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Welche Sprache wählen / 2. Fremdsprache ab 6. Klasse

Zitronentorte

Aktives Mitglied
N'Abend,

wir müssen uns bis Ende nächster Woche entscheiden, welche Sprache unser Sohn ab 6. Klasse als 2. Fremdsprache wählen möchte.

Zur Auswahl stehen Französisch, Latein, Russisch.

Bisher hatten wir im Sinn: Latein. Heute war ein Elternabend, wo nochmal einige Punkte erörtert wurden. Wer z.B. nicht lange konzentriert arbeiten kann, sollte kein Latein machen. Kann unser Sohn nicht.
Wer in Deutsch schon Schwierigkeiten hat mit der Reschtschreibung, der sollte auf keinen Fall Französisch machen. Er hat zwar keine Riesen-Schwierigkeiten, ist aber auch nicht 100% sicher in der Rechtschreibung.
Bleibt dann eigentlich nur noch Russisch, was wir eigentlich überhaupt nicht wollten. Wir hatten es in der Schule und es hat uns nie wieder im Leben etwas genützt. Und einfach war es auch nicht.

Er selbst möchte nach ein paar Probestunden in allen Fächern Latein machen. Wahrscheinlich, weil es auf den ersten Blick einfach erscheint.

Was tun? Hat jemand noch Argumente für oder gegen eine Sprache, am besten aus eigener Erfahrung?

Spanisch wird leider nicht angeboten, sind hier an fast allen Schulen diese drei Sprachen.

Danke für eure Tipps! LG, Anne
 
Hallo Anne,

ich würde euren Sohn Französisch als zweite Fremdsprache lernen lassen.
Ich selbst habe in der 7. Klasse Latein gewählt und in der 9. Klasse Französisch als AG. Später habe ich es bereut und hätte lieber gleich Französisch gewählt und auf Latein verzichtet. Latein ist eine "tote" Sprache, die nie mehr gebraucht wird, es sei denn, dein Sohn wird mal Medizin oder Naturwissenschaften studieren.

Aber: für Latein muss man nicht sprachbegabt sein. Wer Probleme mit der Rechtsschreibung hat, dem dürfte die französische Rechtschreibung etwas schwerfallen. Da muss man vielleicht etwas mehr Zeit investieren. Machbar ist es auf jeden Fall.

LG
Krasiana
 
Für Französisch spricht natürlich, dass man es auch im Alltag hin und wieder gebrauchen kann, auf Reisen zum Beispiel und dass es eine tatsächlich gesprochene Sprache ist, die auch aktuell noch Verwendung findet.

Für Latein spricht, dass man alle anderen romanischen Sprachen zum Beispiel auch Französisch, Portugisisch, Italienisch oder auch Spanisch hinterher angeblich ziemlich leicht erlernen kann, weil sich ja alle von dieser, nun toten, Sprache ableiten und die Grammatik sehr ähnlich ist. Man kann damit auch Medizin studieren oder andere Sprachen erlernen.
 
Für Latein spricht, dass man alle anderen romanischen Sprachen zum Beispiel auch Französisch, Portugisisch, Italienisch oder auch Spanisch hinterher angeblich ziemlich leicht erlernen kann, weil sich ja alle von dieser, nun toten, Sprache ableiten und die Grammatik sehr ähnlich ist.

Das allein spricht meiner Ansicht nach aber noch nicht für Latein, weil man einen ganz ähnlichen Effekt auch hat, wenn man eine lebende romanische Sprache lernt.
Auch wenn man Spanisch oder Französisch lernt, kann man die erlernten Sprachkenntnisse sehr gut gebrauchen, wenn man weitere romanische Sprachen lernen will - mit dem Vorteil, dass man bereits eine lebendige Sprache gelernt hat.
Ich persönlich finde es übrigens einfacher, eine lebendige Sprache zu lernen, weil die im Unterricht behandelten Themen sich meistens eher an aktuellen Dingen orientieren, und weil man die Sprache auch anhand von Filmen in der Landessprache üben und verbessern kann.

Für Russisch würde sprechen, dass man damit sich leicht andere slawische Sprachen erschließen kann (wie z.B. Bulgarisch), wenn man sich für diesen Kulturkreis interessiert.
Soweit ich gehört habe, ist Russisch aber relativ schwierig, weil die Grammatik viele Ausnahmen hat.
 
Würde Französisch wählen, weil man das auch "nebenbei" etwas lernen kann.
-Französische Filme (mit untertiteln)
-Schüleraustausch / Sprachreise
-französische Zeitschriften / Bücher, die man schon auf deutsch kennt
mit Latein nicht möglich.
 
Mein Sohn hat Latein gewählt weil seine grosse Liebe auch Latein machte.....
Und nun....grosse Liebe ist lsnge vorbei, Latein hat er nie gebraucht.....aber Abi geschafft.
 
Danke für eure bisherigen Antworten.

