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Verstehst Du die Lösung gesellschaftlicher Probleme aus Sicht des Islam?

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Liebe Neverland,

gerne beantworte ich Deine Fragen.

Lieber Nordrheiner,
Wenn Deine Intention hinter alledem ist, wie Du sagst, Dein Wissen zu Teilen, Freude am Wissen und "Wissen" von anderen zu hören....
Warum hast Du es dann nicht von Anfang an so ge-benannt?

Der Erwerb von Wissen macht mir zwar Freude, betrachte ich aber nicht als Selbstzweck. Den von mir verfolgten Zweck kannst Du dem Eröffnungsbeitrag entnehmen.

So wie das Thema aufgemacht ist, scheint es inspiriert durch einen anderen Faden dazu gekommen zu sein. Und erst im Verlauf die Intention bekommen zu haben, die Du nennst.
Ich frage mich allerdings tatsächlich, was es uns bringt?
Tatsächlich besseres Verständnis?

Ich denke nicht, dass „wir“ von „uns“ ausgehen sollten. Die Leser bringen ein sehr unterschiedliches Wissen mit. Ich finde es erschreckend, mit wieviel Unwissen einige Menschen an das Thema Islam herangehen - trotzdem eine feste Überzeugung vertreten. Wenn es um gesellschaftlichen Konsens mit Menschen aus einer anderen Kultur und einer weitgehend unbekannten Religion geht, ist Wissen aus meiner Sicht unumgänglich. Es mag sein, dass einige Leser Konsens auf Basis von Vorurteilen anstreben. Ich halte einen solchen Weg nicht für erfolgreich.

Den Koran von einem "auf den ersten Blick" Christen erklärt zu bekommen, schreckt wohl eher ab.
Warum soll es abschrecken? Sitzt Du da einem Vorurteil auf?
Ich erinnere mich gut, dass wir Schüler nach dem Mathe-Unterricht Englisch-Unterricht hatten. Wir liebten unseren Englisch-Lehrer, weil er uns im Gegensatz zum Fachlehrer die Mathe-Probleme verständlich erklären konnte. Nehmen wir mal an, Du hättest Recht. Dann dürfte niemand den Koran mit der Absicht lesen, ihn zu verstehen, solange er nicht Muslim ist. Schüler sollten nicht versuchen Englisch zu lernen, wenn der Englisch-Lehrer ein Deutscher ist und sie selbst ggf. noch nie in England waren. Die Reihe dieser Beispiele könnte ich endlos fortsetzen……


Wobei, man sich ja dennoch mit Wissen verschiedenster Themen beschäftigt haben kann.

Das denke ich auch. Wir sollten uns immer mit wichtigen Themen beschäftigen, denk ich. Wir werden es oftmals nicht fehlerfrei machen, aber wir können lernen, wenn wir wollen. Ein Nicht-Wissen bringt jeder an seinem ersten Tag mit. Das hat er schon. Wissen kann nur hinzukommen, wenn er sich mit dem jeweiligen Thema beschäftigt. Oder?

Das kenne ich ja von mir selber auch. Bspw. im Hinblick auf die jiddische Sicht. Aber soll ich jetzt diese zum "Besten geben"? Na,....ich weiß nicht.
Ja klar, wenn es zum jeweiligen (Unter-) Thema passt.

Wenn ich mich dafür interessiere und ich kann ja auch benennen und habe es, warum dem so ist. Das ist ja meine Sache. Doch denke ich, kann besser als ich ein "waschechter Jude" das "Judentum" und was damit zusammen hängt erklären. Auch wenn ich mir einiges an Wissen angeeignet habe. Darüber und über andere "Gebiete" und "Abwandlungen"...ect.pp.
Ich würde mich freuen, wenn sich Juden oder Muslime beteiligen. Ich würde aber z.B. einem waschechten Muslimen nicht unterstellen, er würde den Koran kennen oder verstehen. Das sollte sich im Laufe eines Gespräches herausstellen. Wenn ich sehe, wie wenig z.B. Kirchenmitglieder sogar manche Theologen über die Bibel wissen, könnten mir die Tränen kommen.

Es bleiben mir aber noch Fragen:

Möchtest Du in diesem Deinen Faden einfach weiter den Koran aus DEINER Sicht und Deinem Wissen im Bisher dar legen?
Jein. Ich eigene mir fremdes Wissen an und mache es so zu meinem Wissen. Ohne Lesen und ohne Austausch ist der Erwerb von Wissen kaum möglich, oder?

