Wenn z.B. Unzucht/Hurerei bzw. die Versklavung von Frauen sowie deren Mißbrauch im Islam (Sunniten oder Schiiten oder einer Untergruppe) gebilligt oder gar gefördert wird, sich auf den Koran berufen wird, gleichfalls eine hohe Ethik behauptet wird, .... ja dann habe ich zumindest ein Verständnisproblem.
LG, Nordrheiner
Du wirfst mal wieder alles fröhlich durcheinander in einen Topf, kein Wunder, daß Hafsoussa ins Schleudern kommt. Systematische Frauenversklavung heute findet hauptsächlich im Bereich IS/Boko Haram statt, aber das sind Kriminelle, die den Koran als Schutzschild vor sich halten und machen können, was sie lustig sind, weil sie nicht konsequent genug bekämpft werden. Weil die "anständigen" Muslime anscheinend entweder doch heimliche Sympathien für die Brut haben, oder weil sie Angst haben selbst angegriffen zu werden, wenn sie "Mit-Muslime" bekämpfen, oder warum auch immer.
Kriminelle gibt es überall, egal ob Sunniten, Schiiten, Aleviten oder wie sie alle heißen, die Frage ist, ob sie ihren kriminellen Instinkten freien Lauf lassen dürfen oder ob jedes Delikt sofort konsequent geahndet wird, und da sieht es speziell bei Delikten gegen Frauen im ganzen muslimischen Bereich bekanntlich mehr als mau aus. Im traditionellen Eroberer-Selbstbildnis des islamisch-arabischen Raums rangieren Frauen als Beute, Besitztum, Hüter des Hauses, aber nicht als dem Manne "gleichberechtigte" Menschen, sie sind Wesen zweiter Klasse.
Dann gibt es die kulturell bedingte Frauenunterdrückung selbst in einem relativ verwestlichten Land wie die Türkei, die nur bedingt mit dem Islam zu tun hat, denn genau so wie das Christentum sich im Lauf seiner Ausbreitung immer wieder an die Kulturen, die es in neuen Ländern vorfand, angepaßt hat und anpassen mußte (eine Umsetzung der jüdischen Speisegesetze in Mittel- und Nordeuropa, um ein Beispiel zu nennen, wo die Gallier, Germanen etc. ihren Wildschweinbraten genossen, hätte dazu geführt, die neue Religion samt ihrer Missionare kurzerhand zum Teufel zu jagen - aber mit diesem Teil des Judentums hatte ja schon Paulus gebrochen, der romanisierte na-ja-Jude),
so hat auch der Islam mitgenommen was er vorfand, solange es nicht explizit gegen die Vorschriften und Anweisungen im Koran ging. Mit anderen Worten, frauenunterdrückendes Patriarchat gab es in diesen Landstrichen schon vor Einführung des Islam, aber durch die Muslime änderte sich nichts daran, sie hatten gar keinen Grund, irgendwas zu ändern, was doch anscheinend funktionierte und allgemein Brauch war. In dieser Hinsicht unterscheiden sich diese Gegenden aber nicht allzusehr von den christlichen Ländern, wo Frauen ebenfalls jahrhundertelang systematisch die meisten Rechte vorenthalten wurden. Speziell die Frauenrechte kamen im Westen bekanntlich erst im Rahmen der Durchsetzung der allgemeinen Menschenrechte auf (zur Zeit im Kino, ein Film über die Suffragetten - Frauenwahlrecht, historisch noch gar nicht so lange her) und wurden auch gegen den Willen und die Interessen der Kirchen erkämpft.
Als drittes möge noch die moderne Sklaverei erwähnt sein, die insbesondere "Hausangestellte" aus Indien, Philippinen und anderswo betrifft, aber auch Bauarbeiter (google z. B. Fußballstadium in Katar), die von ihren arabischen Auftraggebern wirklich wie Sklaven und Leibeigene behandelt werden, denen gleich nach Einreise die Pässe abgenommen werden (um sie daran zu hindern, sich bessere Jobs zu suchen oder abzuhauen, wenn sie merken, wie die Verhältnisse sind), die nicht nur die vereinbarten Arbeitszeiten, sondern oft rund um die Uhr schuften müssen, als Bauarbeiter bei Wüstentemperaturen nicht mal genug Trinkwasser bekommen oder als Hausangestellte/sklavinnen von Abfällen leben müssen, den vereinbarten Lohn nicht ausbezahlt bekommen, sondern bestenfalls armselige "Almosen", die oft genug auch Mißhandlungen aller Art ausgesetzt sind, und wenn sie es schaffen, sich zu befreien, dann regelmäßig wegen angeblicher Nichteinhaltung von Arbeitsverträgen oder angeblichen Verbrechen wie Diebstahl vor arabische Gerichte zitiert werden, deren Richter dann "großzügig" eher dem "rechtgläubigen" Arbeitgeber Glauben schenken als den "ungläubigen" Arbeitern oder Hausmädchen, wenn der Arbeitgeber frech behauptet, als hätte er die Beklagten doch "wie eigene Familienmitglieder" behandelt (eine Lüge, die in diesen Fällen immer wieder auftaucht!). Derartige Fälle findet man am laufenden Band in der Presse, und sie gehen imho auf eine immer noch in der arabischen Bevölkerung, vor allem der reichen, verbreitete Sklavenhaltermentalität zurück. Schließlich waren es die Araber, die viele Jahrhunderte lang mit Sklaven aus Afrika fette Geschäfte machten, und die auch die europäischen Kolonialmächte erst auf den Dreh brachten, Negersklaven als billige Arbeitskräfte nach Amerika zu verschiffen. Ohne arabische Sklavenjäger und Sklavenmärkte wäre es nämlich für die Europäer einfacher und billiger gewesen, stattdessen ein paar Millionen europäische Leibeigene oder Insassen von Waisen- und Armenhäusern über den Ozean zu schicken. Die grundlegende Einstellung, daß (fremde, "ungläubige") Menschen als Sklaven zur jeder Art von Verfügbarkeit betrachtet werden können, ist in muslimischen Ländern, wo man bis heute von der angeblichen Pracht unter diversen Kalifen des Mittelalters (=allesamt Sklavenhalter!) schwärmt, bis heute nicht ganz ausgerottet.
In Europa gibt es keine Sklaverei mehr, weil... es genug mechanische Sklaven gibt. Maschinen machen die Arbeit, und zum Knöpfedrücken reicht ein bezahlter, freier Arbeiter. Ein Prozeß, der schon im 18. Jahrhundert begann (Dampfmaschinen), also zu der Zeit, als in deutschen Landen nach und nach die Leibeigenschaft aufgehoben wurde, weil sie einfach nicht mehr zeitgemäß war - keineswegs ein Zufall. Die islamischen Länder hinkten auch hier entwicklungsgeschichtlich um 100 oder mehr Jahre hinterher, die Sklaverei wurde (offiziell!) dort erheblich später abgeschafft - und zwar erst auf Druck des Westens, nicht freiwillig. Für weiteres nachzulesen:
https://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei_im_Islam insbesondere "Fortexistenz der Sklaverei in der Gegenwart". Der Eintrag sagt eigentlich alles, oder?