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Verstehst Du die Lösung gesellschaftlicher Probleme aus Sicht des Islam?

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An diese Frage möchte ich an dich als Christ noch eine weitere Frage anknüpfen die mich wirklich interessiert und zwar: Aus welchem Grund schließt du es für dich aus Muslim zu werden? Es mit den Versen die Gewalt legitimieren zu begründen wäre ja wie eben erwähnt ein ungültiges Argument, da du aus dem gleichen Grund dann auch kein Christ sein dürftest. ?

Christ zu sein hat für mich folgende Gründe:
Hauptgrund: Jesus sagte in Johannes Evangelium, Kapitel 14 V. 6: „Ich bin der Weg, denn ich bin die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zu Vater gibt es nicht.“

Und im Johannes Evangelium Kap. 1 V. 32-34 lesen wir: „Johannes (der Täufer) machte dazu folgende Aussage: „Ich sah, dass der Geist Gottes wie eine Taube vom Himmel auf ihn kam und bei ihm blieb. Vorher wusste ich nicht, dass er es war. Aber Gott, der mir den Auftrag gab, mit Wasser zu taufen, hatte zu mir gesagt: „Wenn Du einen siehst, auf den sich der Geist niederlässt und bei dem er bleibt, dann weißt Du: „Das ist der, der mit dem Heiligen Geist tauft.“ Das habe ich gesehen, sagte Johannes und ich verbürge mich dafür, dass dieser der Sohn Gottes ist.“

Alle Religionen, liebe Hafsoussa, stimmen mehr oder weniger in ihrer Lehre überein, dass der Mensch gute Taten tun soll. Und diese Taten sind es dann, die von Gott (oder von Göttern) als Entscheidungsgrundlage genommen wird, wie es mit dem Menschen nach dem Tode weitergeht. Was gute Taten sind, ist je nach Religion unterschiedlich. In einigen Religionen gehören auch Menschenopfer dazu, in anderen sind es vornehmlich das Geben von Almosen (Islam) oder das sozial mitfühlende Handeln (Fürsorge für andere Menschen wie Krankenpflege etc.). Die Menschen hoffen auf Gottes Güte. In jeder Religion gilt: Der Mensch muß etwas Gutes tun, um eine Chance zu erhalten, dass sich Gott gütig verhält und gerne vergibt. In diesem Sinne ist auch der Islam eine Religion der Selbstrettung. Ob die Selbstrettung gelingt, ist wieder unsicher. Hinzukommen muß noch die Güte Gottes, die jedoch nicht sicher ist.

Jesus war Jude und kein Christ. So wie ich das NT (Neue Testament) verstehe, wollte Jesus auch keine neue Religion gründen. Er wies mit seinen Worten und mit seinen Taten auf Gott hin sowie auf den Weg zu Gott. Er wies nicht auf einen Weg hin, sondern auf den einen Weg, auf sich.

Aber was ist das Motiv Gottes, sich um Menschen zu kümmern und sie ggf. ins Paradies zu lassen? Als ich den Imam fragte, antwortete er: Es geht Gott um Recht und um Rechtschaffenheit. Es geht Gott darum, dass die Menschen Ihm dienen.

Das ist eine völlig andere Aussage, als die die ich der Bibel entnehmen kann. Die gesamte Bibel zeigt auf das Motiv Gottes hin: Liebe. Gott liebt uns Menschen. Das AT ist die Geschichte der Liebe Gottes zu seinem auserwählten Volk. Israel ist „Der Augapfel Gottes“ Sacharja 2 V.12: „Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.“ Im Neuen Testament ist aus Israel „alle Menschen geworden“. Im Johannes-Evangelium Kap. 3 V. 16 lesen wir: "Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben."

Es geht also nicht um Tun guter Werke, sondern um die eigene persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Verlasse / vertraue ich Jesus - oder nicht?