Sollen/dürfen andere dann IHR Wissen darüber beitragen?
Ich bitte darum.

Und ginge es auch ohne das Du die Sicht eines Anderen als "richtig" oder "falsch" einordnest?
Wenn Du oder sonstwer erkennt, dass ich aus seiner Sicht eine fehlerhafte oder zumindest fragwürde Ansicht habe – und ich werde im Unklaren gelassen, bin ich beleidigt. Bin ich so wenig wert, dass man mir eine abweichende Ansicht nicht mitteilen will? Oder hält die betreffende Person ihre Ansicht für so fragwürdig, dass sie ihre Ansicht lieber nicht äussert?

Es gibt z.B. die Ansicht von Agnostikern, dass es Gott nicht gibt. Ich halte diese Ansicht für falsch. Ich befürchte, wir (Agnostiker und ich) werden uns i.d.R. auf der Basis gegenseitigen Respektes einigen, dass es in dieser Frage keinen Konsens gibt. Das kann mit Andersdenkenden immer passieren. Ich halte es aus, dass es nicht immer zu einem Konsens kommt. Du auch? Oder möchtest Du eine andereAnsicht zu Deiner nicht erfahren? Niemand wird gezwungen, die Ansicht des Anderen zu übernehmen. Ich für meinen Teil möchte sie mir aber zumindest anhören oder durchlesen und erfahre gerne die Begründung und denke gerne darüber nach. Wie sieht es damit Dir aus?

Sollen evtl. noch weitere Sichtweisen, oder gar weitere religiöse und nicht religiöse "Richtungen" mit-beleuchtet werden?

Ja sicher, solange sie zum jeweiligen (Unter-) Thema passen.

Und wozu dient es dann?

Einfach der Freude am "Wissensaustausch?"


Zweckfreien Wissensaustausch verfolge ich eigentlich selten. Siehe meinen Eröffnungsbeitrag.

Oder ist folgendes nicht eigentlich genug:
Vom Tun des göttlichen Willens

Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten. [SUB](Matthäus 22.36-40) (Römer 13.8-10) (Galater 5.14) [/SUB]
[/h]
Liebevolle Grüße
Neverland


Zu Deinem letzten Absatz: Gut genug … für was? Meinst Du, Du würdest der Bibel gerecht, wenn Du einen einzigen Lehrsatz kennst und praktizierst?

Ich finde, Du gibst Dir ganz schön viel Mühe…machst Dir viele Gedanken. Ich wünschte, das wäre bei allen Menschen so, egal welcher Kultur und Religion sie angehören. Ich hoffe jedoch auch, dass meine Antworten Dich zufriedenstellen.

LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Mohammed wird zum Propheten II

Auf Grund der Ehe mit Khadidja soll Mohammed zu einem wohlhabenden Mann geworden sein. Gegen Ende seines vierten Lebensjahrzehnts soll er von einer tiefen Lebenskrise befallen worden sein. Man geht davon aus, dass sein Reichtum nicht vermochte, ihn zu befriedigen. Er begann nach etwas Besserem zu suchen und zog sich in die Einsamkeit der Wüstenberge zurück, um, wie andere Gottsucher seiner Zeit, die sogenannten Hanifen, sich der Askese und Meditation zu widmen. In diese Zeit empfing er seine erste Offenbarung. Der Engel Gabriel soll ihm erschienen sein und ihm ein Tuch vor die Augen gehalten haben und ihm befohlen haben:

„Trag vor im Namen Deines Herrn, der erschaffen hat, den Menschen aus einem Embryo erschaffen hat! Trag (Worte der Schrift) vor! Dein höchst edelmütiger Herr (oder: Dein Herr, edelmütig wie niemand auf der Welt) ist es ja, der den Gebrauch des Schreibrohrs gelehrt hat (oder: der durch das Schreibrohr gelehrt hat), den Menschen gelehrt hat, was er (zuvor) nicht wusste. Nein! Der Mensch ist wirklich aufsässig, (darum) dass er sich für selbstherrlich hält. (Sure 96,1-7).

