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Verstehst Du die Lösung gesellschaftlicher Probleme aus Sicht des Islam?

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Für weitere Antworten geschlossen.
Ich möchte noch sagen, dass ich zwar eine Antwort in Bezug auf das Thema Sklaverei verfasst habe, aber ich der Meinung bin, dass dies keinen Nutzen für irgendwen hat hier darüber zu diskutieren, besonders ich Anbetracht der Tatsache, dass dies ein Thema ist welches zum Zeitpunkt der Offenbarungen aller Schriften präsent war und in der heutigen Welt eh praktisch non-existent ist, auch in den islamischen Ländern. Durch die traurige Situation in Syrien ist dieses Thema zwar wieder in den Fokus geraten, aber für mich dennoch nichts was es sich hier zu diskutieren lohnt. …

Da widerspreche ich. Sklaverei ist heutzutage sehr aktuell. Allerdings nicht nur im Islam. Sklaverei findest Du übrigens auch in Saudi Arabien.
Ich verweise auf Moderne Sklaverei - Gesetzlich verboten und abgeschafft - doch bis heute werden Menschen gewaltsam versklavt
Das Problem der Sklaverei sehe ich in der Versklavung, also in dem Zwang.

An sich verstehe ich ja was du meinst – du sprichst von der Trennung von Religion und (Staats-)gesetz.
Ich hingegen frage eher nach der Berechtigung die diese Trennung von Religion und Gesetz gemäß der Schrift hat? Ich habe diesbezüglich in einem vorherigen Beitrag schon mal Fragen gestellt und sie blieben leider bis jetzt unbeantwortet. Entsteht für dich oder andere Bibelgläubige Menschen nicht ein Widerspruch zu sagen, „ich glaube an dieses Buch als Wort Gottes, ich glaube, dass Gott immer wieder Propheten zu den Völkern schickte, die ihnen die Glaubenslehre und die Gesetzmäßigkeiten lehrten, aber befolgen tuen wir es nicht (mehr), wir sind bessere Gesetzgeber als Gott, aufgeklärte Leute.“ ?
Ein prima Punkt. Was spricht für Trennung Religion und Staat bzw. Verstaatlichung religiöser Gesetze?
Wie ich es sehe:
Punkt 1) Als Muslima stellst Du Deinen Glauben auf die Einhaltung der Gesetze ab. Dies kannst Du aber nur dann diskutieren, wenn es eine halbwegs einheitliche Auslegung des Korans gäbe. Und das ist nicht der Fall. Oder möchtest Du Deine persönliche Empfindung (oder die Auslegung einer muslimischen Richtung) verallgemeinern? Nehmen wir dann die Auslegung aus Saudi Arabien oder die aus Pakistan?

Punkt 2) Werden christliche Vorstellungen zur allgemeinen Gesetzesgrundlage gemacht, befürchte ich, dass noch mehr als heute Menschen dem Irrtum verfallen, sie würden vor Gott gerecht, weil sie die Gesetze beachten.

Punkt 3) Die christliche Staatskirche hat sich nicht bewährt. Siehe Konstantin (4. Jahrhundert), der das Christentum zur Staatsreligion machte. Mißbrauch und Instrumentalisierung der Religion zwecks Machterweiterung oder zwecks Unterdrückung Andersgläubiger war die Folge. Vergleichbare Folgen waren und sind auch im Islam gegeben.

Keine Frage: Göttliche Gesetze bzw. Gebote sind die besten. Das Problem liegt bei den Menschen, die damit nicht menschenwürdig umgehen können. Immer wieder stoßen wir auf die Haltung: „Weil ich das glaube, musst Du auch so handeln.“ Auch wenn meine Überzeugung die bessere sein ist, finde ich es falsch andere zu zwingen, genauso zu handeln. Einsicht ist besser als Zwang! Wenn durch gesellschaftlichen Konsens ein Gesetz erarbeitet wird, welches sich nach der Lehre Jesus Christus richtet, finde ich das sehr gut. Dann aber wäre hier kein Zwang gegeben.

Fortsetzung der Beantwortung Deines Beitrages 262 folgt.

LG; Nordrheiner
 
Zur Erinnerung füge ich die Stellen aus meinen vorherigen Beiträgen noch mals ein, vielleicht möchtest du sie noch beantworten:
Ihr behauptet die Bibel sei das Wort Gottes und haltet es dennoch für Reformationsbedürftig. Etwas das nicht wörtlich verstanden werden dürfe. Hat Gott denn etwas unvollständiges, minderwertiges offenbart? Etwas, dass der Mensch erst vervollkommnen müsse? Was ist das für ein Gottesbild, das ihr da vertretet? Das eines Gottes, den ihr weder für Allweise haltet, noch das Recht auf Gehorsam zuschreibt.
Widerspruch. Ich halte das Wort Gottes nicht für reformbedürftig. Allerdings gibt es immer wieder Bestrebungen – von wem auch immer – die Bibel nach Wünschen einer Gruppe umzuschreiben. Wie ich hörte, ist Feministinnen die Bibel viel zu männlich bzw. den Vertretern der Genderideologie ist die Bibel viel zu sehr geschlechtsbetont.

