetzt ist, eine Bleibe etc. zu finden. Der Mann ging ja ohne Geld los! Zudem weiß man dann nie wo man so landet und man ist immer auf andere angewiesen. So lang ich gesund und fit bin will ich Anderen nicht zur Last fallen. Das ist nicht meins.

Der Bauwagen ist ja ok. Aber, um etwas zu ändern, muss man viele Menschen finden, die in die gleiche Richtung wollen. Du hast ja die Themenerstellerin ermutigt, andere zu motivieren. Das ist auch alles prima. Nur wenn die Alternative ein Leben im Bauwagen ist, werden 99,9% der Deutschen nicht mitziehen.

Technischer Fortschritt ist für mich, dass es warm ist in meiner Wohnung. Ich warmes Wasser habe. Ich mich über die ganze Welt im Internet schlau machen kann. Ich auf Knopfdruck den Pizza Bringdienst hier habe. Ich mit meinem Kumpel in Australien sprechen kann. Ich im Supermarkt vor der Tür von Sushi bis zum mexikanischen Bier alles bekomme. Und wenn ich das Bier Original in Mexiko trinken will fliege ich hin und lerne die Menschen vor Ort kennen. Und und und...das ist purer Luxus, den wir haben.

Da brauche ich echt keinen Bauwagen. Was aber, wie Du schreibst, nicht richtiger oder falsch sein muss. Nur, so denke ich, sind die Meisten schon ganz zufrieden mit Ihrem Leben.
 
Das hat JPreston wunderbar beantwortet.
Ich lebe in meiner Realität, so wie du in deiner.

Bei manchen Realitäten gibt es mehr weniger große Überschneidungen, manche berühren sich am Rand, manche liegen weit aiseinander.

Ein schlauer Satz in diesem Thread.

Ob man sich in der Gesellschaft wohl fühlt, ist zu einem großen Teil individuelle Wahrnehmung. Ich kann jegliche vorgenannte Kritik verstehe ich schließe mich vielem an, aber ob man persönlich glücklich in dieser Welt ist, liegt kaum daran, dass wir gern betonen in einer oberflächlichen Konsumgesellschaft leben.

Vielmehr ist die frage: Lässt du das an dich ran. Lässt du es an dich ran, dass der Nachbar dich angrinst weil er ein neues Auto hat und du nicht. Nicht weil dich das Auto wurmt, sondern die Freude des Nachbarn. K*tzt es dich an, dass andere in einer aus deiner Sicht zu starken Konsumwelt leben?

Ich bin jetzt schon zwei mal von Nachbarn gefragt worden, ob ich umziehen will, weil der Garten so "runtergekommen" aussähe. Ne es ist ein "Naturgarten". Ich habe den Boden teils ausgetauscht, vollkommen neu bepflanzt, erlaube wilde Ecken, trimme den Rasen nicht mehr jede Woche und lasse viel Natur zu. Es ist herrlich! Aber kaum einer versteht das. Außer Nachbars Katzen, die lieben meinen Garten 😀

Was ich damit sagen will? In 9 von 10 Gärten soll es ordentlich aussehen, ich bin "anders". Es darf dich aber eben nicht wurmen anders zu sein oder dass andere anders sind als du. Dass anderen Ordnung wichtiger ist, Job wichtig ist oder ihr Konsum. Wir empfinden sowas schnell als persönlichen Angriff. Wenn dich jemand nach deinem Job fragt, deutest du daraus, dass ihm "Arbeit" wichtig ist. Ist dir Arbeit nicht wichtig, hast du alleine durch die frage des anderen bereits ein unterschiedliches Wertebild und damit einen potenziellen Konflikt.

