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Brexit - und dann?

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Abstimmen / wählen / zu Wort kommen lassen und dann vernichten weil das Ergebnis / Antwort nicht passte, istIst dir aber egal? 😕
Du wirst sicher herzhaft und laut loslachen, aber mir ist der Brexit alles andere als egal, da wir Freunde in UK haben. Wir setzen uns ziemlich intensiv damit auseinander. Aber Hauptsache, man hat eine Unterstellung rausgehauen...

Und ich habe immer noch nicht verstanden, worin das extrem große Problem bei einem zweiten Referendum liegt. Wenn die Mehrheitsverhältnisse sich nicht geändert haben und die Mehrheit der Briten immer noch einen Brexit will, dann ist ein weiteres Referendum eine wunderbare Sache, um das noch einmal zu bestätigen, oder nicht? Immerhin liegen jetzt wesentlich mehr Informatoren über die Abläufe, mögliche Varianten und mögliche Folgen vor. Somit ist mir doch die Meinung der Menschen eben nicht egal, oder?

Warum genau würdest du sagen, dass mir die Meinung der Menschen egal ist, wenn ich es gut finden würde, sie noch einmal zu befragen?

Ist denn im ersten Referendum überhaupt abgefragt worden, welchen Brexit sich die Menschen wünschen? Wäre es nicht zumindest notwendig, über die Modalitäten noch einmal abzustimmen? Immerhin unterscheiden sich die Auswirkungen eines harten Brexit und eines Brexit mit einem Deal recht deutlich voneinander. Ich persönlich hätte angenommen, dass man im Dritten Reich diesbezüglich die Menschen nicht so detailliert befragt hätte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ich für äußert großen Unsinn halte.
Der Fehler war lediglich, das man nicht sofort ausgetreten ist. Das wäre nach diesem Referendum korrekt gewesen.
So ein Austritt ist dummerweise nicht von heute auf morgen zu haben, denn eine EU-Mitgliedschaft enthält zahlreiche Rechte und Pflichten, die erst mal abgelöst werden müssen, jede für sich. Die Befürworter dachten sich sehr kurzsichtig, sie könnten alle Mitgliedsrechte behalten und nur die ungeliebten Verpflichtungen loswerden, was sich natürlich als purer Unfug und Einbildung erwies.
Wer kein Mitglied mehr im Club sein will, zahlt zwar keinen Eintritt mehr ... darf den Clubraum dann aber auch nicht mehr betreten, so sieht es aus. Dann steht man draußen vor der Tür und schaut dumm.
 
So ein Austritt ist dummerweise nicht von heute auf morgen zu haben, denn eine EU-Mitgliedschaft enthält zahlreiche Rechte und Pflichten, die erst mal abgelöst werden müssen, jede für sich.
Ich halte die Forderung nach einem unmittelbar nach dem Referendum erfolgenden Austritt auch für unrealistisch, denn dann wäre ausschließlich ein absolut harter Brexit möglich gewesen, der gewissermaßen wie ein Kurzschluss auf ein komplexes Rechenzentrum gewirkt hätte. So als ob man einfach den Stecker gezogen hätte. Immerhin wären dann schlagartig alle Verträge ungültig geworden, die in irgendeiner Weise mit der EU abgeschlossen wurden oder auf EU-Verträgen basieren. Danach wäre zunächst einmal fast alles ungeklärt gewesen, egal ob es um Einreisemodalitäten, Flugverkehr, Zölle, Handelsbeziehungen oder was auch immer betrifft.

Im Lauf der drei Jahre haben sich nun mal erst nach und nach die Konsequenzen, die möglichen Optionen für einen Austritt etc. herausgebildet, über die man am Anfang mangels Wissen oder Erfahrung nicht hätte abstimmen können. Insofern verstehe ich immer noch nicht so ganz, warum ein weiteres Referendum mit all dem jetzigen Wissen so massiv abgelehnt wird (und was das mit dem Dritten Reich zu tun hat).
 
Du wirst sicher herzhaft und laut loslachen, aber mir ist der Brexit alles andere als egal, da wir Freunde in UK haben. Wir setzen uns ziemlich intensiv damit auseinander. Aber Hauptsache, man hat eine Unterstellung rausgehauen...

