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Welche Sprache wählen / 2. Fremdsprache ab 6. Klasse

Ich kann nur russisch empfehlen da ich schon in der höheren klasse bin und es sehr bereue das ich nicht russisch genommen habe. Ich bin zu französisch und habe jetzt nur noch 4 und das versaut meinen ganzen Durchschnitt 🙁
 
Latein, Latein, Latein! PRO:
1. Besonders, weil Ihr Sohn es lieber hat als Französisch. Der wichtigste Grund von allen.
2. Unterschätzen Sie auch ein eventuell späteres Studium nicht: Medizin, Pharmazie, Jus, Geisteswissenschaften,.. das Latinum im Selbststudium an der UNI nachholen zu müssen, weil einem das kleine Latinum (4 Jahre) fehlt, ist zusätzlicher mühsamer Zeitaufwand.
3. Die verschachtelt konstruierten Sätze in ihre Satzglieder zu zerlegen, die Fälle zu bestimmen, zuerst wörtlich und schließlich frei in einem modernen Sinn zu übersetzen, ist einfach geil an Latein.
4. Es hilft auch ungemein beim Erlernen der Deutschen Grammatik. (Fallfehler ade, Beistrichregeln werden klar, usw.)
5. Billiger als Französischunterricht, weil keine teuren Sprachreisen😉
6. Nette Lehrkraft
CONTRA:
1. Tote Sprache
2. Viel auswendig zu lernen
3. Unsympatische, strenge Lehrkraft
Mein Sohn würde sehr gern Latein lernen. Stattdessen muss er zwischen Französisch oder Realgymnasium wählen, hasst Französisch und ist für RG eher ungeeignet.
 
Wir standen auch schon vor vielen Jahren vor solchen Entscheidungen...

Wichtig und Entscheidend ist jedoch, was möchte man mit Sprachen erreichen.
Welche privaten, beruflichen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Lebensziele hat man, das sollten sie schon berücksichtigen...

Eine Entwicklung in Richtung Medizin und Naturwissenschaften wären mit Latein-Kenntnisse vorteilhafter.

Alles was einmal mit Reisen, Kochen, Kunst und Touristik gewollt ist, wäre mit französischen Kenntnissen einfacher zu händeln.

Aber bei einer beruflichen Entwicklung im Bereich der Wirtschaft wird es immer mehr von Vorteil sein, russische Kenntnisse zu haben um im europäischen Standard später einmal beruflich mithalten zu können.

Einfach sind alle Sprachen nicht, wenn man dafür viel Lernen muß.

Nach unseren Erfahrungen ist von den 3 Möglichkeiten Russisch noch einfacher wie Französisch.

Mein Kind hatte bereits ab der 3. Klasse Französisch, danach Englisch, später Spanisch und Italienisch.
Ihr Ziel war es schon sehr zeitig auf der Welt unterwegs zu sein...!!!
Heute wohnt sie seit vielen Jahren in Australienin und sie lebt für den Tourismus...

Wenn es einem Kind schwer fällt, auf dem Gynasium leistungsmäßig mithalten zu können, dann wäre eine andere Überlegung notwendiger...
Nicht jedes Kind ist für den Leistungsdruck an einem Gynasium geschaffen,
damit tut man seinem Kind nichts GUTES.

Dauerhafter Schulstress macht den Familiefrieden kaputt, es sind viele Jahre bis zum ABBI zu meistern.
Die Entscheidung ob Gymnasium oder nicht, sollte das Kind in erster Linie selbst treffen dürfen.
Wir als Eltern konnten nur lenken und unterstützen, haben uns gerade deshalb bei unserem Sohn gegen das Gymnasium entschieden.

Viel Mut, Glück und Erfolg mit auf den Weg.
Mfg
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir standen auch schon vor vielen Jahren vor solchen Entscheidungen...

Wichtig und Entscheidend ist jedoch, was möchte man mit Sprachen erreichen.
Welche privaten, beruflichen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Lebensziele hat man, das sollten sie schon berücksichtigen...

Langfristig würde ich diese Frage auch als entscheidend sehen. In welche Richtung möchte man sich entwickeln, welche Art von Beruf könnte einen in Zukunft am ehesten interessieren? Die Frage, welche Sprache einfacher zu lernen sei, würde ich als nur zweitrangig sehen.

Mein wichtigster Motivationsfaktor beim Lernen von Sprachen war halt immer die Anwendbarkeit im Umgang mit anderen Menschen, weswegen für mich Latein nie in Frage kam. Ich finde es beim Sprachenlernen am allerspannendsten, mit Muttersprachlern in Kontakt zu kommen und die Sprachkenntnisse "an den Mann / die Frau" zu bringen. Außerdem kann man die Sprachen geradezu spielerisch lernen, indem man Spielfilme im Original (mit Untertiteln) anschaut. Das alles fällt beim Latein weg, weil es meiner Ansicht nach eher mit einem theoretischen Unterrichtsfach, ähnlich wie Mathematik, zu vergleichen ist.

Wenn man aber sowieso gern mit theoretischen Konzepten zu tun hat, dann mag Latein vorteilhaft sein.
 
Das hängt sehr von der Begabung eures Sohnes ab. Bei Russisch ist zu bedenken, dass gleichzeitig auch eine andere Schrift zu erlernen ist.
Wozu tendiert er selbst denn? Denn auch das ist ja wichtig!
 
Frag doch einfach mal deinen Sohn, worauf er Lust hat.

Meine Eltern haben mir damals Französisch aufgedrückt, weil ich für Latein "zu faul" war. Ich weiß heute noch genau 2 Sätze Französisch und wüsste auch nicht, dass mir die 3 Jahre unlustvollen Büffelns sonst irgendwas gebracht haben.

Ab der 10. Klasse habe ich Latein gewählt und stand immer mindestens Note 2. Eltern wissen halt auch nicht immer alles besser.
 
Es gibt für alle Sprachen pro und contra. Ich habe alle sprachen mal gelernt in der Reihenfolge Latein, Französisch, Russisch.
Latein hat den Vorteil, dass es klare Strukturen hat, eine logische Stütze für viele weitere Sprachen sowohl Grammatik als auch Vokabeln bildet. Man muss nur in eine Richtung lernen. Man muss nicht sprechen. Nachteil: aktiver Nutzen ist gleich null.
Französisch lernen ist dann schon etwas aufwändiger. Schwierige Schreibweisen. Nach Englisch im deutschprachigen Raum wohl noch die wichtigste Sprache.
Russisch: neue Schrift. Öffnet den Weg für viele weitere Ostsprachen.
Abwägen sollte man dann auch immer, welche Möglichkeiten bei einer Wahl für eine spätere Wahl bleiben. Bei mir in der Schule war's halt so, dass man Latein >> Französisch machen konnte, aber nicht umgekehrt.
 

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