Daraus darf ich entnehmen: Gott liebt mich. Und Du darfst das auch. Es geht nur darum, ob wir die Liebe Gottes annehmen und sein Kind sein wollen. Nach meiner Erkenntnis: Alle Menschen sind Geschöpfe Gottes, aber nicht alle Menschen sind seine Kinder.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Anmerkung:

Es geht also nicht um Tun guter Werke, sondern um die eigene persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Verlasse / vertraue ich Jesus - oder nicht?

Aus meinem obigen Satz könnte man entnehmen, dass Christen – so wie ich Christsein verstehe – tun und lassen können, was sie wollen. Menschen (Christen) glauben daran, dass Jesus sie von allen Sünden erlöst hat und gut ist’s.

Diese Ansicht teile ich nicht! Ich kann eine solche Ansicht auch nicht dem AT oder dem NT entnehmen.

Diese extreme Ansicht steht der Glaube an die Werkgerechtigkeit „ich muss Gutes tun“ um gerettet zu werden, gegenüber. Der Gedanke der Werkgerechtigkeit ist gefährlich. Es ist der Einstieg in die Religion. Dieser Gedanke führt zu der Frage: Was sind gute Werke?

Und an dieser Stelle klinken sich Kirchen und Organisationen und (religiöse) Philosophen ein und definieren, was "Gutes tun" bedeutet. Und je nach Organisation gehören z.B. Kriege oder Altenpflege dazu oder auch eine Geldleistung. Im Mittelalter – zur Zeit von Martin Luther – hieß es: „Wenn der Taler in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.“ Im Islam erinnert mich die Forderung, Almosen zu geben, an diese mittelalterliche (zum Glück überholte) Forderung der „christlichen“ Kirchen. Heutzutage, in Deutschland, hört man oft die Meinung: „Ich bin sehr sozial eingestellt und helfe hier und da. Dies wird Gott anerkennen und mich in den Himmel aufnehmen, da ich ein guter Mensch bin.“

Beide extreme Ansichten a) "ich glaube = das genügt" sowie b) "ich bin ein sozial guter Mensch"
… sind nach meiner Auffassung falsch. Ich verurteile niemanden, der meint: Wenn ich an Gott glaube, dann reicht das. „Ich kann leben wie ich es für richtig halte.“ Auch verurteile ich niemanden, der eine sehr soziale Einstellung hat und darauf hofft, dass er deswegen Gottes Güte und Vergebung erfahren wird. Auch die Verbindung von Glauben an Gott (im Sinne von „für wahr halten“) und soziale Einstellung ist für mich nicht die Grundlage, Kind Gottes zu sein.

Jesus lehrte: „Nur wer von oben herab geboren wird, kann Gottes neue Welt zu sehen bekommen.“ (Johannes 3 V. 3)

Jesus tauft mit dem heiligen Geist (siehe Joh. 1 V. 32-34) und er lehrte: „Nur wer von Wasser und Geist geboren ist, kann in Gottes neue Welt hineinkommen.“ Und an anderer Stelle heisst es: „Der Vater wird euch in meinem Namen den Helfer senden, der an meine Stelle tritt, den Heiligen Geist. Der wird euch alles Weitere lehren und euch an alles erinnern, was ich schon gesagt habe.“ Joh. 14, 26.

Besonders aufmerksam machen möchte auf Joh. 17, 26: „So wird die Liebe, die Du zu mir hast, auch sie erfüllen und ich werde in ihnen leben.“

Als Christ, wie ich mein Christsein verstehe, muß ich nichts tun, weil irgendwelche religiösen Regeln bestehen, die ich zu erfüllen habe. Ich erhalte Gottes Vergebung nicht, weil ich so sozial eingestellt bin. Ich muss mir Gottes Vergebung nicht erarbeiten. Jedoch lasse ich zu, dass der Heilige Geist mich mit Gottes Liebe erfüllt und mich lehrt, wie ich mich verhalten soll. Auf diese Weise ist Gott mein Lehrer, nicht irgendwelche Menschen. Und weil dem so ist, habe ich Liebe zu Menschen und was ich tue, tue ich nicht weil ich „muß“, sondern aus Liebe, die ich aus der lebendigen Verbindung zu Gott (Jesus Christus + Heiliger Geist) schöpfe.

