Nordrheiner
Sehr aktives Mitglied
Liebe Neverland,
gerne beantworte ich Deine Fragen.
Der Erwerb von Wissen macht mir zwar Freude, betrachte ich aber nicht als Selbstzweck. Den von mir verfolgten Zweck kannst Du dem Eröffnungsbeitrag entnehmen.
Ich denke nicht, dass „wir“ von „uns“ ausgehen sollten. Die Leser bringen ein sehr unterschiedliches Wissen mit. Ich finde es erschreckend, mit wieviel Unwissen einige Menschen an das Thema Islam herangehen - trotzdem eine feste Überzeugung vertreten. Wenn es um gesellschaftlichen Konsens mit Menschen aus einer anderen Kultur und einer weitgehend unbekannten Religion geht, ist Wissen aus meiner Sicht unumgänglich. Es mag sein, dass einige Leser Konsens auf Basis von Vorurteilen anstreben. Ich halte einen solchen Weg nicht für erfolgreich.
Ich erinnere mich gut, dass wir Schüler nach dem Mathe-Unterricht Englisch-Unterricht hatten. Wir liebten unseren Englisch-Lehrer, weil er uns im Gegensatz zum Fachlehrer die Mathe-Probleme verständlich erklären konnte. Nehmen wir mal an, Du hättest Recht. Dann dürfte niemand den Koran mit der Absicht lesen, ihn zu verstehen, solange er nicht Muslim ist. Schüler sollten nicht versuchen Englisch zu lernen, wenn der Englisch-Lehrer ein Deutscher ist und sie selbst ggf. noch nie in England waren. Die Reihe dieser Beispiele könnte ich endlos fortsetzen……
Das denke ich auch. Wir sollten uns immer mit wichtigen Themen beschäftigen, denk ich. Wir werden es oftmals nicht fehlerfrei machen, aber wir können lernen, wenn wir wollen. Ein Nicht-Wissen bringt jeder an seinem ersten Tag mit. Das hat er schon. Wissen kann nur hinzukommen, wenn er sich mit dem jeweiligen Thema beschäftigt. Oder?
Es gibt z.B. die Ansicht von Agnostikern, dass es Gott nicht gibt. Ich halte diese Ansicht für falsch. Ich befürchte, wir (Agnostiker und ich) werden uns i.d.R. auf der Basis gegenseitigen Respektes einigen, dass es in dieser Frage keinen Konsens gibt. Das kann mit Andersdenkenden immer passieren. Ich halte es aus, dass es nicht immer zu einem Konsens kommt. Du auch? Oder möchtest Du eine andereAnsicht zu Deiner nicht erfahren? Niemand wird gezwungen, die Ansicht des Anderen zu übernehmen. Ich für meinen Teil möchte sie mir aber zumindest anhören oder durchlesen und erfahre gerne die Begründung und denke gerne darüber nach. Wie sieht es damit Dir aus?
Ja sicher, solange sie zum jeweiligen (Unter-) Thema passen.
Zweckfreien Wissensaustausch verfolge ich eigentlich selten. Siehe meinen Eröffnungsbeitrag.
Zu Deinem letzten Absatz: Gut genug … für was? Meinst Du, Du würdest der Bibel gerecht, wenn Du einen einzigen Lehrsatz kennst und praktizierst?
Ich finde, Du gibst Dir ganz schön viel Mühe…machst Dir viele Gedanken. Ich wünschte, das wäre bei allen Menschen so, egal welcher Kultur und Religion sie angehören. Ich hoffe jedoch auch, dass meine Antworten Dich zufriedenstellen.
LG, Nordrheiner
gerne beantworte ich Deine Fragen.
Lieber Nordrheiner,
Wenn Deine Intention hinter alledem ist, wie Du sagst, Dein Wissen zu Teilen, Freude am Wissen und "Wissen" von anderen zu hören....
Warum hast Du es dann nicht von Anfang an so ge-benannt?
Der Erwerb von Wissen macht mir zwar Freude, betrachte ich aber nicht als Selbstzweck. Den von mir verfolgten Zweck kannst Du dem Eröffnungsbeitrag entnehmen.
So wie das Thema aufgemacht ist, scheint es inspiriert durch einen anderen Faden dazu gekommen zu sein. Und erst im Verlauf die Intention bekommen zu haben, die Du nennst.
Ich frage mich allerdings tatsächlich, was es uns bringt?
Tatsächlich besseres Verständnis?
Ich denke nicht, dass „wir“ von „uns“ ausgehen sollten. Die Leser bringen ein sehr unterschiedliches Wissen mit. Ich finde es erschreckend, mit wieviel Unwissen einige Menschen an das Thema Islam herangehen - trotzdem eine feste Überzeugung vertreten. Wenn es um gesellschaftlichen Konsens mit Menschen aus einer anderen Kultur und einer weitgehend unbekannten Religion geht, ist Wissen aus meiner Sicht unumgänglich. Es mag sein, dass einige Leser Konsens auf Basis von Vorurteilen anstreben. Ich halte einen solchen Weg nicht für erfolgreich.
Warum soll es abschrecken? Sitzt Du da einem Vorurteil auf?Den Koran von einem "auf den ersten Blick" Christen erklärt zu bekommen, schreckt wohl eher ab.