Man liest bei einigen Schreibern, dass sich bei Mohammed ähnliche Offenbarungen später wiederholten. Dabei soll Mohammed unter starkem Schweißausbruch gelitten, zu Boden gefallen sein und wie ein Kamelfohlen gebrüllt haben.

Als ein Warner (Sure 88) sollte Mohammed zu seinen Landsleuten zurückkehren, ihnen die Herrlichkeit des alleinigen Gottes anzeigen, sie zur Reinigung ihres Lebens, insbesondere zur Trennung vom Götzendienst aufrufen und ihnen schwere Strafen (der Hölle) androhen, sollten sie der Botschaft nicht glauben bzw. sich von ihr abwenden.
 
Zitat Nordrheiner:

Deine Frage ist völlig berechtigt. Sie entspricht unserer Erfahrung, dass jeder und alles einen Ursprung hat, einen Anfang und ein Ende (bis auf die Wurst). Ich denke, solange wir Menschen auf unsere 5 Sinne begrenzt sind, wird es so einiges geben, was wir nicht verstehen werden.
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Die Antwort auf die Frage, wer Deinen Gott erschaffen hat, kannst Du nicht so einfach abtun. ( "wir verstehen es nicht" ) Das was Du "Erfahrung" nennst, kann ohne weiteres hinterfragt werden. Es gibt eine wachsende Anzahl von Menschen die sich mit solch einfachen "Erklärungen" nicht zufrieden geben, sondern Fragen stellen. Und da ist die Antwort eben, daß Götter nichts weiter als erdachte Konstruktionen sind, damit Menschen etwas haben an das sie sich festhalten können.
 
Guten Morgen an Alle!

Hallo lieber Nordrheiner,
die Spiegelung gegenseitiger Fragen, lässt mich ein Mal mehr erkennen,das es nicht immer leicht ist in dem was man schreibt "richtig"verstanden zu werden. Wie auch. Ich nutze dazu immer ganz gern die Metapher: "In den Schuhen des Anderen gehen". (Welche aus meiner Schulung zur Betreuungskraft für demenziell "Erkrankte"kommt.)

Von mir ausgehend:

Da ich nicht im Leben, den Lebensumständen, der Lebensgeschichte, der Erfahrungen, der Gedanken und Gefühle eines Anderen "stecke",kann ich den/die Andere/n auch nicht in Gänze erfassen.
Auch kenne ich die Gedankengänge meines Gegenübers zu Etwas ja nicht.Und somit ist für mich nicht immer unbedingt erkennbar, was noch alles hinter einem "geschriebenen Wort" steckt. Ebenso umgekehrt.

Ein Beispiel:

[Zitat von Neverland
Den Koran von einem "auf den ersten Blick" Christen erklärt zubekommen, schreckt wohl eher ab.
Warum soll es abschrecken? Sitzt Du da einem Vorurteil auf?


Ich schrieb diesen Satz. Dieser warf bei Dir die darauf folgende Frage auf.
Dieser Satz entsprang Gedanken und Gefühlsgängen von mir, die ich aber dazu nicht weiter erläutert habe.
Er entstand nämlich aus dem Folgenden:


Burbacher`s Kritik:

Wenn Du diesen Anspruch im Hinblick auf das Christentum erhebst, kann man ja noch halbwegs mit Wohlwollen unterstellen, dass Du dich auskennst.Jetzt aber stilisierst Du dich auch noch zum Islamgelehrten. Über allem aber schwebt die Botschaft: "Ich habe Recht!"

Dazu muss ich eine eigene Erfahrung anhängen. Denn bei mir selbst ist es so, das ich mich gerne mit Wissen zu verschiedensten Themen beschäftige. Für mich selbst habe ich ein Dokument auf meinem Lappi erstellt, indem ich meine jeweiligen Erkenntnisse gern niederschreibe. Erkenntnisse, welche meinen jeweiligen Kenntnisstand entsprechen. Und auch ab und an korrigiert, ergänzt ect. werden müssen.
Phasenweise habe ich meine eigenen Erkenntnisse dann auch mal öffentlich gemacht. (Tue das auch heute immer mal wieder.)
Womit ich dabei dann natürlich rechnen muss ist, das es zu Kritik kommt.Entweder, weil Andere mit meinen Gedanken und Erkenntnissen nichts anfangen können oder es sie auch gar nicht interessiert. Oder auch,weil mein Geschriebenes bei Anderen hin und wieder Gedanken auslöst,die zu Unterstellungen führen.