Vertrauen in Jesus Christus, der den Heiligen Geist denen sendet, die ihm vertrauen sowie die daraus entstehende Liebe in mir zu den Menschen ist meine Grundlage für mein Tun oder für mein Unterlassen.

LG, Nordrheiner
 
Wenn ich mich nicht irre, sind mit meinen unten stehenden Antworten Deine Fragen aus Deinem Beitrag 248 abgearbeitet. Ich hoffe, ich habe keine Frage übersehen. Sollte es anders sein, bitte ich Dich, Deine Frage zu wiederholen.


Ich frage das auch deswegen, weil die Moscheen wirklich voll sind mit Menschen die zuvor Christen waren. Erst vor kurzem ist eine christliche Nachbarin Muslimin geworden. Und auch mein Mann trifft immer wieder muslimische Brüder die mal Andreas hießen und sich nun Isa (der arabische Name für Jesus) nennen. Wenn man sie fragt was sie dazu bewegt hat Muslim zu werden hört man fast immer dieselben Antworten. Sie alle konnten sich nicht mit dem Gottesbild identifizieren welches von den Christen vermittelt wird und sahen wohl auch im Erscheinen des Islam und des letzten Propheten keinen Widerspruch zu ihren Schriften. Was denkst du über diese ehemaligen Christen? Und welchen Status haben sie bei Gott gemäß der Glaubenslehre der du dich zuschreibst? Denn ich meine mich zu erinnern, dass du Gottes Liebe für bedingungslos hälst, die also nicht an die Taten der Menschen geknüpft ist. Gilt das dann auch für die unterschiedlichen Glaubensauffassungen der Menschen? Ist der Buddhist dem Christ gleich? Der Mörder dem Lebensretter? Wenn ja, was machen wir dann hier auf der Erde anstatt alle im Paradies zu sein? Und friert die Hölle dann zu, wenn sie gemäß dieser Logik dann doch keiner betritt? Und kannst du dies gemäß deinen Schriften belegen, oder stellst du gegenüber Gott Vermutungen an?


Liebe Hafoussa,

siehe meine Fettmarkierung. Was hatten diese Menschen, die sich vom „Christentum“ dem Islam zuwandten, für ein Gottesbild? Da Du meine bisherigen Antworten gelesen hast, weißt Du, dass der Begriff „Christ“ sehr gummihaft ist. Genauso, wie heutzutage der Ausdruck „göttlich“ zweckentfremdet wird, ist es auch mit vielen anderen Begriffen. Wenn also ein Mensch, der sich Christ nennt, anderen Menschen z.B. das Bild von Gott vermittelt „Gott ist in uns allen“, dann verstehe ich, dass Menschen damit nichts anfangen können oder sogar irre werden, weil sie ihre eigene Fehlerhaftigkeit kennen. Wenn ein Mensch, der sich Christ nennt, z.B. das Bild von Gott vermittelt „Gott ist in der Natur unter jedem Stein zu finden“, dann verstehe ich, dass Menschen damit nichts anfangen können. Und so gibt es sicher noch viele gleichartige Beispiele. Mich wundert es nicht, dass sich Menschen dem Islam zuwenden. Der Islam hat viele Regeln und viele Menschen wollen eine Struktur und Regeln haben. Erleben sie Zustimmung und Anerkennung von „Mitgläubigen“, weil sie gleichartige Struktur und Regel haben, fühle sie sich wohl. Das ist beim Islam so, das ist im Judentum so, das ist bei rechts- oder bei linksradikalen Gruppen so. Das war unter Hitler so und das war unter Mao Tse-Tun (im Kommunismus) so. In diesem Sinne haben sich Menschen nie verändert. Menschen, die klare Regeln und eine Struktur in ihrem Leben suchen, sind immer offen für jedwede Organisation. Es ist dann lediglich „eine Geschmacksfrage“, welcher Organisation sie sich anschließen. „Christliche“ Kirchen vermitteln aus meiner Sicht oftmals ein Gottesbild, auf dessen Grundlage sie dem Menschen das erzählen, von dem sie glauben, was Menschen gerne hören wollen. Manche Menschen erkennen das uns fühlen sich in Kirchen nicht mehr wohl. Ich habe dafür Verständnis.


