Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Das Schlechte in dieser Welt

  • Starter*in Starter*in Gödel
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Kleinkinder wissen noch nix vom System, sie sind von ihren Instinkten darauf programmiert, daß sich gefälligst alles nach ihnen zu richten hat. Die Erkenntnis, daß sie keineswegs so "wichtig" für die Eltern sind, daß ihnen immer und jederzeit jeder Wunsch sofort erfüllt wird, gehört zu den sogenannten Demütigungen der Kindheitsphase.
Die nächste Demütigung ist die Erkenntnis, daß auch die Eltern nicht allmächtig sind, wie es dem Kind zuerst erscheint. Eine soziale Interaktion, bei dem auch die Wünsche anderer Menschen eine Rolle spielen und nicht mehr das Kind der absolute Nabel der Welt ist, kann erst nach diesen beiden Demütigungen beginnen. Also dann, wenn der kleine Egoist ein paarmal auf seine wahre Größe zurechtgestutzt wurde und merkt, daß er mit egoistischem Verhalten nicht (mehr) weiterkommt.
Uneigennützigkeit kennen kleine Kinder noch nicht, so daß etwa der andere alles Spielzeug oder Essen bekommen würde und man selber gar nichts behält, nur ein Gefühl für Gerechtigkeit - jeder bekommt das gleiche. Sobald aber der andere mehr bekommt, tritt die simple Selbsterhaltung in Kraft, weil es dann zu eigenen Ungunsten auszugehen droht, und davor warnt selbst Kleinkinder schon der "arteigene" Instinkt.
 
Ich hab es so gehört, dass der Egoismus durch die Sozialerziehung an die Gewinn- und Leistungsorientierung und der Anpassung an das auferlegte Konkurrenzverhalten antrainiert wird und dass so die Uneigennützigkeit, die angeboren ist und Kleinkinder noch ganz selbstverständlich aufzeigen, verloren geht.
Falsch. Egoismus ist angeboren, muß angeboren sein, weil er lebenserhaltend ist. Wenn eine Sau zwölf Ferkel wirft aber nur zehn Zitzen hat, dann erobern sich die stärksten zehn Ferkel je eine Zitze, die restlichen zwei verhungern, weil keines der zehn "glücklichen" Ferkel mit ihnen den Platz teilt. Damit würde es sich nämlich selbst um die Nahrung und damit um seine Chancen berauben, im Kampf um die spätere Kraftverteilung und Hackordnung in der Gruppe mit den anderen Ferkeln, die nicht teilen und somit körperlich stärker sein werden.
Beim Menschen wirken genau die gleichen Instinkte, zwischen dem sozial lebenden Säugetier Schwein und dem sozial lebenden Säugetier Mensch gibt es da keine nennenswerten Unterschiede.
 
Uneigennützigkeit kennen kleine Kinder noch nicht, so daß etwa der andere alles Spielzeug oder Essen bekommen würde und man selber gar nichts behält, nur ein Gefühl für Gerechtigkeit - jeder bekommt das gleiche. Sobald aber der andere mehr bekommt, tritt die simple Selbsterhaltung in Kraft, weil es dann zu eigenen Ungunsten auszugehen droht, und davor warnt selbst Kleinkinder schon der "arteigene" Instinkt.
Ein Gefühl für Gerechtigkeit und zu Teilen ist ja schon mal nicht Egoismus pur.

Ich habe das auch so gehört (und entspricht auch meiner eigenen Erinnerung wie das bei mir damals war), dass Kinder ganz selbstverständlich teilen, wenn ihnen etwas gegeben wird.

Bei unseren nächsten Verwandten, den Schimpasen ist es eher so, dass sie alles für sich behalten wollen. Was verständlicherweise zu Frustration und Gereiztheit bei den Artgenossen führt. Vielleicht ist gerade das der Grund (bzw. das ist wohl der Grund), dass sie heute noch in den Bäumen schwingen, während Menschen, die eine gegebene Ausprägung für Mitgefühl, Kooperation und andere uneigentützig zu unterstützen und zu helfen (ohne dafür etwas zu erwarten), sich weiterentwickelt haben und mega erfolgreich sind. Uneigennützigkeit heißt ja nicht gleich, dass man auf alles verzichtet, sogar auf sein Essen. Das wäre sehr ungesund und nicht lebensdienlich.

Das hat rein evolutionsbedingt einfach seinen Nutzen, wenn man sich gegenseitg unterstützt und nicht alles für sich behalten möchte. Die moderne Gesellschaft macht das ganze Erfolgsrezept von Uneigennützigkeit und Kooperation leider zunichte, da man nicht mehr unmittelbar auf die Mitmenschen, bzw. der Mitgliedschaft in einer Gruppe, einem Stamm, angewiesen ist. Das egoistische Leistungsdenken ist in den Vordergrund getreten. Man bekommt überall mit, wie die Menschen ausgebeutet werden, wie sogar auf die Preise von Lebensmitteln spekuliert wird und dabei für das Profitstreben völlig gewissenlos außer acht gelassen wird, dass die Lebensmittelpreise ansteigen und die Menschen anderswo in der Welt in Notlagen bringt.

