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wachsende Intoleranz und (Nicht-) Religion

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Nein. Gläubige glauben ja in manchen Fällen das ein Gott seine Hand im Spiel hat. Je nach Sichtweise und Auswahl. Würden sie das nicht glauben, könnten sie auch ihre Klobürste anbeten. Insofern ist es klar: Gott hört alles und sieht alles, was die 7 Milliarden tun, nicht tun und denken. Und in einigen Fällen setzt er die Naturkräfte außer Kraft und greift ein - indem er z.B. einen Blumentopf vom Balkon auf einen Spaziergänger wirft.
 
Naja, die Hoffnung ist doch sehr eingeschränkt (man lebt immerhin quasi auf einer Insel umgeben von Chaos, Sinnlosigkeit und Zufall, denen man sich nur eingeschränkt widersetzten kann). Unser kleines Leben würde damit irgendwie in der Luft hängen. Die letzten Fragen bleiben unbeantwortet (ignoriert?!).

Letztendlich scheint mir dadurch der Fall gegeben zu sein, dass man von seiner Vernunft keinen vollumfänglichen Gebrauch macht.

Ein Gott schiebt aber die letzten unbeantworteten Fragen auch nur etwas weiter weg. Etwa, wenn alles was existiert von Gott geschaffen wurde, wer hat dann Gott erschaffen? Ein Gott-Gott, also ein Wesen, das für Gott so übermächtig ist wie ein Gott? Und der wieder ist von einem Gott-Gott-Gott erschaffen? Und so weiter.
Auf manche Fragen wird es einfach nie eine Antwort geben. Das zu akzeptieren scheint Ungläubigen leichter zu fallen als Gläubigen, und das obwohl die Gläubigen, wenn es um unlogische Aussagen ihrer eigenen Religion geht, sehr viel Hartnäckigkeit beweisen mit dem Augenzukneifen und gar-nicht-wissen-wollen.
 
Dann frage ich mich aber wie ihr euch dann erklärt wenn es leider nicht so eingetroffen ist wie du und dein Gott euch das vorgestellt habt?

Macht man dann beim nächsten mal einfach so weiter oder hat man begriffen das Glaube den Zufall in der täglichen Praxis nicht beeinflusst? Ich meine, was von der Tatsache her ja eigentlich sogar einem Gläubigen einleuchten müsste.

Dein "Euch" gefällt mir wenig 😉. Du wirfst mich damit in eine Schublade mit wahrscheinlich auch mir eher negativ erscheinenden Formen von "Religion" (die diesen Namen nicht wirklich verdienen).

Ansonsten scheinst Du auf die Theodiziee-Frage anzuspielen. Zu diesem Thema habe ich mir im Laufe der Jahre eine Meinung gebildet, mit der ich relativ gut leben kann. Ich kann mit (eigenem) Leid umgehen etc. Ich kann Leiden auch sehr gut mit dem Gottesbegriff in Einklang bringen.

Ich habe aber auch gelernt, dass man nicht alles sagen muss, was seinen persönlichen Glauben betrifft. Meine Gedanken zur Theodizeefrage könnten einige Leute empören. Daher halte ich mich in dieser Sache zurück. Im privaten Bereich bin ich da schon offener.

Durch Leid erscheint mir die Welt jedenfalls nicht hoffnungsloser. Zumindest erscheint sie mir aufgrund meiner Vernunft als hoffnungswürdig (trotz des Leids).

Ich habe heute noch was vor. Daher werde ich mich mal anderen Dingen zuwenden müssen. Lese aber bestimmt spätestens heute abend hier wieder. Und antworte wie immer gegebenenfalls gerne.
 
Und in einigen Fällen setzt er die Naturkräfte außer Kraft und greift ein - indem er z.B. einen Blumentopf vom Balkon auf einen Spaziergänger wirft.
Ergebnis: Spaziergänger im Krankenhaus oder tot, und Balkonbesitzer vor dem Kadi - weil er den Blumentopf nicht richtig befestigt hat. Ergibt was? Logik des Falles: Null. Außer Spesen (Nachteile für alle Beteiligte) nix gewesen.
 
Das Versprechen von "Gerechtigkeit" in irgendeinem besseren Jenseits, wenn sie im Diesseits nicht zu finden ist, gehört auch zu den psychologischen Tricks der Religionen. Menschen lassen sich halt gern hübsche Träume einreden.
Vernünftige Menschen allerdings ... lassen sich nicht so leicht verar***en.