Ja, ich halte die Liebe Gottes für bedingungslos. Ich möchte Gottes Angebot mit einem Restaurant vergleichen. Der Eintritt ist kostenfrei. Das Essen ist kostenfrei. Egal ob Du Buddhist oder Muslim oder ob Du Mitglied einer „christlichen“ Kirche, ob Du Dieb oder Mörder bist. Du brauchst Dir auch nicht extra eine gute Kleidung anziehen. Abitur oder Studium ist auch völlig unwichtig. Du brauchst auch keine guten Taten vorweisen. Nur musst Du ins Restaurant reingehen und etwas zu essen haben wollen. Das Angebot ist alleine nicht ausreichend, um satt zu werden. Du solltest es auch annehmen. Du wirst zu essen bekommen, obwohl Du es nicht verdient hast. Keiner hat es sich verdienen können. Es gibt Menschen mit der Einstellung: „ich lasse mir nichts schenken“. Ich denke: Alles was ich tun könnte, um Gott zu gefallen, um mir seine Liebe wortwörtlich zu verdienen, wird niemals ausreichen. Gott ist viel zu heilig, Seine Ansprüche an Gerechtigkeit und Recht sind viel zu hoch, als dass ich sie erfüllen könnte. Sehe ich auf meine Unvollkommenheit, muß ich mich eher schämen. Ich sage von mir: Ich brauche sein Geschenk. Dieses Geschenk hat etwas gekostet. Das Leben von Jesus Christus. Damit auch ich das Geschenk erhalte, ist Jesus Christus gestorben.

Ich denke, dass Gott akzeptiert, wenn jemand sein Angebot ablehnt. Gott zwingt niemanden, sein Angebot anzunehmen. Für mich besteht der Sinn eines jeden menschlichen Lebens darin, dass jeder für sich entscheidet „will ich das Liebes-Angebot Gottes annehmen – oder nicht.“ Wer das nicht möchte, wer Gottes Liebe durch Jesus Christus vermittelt nicht möchte, endet – wie ich es ausdrücke – in der absoluten Lieblosigkeit. Ich weiß nicht genau, wie diese absolute Lieblosigkeit aussieht. Aber dort will ich nicht sein. Wer meint, dass es andere Wege zu Gott als Jesus Christus gibt, soll diesen Weg gehen. Und wenn jemand meint, es gäbe Gott nicht oder die Bibel wäre nicht Gottes Wort, der soll glauben was er möchte.

Und nein, ich stelle über Gott keine Vermutung an. Ich denke, ich habe meine Aussagen bereits mit Belegen aus der Bibel belegt. Aber es könnte sein, dass Du zu einer speziellen Aussage noch einen Beleg aus der Bibel haben möchtest. Bitte sprich mich konkret dazu an. Und wenn Du Fragen hast, dann stelle sie.


LG, Nordrheiner
 
Hinweis zum Begriff „göttlich“:

Dieser Begriff wird in Deutschland n.m.M. oft zweckentfremdet. Wenn das Eis besonders lecker schmeckt, kann man schon mal hören: „es ist göttlich“. Sieht ein Mann besonders attraktiv aus, hört man zuweilen: „er sieht aus wie ein junger Gott“.
Meine Meinung: göttlich kann nur sein, was direkt von Gott kommt. Und wie Gott aussehen kann kein Mensch.