Vielleicht belächelst du meine Fragestellung, und hast diesen deswegen nicht so viel Beachtung beigemessen, aber mich interessiert es einfach zu wissen, was deine Glaubenslehre, sowie die anderer Christen ausmacht. Ist das nicht die Diskussionsgrundlage in einem religiösen Dialog?
Nein, Deine Fragen belächel ich nicht. Ich nehme sie ernst. Wenn ich Dir zu langsam antworte, bitte ich um Nachsicht. Meinen Glauben habe ich heute ausführlich dargestellt. Der Glaube von anderen Menschen erfrage bitte bei diesen Menschen. Sollten sie sich Christen nennen, dann empfehle ich Dir, zunächst zu fragen, ob sie überhaupt die Bibel gelesen haben und vollständig als Gottes Wort anerkennen.


Zitat von Nordrheiner
Es ist nicht erforderlich, hierzu eine koranische Stelle zu zitieren. Deine Beurteilung “nicht islamisch“ ist in jedem Fall nach meiner Kenntnis falsch. Immer und solange der Islam faktisch Staatsreligion ist, beeinflusst er maßgeblich auch die Kultur in dem Land. Faktische Staatsreligion ist n.m.M. immer dann anzunehmen, wenn Muslime in einem Land über 50% der Regierung stellen.

Wenn CDU/CSU also 50% der Stimmen in Deutschland bekommen, ab dann darf ich Diskotheken, Bordelle, und Eckkneipen und alles an deutscher Kultur als „christlich“ bezeichnen, (bei 49% natürlich nicht) unabhängig davon was in den Schriften steht? Was ist denn das für eine Art zu urteilen, bitteschön?! Eine Religion muss man an den Offenbarungstexten beurteilen und an nichts anderem.
Das ist ein falscher Vergleich. Begründung: Die Gesetze bestehen, vor allem die Grundgesetze, egal ob die CDU/CSU die regierende Partei ist oder nicht. Sie kann – und sie tut es auch – Gesetzesänderungen vornehmen. Die Änderung des Grundgesetzes aber ist schon wesentlich schwieriger, wenn nicht gar unmöglich. Aber das C in dem Parteinamen täuscht. Die CDU/CSU hat sicher etliche tiefgläubige christliche Mitglieder, vermute ich einfach mal, aber deshalb ist die Partei als Ganzes noch lange keine christliche Partei. Die Bezeichnung täuscht.

Wer nimmt im Islam die Beurteilung des Korans vor? Die Schiiten, die Sunniten, Saudi Arabien oder die IS?

Nur weil sich eine Mehrheit von Menschen in einem Land einer Religion zuschreibt heißt es doch nicht, dass jeder einzelne Mensch dies tut, ganz zu schweigen davon, dass sich nicht jeder an die Regeln dieser Religion hält.
Das ist richtig.


Seltsamerweise bist du es, der andersrum in Beitrag #233 sagt:
„Ich möchte diese zeitnahen Entwicklungen nicht mit dem Begriff „christlich“ verbinden. Gleiches gilt für die Kreuzzüge im Mittelalter. Kreuzzüge bzw. Kriege werden auch nicht dadurch christlich, dass ein Papst sie für gut heisst oder genehmigt oder sogar initiiert.“

Warum urteilst du nicht gleichermaßen in Bezug auf Muslime und den Islam?
Die Antwort ist ganz einfach: Ich beurteile Kriege z.B. im Mittelalter als unchristlich. Die Menschen, die sich als Christen verstanden, haben das ganz anders gesehen. Wie beurteilst Du die Kriege, die von Mohammed und den Nachfolgern geführt wurden?


Fassen wir zusammen: Der marokkanische Drogendealer dealt also dann aufgrund islamisch-kultureller Begebenheiten in Marokko mit Drogen, auch wenn der Islam Drogen verbietet, aber auf einem Papier in der Verfassung von Marokko steht ja, der Islam sei Staatsreligion und dieser hat wie wir ja gerade gelernt haben ja Auswirkung auf die Kultur, und woher soll er das auch sonst haben?! Und aus dem gleichen Grund werden Schwiegertöchter unterdrückt. Klar, macht Sinn! Lol

Selbst wenn der Islam den Handel mit Drogen verbietet, so ist eine Übertretung dieses Verbotes im Islam nicht wirklich gravierend. Es gilt immer noch: Sure 6; 160: Wenn einer mit einer guten Tat (vor den Richter) kommt, wird ihm zehnmal so viel (als Lohn zuteil). Und wenn einer mit einer schlechten Tat kommt, wird ihm nur mit gleichviel vergolten.
Aber auch: Sure 16; 97: gute Taten werden belohnt, ohne dass schlechte Taten angerechnet werden.