Klar geht es uns hauptsächlich darum, mit welcher Sprache er am besten klar kommt. Ich finde alle drei Sprachen schwierig...
 
Ich fand Französisch übrigens gar nicht so schwierig, und mit der Rechtschreibung kommt man einigermaßen gut klar, wenn man einige Regeln kennt und beachtet.
Mit Latein habe ich keine Erfahrung, aber ich habe diese Sprache noch nicht vermisst in meinem Leben.
 
Hallo Zitronentorte,

Hauptziel bei der Entscheidung dürfte wohl sein: Vermeidung von Lernproblemen (bis zum Abitur).

Russisch würde ich schon mal weglassen. Ist wohl wirklich nicht einfach und bringt einem wohl eher nichts bis wenig (der Wahrscheinlichkeit nach und im Vergleich zB zu Französisch).

Ich hatte damals ab der 7. Latein. Das ist auch nicht einfach. Aber Französisch finde ich auch nicht einfach. Warum man sich bei Französisch weniger als bei Latein konzentrieren soll, ist mir nicht klar. Ich halte das eher für Blödsinn oder sagen wir eine schwammige subjektive Aussage, die sich schlecht verifizieren läßt.

Zwischenergebnis:
Latein und Französisch sind ungefähr gleich schwer.

Was ist mit Euch Eltern (oder seinen Geschwistern)? Liegen schon Erfahrungen in einer der beiden Sprachen vor. Könnte jemand helfen (eventuell nur in der ersten Zeit)?

Für den Fall des Scheiterns: wäre es besser von Latein zu Französisch oder von Französisch zu Latein zu wechseln?

Was machen seine besten Freunde?

Wie sind die betreffenden Lehrer so?

Wenn er Latein gerne machen würde, finde ich diesen seinen eigenen Willen auch nicht unerheblich (wenn auch nicht maßgeblich).

Wenn er Probleme bekommen würde - wäre jemand von Euch (aus dem Familienkreis) motiviert ihm in einer der beiden Sprachen zu helfen?

Zur LangfristPerspektive:

Heutzutage braucht man ein Latinum eher weniger als früher. Falls er zB Theologie oder Medizin studieren möchte, würde ich mich eventuell mal informieren, ob die noch ein Latinum wollen. Das kann man aber natürlich auch außerhalb der Schule nachholen (zB an einer Uni).

In der Tat hat man wohl ansonsten von Französisch am meisten (Urlaub etc.). Aber das würde ich auch nicht zu hoch bewerten. Auch die vielen Fremdwörter, die auf Latein basieren, sind meines Erachtens auch kein bedeutender Grund, dieses Fach dem Französischen vorzuziehen.

Fazit:
Ich würde mich wohl nicht gegen seine eigene Wahl stellen. Ansonsten wäre es wohl nicht schlecht, wenn seine engsten Freunde auch mit in diesem Kurs wären. Und bitte kein Russisch 😉!

Nachtrag:
Der Kabarettist Christoph Sieber hat mal in Bezug auf seine Schulzeit und die Wahl zwischen Französisch und Latein ein paar witzige Minuten geliefert. Leider finde ich keinen Link dazu. Er sprach sich eher für Französisch aus. Aber diese "Wahl" kann auch dem besseren Witz geschuldet sein, den er mit dieser Wahl in seinem Sketch erzielte. Man darf nicht alles, was Kabarettisten sagen, bitter ernst nehmen.

In Deinem Falle würde ich wie gesagt bei der Wahl Deines Sohnes bleiben und bei etwaigen Entscheidungsproblemen die Wahl seiner besten Freunde ins Kalkül miteinbeziehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Sohn sollte Französisch nehmen. Ich hatte auch Französisch in der Schule. Es ist einfach die beste Wahl dieser drei Sprachen. Französisch hat den Vorteil, dass die Sprache zukunftsfähig ist im Gegensatz zu Latein und auch LEICHTER zu erlernen ist als Russisch. Bei Russisch hast du schon mal das Problem der anderen Schriftzeichen was man bei Französisch nicht hat. Dann kommt noch hinzu wenn dein Sohn gut Englisch kann dann beherrscht er auch viele Vokabeln in Französisch ziemlich schnell, da viele Wörter besonders die Nomen 1🤐 identisch sind wie beispielsweise die -ion Endungen Wörter wie description, opinion etc. aber auch Wörter wie beispielsweise violence oder page etc. .

Was halt auch zu beachten wäre wären die Lehrkräfte. Man könnte im Vorhinein durch andere Schüler bzw. Eltern rausfinden welche Lehrer die jeweiligen Sprachenfächer unterrichten und wie die Lehrer die Schüler allgemein behandeln. Wenn natürlich der Französischlehrer die Schüler mies behandelt und der Russischlehrer nicht dann wäre Russisch trotzdem die bessere Wahl da euer Sohn mit weniger Aufwand und sicherer eine bessere Note bekommt und sich so auf die anderen Fächer besser konzentrieren kann und mehr wertvolle Freizeit hat.
 

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