Falsch. Egoismus ist angeboren, muß angeboren sein, weil er lebenserhaltend ist. Wenn eine Sau zwölf Ferkel wirft aber nur zehn Zitzen hat, dann erobern sich die stärksten zehn Ferkel je eine Zitze, die restlichen zwei verhungern, weil keines der zehn "glücklichen" Ferkel mit ihnen den Platz teilt. Damit würde es sich nämlich selbst um die Nahrung und damit um seine Chancen berauben, im Kampf um die spätere Kraftverteilung und Hackordnung in der Gruppe mit den anderen Ferkeln, die nicht teilen und somit körperlich stärker sein werden.
Beim Menschen wirken genau die gleichen Instinkte, zwischen dem sozial lebenden Säugetier Schwein und dem sozial lebenden Säugetier Mensch gibt es da keine nennenswerten Unterschiede.
In den Bäumen schwingen, in der Pfütze suhlen. 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Das egoistische Leistungsdenken ist in den Vordergrund getreten. Man bekommt überall mit, wie die Menschen ausgebeutet werden, wie sogar auf die Preise von Lebensmitteln spekuliert wird und dabei für das Profitstreben völlig gewissenlos außer acht gelassen wird, dass die Lebensmittelpreise ansteigen und die Menschen und Notlagen bringt.

Glaubst Du im Ernst, daß das früher anders war, in früheren Kriegszeiten und Hungersnöten, wenn Nahrung knapp war und deshalb die Preise durch die Decke gingen, so daß die Armen in Massen verhungerten, während die Reichen sich immer noch was leisten konnten? Eine un-egoistische Zusammenarbeit auf Augenhöhe findet nur in Menschengruppen statt, die sehr klein sind und deshalb unmittelbar auf die Leistung, den Beitrag jedes einzelnen angewiesen. Aber immer sobald sich die Zahl über bestimmte Mengen hinaus vermehrt, so daß nicht mehr erkennbar wird, wer die wahren Leistungen erbringt (siehe BGE-Diskussion ...) beginnen Ungleichheiten zu entstehen.

Der Mensch ist einfach von seiner Evolution her nicht dafür gemacht, in Gruppen von mehr als ungefähr 50 Individuen zu leben. Je mehr Menschen aufeinanderhocken müssen, um so größer werden die Probleme.
 
Aber immer sobald sich die Zahl über bestimmte Mengen hinaus vermehrt, so daß nicht mehr erkennbar wird, wer die wahren Leistungen erbringt (siehe BGE-Diskussion ...) beginnen Ungleichheiten zu entstehen.
... die viele als Ungerecht empfinden und zu recht anprangern. Nur die Egoisten, die das abschöpfen sehen das natürlich anders. Die finden das System natürlich gut so, wie es ist. 🙄

Glaubst Du im Ernst, daß das früher anders war, in früheren Kriegszeiten und Hungersnöten,
Naja, Kriegszeiten sollten sich ja eigentlich verhindern lassen, sowie auch die Hungersnöte, wenn der Mensch (die Menschheit) die Zusammenhänge der Welt immer besser versteht...
 
Ich habe das auch so gehört (und entspricht auch meiner eigenen Erinnerung wie das bei mir damals war), dass Kinder ganz selbstverständlich teilen, wenn ihnen etwas gegeben wird.

Kinder teilen ganz und gar nicht immer gerne.

Die können sich darum streiten, wer denn nun die 2 Sandschaufeln bekommt, was impliziert, dass der andere nichts bekommt.

Ich kenne Zwillinge, denen man 2 genau identische Stoffhasen geschenkt hat und die sich so lange um einen Hasen gestritten haben, bis dieser in Fetzen lag und weder mehr Ohren noch Schwanz hatte.
 
Falsch. Egoismus ist angeboren, muß angeboren sein, weil er lebenserhaltend ist. Wenn eine Sau zwölf Ferkel wirft aber nur zehn Zitzen hat, dann erobern sich die stärksten zehn Ferkel je eine Zitze, die restlichen zwei verhungern, weil keines der zehn "glücklichen" Ferkel mit ihnen den Platz teilt. Damit würde es sich nämlich selbst um die Nahrung und damit um seine Chancen berauben, im Kampf um die spätere Kraftverteilung und Hackordnung in der Gruppe mit den anderen Ferkeln, die nicht teilen und somit körperlich stärker sein werden.
Beim Menschen wirken genau die gleichen Instinkte, zwischen dem sozial lebenden Säugetier Schwein und dem sozial lebenden Säugetier Mensch gibt es da keine nennenswerten Unterschiede.

Wenn wir intrinsisch egoistisch sind, warum sind dann nicht alle Menschen Psychopathen / antisozial?
 
Wenn wir intrinsisch egoistisch sind, warum sind dann nicht alle Menschen Psychopathen / antisozial?
Weil es einen angeborenen gesunden Egoismus und Überlebenstrieb gibt, den die meisten Menschen besitzen und einen der ungesund ist und übers Ziel hinaus schießt.
 
Wenn wir intrinsisch egoistisch sind, warum sind dann nicht alle Menschen Psychopathen / antisozial?

Man hat festgestellt, dass Psychopathen eine strukturelle Veränderung im Gehirn haben. Das kann man im fMRT nachweisen. Doch statt diese kranken Menschen zu behandeln, steckt man sie in Ämter, in denen sie Schaden wirken.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben