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Verstehst Du die Lösung gesellschaftlicher Probleme aus Sicht des Islam?

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Hallo Nordrheiner,

aus dieser theologischen Rabulistik kann ich nur aussteigen. Sie fördert weder das Verständnis für den christlichen Glauben, noch die Begeisterung für die Botschaft Jesu. Im Gegenteil: Sie ist abstoßend, ja ärgerlich, weil sie dem Menschen den Zugang zum Evangelium verwehrt.
Für diese Art theologischer Diskussion gilt wohl, dass sie ein Ärgernis ist. Und sie spricht auch nicht für denjenigen, der sie betreibt. Dein Vorgehen ist weder wissenschaftlich seriös, noch redlich.
Meist kommst Du mit einem Wust von Fragen rüber, die Du dann selbst beantwortest. Dabei sind die Antworten äußerst selektiv. Du reihst Bibelzitate aneinander, machst passend, was nicht passend ist oder wie es dir passt.
Das kannst Du machen, aber nenn das nicht christlich und erhebe nicht den Anspruch, damit der Botschaft Jesu gerecht zu werden.
Wenn Du diesen Anspruch im Hinblick auf das Christentum erhebst, kann man ja noch halbwegs mit Wohlwollen unterstellen, dass Du dich auskennst. Jetzt aber stilisierst Du dich auch noch zum Islamgelehrten. Über allem aber schwebt die Botschaft: "Ich habe Recht!"
Das ist alles, nur nicht biblisch. Dein Jesus-Bild schreckt ab, und nicht nur Du kommst rüber wie ein theologischer Scharfrichter, hüllst Du doch Jesus selbst in die Sphäre der Unerreichbarkeit. Vom "Bruder Jesu", dem Mensch gewordenen Gottessohn, in dem Gott ein menschliches Antlitz zeigte, bleibt am Ende wenig, um nicht zu sagen, nichts.
Diese Theologie lässt mich schaudern.
Und Du wirst auch nicht der religiösen Blütezeit des Islam gerecht, in die die Kreuzritter seiner Zeit einfielen, um mit plumper Gewalt und schlichter Brutalität alles niederzumetzeln, was sich ihnen in den Weg stellte. Blutrünstig und gewalttätig, machtbesessen. Glaube und Theologie waren längst unter die Räder geraten, genauso wie bei den muslimischen Fanatikern heute.
Verständigung, Verstehen-Wollen entsteht durch das ehrliche und aufrichtige Suchen nach Gemeinsamkeiten, den gemeinsamen Wurzeln. Du aber betonst immer wieder das Trennende und das nicht nur im Hinblick auf das muslimische Lager, sondern genauso im Hinblick auf das christliche Lager, empfindest für deinen Standort sogar noch deine eigene, recht sonderbare Vokabel "Jesus-Anhänger", ohne jedoch zu begreifen, dass sich dein vermeintliches Vorbild Jesus weitaus weniger ernstnahm als Du.
Sein ganzes Leben nämlich war bis zum letzten Atemzug ein Fingerzeig auf Gott.

Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Primechecker,

ich werde versuchen, die von Dir genannten Begriffe kurz zu erläutern. Jeder dieser Begriffe füllt bei Theologen viele Buchseiten oder sogar ein ganzes Buch. Insofern entschuldige, wenn ich mich sehr kurz fasse und daher auf den Anspruch auf Vollständigkeit verzichte. Jedoch ist die kurze Begriffserklärung trotzdem noch so lang, dass ich sie zwecks Übersichtlichkeit in 2 Beiträge aufteilen werde.

Primechecker – Teil 1

Zu dem Begriff "Gott"

Gott ist der Begriff für das größte Wesen, was sich Menschen denken können. Im Islam wird u.a. der Begriff Allah verwendet.

Ein russisches Sprichwort sagt: Gott sei Dank, Gott existiert nicht. Wenn aber – was Gott verhüten möge, Gott doch existiert?

Es gibt viele Fragen, die der Humanismus nicht befriedigend beantworten kann, die aber aus meiner Sicht mit der Frage nach Gott zu tun haben. Eine dieser Fragen lautet: Warum überfällst Du eigentlich keine Bank, wenn Du absolut sicher sein kannst, dass es Dir gelingt und Dich niemand erwischt?

Regel: Wenn es Gott nicht gibt, ist alles erlaubt. Du solltest nur sicher sein, dass Du nicht erwischt wirst.

Göttliche Botschaft

Der Islam betrachtet den Koran als göttliche Botschaft. Juden und Christen betrachten das Alte Testament als göttliche Botschaft. Christen betrachten die Evangelien, die Lehre von Jesus Christus sowie die Lehren von Jesus Christus als göttliche Botschaft.

Eine göttliche Botschaft ist eine Information, die in ihrer Richtigkeit von Menschen nicht abänderbar ist. Im Gegensatz dazu können staatliche Gesetze geändert werden und werden auch geändert, sobald erkannt wird, dass man bestimmte Probleme mit der bisherigen Version der Gesetze nicht ausreichend lösen kann.

Wie erkennt man, dass eine Botschaft göttlich ist, von Gott kommt? Und wie kann man den göttlichen Gehalt verstehen?

Du kannst den Text der Zauberflöte, den Dialog des Papageno lesen, ohne die Musik zu hören. Dabei wirst Du nur niemals von der Musik des W.A. Mozart ergriffen werden und wirst die Schönheit nicht erkennen können. Dieses Beispiel soll folgendes verdeutlichen: Der Koran spricht von der Rechtleitung des Muslimen, die erforderlich ist, um die Göttlichkeit des Korans zu erkennen. Die Bibel spricht von dem heiligen Geist, der dem Menschen die Sinne öffnet und zu Erkenntnis führt, wenn sich der Mensch Gott zuwendet.

Ich unterscheide allgemeine göttliche Botschaft (die Bibel) von individueller göttlicher Botschaft. Die individuelle göttliche Botschaft gelangt nur zu einem Menschen. Mit individuellen, angeblich göttlichen Botschaften, habe ich meine Probleme, sobald diese verallgemeinert wird und angeblich für alle Menschen gelten soll.

Engel: Wesen, die bei Gott „wohnen“ und ggf. bestimmte Aufgaben erhalten

Ich hoffe, bis hierhin sind die obigen Begriffe jetzt verständlicher?

LG; Nordrheiner
 
Primechecker – Teil 2

Heiliger Geist: Der Geist Gottes
Es gibt keine Beschreibung von Gott, die man nutzen könnte, um sich ein vollständiges Bild von Gott zu machen. Wie auch sollen wir uns ein Wesen vorstellen, für das es keine Zeit gibt, welches ewig und allmächtig ist? Ähnlich ist es mit dem heiligen Geist. Das Problem liegt in unseren 5 Sinnen.

Schöpfung: Darunter ist nicht zu verstehen: Man nehme Mehl, Eier und Gewürze und schon hast Du einen leckeren Kuchen geschaffen. Der Mensch ist Schöpfer, weil er etwas mit dem erstellt, was ihm selbst als Gabe gegeben ist (Verstand, Talente) und er auf Material (Eier, Mehl, Gewürze) zurückgreifen kann.

Wenn (in der Bibel/Koran) von Gott als Schöpfer gesprochen wird, dann erstellt oder macht Gott etwas, was wir als Menschen niemals machen könnten. In menschlicher Logik – was unserer Erfahrung entspricht – muss immer etwas gegeben sein, damit wir etwas erstellen können. Es ist für uns Menschen nicht begreifbar, dass dies bei Gott nicht der Fall ist bzw. sein muß. Man könnte sagen: Gottes Schöpfung entsteht aus dem buchstäblichen Nichts. In diesem Punkt, denke ich, sind sich Koran und Bibel einig. (An meine Kritiker – bitte vermerken: Ich habe schon wieder eine Gemeinsamkeit von Koran und Bibel aufgezeigt.)

Wunder: Im allgemeinen Sprachgebrauch benutzt man diesen Begriff für ganz alltägliche Ereignisse, z.B. „ein Wunder, dass ich heute Morgen aus dem Bett gekommen bin“. Ich selbst benutze diesen Begriff für ein Ereignis, welches Gott zugeschrieben wird oder werden kann.

Z.B. erzählte eine junge Frau, dass sie unter einer seltenen Krankheit gelitten hätte, die dazu führte, dass sie immer weniger ihre Gelenke hat nutzen können. Sie litt unter großen Schmerzen. Kein Arzt konnte ihr helfen. Lediglich wurden ihr Schmerzmittel verschrieben. Eines Tages hörte sie, dass Jesus von allem heilen kann und betete darum. Sie war am selben Tag frei von dieser Krankheit. Sie bezeichnete diese Heilung als Wunder.

Etliche Monate später trat die Krankheit erneut auf, wenn auch in abgeschwächter Form. Diese Frau war sehr erstaunt und kam ins Grübeln, wie sie damit umgehen soll. Letztendlich war ihre Antwort bzw. ihr Lerneffekt: Ich muss lernen mit dem Leben zu leben, was Gott mir gibt und nicht mit dem Leben, was ich mir wünsche. Wenn ich lerne, auch mit dieser schlimmen Krankheit zu leben, dabei auf Gott „schaue“, bin ich glücklich – unabhängig ob mein Körper krank ist oder nicht.

Als ich diese junge Frau kennenlernte, war sie krank und glücklich. Was ist jetzt das größere Wunder? Ihre erste Heilung oder ihr Glücklichsein trotz schwerer Krankheit?

Speziell im Koran:

Gesandte: Eine Person, die von Gott einen Auftrag erhält. Mohammed erhielt lt. Koran den göttlichen Auftrag, den Menschen die Reimverse vorzutragen und selbst diese Reimverse auswendig zu lernen, die später zum Koran zusammengefasst wurden. Dieser Auftrag wurde von Gott nicht direkt an Mohammed erteilt, sondern als „Zwischenstation“ wurde ein Engel eingeschaltet.

Die Reimversion des Koran erfolgte in hocharabischer Sprache. Es heisst, dass die Kunstform und Ausdrucksweise ein dermaßen hohes sprachliches Niveau hat, wie es seit dem nicht mehr erreicht wurde.

Gottes Erlaubnis: Es gibt immer wieder Menschen, denen Wunderkräfte und Wundertaten zugeschrieben werden. Oft ist es für Menschen nicht klar erkennbar, ob der Wundertäter über „höhere“ Kräfte „aus der anderen Welt“ verfügte, oder ob es sich nur um einen faulen Zauber handelt, den man lediglich noch nicht durchblickt hat.

Ein Beispiel dafür ist Mose. Als die Israeliten von den Ägyptern verfolgt wurden, konnten sie nirgends hin fliehen. Links und rechts waren Anhöhen und vor ihnen das Schilfmeer (die örtliche Stelle wurde Pi-Hahirot genannt). Auf Anordnung von Gott hob Moses seinen Stab und das Meer teilte sich. Die Israeliten gelangten ans andere Ufer. Als sie drüben waren, erreichten die Ägypter ebenfalls das Meer und ritten den Israeliten hinterher. Auf Anordnung von Gott senkte Moses seine Hand und die Ägypter ertranken. (Am besten Du liest dazu genau die Erzählung in 2. Mose 14).

Wenn hier etwas Besonderes geschah, dann war das einerseits ein Wunder, andererseits geschah nichts ohne spezielle Anordnung von Gott. Für mich ist ein Wunder-Erlebnis immer mit einem Hinweis auf Gott verbunden. Alles andere nenne ich „mir unbegreifliche Dinge“. Es war eben bei Moses auch eine spezielle Situation. Ich selbst danke für mein Essen, aber ich frage Gott nicht, ob ich mir jetzt mal ein Brot schmieren darf.

Zu guter Letzt will ich darauf aufmerksam machen, dass meine Begriffserläuterungen meinem Verständnis entsprechen. Wenn Du mit anderen Menschen über diese Begriffe sprichst, kann es durchaus sein, dass Du anderslautende Erklärungen kennenlernst. Auch hier sollte jeder entscheiden, inwieweit er einer Erklärung folgen möchte.

Ich hoffe, alle Begriffe sind Dir jetzt für Dich klar verständlich. Andernfalls frag‘ ruhig nochmal nach.

LG; Nordrheiner
 
Hallo Nordrheiner,

aus dieser theologischen Rabulistik kann ich nur aussteigen. Sie fördert weder das Verständnis für den christlichen Glauben, noch die Begeisterung für die Botschaft Jesu. Im Gegenteil: Sie ist abstoßend, ja ärgerlich, weil sie dem Menschen den Zugang zum Evangelium verwehrt.

Wirf doch mal einen Blick auf das Thema. Im übrigen, Dir bleibt doch unbenommen, Deine Sicht darzustellen.

Für diese Art theologischer Diskussion gilt wohl, dass sie ein Ärgernis ist. Und sie spricht auch nicht für denjenigen, der sie betreibt. Dein Vorgehen ist weder wissenschaftlich seriös, noch redlich.

Habe ich Wissenschaftlichkeit behauptet?

Meist kommst Du mit einem Wust von Fragen rüber, die Du dann selbst beantwortest.

Wie jetzt - erstellst Du schon eine Statistik wie groß der Fragen- und wie groß der Sachtextanteil in meinen Beiträgen ist?

Dabei sind die Antworten äußerst selektiv. Du reihst Bibelzitate aneinander, machst passend, was nicht passend ist oder wie es dir passt.

Ich verstehe, Du möchtest gefragt werden, ob ... passt oder nicht.

Das kannst Du machen, aber nenn das nicht christlich und erhebe nicht den Anspruch, damit der Botschaft Jesu gerecht zu werden.

Ist das jetzt eine Bitte oder ein Befehl?

Wenn Du diesen Anspruch im Hinblick auf das Christentum erhebst, kann man ja noch halbwegs mit Wohlwollen unterstellen, dass Du dich auskennst. Jetzt aber stilisierst Du dich auch noch zum Islamgelehrten. Über allem aber schwebt die Botschaft: "Ich habe Recht!"
Ich verstehe, Du möchtest Recht haben. Also ich habe nur mein begrenztes Wissen und meine Meinung. Auf den Anspruch Recht zu haben verzichte ich und habe das nie behauptet.
.....
Und Du wirst auch nicht der religiösen Blütezeit des Islam gerecht, in die die Kreuzritter seiner Zeit einfielen, um mit plumper Gewalt und schlichter Brutalität alles niederzumetzeln, was sich ihnen in den Weg stellte. Blutrünstig und Gewalttätig, machtbesessen. Glaube und Theologie waren längst unter die Räder geraten, genauso wie bei den muslimischen Fanatikern heute.
Ich hoffe, Du weisst noch mehr über die Zeit der Kreuzritter. Dazu von mir gerne meine Kenntnisse - später an geeigneter Stelle.

Verständigung, Verstehen-Wollen entsteht durch das ehrliche und aufrichtige Suchen nach Gemeinsamkeiten, den gemeinsamen Wurzeln.
Einverstanden. Wo kann ich das - z.B. in diesem Deinen Beitrag - bei Dir erkennen?


Du aber betonst immer wieder das Trennende und das nicht nur im Hinblick auf das muslimische Lager, sondern genauso im Hinblick auf das christliche Lager, empfindest für deinen Standort sogar noch deine eigene, recht sonderbare Vokabel "Jesus-Anhänger", ohne jedoch zu begreifen, dass sich dein vermeintliches Vorbild Jesus weitaus weniger ernstnahm als Du.
Sein ganzes Leben nämlich war bis zum letzten Atemzug ein Fingerzeig auf Gott.

Burbacher

Was uns eint, lieber Burbacher, ist Dein letzter Satz. Ist das nicht eine schöne Gemeinsamkeit? Auch das Thema Verständigung scheint bei uns beiden wichtig zu sein - jedenfalls wenn ich Deinen Worten im vorletzten Absatz folge.


Über allem aber schwebt die Botschaft: "Ich habe Recht!"


Lieber Burbacher,

warum unterstellst Du mir Deine Empfindung? Deine Empfindung entspricht Deinen negativen Gefühlen, aber sicher nicht meiner Einstellung.

Ich weiß, dass Du von meinem Bibel- und Jesusverständnis abgeschreckt bist. Du gibst Dir auch immer wieder Mühe, Deinen persönlichen Ärger in Erinnerung zu rufen. Umgekehrt wirfst Du mir vor, ich würde das Trennende in den Vordergrund bringen. Wie passt Dein Verhalten zu Deiner Einstellung „Suche und Betonung der Gemeinsamkeiten“ ?

Eine Gemeinsamkeit habe ich für uns beide schon entdeckt – siehe oben. Jetzt wärest Du mal dran, oder? Wer so oft von Gemeinsamkeiten spricht wie Du, sollte dies auch zeigen können, denk ich mal.

Ich finde diesen Beitrag als Ausdruck Deiner Empfindungen und weniger als Sachbeitrag. Es ist für mich schade, dass Du die Disharmonie (Ärger) in Dir mir zum Vorwurf machst.

Jedoch haben meine Beiträge nicht das Ziel, Dir oder sonst wem nach dem Mund zu reden. Aber Brücken würde ich schon gerne bauen. Wie könnte das nach Deiner Meinung am besten erfolgen?

Möchtest du mit mir über die Periode der Kreuzritter sprechen? Das mache ich gerne, wenn es auch an dieser Stelle des Fadens eher ungeeignet ist. Wenn Du nicht darauf bestehst, dass wir jetzt über die Periode der Kreuzritter sprechen, dann lass‘ uns das doch tun, wenn ich mit der Geschichte des Islam (aus meiner Sicht) an diese Kreuzritterperiode angelangt bin. Sollte ich es versäumen, den Punkt anzusprechen, dann erinnere mich doch bitte.

LG, Nordrheiner
 
Gott ist der Begriff für das größte Wesen, was sich Menschen denken können. Im Islam wird u.a. der Begriff Allah verwendet.
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Das gilt aber nicht für mich und Millionen andere Menschen. Die denken nämlich was und fragen sich: Wenn Gott so groß ist - wer hat ihn erschaffen? Der Obergott etwa? Und wo kommt der her?
 
Lieber Nordrheiner,
...

meine "Sicht einnehmen und sagen: Der Mensch braucht keinen Gott"...ect.

NEIN, das habe ich weder behauptet noch so gemeint.

Und es ist auch nicht meine Sicht.

Deine Stellungnahme finde ich klasse, also gut. Ich denke, dass ich Dich da überinterpretiert habe. Da ich Dir damit Unrecht tat, bitte ich um Entschuldigung.

Ich denke aber, das ich das was wir allgemeinhin "Gott" nennen, anders interpretiere als jegliche Religion es tun wuerde.

Ich glaube nicht, dass wir da von einem wir <Was wir allgemeinhin "Gott" nennen"> sprechen dürfen. Nach meinem Empfinden entstehen sonst zu schnell Missverständnisse. Wenn Du Dein Gottesverständnis mitteilen möchtest - immer gerne.

Und ich bin aus der Kirche ausgetreten mit der selben Ueberzeugung, mit der ich mich einst habe "Eintauchen" lassen.
Aha. Eine konsequente Frau!

Die Bibel habe ich in mehreren Versionen gelesen. Meine persönliche "Lieblingsversion" ist eine jiddische.
Habe mir auch irgendwann gedacht, das ich zum "Anfang" zurueck muss, wenn ich mehr wissen will. Und mich darum mit Hebraeisch, den Qumranschriften, Fr.Dr. Lapide ect. ebenso mal befasst. Genauso wie mit den geschichtlichen Aspekten der Juden und eben auch mit der Archaeologischen Seite.