Ich habe nicht geschrieben das dir der Brexit egal sei, sondern die Menschen die für den Brexit gestimmt haben. Deine Freunde in UK werden sicherlich nach deinem Gusto gewählt haben. Aber die Mehrheit der anderen nicht.
Vielleicht nochmal genauer Lesen.

Und ich habe immer noch nicht verstanden, worin das extrem große Problem bei einem zweiten Referendum liegt.

Ruf doch mal beim Premier in UK an und lasse es dir erklären. Vielleicht kann er das ja besser als ich.

So ein Austritt ist dummerweise nicht von heute auf morgen zu haben, denn eine EU-Mitgliedschaft enthält zahlreiche Rechte und Pflichten, die erst mal abgelöst werden müssen, jede für sich.

Na, dann wird es ja jetzt Zeit es auch endlich mal umzusetzen.
 
... oder als Beispiel, die Probleme die EU-Arbeitnehmer in Großbritannien haben, mit ihrem "dank" Brexit ungeklärten Status, und umgekehrt britische Arbeitskräfte in der EU. Brauchen sie in Zukunft dann Visa, Arbeitserlaubnis und alles, was früher "innerhalb" ohne große Bürokratie lief?
 
Sorry, aber ich finde "das wollen viele Briten nicht mehr", ist keine Aussage mit substanzieller Kraft. Das ist nur ein schwaches Argument von Gegnern des Brexit, nachdem man sich auch gar nicht richten kann.

Bei uns wollen generell viele eine Partei nicht mehr, mitunter eine Woche nach den Wahlen.
Wählen wir immer wieder neu?
 
Das wollen aber viele Briten nicht mehr, jetzt wo ihnen aufgegangen sind, wo sie systematisch und ahnungslos reingeritten wurden.
Wobei wohl inzwischen niemand mehr so genau weiß, wie die aktuellen Mehrheitsverhältnisse beim Thema Brexit inzwischen aussehen. Es gibt halt welche, die für sich einen Vorteil beim Brexit sehen, und welche, die Nachteile sehen, aber wie viele es jeweils sind, weiß man jetzt nach drei Jahren und all den Verhandlungen und Veränderungen wahrscheinlich niemand mehr.

Auf jeden Fall scheinen sich die Brexiteers und die Brexit-Gegner recht unversöhnlich gegenüberzustehen, und ich befürchte, dass nach dem erfolgten Ende (wie auch immer das aussehen wird), eine erhebliche Anzahl unzufriedener Menschen übrig bleiben wird.
 
Nein, und deswegen bleibt es auch von Seiten der EU beim Brexit.
War schön mit Euch, auf Nimmerwiedersehen, und alle Sonderrechte, die sich die Befürworter einbildeten zu haben (vermutlich weil sie insgeheim noch von den Zeiten träumen, in denen ihr Land die halbe Welt beherrscht hat und deshalb Ansprüche stellen konnte - es war einmal!)
können sie sich an die Backe schmieren.
Egal wie es der britischen Wirtschaft hinterher geht, mit riesigen Arbeitslosenzahlen bei zugleich leeren Stellen, weil die (EU-)Arbeitskräfte alle das Land verlassen - in Jobs, die kein Brite machen will wohlgemerkt.

Nicht daß der Brexit die allererste Baustelle des Landes wäre, es hat sich schon lange vorher mit leichtsinnigen Privatisierungen und "großzügigen" Einbürgerungen integrationsunwilliger Einwanderer aus Ex-Kolonien (Pakistan etc.) massiv selber ins Knie geschossen, und nichts davon wird durch einen Brexit besser.
 
Ich fände korrekt, wenn man mit allem was dazugehört aus der EU Austritt. Wie per Referendum auch gewählt.
Wenn dann mal 5 Jahre ins Land gehen und der Austritt auch letztendlich im Alltag angekommen ist, können Leute um einiges besser über für und wider urteilen. Jeder weiss wo er steht und was der Brexit letztendlich für ihn bedeutet.

Mit einem zweiten Referendum dann nach fünf Jahren, würde man sehr genaue Ergebnisse erhalten. Und dann gäbe es kein "hätte ich das gewusst" oder "das hat mir keiner gesagt" oder ähnlichen Käse.
 
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