Warum beginnen Gespräche oft mit "wie geht es dir?" Weil das wirklich interessiert? Nein, weil es zum guten Ton gehört auszudrücken, dass man am Wohlergehen des anderen Interesse hat. "Wie geht es den Kindern" drückt aus "ich denke an deine Kinder, sie sind mir auch wichtig". Ich habe eine Kollegin, die 4-5 Katzen hat und diese innig liebt. Wenn ich was dienstlich von ihr möchte, fange ich an mit "Hi, hab dein lustiges Katzen video auf Facebook gesehen..." 3 Minuten Smalltalk und die anschließende 3 stündige Besprechnung läuft besser.

Respektiert die abweichenden (dich vielleicht Null interssiernden) Interessen anderer Menschen. Akzeptiere, dass jeder in seiner Welt mit seinen Wahrnehmungen und Prioritäten lebt. Dass Menschen nach Dingen fragen die DU unwichtig findest, aber sie eben nicht. Ja es nervt wenn man bestimmte Fragen immer wieder hört, aber man sollte daran denken, dass selten Böswilligkeit hinter der frage steht sondern oft sogar aufrichtiges Interesse an deiner Person.
 
Technischer Fortschritt ist für mich, dass es warm ist in meiner Wohnung. Ich warmes Wasser habe. Ich mich über die ganze Welt im Internet schlau machen kann. Ich auf Knopfdruck den Pizza Bringdienst hier habe. Ich mit meinem Kumpel in Australien sprechen kann. Ich im Supermarkt vor der Tür von Sushi bis zum mexikanischen Bier alles bekomme. Und wenn ich das Bier Original in Mexiko trinken will fliege ich hin und lerne die Menschen vor Ort kennen. Und und und...das ist purer Luxus, den wir haben.

Da brauche ich echt keinen Bauwagen. Was aber, wie Du schreibst, nicht richtiger oder falsch sein muss. Nur, so denke ich, sind die Meisten schon ganz zufrieden mit Ihrem Leben.

Insta, das sind interessante Gedanken!

Die von dir genannten Punkte wären wirklich ändernswert, aber wie immer entscheidet der schnöde Mammon darüber.

Du bist also auch eins von von den bequemen Beispielen, die nicht immer der Vernunft folgen. 😉 Willkommen im Club.

So eine Wanderschaft und ein Bauwagen-Leben ist sicher nichts für jedermann.
So extrem woe dieser Mann das durchzog, könnte ich das auch nicht.
Zur Last fallen - ja, auch eine meiner Ängste. Sowas kann einem tatsächlich manchmal im Weg stehen, beim Inanspruchnehmen von Hilfe zum Beispiel.
Manchmal gehe ich deshalb auch nicht auf einen Menschen zu und verpasse dadurch eventuell interessante Kontakte.
Da versuche ich etwas achtsamer zu werden, erst einen Schritt zurückzugehen, um bessere Entscheidungen zu treffen in manchen Momenten.

Du verknüpfst jetzt die Bauwagengeschichte mit Änderungen im Großen und dem/der TE. Um etwas zu ändern und andere zu motivieren, müssen doch nicht alle/viele im Bauwagen leben wollen? Es ging ja nicht darum, dass die/der TE andere zu einem Leben im Bauwagen motivieren soll oder ich dazu motivieren möchte.
Habe ich das so missverständlich rübergebracht?

Aus der Pizzabringdienst-Supermarkt-vor-der-Tür-Nummer und Flügen just vor fun bin ich raus.
Das ist für mich Fortschritt, der Mensch und Natur schadet. Allein die CO2-Emmission eines Fluges...
Das war bei mir ein vergangener mehrjähriger Zwischenstopp, bei mir geht es, um wieder mehr im Einklang mit der Erde, der Natur, zu leben, wieder zurück zu vernünftigeren Lebensweisen mit vielen Verbesserungsmöglichkeiten nach oben.

Also kein Öl oder Gas zum Heizen beispielsweise, Auto teilen, keine Flüge, Blumenwiese statt Rasen, Ökostrom, Warmwasser per großem Boiler, der jeweiligen Bedarfsmenge angepasst, renovieren/bauen mit Lehm und sonstigen natürlichen Baustoffen. Könnte ich es mir leisten, würde och die bereits vorhandenen Kunstofffenster rausnehmen lassen. Plastik vermeiden, Permakulturgarten gestalten, teilweise Selbstversorgung usw.
Für mich gehört dazu auch eine essbare Stadt, also Bepflanzung öffentlichen Grundes mit fruchttragenden Bäumen, Sträuchern, die von jedem geerntet werden dürfen. Gerne auch verpflichtend für Firmengelände, Ernte von allen, die das Gelände betreten dürfen.

Unser Strom- und Wasserbrauch ist deutlich niedriger als für diese Anzahl Personen/Quadratmeter angesetzt. Warm ist es trotzdem, in Schlafräumen aber kühler.

Fortschritt ist für mich etwas ganz anderes als für dich. Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel zum Beispiel, Einsatz weniger schädlicher Technologien in allen Bereichen, Optimierung der artgerechteren Tierhaltung und gesünderen Lebensmittelproduktion (Genmanipulation als Stichpunkt), Gestaltung gesünderer Arbeitsplatzverhältnisse. Und vieles mehr.

Konsum ohne Schranken, außer bei manchen* finanzielle, Gewinnmaximierung, Wirtschaftswachstum, Manipulation durch Werbung etc., oberflächliches Spaßverhalten, das alles lockt mich nicht mehr.

So völlig unterschiedliche Blickwinkel auf die Dinge - ich finde das echt spannend!
 
Hey ich kann dich sehr gut verstehen und ich war auch in deiner Situation und habe diese Phase auch durch.

Es wird jetzt hart und sei mir nicht böse, aber ich muss dir die Realität sagen:

Du bist einer der Menschen, die nicht in dieser Welt klarkommen und deswegen natürlich ALLES und JEDEN kritisierst:
Schule, Gesellschaft, Konsum, Staat, Menschen, ... aber den einzigen, den du nicht kritisierst, bist DU. Du gibst allen die Schuld, dabei musst du mal an dir arbeiten, weil du nicht im Leben klar kommst und nicht mit Menschen und nicht arbeiten willst.

DU willst Freiheit? Ich glaube, dass du nicht arbeiten willst und am liebsten einfach nur mit Arbeitslosengeld leben willst, ohne irgendwas zu machen. Du kannst dir ja den Beruf aussuchen, es zwingt dich niemand, aber irgendwas musst du arbeiten. Wenn du Freiheit willst, dann werd doch Gärtner oder Förster oder was auch immer, aber anscheinend willst du gar nichts machen und geben, sondern nur alles kritisieren.

Man muss die Welt und die Naturgesetze akzeptieren und sich denen unterstellen. Die Welt ist hart und jeder muss da durch und sich durchkämpfen. Aber du möchtest, dass sich die Welt ändert, das wird aber leider nie passieren.

Ich habe auch lange Zeit geträumt von einer gerechten Welt, wo keiner böse ist, wo der Chef toll ist, wo man nicht arbeiten muss, ... aber so ist es eben nicht. Man muss die Realität anerkennen und sich entwickeln und das beste aus seinem Leben machen.

Aber sich aufzugeben und allem die schuld zu geben, wird dich nicht weiterbringen, nciht glücklich machen und irgendwann in den Suizid bringen. Wenn du schon alles kritisierst, dann versuch doch ein Vorbild zu sein und etwas besser zu machen, die Welt zu verbessern und es vorzuleben, aber nichts zu machen und alles zu kritisieren, wird dich und die Welt nicht verändern.

ICh wünsche dir, dass du aus der Situation raus kommst, wieder mut fasst und dir Stück für stück ein tollles Leben aufbaust. Such dir tolle Menschen, die dir gefallen, such dir einen Job, der dir mehr Spaß macht und mach was aus deinem Leben.

Die Wahrheit ist: Kein Mensch wird dir da raushelfen, du musst selber dein A**** bewegen und da rauskommen und dir ein geiles Leben aufbauen.

LG Denis
 
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