Ich erinnere mich gut, dass wir Schüler nach dem Mathe-Unterricht Englisch-Unterricht hatten. Wir liebten unseren Englisch-Lehrer, weil er uns im Gegensatz zum Fachlehrer die Mathe-Probleme verständlich erklären konnte. Nehmen wir mal an, Du hättest Recht. Dann dürfte niemand den Koran mit der Absicht lesen, ihn zu verstehen, solange er nicht Muslim ist. Schüler sollten nicht versuchen Englisch zu lernen, wenn der Englisch-Lehrer ein Deutscher ist und sie selbst ggf. noch nie in England waren. Die Reihe dieser Beispiele könnte ich endlos fortsetzen……
Wobei, man sich ja dennoch mit Wissen verschiedenster Themen beschäftigt haben kann.
Das denke ich auch. Wir sollten uns immer mit wichtigen Themen beschäftigen, denk ich. Wir werden es oftmals nicht fehlerfrei machen, aber wir können lernen, wenn wir wollen. Ein Nicht-Wissen bringt jeder an seinem ersten Tag mit. Das hat er schon. Wissen kann nur hinzukommen, wenn er sich mit dem jeweiligen Thema beschäftigt. Oder?
Ja klar, wenn es zum jeweiligen (Unter-) Thema passt.Das kenne ich ja von mir selber auch. Bspw. im Hinblick auf die jiddische Sicht. Aber soll ich jetzt diese zum "Besten geben"? Na,....ich weiß nicht.
Ich würde mich freuen, wenn sich Juden oder Muslime beteiligen. Ich würde aber z.B. einem waschechten Muslimen nicht unterstellen, er würde den Koran kennen oder verstehen. Das sollte sich im Laufe eines Gespräches herausstellen. Wenn ich sehe, wie wenig z.B. Kirchenmitglieder sogar manche Theologen über die Bibel wissen, könnten mir die Tränen kommen.Wenn ich mich dafür interessiere und ich kann ja auch benennen und habe es, warum dem so ist. Das ist ja meine Sache. Doch denke ich, kann besser als ich ein "waschechter Jude" das "Judentum" und was damit zusammen hängt erklären. Auch wenn ich mir einiges an Wissen angeeignet habe. Darüber und über andere "Gebiete" und "Abwandlungen"...ect.pp.
Jein. Ich eigene mir fremdes Wissen an und mache es so zu meinem Wissen. Ohne Lesen und ohne Austausch ist der Erwerb von Wissen kaum möglich, oder?Es bleiben mir aber noch Fragen:
Möchtest Du in diesem Deinen Faden einfach weiter den Koran aus DEINER Sicht und Deinem Wissen im Bisher dar legen?
Ich bitte darum.Sollen/dürfen andere dann IHR Wissen darüber beitragen?
Wenn Du oder sonstwer erkennt, dass ich aus seiner Sicht eine fehlerhafte oder zumindest fragwürde Ansicht habe – und ich werde im Unklaren gelassen, bin ich beleidigt. Bin ich so wenig wert, dass man mir eine abweichende Ansicht nicht mitteilen will? Oder hält die betreffende Person ihre Ansicht für so fragwürdig, dass sie ihre Ansicht lieber nicht äussert?Und ginge es auch ohne das Du die Sicht eines Anderen als "richtig" oder "falsch" einordnest?
Es gibt z.B. die Ansicht von Agnostikern, dass es Gott nicht gibt. Ich halte diese Ansicht für falsch. Ich befürchte, wir (Agnostiker und ich) werden uns i.d.R. auf der Basis gegenseitigen Respektes einigen, dass es in dieser Frage keinen Konsens gibt. Das kann mit Andersdenkenden immer passieren. Ich halte es aus, dass es nicht immer zu einem Konsens kommt. Du auch? Oder möchtest Du eine andereAnsicht zu Deiner nicht erfahren? Niemand wird gezwungen, die Ansicht des Anderen zu übernehmen. Ich für meinen Teil möchte sie mir aber zumindest anhören oder durchlesen und erfahre gerne die Begründung und denke gerne darüber nach. Wie sieht es damit Dir aus?
Sollen evtl. noch weitere Sichtweisen, oder gar weitere religiöse und nicht religiöse "Richtungen" mit-beleuchtet werden?
Ja sicher, solange sie zum jeweiligen (Unter-) Thema passen.
Und wozu dient es dann?
Einfach der Freude am "Wissensaustausch?"
Zweckfreien Wissensaustausch verfolge ich eigentlich selten. Siehe meinen Eröffnungsbeitrag.
Oder ist folgendes nicht eigentlich genug:
Vom Tun des göttlichen Willens
Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten. [SUB](Matthäus 22.36-40) (Römer 13.8-10) (Galater 5.14) [/SUB]
[/h]
Liebevolle Grüße
Neverland
Zu Deinem letzten Absatz: Gut genug … für was? Meinst Du, Du würdest der Bibel gerecht, wenn Du einen einzigen Lehrsatz kennst und praktizierst?
Ich finde, Du gibst Dir ganz schön viel Mühe…machst Dir viele Gedanken. Ich wünschte, das wäre bei allen Menschen so, egal welcher Kultur und Religion sie angehören. Ich hoffe jedoch auch, dass meine Antworten Dich zufriedenstellen.
LG, Nordrheiner
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