Zu dem Punkt Schwiegertöchter: Im Islam gilt immer noch die koranische Wertung, dass der Mann über der Frau steht. Kulturell hat sich dabei - je nach Land unterschiedlich - eine Unterdrückung der Frau ergeben. Als Beispiel: In Saudi-Arabien dürfen Frauen heute noch kein Auto fahren.

Kannst Du mir ein islamisches Land nennen, in dem die Gesetze besagen, dass eine verheiratete Frau von ihrem Mann nicht unterdrückt werden darf? Gibt es Frauenhäuser in islamischen Ländern oder müssen Frauen, die von ihrem Mann geschlagen werden, bei ihrem Mann bleiben, weil sie wirtschaftlich nicht ohne ihn leben können?

Fortsetzung der Beantwortung Deines Beitrages 262 folgt.

LG; Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Also selbst da, wo es nicht Teil der Kultur ist die Schwiegertochter zu unterdrücken, ist das Unterdrücken der Schwiegertochter dennoch typisch islamisch? Interessant!
In welchem islamischen Land gehört es zur Kultur, Frauen gleichberechtigt zu behandeln bzw. Schwiegertöchter nicht zu unterdrücken? Ich lerne gerne hinzu-

Zitat von Nordrheiner
Jedoch auch wenn die Unterordnung der Schwiegertochter unter die Schwiegermutter nicht überall und immer anzutreffen ist, so ist sie doch typisch islamisch.

Eben sagtest du es brauche keinen Beweistext dafür, dass das Unterdrücken der Schwiegertöchter Teil des Islams ist, weil die Kultur ja vom Islam geprägt wäre und dies als Beweis reiche. Aber hier sagst du, dass es auch dort wo es kein Teil der Kultur ist, immer noch typisch islamisch ist.
Nein, das sage ich nicht. Bitte lies mal das von Dir verwendete Zitat meiner Aussage genau.

Basierend worauf? Und wie kommt es, dass die einen Muslime die Schwiegertöchter unterdrücken und die anderen nicht? Ist der Anteil der Muslime in der Regierung zu gering, sodass sie zu wenig von der islamischen Kultur beeinflusst wurden und ihre Schwiegertöchter deswegen immer noch zu gut behandeln? Für mich eine seltsame, ungerechte Beurteilung, weil sie die Grundlage der Religion, nämlich die Offenbarungstexte völlig außer Acht lässt.

Das ist ganz einfach zu erklären. Nicht alle Muslime kennen den Koran (behaupte ich mal). Auch besteht eine Kultur nicht aus dem 100%igen gleichen Verhalten aller Menschen in allen Dingen. Es gibt eine hauptsächlich anzutreffende Einstellung zur Frage X. Beispiel: Typisch Deutsch ist das Essen von Sauerkraut. Viele Deutsche essen lieber Rotkohl. Viele Muslime halten das Schlagen der Ehefrau für legitim. Trotzdem würde das nicht jeder tun, hält es ggf. für nicht erforderlich oder hat eine innere Abneigung gegen das Verprügeln. Bitte berücksichtige, dass sich Frauen in islamischen Ländern weit aus weniger als in anderen Ländern trauen, gegen Bevormundung durch die Schwiegermutter ernsthaft aufzumucken. Schließlich möchte keine Schwiegertochter gezwungen werden. Insofern ist hier eine „freiwillige“ Unterordnung eher anzutreffen als z.B. in Deutschland. Auch in Deutschland kommt es in Einzelfällen dazu, dass sich die Schwiegertochter der Schwiegermutter unterordnen muß. Aber es ist nicht typisch für Deutschland.

LG, Nordrheiner
 
Puh, ich versuche ja immer alles einigermaßen zusammenfassend und prägnant in einen (wenn auch mal etwas längeren) Beitrag zu bekommen aber bevor ein Thema ausdiskutiert ist, machst du schon 3 neue auf. Da du eindeutig über mehr Tagesfreiheit zu verfügen scheinst als ich, wird es schon deswegen schwer auf alles einzugehen. Ich fasse die aktuellen Themen mal zusammen:

Das Gottesbild der Christen, Sklaverei, Mehrehe und Konkubinen, Zeitehe im Islam, der Einfluss der Religion auf die Kultur, Trennung von Religion und Staat, das „unchristliche“ Leben der Christen, Frauenrechte im Islam, Die Definition von Sünde und Belohnung im Islam, …und warum saudische Frauen kein Autofahren dürfen. Wahrscheinlich habe ich sogar noch was vergessen.