Doch, kann er. Nämlich wenn nicht Dein persönlicher Gott gemeint ist, sondern einer von denen, die es vorher gab, als das Christentum noch gar nicht erfunden war. Der "junge Gott" ist nämlich Adonis, der wie alle griechischen Götter in echter, wenn auch perfektionierter Menschenform dargestellt wurde. Man sagt ja bis heute auch, jemand sieht aus wie ein Adonis. Und auch "göttliches" Essen gab es schon früher als "göttliche Speise", Nektar und Ambrosia. Die biblische Version der Götterspeise ist bekanntlich das Manna, möglicherweise Honigtau-Absonderungen von lausbefallenen Pflanzen, die früher in Palästina wuchsen. Die Begriffe haben also durchaus eine Berechtigung, nur nicht von Deinem Glauben her.
 
Gespräch mit einem Imam vom 11.03.16

Ich stellte die nachstehend aufgeführten Fragen:
....

3) Welche Bedeutung hat der Koran?
Antwort: Der Koran ist das fortschrittlichste Buch, was man sich nur denken kann. Es ist zum Lernen gedacht. Lesen und Weiterbildung sei sehr wichtig. Darauf würde der Koran in ca. 800 Stellen aufmerksam machen. Noch heute lesen Wissenschaftler den Koran und machen anschließend große wissenschaftliche Entdeckungen. Daran lässt sich erkennen, dass der Koran jeder Zeit immer ein Stück voraus ist und man immer neue Erkenntnisse gewinnt, wenn man den Koran liest.

Nordrheiner

Auf das bist Du hoffentlich nicht hereingefallen, da hast Du nämlich ein klassisches Beispiel für die Selbstbeweihräucherung, die für gläubige Muslime typisch zu sein scheint. Sehr schöne Beispiele für "Wissenschaft aus dem Koran" findet man in muslimischen Foren, mit dem Ergebnis, daß man als normalgebildeter Europäer nicht weiß, ob man sich totlachen, den Kopf auf die Tischplatte oder lieber die Zähne in Selbige schlagen möchte. Im Forum "Haus der Wahrheit" beispielsweise, das den Namen "Haus der Selbstbeweihräucherung" voll verdient hätte, findet man etliche derartige Storys. Etwa die Frage, was der Koran zu Neandertalern und anderen Urmenschen sagt, Antwort (in Kurzfassung): im Koran werden keine Urmenschen erwähnt, der Mensch wurde so wie er heute ist von Gott geschaffen, ergo gab es nie Urmenschen, alle Funde gehen auf ausgestorbene Affen zurück und Ende der Diskussion, jegliche Forschung in dieser Richtung ist überflüssig.
Anderswo fand ich mal eine erfundene Geschichte, in der ein muslimischer Physikstudent, der selbstverständlich alle Weisheiten der Welt aus dem Koran geschöpft hat, sich mit einem ungläubigen Professor ein Streitgespräch über der Definition des Begriffs "Wärme" liefert. Das der Islam/in Form des muslimischen Studenten natürlich mit wehenden Fahnen gewinnt, bis der Professor in reiner Anbetung der "göttlichen Allwissenheit" auf die Knie fällt. Über die im Lauf der Geschichte erwähnten "400 Grad unter Null", die - natürlich - der Student erwähnte, lache ich bis heute. Wie mißt wohl ein Muslim 400 Grad unter Null? Vermutlich mit dem Küchenthermometer. 😀😀😀
Nur zwei Beispiele unter unzähligen. Der Islam mag irgendwann im 12. Jahrhundert führend in den Wissenschaften gewesen sein (kein Wunder, denn im Unterschied zum Christentum, das die antiken Schriften strikt ablehnte und am liebsten Feuer und Rad völlig neu erfunden hätte, hatten die muslimischen Gelehrten keine Scheu vor dem Wissen der Vorfahren, sofern es praktisch brauchbar war - Medizin z. B. ja, antike Politik dagegen, vor allem der demokratischen Art, war pfuibäh - und auch ein wissenschaftlicher Zwerg wirkt wie ein Gigant, wenn er auf den Schultern von antiken Riesen steht), aber schon im ausgehenden Mittelalter hat der Westen die islamischen Gebiete konsequent überholt, und heute sind Islam und Wissenschaft zwei Begriffe, die sich gegenseitig ausschließen. Wo das eine ist, kann das andere nicht sein, außer man versteht unter Wissenschaft das zwanghafte Wiederholen von Wunschträumen und Vorurteilen und konsequente Ignorieren und Leugnen aller Dinge, die nicht mit den Wunschträumen und Vorurteilen übereinstimmen.
Wer´s nicht glauben will, soll sich gern mal selbst durch muslimische Foren durchlesen, die sich mit "Wissenschaft" nach muslimischem Verständnis befassen. (Kopf vorher gut polstern, sonst besteht Gefahr von Beulen! 😀 )
 