Das kann soweit gehen, das mir gesagt wird: „Du klingst Oberlehrerhaft,Missionarisch, meinst wohl Du weißt alles, hast Du etwa das Wissen mit Löffeln gefressen? Für wen hälst Du Dich? Wie kannst Du nur so etwas denken und sagen? Du wirkst überheblich.“ Teilweise wird man dadurch natürlich auch in seinen eigenen inneren Absichten hinterfragt. Was aber auch ganz gut so ist.

Das ist mit ein Grund, weshalb ich dazu übergegangen bin, immer wiedermal zu betonen, das das was ich „sage“ schreibe, eben nur meine derzeitige Sichtweise ist. Und das ich nicht davon ausgehe, das alle anderen diese teilen oder auch so haben müssten.

Hieran schließt nun gut auch folgendes:

„Die Botschaft: Ich habe Recht!“

Neverland
Und ginge es auch ohne das Du die Sicht eines Anderen als "richtig"oder "falsch" einordnest?

Wenn Du oder sonstwer erkennt, dass ich aus seiner Sicht eine fehlerhafte oder zumindest fragwürde Ansicht habe – und ich werde im Unklaren gelassen, bin ich beleidigt. Bin ich so wenig wert, dass man mir eine abweichende Ansicht nicht mitteilen will? Oder hält die betreffende Person ihre Ansicht für so fragwürdig, dass sie ihre Ansicht lieber nicht äussert?


Vorweg sei gleich gesagt, das mir das ebenso passiert. Und ich auch gern darauf aufmerksam gemacht werde, wenn ich so rüber komme. Denn das passiert wohl jedem immer mal wieder. Aber wie heisst es so schön: "Dinge sind im Anderen meist immer leichter zu erkennen als in sich selbst" (Da ist eigenes ehrliches hinterfragen dann wichtig.)


Bei Dir ist mir also auch aufgefallen, das Du auf Beiträge anderer öfter mal reagierst, indem Du ihr Geschriebenes nimmst und dazu bemerkst,das dieses oder jenes Korrekt sei, anderes wiederum bezeichnest Duals „falsch“, „daneben liegend“ usw.

Im Grunde genommen könnte ich allerdings auch so daran gehen und bei mir selbst denken: Okay Nordrheiner gleicht es mit seiner ganz persönlichen Sicht und seinem Kenntnisstand und Erfahrungen ab. Für Nordrheiner ist dann dieses richtig, jenes falsch und anderes liegt irgendwie aus seiner Sicht daneben.

Mein Problem ergibt sich dann aber dennoch daraus, dass Du dabei für mich als Leserin so rüber kommst in Deinem Geschriebenen, als versuchtest Du dann den/die Andere zu belehren. Das Deine Sicht die„richtigere“ ist. (Und das meine ich nicht böse. Ich schreibe jetzt, da Du es auch wünschtest, so verstehe ich Dich jedenfalls,nur meine Empfindung dazu auf.)

Denn irgendwo ist es ja eigentlich nur DEINE Sichtweise dann dazu. Wasaber nicht heißen muss, das die Sichtweise eines anderen nuntatsächlich ganz falsch ist. Denn aus „seiner/ihrer“ Sicht gestaltet es sich mitunter ganz anders.
Hier schließt wieder die Metapher ganz gut an: „Ich gehe schließlich nicht in den Schuhen des Anderen.“

Und ich meine damit dies:
Wie viel Energie wird nutzlos verschwendet, wie viele Streitgespräche werden nutzlos darüber geführt, ob einer Recht hat oder der Andere?Jeder Mensch betrachtet die Welt und das Leben, sich selbst und andere Menschen immer nur durch die Brille seiner eigenen Erfahrungen und Überzeugungen. Jeder hat sein eigenes Menschen- und Weltbild.Niemand sieht auch sein eigenes Gesicht im Spiegel so wie ein Anderer ihn sieht, auch wenn wir das glauben.
Jeder Mensch hat aus seiner Sicht Recht, ganz gleich wie befremdlich ein anderer seine Gedanken finden mag. Wenn wir das verstehen, hilft es uns, die Andersartigkeit unseres Mitmenschen zu respektieren und zwei Meinungen nebeneinander stehen zu lassen.

