Auch eine Freundschaft ist in meinen Augen eine Liebesbeziehung und in einer Partnerschaft ist man ja irgendwie auch gleichzeitig mit seinem Partner/seiner Partnerin befreundet. All das was eine Freundschaft ausmacht, Vertrauen, gemeinsame Erlebnisse, Kommunikation, etc. hat man im Idealfall ja auch mit dem/der Partner/in oder den Partnern, wenn es sich um eine polyamore Beziehungsstruktur handelt. Wobei Idealfall auch nicht so ganz zutreffend ist, eigentlich sollte das ja die Basis sein, auf der sich jede tiefere zwischenmenschliche Beziehung aufbaut.
Andererseits kann auch eine "Freundschaft +", bereichernd sein, wenn beide Seiten sich einig sind in dem was sie sich vorstellen und wünschen und nicht eine Seite mehr will als die andere. Was unterscheidet eine solche Freundschaft + dann eigentlich noch von einer offenen Beziehung außer der Bezeichnung?
Jede zwischenmenschliche Beziehung ist einzigartig, hat ihre eigene Dynamik und und ihre eigenen "Regeln". Ich würde da nichts gewichten, nicht sagen, eins ist besser als das andere. Ich hab es mir irgendwann abgewöhnt, alles gleich einer Kategorie oder Schublade zuordnen zu müssen.