Viele Themen sind für sich schon so groß und umfangreich, dass sich darüber nicht mal eben in ein paar Beiträgen diskutieren lässt. Gelehrte diskutieren einzelne Themen tagelang und mehr und da ist es mir wirklich nicht möglich als kleiner gewöhnlicher Muslim mal eben zu allem Stellung zu beziehen. Allerdings möchte ich auch nichts (falsches) stehen lassen, wie z.B. deine sehr abwegige Auslegung der von dir genannten Koranverse 6🤐60 und 16:97 oder andere Aussagen die ich als inkorrekt empfinde. Ich bin fast geneigt mit dem einfachsten anzufangen, aber ich befürchte, dass ich dann pro von mir verfassten Beitrag wieder 10 von dir zurückbekomme und es einfach (wie jetzt schon) Ausmaße annimmt die man nicht verantworten kann. Und ich bin sicherlich auch nicht unschuldig daran, weswegen ich hier mal die Reißleine ziehen muss. Viel hilft halt nicht immer viel.

Ich muss das erst einmal sortieren und sehen inwieweit es für mich einen Sinn ergibt auf dieses oder jenes Thema noch mal Stellung zu beziehen. Ich melde mich mit der Zeit noch mal, in sha Allah (so Gott will).

Lg...
 
Zuletzt bearbeitet:
Puh, ich versuche ja immer alles einigermaßen zusammenfassend und prägnant in einen (wenn auch mal etwas längeren) Beitrag zu bekommen aber bevor ein Thema ausdiskutiert ist, machst du schon 3 neue auf.
Da möchte ich doch widersprechen: Du hast mehrere Fragen gestellt, die ich beantwortete. Die Zahl meiner Antworten entspricht Deinen Fragen.

Da du eindeutig über mehr Tagesfreiheit zu verfügen scheinst als ich, wird es schon deswegen schwer auf alles einzugehen.
Das ist aber eine merkwürdige Folgerung. Was hat meine Zeit damit zu tun, dass Dir schwerfällt, auf meine Antworten einzugehen?

Ich fasse die aktuellen Themen mal zusammen:

Das Gottesbild der Christen, Sklaverei, Mehrehe und Konkubinen, Zeitehe im Islam, der Einfluss der Religion auf die Kultur, Trennung von Religion und Staat, das „unchristliche“ Leben der Christen, Frauenrechte im Islam, Die Definition von Sünde und Belohnung im Islam, …und warum saudische Frauen kein Autofahren dürfen. Wahrscheinlich habe ich sogar noch was vergessen.

Viele Themen sind für sich schon so groß und umfangreich, dass sich darüber nicht mal eben in ein paar Beiträgen diskutieren lässt. Gelehrte diskutieren einzelne Themen tagelang und mehr und da ist es mir wirklich nicht möglich als kleiner gewöhnlicher Muslim mal eben zu allem Stellung zu beziehen. Allerdings möchte ich auch nichts (falsches) stehen lassen, wie z.B. deine sehr abwegige Auslegung der von dir genannten Koranverse 6🤐60 und 16:97 oder andere Aussagen die ich als inkorrekt empfinde. Ich bin fast geneigt mit dem einfachsten anzufangen, aber ich befürchte, dass ich dann pro von mir verfassten Beitrag wieder 10 von dir zurückbekomme und es einfach (wie jetzt schon) Ausmaße annimmt die man nicht verantworten kann. Und ich bin sicherlich auch nicht unschuldig daran, weswegen ich hier mal die Reißleine ziehen muss. Viel hilft halt nicht immer viel.

Ich muss das erst einmal sortieren und sehen inwieweit es für mich einen Sinn ergibt auf dieses oder jenes Thema noch mal Stellung zu beziehen. Ich melde mich mit der Zeit noch mal, in sha Allah (so Gott will).

Lg...

Liebe Hafsoussa,

wie bisher werde ich mich bemühen, Deine Fragen zu beantworten. Wenn es Dir schwerfällt, kannst Du ja andere Muslime bewegen, Dich zu unterstützen.

Jedoch mache ich darauf aufmerksam, dass eine mir wichtige Frage an Dich unbeantwortet blieb:
Wie beurteilst Du die Kriege, die von Mohammed und seinen Nachfolgern geführt wurden?
(Wenn möglich: Bitte gib ggf. bei Deiner Antwort die Kriege an, die Du zur Grundlage Deiner Antwort machst.)