Das ist es was ich meine, wenn ich sage:

Und ginge es auch ohne das Du die Sicht eines Anderen als "richtig"oder "falsch" einordnest?

Wobei ich natürlich auch eigenes Fehlverhalten eingestehen muss. Indem ich auch zugebe, dass ich selbst mit Sicherheit nicht immer in der Lage dazu bin. Aber es ist ein Aspekt, den ich zumindest versuche zutrainieren.


Und nun noch hierzu:

Oder ist folgendes nicht eigentlich genug:
Vom Tun des göttlichen Willens

Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten. (Matthäus22.36-40) (Römer13.8-10) (Galater5.14)

Zu Deinem letzten Absatz: Gut genug … für was? Meinst Du, Du würdest der Bibel gerecht, wenn Du einen einzigen Lehrsatz kennst und praktizierst?
-
Weist Du Nordrheiner es ist bei mir so:

Ich beschäftige mich nun schon seit mehreren Jahren mit den verschiedensten Themengebieten. Und schreibe ja wie ich erwähnte dazu auch meine Erkenntnisse nieder. Derzeit jedoch bin ich zu dem Schluss gelangt, (für mich selbst versteht sich), das ich so viele Erkenntnisse nieder schreiben kann, wie ich will. Aber ich darf dabei nicht vergessen, von der Theorie in die Praxis über zu gehen. Soll heißen, was ich erfahren habe, auch um zu setzen und praktisch zuleben.

Ich sehe mich so, das ich nicht viel ausrichten werde, wenn ich einfach nur Andere über meine persönlichen Erkenntnisse informiere.Vielmehr aber, wenn ich tatsächlich das lebe, was ich persönlich für gut, richtig, wichtig, wertvoll usw. erachte.
Bspw.:Neverland! Rede nicht einfach über Liebe, Mitmenschlichkeit und dergleichen, sondern LEBE das! TUN!

Sowie es Jesu selbst riet: „Wenn ihr tut....“ usw.

Und nein, ich meinte nicht, das ich irgendwas gerecht werde, wenn ich EINEN Lehrsatz kenne und praktiziere.
ABER:

Aus meiner Sicht, fasst dieser Lehrsatz ganz gut ein breites Spektrum zusammen. Und ich denke, das dass auch die Absicht dieses Lehrsatzes ist. Denn wenn ich selbst gut behandelt werden will, und andere also genauso behandeln soll. Wie könnte ich dem Anderen dann bestimmte Dinge „antun?“...

Wie könnte ich anderen etwas weg nehmen, sie töten, sie schlecht behandeln, ehebruch begehen, lügen ect.
Verstehst Du was ich damit aus zu drücken versuche?

Dieser Satz fasst für mein Verständnis sozusagen all jene Ge-und Verbote zusammen. Indem er aussagt was an anderer Stelle auch poetisch sehr schön beschrieben ist.

Hier bspw.:


Das Hohelied der Liebe

(1 Korintherbrief 13,1-13)

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,
hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich ein dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte
und alle Geheimnisse wüßte
und alle Erkenntnis hätte;
wenn ich alle Glaubenskraft besäße
und Berge damit versetzen könnte,
hätte aber die Liebe nicht,
wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte,
und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe,
hätte aber die Liebe nicht,
nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig,
die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht,
sie prahlt nicht,
sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig,
sucht nicht ihren Vorteil,
läßt sich nicht zum Zorn reizen,
trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht,
sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles,
glaubt alles,
hofft alles,
hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.
Prophetisches Reden hat ein Ende,
Zungenrede verstummt,
Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen,
Stückwerk unser prophetisches Reden;
wenn aber das Vollendete kommt,
vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war,
redete ich wie ein Kind,
dachte wie ein Kind
und urteilte wie ein Kind.
Als ich ein Mann wurde,
legte ich ab, was Kind an mir war.
Jetzt schauen wir in einen Spiegel
und sehen nur rätselhafte Umrisse,
dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht.
Jetzt erkenne ich unvollkommen,
dann aber werde ich durch und durch erkennen,
so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
doch am größten unter ihnen ist die Liebe.

-
Soll heißen, für mich persönlich ist es nun wichtiger geworden, mein "Wissen" an zu wenden und es im RL praktisch zu leben. Und mich dahingehend zu bemühen.
Sicherlich ist Austausch auch weiterhin interessant für mich.