Die Beschaeftigung mit diesen Dingen und Sichtweisen, hat fuer mich persönlich viel erbracht. Und mein Sicht-und Verstaendnisfeld stark erweitert, wuerde ich sagen.

Du hast meinen Respekt. Soviel Mühe macht sich nicht jeder.

Persönlich muss ich gestehen, das ich fuer mich selbst entschieden habe, das ich am meisten "gelernt" habe aus der Schrift, wenn ich es ganz allein mit "Gott" tat. Ohne jegliche Beeinflussung und/oder Auslegung eines Menschen. So habe ich es im Beginn meines persönlichen Glaubenslebens getan und dahin bin ich auch wieder zurueck gekehrt.

Jetzt aber, liebe Neverland, bin ich Dir ganz nahe. Lediglich war ich bislang froh, wenn ich Menschen hatte, mit denen ich mich über das Gelesene austauschen konnte.

Und ich sehe es auch so, wie es selbst die Schrift sagt: Wer im Herzen (und es hieß doch die Tora sei in die Herzen der Menschen gegeben worden), also wer sich gut und rechtschaffen liebevoll ect. verhaelt, sich darum bemueht, wird "seelig" auch wenn er/sie von "Gott" nie gehoert hat.

Hast Du dazu eine genaue Stellenangabe?

Und ganz gleich wie man es sehen will, oder ob Du es humanistisch nennst...wie auch immer wir das benennen moegen, finde ich es persoenlich nur gut und Recht, wenn wir einfach nach der Essenz gingen und uns bemuehen diese aktiv zu leben. Anstatt uns ueber eine Auslegung oder ein angebliches "richtig" oder "falsch" "zu streiten".

Mit wir, meine ich "wir Menschen". ...-

Die Gemeinsamkeit, die Koran und Bibel haben, liegt z.B. auch darin, dass es "ohne Gott" nicht geht.
Wir Menschen brauchen Gott. Eine bloße Gottesvorstellung halte ich nicht für ausreichend. Ich denke: Ohne Gott haben wir bestenfalls bloß eine Vermutung, eine Ahnung, was gut ist und was nicht.

Auf keinen Fall will ich streiten. Ich vergleiche das "Leben im Glauben" mit dem Leben in einem Ferienparadies.
Gerne tausche ich mich darüber mit anderen darüber aus. Es ist oft so, dass der andere eine Ecke entdeckt hat, die mir bislang verborgen war - und umgekehrt. Und auch die gemeinsame Freude über das Erlebte und das Gelernte ist für mich immer wieder ein Grund, den Austausch zu suchen. Eine abweichende Meinung ist für mich ein Grund, nach dem Warum zu fragen. "Ich bin nicht neugierig, ich möchte nur alles wissen"

LG, Nordrheiner
 
Gott ist der Begriff für das größte Wesen, was sich Menschen denken können. Im Islam wird u.a. der Begriff Allah verwendet.
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Das gilt aber nicht für mich und Millionen andere Menschen. Die denken nämlich was und fragen sich: Wenn Gott so groß ist - wer hat ihn erschaffen? Der Obergott etwa? Und wo kommt der her?


Deine Frage ist völlig berechtigt. Sie entspricht unserer Erfahrung, dass jeder und alles einen Ursprung hat, einen Anfang und ein Ende (bis auf die Wurst). Ich denke, solange wir Menschen auf unsere 5 Sinne begrenzt sind, wird es so einiges geben, was wir nicht verstehen werden.
 
Lieber Nordrheiner,

zu Deiner Frage:

Und ich sehe es auch so, wie es selbst die Schrift sagt: Wer im Herzen(und es hieß doch die Tora sei in die Herzen der Menschen gegeben worden), also wer sich gut und rechtschaffen liebevoll ect. verhaelt,sich darum bemueht, wird "seelig" auch wenn er/sie von"Gott" nie gehoert hat.