Zuletzt bearbeitet:
Tja, Daoga, ich möchte Dir gerne widersprechen, denn ich möchte nicht, dass der Islam falsch dargestellt wird. Jedoch ist es schon erschreckend, wenn man hört, dass der Koran das Lernen und das Wissen betont und wenn man sehen muß, wie sich das in der Realität darstellt:


Weltweit gibt es ca. 15 Mio. Juden
Muslime gibt es ca. 1,6 Milliarden.

Nobelpreise:
Jüdische Literaturpreisträger: 14
Arabische Literaturpreisträger: 4
Von diesen sind 2 Christen

Jüdische Nobelpreisträger im Fach Chemie: 35
Arabische Nobelpreisträger im Fach Chemie: 1
(Und auch das ist ein Christ)

Jüdische Nobelpreisträger im Fach Medizin: 56
Arabische Nobelpreisträger: 1
(Und auch das ist ein Christ)

Jüdische Nobelpreisträger in Physik: 53
Arabische Nobelpreisträger: 1

Jüdische Nobelpreisträger für den Frieden: 9
Arabische Nobelpreisträger für den Frieden: 7

Was z.B. die Türkei (ca. 77 Mio. Menschen) betrifft, gibt es nur 2 Nobelpreisträger.
Aziz Sancar (in den USA lebend) für die Erforschung des Reparaturmechanismus der DNA sowie Orhan Pamuk (Literatur).
 
Hallo Nordrheiner,

ich melde mich, obwohl ich weiß, dass dies vergebliche Liebesmüh ist, nochmal.
Als jemand, dem sein Glaube wichtig ist, seine religiöse Bindung für das eigene Leben eine Bedeutung hat, erlebe ich - gerade auch in Foren wie diesem - dass gegen jede Form von Religion und religiöser Überzeugung geschrieben und geredet wird.
Da macht sich sehr lebhaft ein nihilistischer Realismus breit, der gegen alles wettert, was sich nicht beweisen lässt.
Oft müssen dazu Menschen herhalten, die mutig ihren Glauben bekennen.
Glaubende, religiöse Menschen haben es durchaus nicht mehr leicht in unserer Gesellschaft, wofür ich nicht bedauert werden möchte.
Wenn wir dann aber noch in einem uns überschätzenden religiösen Hochmut auftreten, päpstlicher sind als der Papst, so tun, als hätten wir die Wahrheit mit dem sprichwörtlichen Löffel gefressen, dann erweisen wir Glaube und Religion einen Bärendienst.
Ich verstehe nicht, warum es beispielsweise der Weltrat der Kirchen, der Vatikan, muslimische Würdenträger, der Dalai Lama nicht hinkriegen, sich gemeinsam an ihre Gläubigen zu wenden und sie zum Frieden aufrufen, weil das letztlich ihrer gemeinsamen Sache dient.