Ich glaube aber, das ich nicht unbedingt mehr Verständnis bei den Menschen im Allgemeinen hervor rufen würde, wenn ich bspw. anfinge anderen eine andere Religion aus meiner Sicht-und Erkenntnisweise heraus zu erklären.
Sicher ist es von Nutzen eine übereinstimme Auffassung, sprich einen Konsens zu finden. Doch könnte ich dies auf diese Weise tatsächlich erreichen? Wer das möchte, wird sich von selber informieren denke ich. Ich könnte es aber keinem "Überstülpen". (Verzeih`bitte diesen Begriff, mir fällt gerade kein besserer ein.)

Wenn ich mich mit moslemischen Bekannten austausche, dann ist es in dem Moment für unser gegenseitiges Verständnis sicherlich von Nutzen.
Wenn ich anderen entsprechend offenherzig, freundlich, gut gesonnen und mit Respekt und Achtsamkeit begegne, dann ist es auch von Nutzen.

Aber ich würde jetzt bspw. nicht her gehen und sagen: "So, ich erkläre euch jetzt mal diese oder jene Religion oder Sichtweise und was sie meint. Damit wir alle verstehen können...." (Und so kommt dies hier bei mir an. Obgleich ich Deine gute Absicht nach einem Konsens und der Förderung eines besseren gegenseitigen Verständnisses schon denke ich verstehe, nachempfinden kann und auch schätze.)

Ich persönlich denke aber eben, das es mehr nützt, wenn ich anderen in meinem "Realleben" mit einer offenherzigen, annehmenden Haltung begegne, als wenn ich versuchte die verschiedensten Menschen über`s Internet über etwas auf zu klären.

Denn so kommen sie sich evtl. einfach nur "belehrt" vor und lehnen das eher ab. Als wenn mir Menschen real begegnen und dann selbst spüren können, das ich ihnen in einer gut gesonnenen Art und Weise begegne.

Verstehst Du meine Sicht dazu in etwa?

Ganz liebe Grüße
Neverland

 
Aber ich würde jetzt bspw. nicht her gehen und sagen: "So, ich erkläre euch jetzt mal diese oder jene Religion oder Sichtweise und was sie meint. Damit wir alle verstehen können...." (Und so kommt dies hier bei mir an. Obgleich ich Deine gute Absicht nach einem Konsens und der Förderung eines besseren gegenseitigen Verständnisses schon denke ich verstehe, nachempfinden kann und auch schätze.)

Ich persönlich denke aber eben, das es mehr nützt, wenn ich anderen in meinem "Realleben" mit einer offenherzigen, annehmenden Haltung begegne, als wenn ich versuchte die verschiedensten Menschen über`s Internet über etwas auf zu klären.

Denn so kommen sie sich evtl. einfach nur "belehrt" vor und lehnen das eher ab. Als wenn mir Menschen real begegnen und dann selbst spüren können, das ich ihnen in einer gut gesonnenen Art und Weise begegne.

Verstehst Du meine Sicht dazu in etwa?

Liebe Neverland,

rein schriftlich geführte Diskussionen vermitteln schwerfällig das Wesen eines Menschen. Auge in Auge, Ohren zur Stimme, sind kleine Helferlein, auf die wir hier leider verzichten müssen. Wir schliessen sehr oft von uns auf andere – und umgekehrt. Daher schätze ich, wenn ich im Zweifelsfall ge- oder hinterfragt werde. Daher danke für Deine vielen Rückfragen.

Eine Person, die den Koran gelesen hat, wird sich langweilen und überflüssigerweise belehrt fühlen, wenn ich den Koran auch nur in der Übersicht weitergebe. Eine andere Person, die den Koran inhaltlich nicht kennt, ist hingegen erstaunt etwas Inhaltliches zu lesen, was ihr völlig fremd und völlig neu ist. Ein Mehr-Wisser wird den Faden durch sein Mehr-Wissen bereichern können. Auch richtig ist: Viele Menschen können mit Dir und mir wohlvertrauten biblischen oder koranischen Texten nichts anfangen, bevor die grundlegenden Begriffe nicht erklärt sind. Siehe bitte die Fragen von Primechecker. Ich finde es schon bemerkenswert, dass Primechecker überhaupt die Begriffe, die ihm fremd sind, erklärt haben möchte. Er ist wohl ein Wissen-Suchender, also ein Mensch mit positiver Lebenseinstellung, oder?