Könntest Du mitteilen, zu welcher muslimischen Gruppe Du gehörst bzw. wo (in welchem Land) Deine kulturellen Wurzeln liegen? (dürfte schnell zu beantworten sein...)

Spielt Euer Prophet Mohammad eine Rolle, was die Barmherzigkeit Gottes betrifft, die Sünden der Muslime zu vergeben? Wird Mohammad für Dich (evt.) "ein gutes Wort einlegen", wenn Du ihn darum bittest?
(...dürfte schnell zu beantworten sein)

LG, Nordrheiner
 
Liebe Hafsoussa,

wie bisher werde ich mich bemühen, Deine Fragen zu beantworten. Wenn es Dir schwerfällt, kannst Du ja andere Muslime bewegen, Dich zu unterstützen.

Jedoch mache ich darauf aufmerksam, dass eine mir wichtige Frage an Dich unbeantwortet blieb:
Wie beurteilst Du die Kriege, die von Mohammed und seinen Nachfolgern geführt wurden?
(Wenn möglich: Bitte gib ggf. bei Deiner Antwort die Kriege an, die Du zur Grundlage Deiner Antwort machst.)

Könntest Du mitteilen, zu welcher muslimischen Gruppe Du gehörst bzw. wo (in welchem Land) Deine kulturellen Wurzeln liegen? (dürfte schnell zu beantworten sein...)

Spielt Euer Prophet Mohammad eine Rolle, was die Barmherzigkeit Gottes betrifft, die Sünden der Muslime zu vergeben? Wird Mohammad für Dich (evt.) "ein gutes Wort einlegen", wenn Du ihn darum bittest?
(...dürfte schnell zu beantworten sein)

LG, Nordrheiner


Hallo Nordrheiner,

ich werde wie gesagt noch mal Stellung nehmen und dir antworten und generell freue ich mich darüber wenn man Fragen stellt. Nur wenn so viele Themen durcheinander geraten ist es nicht möglich dem gerecht zu werden. Außerdem windest du dich gerne raus und kommst im gleichem Atemzug auf ein völlig neues Thema zu sprechen, wie beispielsweise als du die Muslime als heuchlerische Unmoralisten betitelt hast weil Mehrehe oder Beischlaf mit Konkubinen erlaubt und Prostitution dennoch verboten ist. Als ich bemerkte, dass es schon vor dem Islam gängige Praxis selbst unter Propheten wie Ibrahim oder Ya'kub war, war es für dich plötzlich nicht mehr ganz und gar unmoralisch, sondern einfach kulturell nicht passend für Deutschland. Und so meinst du nun in der Zeitehe ein neues Argument für die Unmoral der Muslime entdeckt zu haben, weil man dies ja nicht mehr auf die Fälle von beispielsweise Ibrahim und Ya'kub anwenden könne. Und so mischt du weiterhin alles fröhlich durcheinander, obwohl ich ich vorher schon darum bat dies nicht zu tun. (Stichwort: Schia und Sunni-Islam) Von daher ist der Einwand der Zeitehe von vornherein völlig nichtig, denn es herrscht absoluter Konsens unter den Sunniten, dass die Zulässigkeit von Zeitehen durch Gott aufgehoben wurde und sie fallen gemäß der sunnitischen Lehre unter Unzucht und sind als Ehe nicht gültig.

Ein Dialog macht für mich so wenig Sinn, jemand mit so vielen Standpunkten und Vorwürfen aus so vielen verschiedenen Themengebieten und Theologie-übergreifend regelrecht zu bombardieren um dann später anzumerken, der Person würden halt die Antworten ausgehen. Das ist aus meiner Sicht eine unfaire perfide Art und Weise der Diskussionsführung die nur zum Ziel hat, den "Gegner" egal wie auszustechen um sich selbst dann als unangefochtenen Verfechter der Wahrheit zu sehen

Und alledem zum Trotz willst du es nicht einsehen und immer noch weitere Themen anreißen und befragst mich nun nach 3 neuen Themengebieten, darunter muslimische Kriegsführung mit der Anmerkung es sei ja eh schnell beantwortet! Im Ernst?

Ich habe dir nur explizite Fragen in Bezug auf die fundamentale Glaubenslehre gestellt und hier und da mal einige Behauptungen von dir über den Islam aufgegriffen, die ich so nicht stehen lassen wollte. Aber in dieser Form lässt sich keine Diskussion führen.

Lg...
 