Das ist kein Trick der Religion, sondern eine Wirkung der Vernunft, die sich einem vernünftigen Menschen geradezu aufdrängt (der Glaube an Gerechtigkeit).

Jetzt bin ich aber wirklich weg 🙂.
 
Vor dem Tod füchten sich nur Gläubige. Weil ihnen die Religionsführer gesagt haben, daß es einen Himmel, aber für die Bösen eine Hölle gibt. Dabei müßten sie frohlocken wenn die letzte Stunde kommt - endlich ins Paradies, weg von dieser schnöden Erde.

Naja auf die Menschen im Mittelalter mag das zutreffen, weil man sie ja in ständiger Angst vor Gott gehalten hat. Etwas was Luther mächtig "gestunken" hat und wogegen er u.a. dann auch G.s.D. rebelliert hat.

Die heutigen Menschen haben eine andere Sicht auf Gott für sie ist er nicht mehr der Wutschnaubende Wüterich welcher den ganzen Tag im Himmel auf seinem Thron sitzt und peinlichst genau auch die nur aller kleinste Verfehlung aufzeichnet.

Vor so einem Gott kann es einem doch nur grausen. Auch die Angstmacherei mit der Hölle verfängt heute auch nicht mehr so dafür sind die Menschen G.s.D. viel zu aufgeklärt. Das Verhältnis der Gläubigen Menschen zu ihrem Schöpfer hat sich heute wohltuend entspannt bis auf ein paar Fritzen welche es nicht Wahr haben wollen oder können jedoch, Gleichzeitig die leeren Kirchenbänke beklagen.🙄

Ich kenne natürlich nicht jeden Christen hier auf Erden Persönlich aber die mit denen ich mich unterhalten habe haben mich als nominellen Atheisten eher bedauert weil sie sich die letzte Stunde eines Nicht-Gläubigen gar nicht vorstellen konnten. " Das muss doch für euch die Hölle sein " habe ich da sehr, sehr oft gehört. Also ich habe die Gegenteiligen Erfahrungen gemacht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist kein Trick der Religion, sondern eine Wirkung der Vernunft, die sich einem vernünftigen Menschen geradezu aufdrängt (der Glaube an Gerechtigkeit).

Du meinst also, wenn sich keine Gerechtigkeit einstellen will, "muß" man zwangsläufig an irgendwelche Götter und Paradiese glauben, wo alles was man sich wünscht wahr wird? Sorry, das klingt für mich nach schwerem Selbstbetrug und Hirngespinsten. Wunschträumerei. Kindliche Phantasien, die auch in Erwachsenen immer noch schlummern.
 
Ich kenne natürlich nicht jeden Christen hier auf Erden Persönlich aber die mit denen ich mich unterhalten habe haben mich als nominellen Atheisten eher bedauert weil sie sich die letzte Stunde eines Nicht-Gläubigen gar nicht vorstellen konnten. " Das muss doch für euch die Hölle sein " habe ich da sehr, sehr oft gehört. Also ich habe die Gegenteiligen Erfahrungen gemacht.

Diese Erfahrungen mache ich tatsächlich in den letzten Jahren kaum noch, weil es erstaunlicherweise in meinem sozialen Umfeld immer weniger gläubige Christen zu geben scheint. Und das mitten in Bayern, wo es doch eigentlich eine relativ hohe Konzentration an Gläubigen gibt.

Einen gläubigen Freund habe ich allerdings, und der ist glücklicherweise sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, mir irgendetwas unterstellen zu wollen, oder mir vor einem Tod in Ungläubigkeit Angst machen zu wollen.
 
[...]

Einen gläubigen Freund habe ich allerdings, und der ist glücklicherweise sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, mir irgendetwas unterstellen zu wollen, oder mir vor einem Tod in Ungläubigkeit Angst machen zu wollen.

Sie haben mir auch nichts unterstellt sondern, sie fanden es eher Beängstigend nicht zu wissen was nach dem Tod mit einem geschieht und mit dem Gedanken zu sterben das das Himmelreich für einen Verschlossen ist.

Für diese Christen war das eine sehr beängstigende Vorstellung.
 
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