Daher versuche ich zunächst Schritt für Schritt den Koran und den Islam darzustellen. Hat jemand Mehr-Wissen, so kann er ggf. enthaltene Fehler aufzeigen und meinen Kurz-Sachvortrag verbessern. Darum bitte ich. Hat jemand Verständnisfragen, können diese Abschnitt für Abschnitt gestellt und beantwortet werden. Für den einen Personenkreis ist jeder Sachvortrag zu einem Stichwort/Thema eine überflüssige und oberlehrerhafte Belehrung, für den anderen eine wichtige Information. Ich werde es nicht jeder Personengruppe und jeder Empfindung Recht machen können.

Mein Eindruck: Sowohl die Bibel als auch der Koran wollen als Lehrbuch betrachtet werden. Menschen sollen gelehrt und belehrt werden. Die Korrektur des menschlichen Denkens und Handelns steht als Zweck immer im Hintergrund. Und hier muß jeder für sich seine Einstellung zu Koran bzw. Bibel finden bzw. zur eigenen Bereitschaft, sich ggf. belehren und korrigieren zu lassen.

Und da wir uns mit dem Koran/Islam insbesondere beschäftigen: Die schwankenden Anhänger des Islams wollen aus den Glaubensätzen, die sie bekennen, nicht die notwendigen Schlußfolgerungen für ihr Handeln ziehen. Gegen ein solches Verhalten entfaltet der Koran eine scharfe Polemik. Die Auseinandersetzung mit den lauen Muslimen in Medina wird (im Koran) unversöhnlich geführt, denn sie sind die sogenannten Heuchler, stellten für die Gemeinde eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.

Menschen sind nicht nur „nach Wissen suchend“, wirklich ernsthaft suchend, sondern auch aufsässig und verherrlichen sich selbst, daher Wissen und anderslautende Meinungen strikt ablehnend. (Siehe hierzu Sure 96, 6)
Im realen Leben kann ich mein Verhalten auf die Person mir gegenüber einstellen: „was hältst Du von … ?“ im Forum ist das allgemein nicht möglich und im Speziellen nur dann, wenn sich jemand äussert.

Eine Einigung mit allen – wird es nie geben. Die Bandbreite der Reaktionen auf Bibel oder Koran wird von größter Zustimmung bis hin zu größter Ablehnung gehen. Ich selbst sehe mich als Lernender. In dem ich mich mitteile, öffne ich mich und muß mit Zustimmung, Ablehnung und Korrektur rechnen.

Für mich ist das bereichernd und kein unerfreulicher Nebeneffekt. Ähnliche oder gänzlich abweichende Empfindungen gestehe ich anderen Menschen zu. So ist das Leben. Menschen, die in ihrer Schwachheit oder in ihrer Selbstherrlichkeit keine andere Meinung hören bzw. lesen wollen und sich angegriffen fühlen, sind eben wie sie sind. Wenn es für sie unerträglich wird, ignorieren sie am besten jeden Beitrag, durch den sie sich persönlich angegriffen und zu Unrecht oberlehrerhaft belehrt fühlen. Das wäre meine Empfehlung. Im realen Leben komme ich auch mit solchen Menschen prima klar, denn wir reden dann nur über das Wetter oder gehen uns aus dem Wege.

Ich liebe Menschen, schätze Gemeinschaft trotz und mit Unterschiedlichkeit. Daher schätze ich positiven, vorzugsweise empathischen oder intellektuellen bereichernden Kontakt, sowohl im RL als auch hier.

Bei den Lesern mit positiver Lebenseinstellung freue ich mich über Beiträge – und ganz besonders über Deine, liebe Neverland.

Fühlst Du Dich von mir verstanden?

LG; Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Was sollen die Vergleiche. Weder jeder Allahgläubige, noch jeder Christ hat den Koran bzw. die Bibel gelesen. Wozu auch?
 
Ich möchte mal etwas korrigieren: Der Agnostiker glaubt: Das wir nicht wissen ob es ein Gott gibt. Es nur unterschiedliche Richtungen: Die eine wäre er kann sich nicht vorstellen, dass es einen Gott gibt, aber er schließt es nicht aus oder er kann sich einen Gott oder mehrere Götter vorstellen, aber er legt sich nicht so weit aus dem Fenster. Oder die Ursprungsdefinition: Ich weis es nicht.
 