Lieber Nordrheiner,

wir können nicht alles wissen, müssen das auch nicht.
Und es ist auch nicht ehrenrührig, sich wissenschaftlicher Quellen zu bedienen. Allerdings sollte man diese dann auch angeben. Du zitierst hier zum Beispiel nicht nur sinngemäß, sondern nahezu wörtlich aus Veröffentlichungen des Islam-Instituts, ohne das jedoch anzugeben.
Soviel mal zu deiner wiederholt bemühten Vokabel "Authentizität". Und zum wissenschaftlichen Arbeiten:
Zitiere ich sinngemäß, dann ist es üblich, das etwa mit folgendem Hinweis zu tun: "Vergleiche XY, Titel, Seite..."
Zitiere ich dagegen wörtlich, dann gibt man Autor, Titel und Seite an und setzt die Zitate in "...".
Gibt man bei Google Teile deiner Texte ein, bringt einem die Google-Suche nämlich ziemlich direkt auf die Hilferuf-Seite und auf die entsprechende Seite das Islam-Instituts. Der Rest ist selbstredend.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Ehe auf Zeit (Prostitution) basiert auf Sure 4,24 sowie 5,5.
Die Ehe auf Zeit gilt der Vermeidung der verbotenen Unzucht. Ehe auf Zeit ist eine geschickte Umgehung des Unzuchtsverbotes. Die für einen bestimmten Zeitraum geschlossene Ehe, streben mut'a-Ehe (arab. Mut'a = Genuß) wird vor allem von Schiiten praktiziert (wie ich hörte). Die Frau schliesst mit einem (mehrfach) verheirateten oder unverheirateten Mann EINEN Vertrag, der Dauer der Ehe und Vergütung für die Frau regelt. Die Vergütung Kann in Geld oder Geldwerten ausbezahlt werden oder auch ganz wegfallen. Die Zeitehe wird nicht arrangiert. Die Frau hat nicht das Recht auf Unterhalt (wie in einer üblichen Ehe) Eventuell geborene Kinder sind jedoch eheliche Kinder. Die Zeitehe endet automatisch mit Ablauf der vereinbarten Dauer. Eine Scheidung gibt es nicht.

Schiitisch-Muslimische Apologeten führen zugunsten der Zeitehe als "Vernunftgründe" z. B. ein: Die Verhinderung von Unzucht aufgrund der vielfachen Versuchungen, denen junge Männer in der modernen Gesellschaft ausgesetzt sind, oder auch Vermeidung sexueller Verirrungen wie Homosexualität und Prostitution, Geschlechtskrankheiten. Zudem werde das Bevölkerungswachstum gefördert.
Der Koran spielt nach Ansicht der Befürworter die Zeitehe als Eheform in Sure 4,24 an: "Und verboten sind euch die ehrbaren Ehefrauen, außer was ihr an Ehefrauen als Sklavinnen besitzt. Was darüber hinausgeht, ist euch erlaubt, (nämlich) daß ihr euch als ehrbare Ehemänner, nicht um Unzucht zu treiben, mit eurem Vermögen (sonstige Frauen zu verschaffen) sucht. Wenn ihr dann welche von ihnen (im ehelichen Verkehr) genossen habt, dann gebt ihnen ihren Lohn als Pflichtteil! Es liegt aber für euch keine Sünde darin, wenn ihr, nachdem der Pflichtteil festgelegt ist, (darüber hinausgehend) ein gegenseitiges Übereinkommen trefft. Gott weiß Bescheid und ist weise.“

Hierzu trifft die von Dir zitierte Sure 5,5 auch zu. Hier ist erlaubt, auch christliche Frauen zu heiraten „….wenn ihr ihnen ihren Lohn gebt.“ Also Unzucht „nein“, aber Umgehung des Verbotes durch Zeitehe „ja“.
LG; Nordrheiner
Die Zeitehe gehört mit ihren festen rechtsgültigen Bestimmungen, die auch der Frau dienen, und als freiwillige Vereinbarung unter freien Erwachsenen (keine Zwangsvermählung von Kindern) zu den wenigen moralisch akzeptablen Dingen, die der Islam hervorgebracht hat. Es ist hier das christliche "bis daß der Tod sie scheidet (auf Gedeih und Verderb)", das in seiner Endgültigkeit und Gnadenlosigkeit aus der Neigung des Menschen zu irren (auch und ganz besonders bei der Partnerwahl) eine lebenslängliche Fessel machen will und jedes Ablegen dieser Fessel prompt als "Unzucht" verunglimpft (auch Scheidung mit anschließender neuer Partnerschaft - "Unzucht" in den Augen der Katholischen Kirche, wegen "Unauflöslichkeit" der ersten Ehe für alle Zeiten). Zeitehen nach islamischem Muster können in einer modernen Zivilgesellschaft locker bestehen, da sie keine Menschenrechte verletzen und bei beiderseitigem Wunsch auch jederzeit verlängert werden können, wenn man merkt, daß das Potential für etwas dauerhaftes vorhanden ist. Sie sind nur in einer immer noch christlich-patriarchalisch geprägten Gesellschaft (noch) nicht angekommen, da sie so althergebrachten Vorstellungen wie vom "Muß" unbefleckter Jungfräulichkeit einer Braut (warum?) oder dem "Muß" der Ehelichkeit möglichen Nachwuchses (abermals: warum?) widersprechen. Oder eben dem "Muß" der Ehe "bis daß der Tod sie scheidet".
 