Burbacher
 
Ich verstehe nicht, warum es beispielsweise der Weltrat der Kirchen, der Vatikan, muslimische Würdenträger, der Dalai Lama nicht hinkriegen, sich gemeinsam an ihre Gläubigen zu wenden und sie zum Frieden aufrufen, weil das letztlich ihrer gemeinsamen Sache dient.
Burbacher
Ein interessanter Punkt. Genau kann ich Deine Frage nicht beantworten. Aber vielleicht liegt es daran,
- dass sich Muslime (Schiiten, Sunniten) gegenseitig bekämpfen. Es kann nur einen Kalifen (Nachfolger Mohammeds) geben....
- dass der Dalai Lama befürwortet, dass alle Religionen, incl. des Buddhismus, abgeschafft werden
- dass der Papst aus anderen Religionen noch keinen Ansprechpartner gefunden hat ...
Ich weiß es nicht.
 
Liebe Hafsoussa. Zu Deinem Beitrag 262 beantworte ich Dir Deine Fragen wie folgt:

….Gerade der Koran nimmt sehr viel Bezug auf Christen. Er stellt euch Fragen, fordert von euch Antworten heraus in Bezug auf euren Glauben und eure Taten, ermahnt euch zur Aufrichtigkeit gegenüber Gott u.s.w. Will man nicht zuerst Stellung auf die Dinge beziehen, die einen selbst betreffen? Es wundert mich einfach.
Meine Antworten zu meinem Glauben habe ich inzwischen klar dargelegt. Weitere Fragen beantworte ich gerne.

An diesem Punkt stellt sich mir wieder die Frage, worauf dein Standpunkt von Moral und Unmoral basiert? Auf der Bibel? Wenn du persönlich es als Hurerei empfindest, dann ist das halt lediglich deine persönliche Meinung und scheint mir auch nicht wirklich durch die Bibel gedeckt.
In jedem Fall orientiere ich mich nicht an dem aktuellen gesellschaftlichen Verhalten. Wenn im AT mehr auf das Einhalten einzelner Gesetze abgestellt wurde, zeigt Jesus auf, dass die grundsätzliche Einstellung des Menschen zum Menschen wichtig ist. Eine gute Ausführung zum Thema "christliche Moral" findet sich an vielen Stellen der Bibel. Insbesondere mache ich auf Epheser 4, 17-32 sowie Kapitel 5 und 6 aufmerksam. Zu viel Text, um den hier abzuschreiben. Hast Du ein Neues Testament?

Denn soweit ich weiß stimmen auch die Christen überein, dass beispielsweise der Prophet Ibrahim – der Freund Gottes – 2 Frauen hatte, um nur eines von vielen Beispielen von Männern zu nennen, die mehrere Ehefrauen oder Konkubinen hatten. Mir ist nicht bekannt, dass er in den christlichen Schriften deswegen getadelt oder der Hurerei bezichtigt wurde. Vielmehr wurde er (Allahs Frieden auf ihm) in einer außerordentlichen Weise von Gott geehrt, sodass niemand über seine Vorzüglichkeit und sein hohes Ansehen vor Gott streitet. Die Mehrehe ist also keine Erfindung von „cleveren Muslimen,“ wie du es nanntest sondern war schon weit vor dem Islam allgemein anerkannte Praxis. Im Gegenteil hat der Islam das Praktizieren der Mehrehe sogar beschränkt und die Bedingungen verschärft.