Was sollen die Vergleiche. Weder jeder Allahgläubige, noch jeder Christ hat den Koran bzw. die Bibel gelesen. Wozu auch?

Das klingt so nach: "Wissen ist Macht - nichts Wissen macht nichts"

Nicht wenige Schüler wundern oder ärgern sich, wenn unter ihrem Aufsatz steht: "schön geschrieben - aber Thema verfehlt"
 
Mohammed, der Prophet

Es ist kein Gott außer Allah – dieser erste Satz des späteren Glaubensbekenntnisses ist das Thema der mohammedanischen Verkündigung. Man beachte, dass sich Mohammed nicht damit begnügt, Gott den allerersten Rang unter den verschiedenen von Arabern verehrten Gottheiten einzuräumen. So gab es altmekkanische Gottheiten, al-Lat sowie Manat und al-Uzza, die als Töchter Allahs verstanden wurden.

Es gibt Meinungen, die davon ausgehen, dass Mohammed anfangs versuchte, diese bei den alten Arabern sehr beliebte Gottheiten einzubeziehen. Noch heute soll es einige islamische Staaten geben, die in ihren Nationalflaggen neben dem Mond der Mondgöttin auch den Morgenstern der Al-Uzza führen. Das habe ich jedoch noch nicht überprüft.

Mekka war zu damaliger Zeit ein Pilgerort verschiedener Glaubensrichtungen. Dort wurden heilige Gegenstände verschiedener Religionen aufbewahrt, die von den Gläubigen Touristen besucht und verehrt wurden. Religiöser Tourismus war auch damals schon eine beliebte Einnahmequelle.

Mohammed jedoch hat sich mit den Suren 53 und 112 gegen diese Gottheiten gewandt.
In Kurzform:
Sollen Euch Söhne sein und ihm Töchter?
Das wäre eine ungerechte Verteilung.
Siehe, nur Namen sind es, die ihr ihnen gegeben habt,
ihr und eure Väter, wozu Gott keine Vollmacht herabgesandt hat. Sure 53, 19-23

Damit ist nicht nur dem altarabischen Polytheismus sondern auch dem christlichen Glauben an die christliche Trinität der Kampf angesagt. „Shirk“, die Zugesellung, ist die schwerste Sünde, deren sich ein Mensch schuldig machen kann. Gott als einzigen Gott zu verkünden, wird zu seiner heiligen Leidenschaft. Sie verbietet ihm, neben Gott irgendeinen anderen Willen gelten zu lassen. Das führt ihn zu der konsequentesten Prädestinationslehre, die je aufgestellt worden ist:

Allah führt irre, wen er will und leitet recht, wen er will. (aus Sure 74, 34)
 
Beispiel für die Prädestinationslehre – aus Sure 17, 16 – 21 sowie 18, 45+46

Und wenn wir eine Stadt zugrunde gehen lassen wollen, befehlen wir denen aus ihr, die ein Wohlleben führen, in ihr zu freveln. Dann geht das Wort (der Vorbestimmung) an ihnen in Erfüllung (w. dann wird das Wort an ihnen wahr), und wir zerstören sie von Grund auf.

Diejenigen aber, die das Jenseits haben möchten und sich mit dem entsprechenden Eifer darum bemühen und dabei gläubig sind, finden für (diesen) Eifer (dereinst bei Gott) Dank (und Anerkennung). … Schau, wie wir die einen von ihnen vor den anderen (mit Gütern dieser Welt) ausgezeichnet haben! Aber im Jenseits gibt es höhere Einstufungen und Auszeichnungen.

Und wenn du aus dem Koran vorträgst, machen wir zwischen dir und denen, die nicht an das Jenseits glauben, eine unsichtbare Scheidewand (?) (w. eine verhüllte oder eine undurchdringliche Scheidewand). Und wir haben über ihr Herz eine Hülle und in ihre Ohren Schwerhörigkeit gelegt, so dass sie ihn (d.h. den Koran oder „es“, was Du ihnen sagst) nicht verstehen.

Weiß jemand, inwieweit eine gleiche oder eine abweichende Haltung dazu in der Bibel vermittelt wird?
 
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