Hallo Nordrheiner,

ich werde wie gesagt noch mal Stellung nehmen und dir antworten und generell freue ich mich darüber wenn man Fragen stellt. Nur wenn so viele Themen durcheinander geraten ist es nicht möglich dem gerecht zu werden.

Es gibt keine vorgeschriebene Reihenfolge. Insofern kann auch nichts durcheinander geraten.
Und einer Reihenfolge musst Du nicht gerecht werden. Ich gehe die Fragen der Reihe nach durch. Das ist dann meine Reihenfolge. Mach es doch ähnlich. So kommst Du auch nicht durcheinander.


Außerdem windest du dich gerne raus
Wir können hier festhalten: Du stellst eine Behauptung ohne sachlichen Gehalt auf.

und kommst im gleichem Atemzug auf ein völlig neues Thema zu sprechen, wie beispielsweise als du die Muslime als heuchlerische Unmoralisten betitelt hast weil Mehrehe oder Beischlaf mit Konkubinen erlaubt und Prostitution dennoch verboten ist. Als ich bemerkte, dass es schon vor dem Islam gängige Praxis selbst unter Propheten wie Ibrahim oder Ya'kub war, war es für dich plötzlich nicht mehr ganz und gar unmoralisch, sondern einfach kulturell nicht passend für Deutschland.

Mehrehe ist etwas anderes als Prostitution oder das (gewaltsame) Versklaven von Frauen sowie deren Missbrauch. Bitte differenzieren.


Und so meinst du nun in der Zeitehe ein neues Argument für die Unmoral der Muslime entdeckt zu haben, weil man dies ja nicht mehr auf die Fälle von beispielsweise Ibrahim und Ya'kub anwenden könne. Und so mischt du weiterhin alles fröhlich durcheinander, obwohl ich ich vorher schon darum bat dies nicht zu tun. (Stichwort: Schia und Sunni-Islam) Von daher ist der Einwand der Zeitehe von vornherein völlig nichtig, denn es herrscht absoluter Konsens unter den Sunniten, dass die Zulässigkeit von Zeitehen durch Gott aufgehoben wurde und sie fallen gemäß der sunnitischen Lehre unter Unzucht und sind als Ehe nicht gültig.

Da Schiiten ebenfalls Muslime sind und sich ebenfalls auf den Koran berufen. Nach meiner Meinung wäre spätestens hier von Dir konkret Deine eigene Glaubenszugehörigkeit mitzuteilen. Auch drückst Dich ganz schön um eine klare Aussage, dass Muslime, seien es Schiiten oder Sunniten, Prostitution (Stichwort: Sex-Sklavinnen) in dieser oder in jener Weise fördern. Oder sind es Deiner Meinung nach nur die Schiiten?

Du hast schon Recht. Ich unterscheide nicht wirklich Schiiten von Sunniten. (Du selbst schreibst auch ohne Differenzierung vom Islam, so in Deinem Beitrag 237). Für mich ist nicht immer klar erkennbar, ob es sich jetzt um eine reine schiitische oder eine rein sunnitische Denk- und Glaubensrichtung handelt. Für mich sind beide Gruppen Muslime, die sich auf den Koran berufen und so deutlich machen, was alles möglich ist. Natürlich kannst Du Dich von bestimmten Gruppen sowie bestimmten Denk- und Handlungsweisen, die im Islam zu erleben sind, distanzieren. Aber darfst Du das auch bei der Gruppe tun, zu der Du selbst gehörst?

In diesem Faden geht es letztendlich um das Verstehen, wie der Islam gesellschaftliche Probleme löst. Bezugspunkt ist Deutschland.

Ich denke, am Anfang einer jeden Problemlösung steht i.d.R. ein Dialog. Der Dialog mag schwierig sein, zugegeben. Er ist auch aufwendig. Aber Du solltest Dich nicht davor drücken, Ausreden suchen (Themen sind durcheinander) und mit falschen Unterstellungen (Ziel ist den Gegner auszustechen) arbeiten. Dadurch erweckst Du tatsächlich den Eindruck, dass Dir lediglich die Antworten ausgehen. Wobei ich diesen Eindruck nur bedingt habe. Ich habe eher die Vermutung, dass Du zu einer muslimischen Gruppe gehörst, deren Einstellung und Handlungsweise Du nicht widersprechen darfst oder willst, selbst wenn Du sie im Herzen zumindest teilweise ablehnst. Ist meine Vermutung zumindest teilweise richtig?