Im Hinblick auf Abraham (Ibrahim) irrst Du. Vermutlich kennst Du das AT nicht. Abraham hatte nur eine Frau namens Sarai. Weil Sarai kinderlos blieb, forderte sie Abraham auf, mit der Sklavin Hagar zu schlafen. Der Sohn von Hagar heisst übrigens Ismael und gilt als der Vater der Araber. Auch für ihn gab es ein positives Versprechen Gottes. Gottes Volk, die Israeliten, stammen aus der Linie Abraham, Sohn Isaak (= ehelicher Sohn von Abraham und Sara (vormals Sarai) ).
Auch wenn von Abraham die Mehrehe nicht bekannt ist, war sie damals Praxis. Was ich anscheinend noch nicht deutlich machen konnte: Die Mehrehe ist als solche kulturell bedingt und wird von mir nicht als grundsätzlich unmoralisch beurteilt. Sie passt lediglich nicht zur deutschen Kultur. Was ich beanstande ist folgendes:

Tatsächlich ist Unzucht für Muslime (wie auch für Christen) verboten. Allerdings verstehen Christen im Allgemeinen diesen Begriff nicht nur im Bereich der Sexualität. Unzucht = zügelloses Leben kann auch auf anderen Gebieten erfolgen, was nicht gewünscht wird.

Ehe auf Zeit (Prostitution) basiert auf Sure 4,24 sowie 5,5.
Die Ehe auf Zeit gilt der Vermeidung der verbotenen Unzucht. Ehe auf Zeit ist eine geschickte Umgehung des Unzuchtsverbotes. Die für einen bestimmten Zeitraum geschlossene Ehe, streben mut'a-Ehe (arab. Mut'a = Genuß) wird vor allem von Schiiten praktiziert (wie ich hörte). Die Frau schliesst mit einem (mehrfach) verheirateten oder unverheirateten Mann EINEN Vertrag, der Dauer der Ehe und Vergütung für die Frau regelt. Die Vergütung Kann in Geld oder Geldwerten ausbezahlt werden oder auch ganz wegfallen. Die Zeitehe wird nicht arrangiert. Die Frau hat nicht das Recht auf Unterhalt (wie in einer üblichen Ehe) Eventuell geborene Kinder sind jedoch eheliche Kinder. Die Zeitehe endet automatisch mit Ablauf der vereinbarten Dauer. Eine Scheidung gibt es nicht.

Schiitisch-Muslimische Apologeten führen zugunsten der Zeitehe als "Vernunftgründe" z. B. ein: Die Verhinderung von Unzucht aufgrund der vielfachen Versuchungen, denen junge Männer in der modernen Gesellschaft ausgesetzt sind, oder auch Vermeidung sexueller Verirrungen wie Homosexualität und Prostitution, Geschlechtskrankheiten. Zudem werde das Bevölkerungswachstum gefördert.
Der Koran spielt nach Ansicht der Befürworter die Zeitehe als Eheform in Sure 4,24 an: "Und verboten sind euch die ehrbaren Ehefrauen, außer was ihr an Ehefrauen als Sklavinnen besitzt. Was darüber hinausgeht, ist euch erlaubt, (nämlich) daß ihr euch als ehrbare Ehemänner, nicht um Unzucht zu treiben, mit eurem Vermögen (sonstige Frauen zu verschaffen) sucht. Wenn ihr dann welche von ihnen (im ehelichen Verkehr) genossen habt, dann gebt ihnen ihren Lohn als Pflichtteil! Es liegt aber für euch keine Sünde darin, wenn ihr, nachdem der Pflichtteil festgelegt ist, (darüber hinausgehend) ein gegenseitiges Übereinkommen trefft. Gott weiß Bescheid und ist weise.“

Hierzu trifft die von Dir zitierte Sure 5,5 auch zu. Hier ist erlaubt, auch christliche Frauen zu heiraten „….wenn ihr ihnen ihren Lohn gebt.“ Also Unzucht „nein“, aber Umgehung des Verbotes durch Zeitehe „ja“.

Fortsetzung der Beantwortung Deines Beitrages 262 folgt.

LG; Nordrheiner
 
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