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göttlich

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Eine sehr häufig von religiösen Menschen angeführte Argumentation ist, Gott habe Frau und Mann erschaffen, also sei eine Beziehung nur in dieser Konstellation gottgewollt - da nur so Fortpflanzung möglich sei. Das Leben entstehe bei der Befruchtung, das liege in der Natur und Gott habe das Leben erschaffen. Nix Evolution, alles von Gott so gestaltet. Das impliziert auch die Natur. Wie könnte das, nach der Schöpferlogik, auch anders sein? Und das wird sehr oft benutzt, um eigene Ansichten zu untermauern. Nach der Natur muss...soll....ist....und Gott hat das alles geschaffen.
Jetzt verstehe ich dich. Danke. Ich sehe das ähnlich kritisch wie Du. Aus der Natur lassen sich nicht automatisch regeln für die Moral ableiten. Wie ich schon sagte: die menschliche Freiheit steht über der Natur. Der Mensch kann und soll ihr sogar gelegentlich widersprechen.
Warum aber Verantwortung und gutes Handeln nun religiösen Menschen vorenthalten sein soll, ist mir immer noch nicht klar.
Zustimmung! Man muss nicht im religiösen Sinne glauben, um ein guter Mensch zu sein.
 

Hallo Jusehr,

schau mal hier: göttlich. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Klasse Threadentwicklung! Will mich gerne am Nachmittag mit zehn Fingern mehr beteiligen. Mr. Pinguin soll auch Antwort bekommen.
 
Eine sehr häufig von religiösen Menschen angeführte Argumentation ist, Gott habe Frau und Mann erschaffen, also sei eine Beziehung nur in dieser Konstellation gottgewollt - da nur so Fortpflanzung möglich sei.

Für mich heißt das nur, er wollte nur so die Fortpflanzung bei den Menschen
ermöglichen, was ja auch noch so ist.
Wen man in die Natur sieht, dann ist es ja nicht überall so, aber da ist es
wohl so gewollt.
Das heißt aber ja nicht, das nicht jeder, jeden Lieben darf, oder jeder mit jedem
Leben kann.

Wen ich als Vater mal in die Rolle von Gott schlüpfe, nur kurz, als Vater habe ich
ja auch etwas erschaffen ( ja die Mutter auch, aber hier ist nun mal der Vater)
wenn ich mir dann die frage stelle, was müssen meine Kinder tun, damit ich sage,
ich liebe euch nicht mehr!
Wer wirklich Liebt, dem fällt nichts ein, es werden immer meine Kinder bleiben
und ich werde sie immer Lieben, ich muss ja nicht alles gut finden, das würde
aber an meiner Liebe nichts ändern.

Ist es nicht die größte Aufgabe des Menschen Liebe zu erreichen? wie leicht kommt
man zu Ruhm und Geld, aber Liebe ?
 
Eine sehr häufig von religiösen Menschen angeführte Argumentation ist, Gott habe Frau und Mann erschaffen, also sei eine Beziehung nur in dieser Konstellation gottgewollt - da nur so Fortpflanzung möglich sei. Das Leben entstehe bei der Befruchtung, das liege in der Natur und Gott habe das Leben erschaffen. Nix Evolution, alles von Gott so gestaltet.

Und da kommt mir immer sofort die Frage in den Sinn, woher denn z.B. die Homosexualität kommt. Hat Gott sie mitgestaltet? Wenn ja, warum kann er sie dann nicht leiden? Wenn nein, woher kommt sie dann?

Auch in der Natur führt keineswegs alles immer zu Vermehrung und Befruchtung. Viele Fortpflanzungsmechanismen sind doch sehr auf Zufälligkeit und Verschwendung ausgelegt, und auch im Säugetierreich scheint die klassische Moral der treulichen Zweisamkeit nicht immer eine Rolle zu spielen.
 
Und da kommt mir immer sofort die Frage in den Sinn, woher denn z.B. die Homosexualität kommt. Hat Gott sie mitgestaltet? Wenn ja, warum kann er sie dann nicht leiden? Wenn nein, woher kommt sie dann?

Auch in der Natur führt keineswegs alles immer zu Vermehrung und Befruchtung. Viele Fortpflanzungsmechanismen sind doch sehr auf Zufälligkeit und Verschwendung ausgelegt, und auch im Säugetierreich scheint die klassische Moral der treulichen Zweisamkeit nicht immer eine Rolle zu spielen.

Gott hat die Liebe gestaltet, wenn es ihm nicht passen würde hätte er längst
alle Schwulen und Lesben mit dem Blitz erschlagen. Das soll er zumindest
können.
 
