Nordrheiner
Sehr aktives Mitglied
An diese Frage möchte ich an dich als Christ noch eine weitere Frage anknüpfen die mich wirklich interessiert und zwar: Aus welchem Grund schließt du es für dich aus Muslim zu werden? Es mit den Versen die Gewalt legitimieren zu begründen wäre ja wie eben erwähnt ein ungültiges Argument, da du aus dem gleichen Grund dann auch kein Christ sein dürftest. ?
Christ zu sein hat für mich folgende Gründe:
Hauptgrund: Jesus sagte in Johannes Evangelium, Kapitel 14 V. 6: „Ich bin der Weg, denn ich bin die Wahrheit und das Leben. Einen anderen Weg zu Vater gibt es nicht.“
Und im Johannes Evangelium Kap. 1 V. 32-34 lesen wir: „Johannes (der Täufer) machte dazu folgende Aussage: „Ich sah, dass der Geist Gottes wie eine Taube vom Himmel auf ihn kam und bei ihm blieb. Vorher wusste ich nicht, dass er es war. Aber Gott, der mir den Auftrag gab, mit Wasser zu taufen, hatte zu mir gesagt: „Wenn Du einen siehst, auf den sich der Geist niederlässt und bei dem er bleibt, dann weißt Du: „Das ist der, der mit dem Heiligen Geist tauft.“ Das habe ich gesehen, sagte Johannes und ich verbürge mich dafür, dass dieser der Sohn Gottes ist.“
Alle Religionen, liebe Hafsoussa, stimmen mehr oder weniger in ihrer Lehre überein, dass der Mensch gute Taten tun soll. Und diese Taten sind es dann, die von Gott (oder von Göttern) als Entscheidungsgrundlage genommen wird, wie es mit dem Menschen nach dem Tode weitergeht. Was gute Taten sind, ist je nach Religion unterschiedlich. In einigen Religionen gehören auch Menschenopfer dazu, in anderen sind es vornehmlich das Geben von Almosen (Islam) oder das sozial mitfühlende Handeln (Fürsorge für andere Menschen wie Krankenpflege etc.). Die Menschen hoffen auf Gottes Güte. In jeder Religion gilt: Der Mensch muß etwas Gutes tun, um eine Chance zu erhalten, dass sich Gott gütig verhält und gerne vergibt. In diesem Sinne ist auch der Islam eine Religion der Selbstrettung. Ob die Selbstrettung gelingt, ist wieder unsicher. Hinzukommen muß noch die Güte Gottes, die jedoch nicht sicher ist.
Jesus war Jude und kein Christ. So wie ich das NT (Neue Testament) verstehe, wollte Jesus auch keine neue Religion gründen. Er wies mit seinen Worten und mit seinen Taten auf Gott hin sowie auf den Weg zu Gott. Er wies nicht auf einen Weg hin, sondern auf den einen Weg, auf sich.
Aber was ist das Motiv Gottes, sich um Menschen zu kümmern und sie ggf. ins Paradies zu lassen? Als ich den Imam fragte, antwortete er: Es geht Gott um Recht und um Rechtschaffenheit. Es geht Gott darum, dass die Menschen Ihm dienen.
Das ist eine völlig andere Aussage, als die die ich der Bibel entnehmen kann. Die gesamte Bibel zeigt auf das Motiv Gottes hin: Liebe. Gott liebt uns Menschen. Das AT ist die Geschichte der Liebe Gottes zu seinem auserwählten Volk. Israel ist „Der Augapfel Gottes“ Sacharja 2 V.12: „Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an.“ Im Neuen Testament ist aus Israel „alle Menschen geworden“. Im Johannes-Evangelium Kap. 3 V. 16 lesen wir: "Gott hat die Menschen so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hergab. Nun werden alle, die sich auf den Sohn Gottes verlassen, nicht zugrunde gehen, sondern ewig leben."
Es geht also nicht um Tun guter Werke, sondern um die eigene persönliche Beziehung zu Jesus Christus. Verlasse / vertraue ich Jesus - oder nicht?
Daraus darf ich entnehmen: Gott liebt mich. Und Du darfst das auch. Es geht nur darum, ob wir die Liebe Gottes annehmen und sein Kind sein wollen. Nach meiner Erkenntnis: Alle Menschen sind Geschöpfe Gottes, aber nicht alle Menschen sind seine Kinder.
LG, Nordrheiner
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