HastDu dazu eine genaue Stellenangabe?

Habe ich eben meine Bibel zur Hand genommen und nachgesehen, wo steht, auf was ich mich hier bezog:

Das wäre dann Römer ab 2,13. "Die Heiden und das Gesetz"

Nicht die sind vor Gott gerecht, die das Gesetz hören, sondern er wird die für gerecht erklären, die das Gesetz tun. 14 Wenn Heiden, die das Gesetz nicht haben, von Natur aus das tun, was im Gesetz gefordert ist, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, sich
selbst Gesetz.

15 Sie zeigen damit, dass ihnen die Forderung des Gesetzes ins Herz geschrieben ist; ihr Gewissen legt Zeugnis davon ab, ihre Gedanken klagen sich gegenseitig an und verteidigen sich -

-

Leider habe ich eine andere "Stelle" noch nicht wieder ausgegraben. Ich glaube sie war im AT.
Tora...ne eher Tenach...- Da wird von "Gottes Sicht aus" ähnlicher Wortlaut erzählt. Was auch Sinn macht, da sich das NT auf das AT beruft.
Sollte ich die Stelle wieder finden, lege ich Sie Dir gern vor. Aber für`s Erste denke ich reicht genannter "Quellenhinweis".

...-

P.S.
Wenn Deine Intention hinter alledem ist, wie Du sagst, Dein Wissen zu Teilen, Freude am Wissen und "Wissen" von anderen zu hören....
Warum hast Du es dann nicht von Anfang an so ge-benannt?

So wie das Thema aufgemacht ist, scheint es inspiriert durch einen anderen Faden dazu gekommen zu sein. Und erst im Verlauf die Intention bekommen zu haben, die Du nennst.

Ich frage mich allerdings tatsächlich, was es uns bringt?
Tatsächlich besseres Verständnis?

Den Koran von einem "auf den ersten Blick" Christen erklärt zu bekommen, schreckt wohl eher ab. Wobei, man sich ja dennoch mit Wissen verschiedenster Themen beschäftigt haben kann.
Das kenne ich ja von mir selber auch. Bspw. im Hinblick auf die jiddische Sicht. Aber soll ich jetzt diese zum "Besten geben"? Na,....ich weiß nicht. Wenn ich mich dafür interessiere und ich kann ja auch benennen und habe es, warum dem so ist. Das ist ja meine Sache. Doch denke ich, kann besser als ich ein "waschechter Jude" das "Judentum" und was damit zusammen hängt erklären. Auch wenn ich mir einiges an Wissen angeeignet habe. Darüber und über andere "Gebiete" und "Abwandlungen"...ect.pp.

Und dahingehend bin ich dann ja auch noch der Typ Mensch, die auch etwas wagt und ausprobiert indem ich das dann einfach mal lebe. (Bspw. Tora...oder auch mal "verhüllt" hinaus gehe um zu erfahren, wie sich das anfühlt).

Es bleiben mir aber noch Fragen:

Möchtest Du in diesem Deinen Faden einfach weiter den Koran aus DEINER Sicht und Deinem Wissen im Bisher dar legen?

Sollen/dürfen andere dann IHR Wissen darüber beitragen?
Und ginge es auch ohne das Du die Sicht eines Anderen als "richtig" oder "falsch" einordnest?

Sollen evtl. noch weitere Sichtweisen, oder gar weitere religiöse und nicht religiöse "Richtungen" mit-beleuchtet werden?

Und wozu dient es dann?

Einfach der Freude am "Wissensaustausch?"

Oder ist folgendes nicht eigentlich genug:

[h=3]Vom Tun des göttlichen Willens

Alles nun, was ihr wollt, daß euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen auch. Das ist das Gesetz und die Propheten. [SUB](Matthäus 22.36-40) [/SUB][SUB](Römer 13.8-10) [/SUB][SUB](Galater 5.14) [/SUB]
[/h]
Liebevolle Grüße
Neverland
 
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