Gott hat die Liebe gestaltet, wenn es ihm nicht passen würde hätte er längst
alle Schwulen und Lesben mit dem Blitz erschlagen.

Einige streng Gläubige scheinen komischerweise zu denken, dass Gott ihnen die Bestrafung überlassen hätte, oder dass sie im Namen Gottes die Sünder bestrafen müssten. Was ja andererseits auch bedeuten kann, dass Gott selbst nicht in der Lage sei zu strafen.

Andere wiederum behaupten, dass die Sünder eben erst im Jenseits mit Höllenqualen bestraft werden würden. Das finde ich eigentlich auch eher sadistisch: lasst die Leute nur machen, sie werden schon sehen, was sie davon haben...
 
Einige streng Gläubige scheinen komischerweise zu denken, dass Gott ihnen die Bestrafung überlassen hätte, oder dass sie im Namen Gottes die Sünder bestrafen müssten. Was ja andererseits auch bedeuten kann, dass Gott selbst nicht in der Lage sei zu strafen.

Andere wiederum behaupten, dass die Sünder eben erst im Jenseits mit Höllenqualen bestraft werden würden. Das finde ich eigentlich auch eher sadistisch: lasst die Leute nur machen, sie werden schon sehen, was sie davon haben...

Wenn es überhaupt einen Gott gibt, dann glaube ich nicht das er möchte,
das wir ihn spielen.
Ich habe selber nichts gelesen, aber ich weiß von einem Gläubigen Moslem
das nichts dergleichen in deren Büchern steht auch sie dürfen nicht Gott
spielen.
 
Ähnlich könnte es sich dann - nach dieser Logik - wohl auch mit Räubern...

Ausbeutern, Vergewaltigern, Schlägern, Tierquälern und anderen Verbrechern entsprechend "verhalten"😕

wenn ich meinen nächsten Liebe, tu ich ihm das nicht an,
das müssen wir Lernen, wir müssen nur die Liebe Lernen!
 
Die Frage, die sich mir stellt, ist, inwiefern ist man als gläubiger Mensch noch selbstbestimmt? Gerade die Religion gibt doch den Rahmen vor, was Moral ist und welchen Pflichten man nachzukommen hat. Die Verantwortung gibt man doch ab. Das ist es doch, was das Ganze so attraktiv macht: Dass es jemand übermächtigen, allwissenden gibt, in dessen Schoße man sich begeben kann. Man will ja gar nicht frei sein. Die Freiheit quält doch nur. Man will geleitet werden.

Auch wenn z.B. in Kirchen moralisches Handeln gelehrt wird, bedeutet das nicht, dass auf eigenes Nachdenken verzichtet werden soll oder gar muß. Der Mensch ist und bleibt selbstverantwortlich.

Richtig ist sicher, dass sehr viele Menschen geleitet werden möchten. Warum auch nicht? Schließlich sind sich viele Menschen bewusst, dass sie Orientierungshilfe benötigen. Wir lesen Ratgeber, fragen Spezialisten...

Es ist nur auch insofern gefährlich, weil das Problem "Verantwortung abgeben" sicher dann auftaucht, wenn das Denken des Ratsuchenden eingestellt und der Mensch sein Handeln damit rechtfertigt, dass die Gesellschaft oder die jeweilige Institution dieses Handeln so erwartet. Dafür braucht es keine Religion.

Das erlebten Menschen in der Nazi-Zeit und wir erleben es heute durch die Gesellschaft in umgekehrt negativer Weise, wenn Einzelne der öffentlichen Meinung widersprechen.

Aber was ist das - Freiheit? Ich denke, das ist ein Begriff für eine Situation, die wir nie erreichen werden. Menschen bilden sich ein, sie wären frei, weil sie z.B. Urlaub haben. Sie setzen sich dann ins Auto, fahren zum nächsten Stau und warten geduldig, bis der Vordermann weiterfährt. Und im täglichen Handeln achten sie darauf, sich konform zu verhalten. Es handelt sich in meinen Augen eher um Anpassung in höchster Form. Wenn Menschen von Freiheit reden, bin ich vorsichtig. Möglicherweise verwechselt jemand Freiheit mit Durchsetzung egoistischer Interessen.

Ich denke, dass gerade gläubige Menschen dem Begriff Freiheit am nächsten kommen, wenn sie mitdenken und z.B. den Mut haben, aufgrund ihres Glaubens auch der öffentlichen Meinung zu widersprechen.

LG, Nordrheiner

PS.: Kleiner Einwand: Die Religion gibt es nicht.
 
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