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Zeitehe gehört mit ihren festen rechtsgültigen Bestimmungen, die auch der Frau dienen, und als freiwillige Vereinbarung unter freien Erwachsenen (keine Zwangsvermählung von Kindern) zu den wenigen moralisch akzeptablen Dingen, die der Islam hervorgebracht hat. Es ist hier das christliche "bis daß der Tod sie scheidet (auf Gedeih und Verderb)", das in seiner Endgültigkeit und Gnadenlosigkeit aus der Neigung des Menschen zu irren (auch und ganz besonders bei der Partnerwahl) eine lebenslängliche Fessel machen will und jedes Ablegen dieser Fessel prompt als "Unzucht" verunglimpft (auch Scheidung mit anschließender neuer Partnerschaft - "Unzucht" in den Augen der Katholischen Kirche, wegen "Unauflöslichkeit" der ersten Ehe für alle Zeiten). Zeitehen nach islamischem Muster können in einer modernen Zivilgesellschaft locker bestehen, da sie keine Menschenrechte verletzen und bei beiderseitigem Wunsch auch jederzeit verlängert werden können, wenn man merkt, daß das Potential für etwas dauerhaftes vorhanden ist. Sie sind nur in einer immer noch christlich-patriarchalisch geprägten Gesellschaft (noch) nicht angekommen, da sie so althergebrachten Vorstellungen wie vom "Muß" unbefleckter Jungfräulichkeit einer Braut (warum?) oder dem "Muß" der Ehelichkeit möglichen Nachwuchses (abermals: warum?) widersprechen. Oder eben dem "Muß" der Ehe "bis daß der Tod sie scheidet".

Liebe Daoga,
der Begriff "Zeitehe" oder auch der Begriff "Scheidung" sollte immer dann erläutert werden, wenn der jeweilige Mensch eine ethische Richtung vertritt, die "eigentlich" das Eine oder das Andere verneint. Ehe auf Zeit sowie Scheidung oder Hurerei sind in Deutschland gängige Praxis, ob ich das jetzt für gut heiße oder nicht. Zwangsprostitution bzw. organisierter Mißbrauch von Mädchen und Frauen sind auch in Deutschland strafbar.

Ich mache auf die Vielzahl der kriminellen Sexualdelikte (von Muslimen) in England aufmerksam... jahrelang wurde die schlimme Wahrheit von der Polizei unter den Teppich gekehrt, weil man nicht den Eindruck von Rassismus erwecken wollte.

Gemäß der religiös begründeten ethischen Auffassung der kath. Kirche - der keiner zustimmen muß - sind Ehe auf Zeit sowie Scheidung keine Kavalliersdelikte. Für mich gibt es Gründe, die eine Differenzierung ermöglichen. Das Problem, was ich hier mit Hafsoussa diskutiere, liegt darin, dass der Islam (bis auf die Mehrehe sowie die Scheidung) im Bereich Sexualität anscheinend "offiziell" eine ähnliche ethische Auffassung vertritt wie die "christlichen Kirchen". Wenn ich das richtig sehe - nur wenn - dann ist die islamische Praxis auch daran zu messen.

Und da hilft es mir wenig, wenn es heisst: "das sind nur die Schiiten". Dann muß "ich" zumindest klar machen, was meine ethische Position ist bzw. zu welcher Gruppe ich gehöre. So denke ich.

Der Mensch ist nunmal erfinderisch und wenn er etwas tun möchte, was eigentlich nicht erlaubt ist oder was ethisch unmoralisch ist, dann findet er eine Möglichkeit der Umgehung oder er leugnet den Tatbestand. Das gilt für Menschen in Europa, die ggf. zu einer Religionsgemeinschaft gehören, sowie für Muslime, egal ob sie den Schiiten oder den Sunniten angehören. So denke ich jedenfalls. Man sollte der Wahrheit ins Auge blicken können und dürfen.

Wenn z.B. Unzucht/Hurerei bzw. die Versklavung von Frauen sowie deren Mißbrauch im Islam (Sunniten oder Schiiten oder einer Untergruppe) gebilligt oder gar gefördert wird, sich auf den Koran berufen wird, gleichfalls eine hohe Ethik behauptet wird, .... ja dann habe ich zumindest ein Verständnisproblem.

LG, Nordrheiner
 
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